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OM SYSTEM OM-1 vorgestellt

Nun ist es raus. Die vor ca. einem Jahr angekündigte Wow Kamera ist vorgestellt. Mit der OM-1 läutet OM Digitalsolutions endgültig das Ende der Olympus Ära ein und stellt nicht nur eine beeindruckende Kamera sondern auch eine neue Namensgebung vor. Pünktlich zum 50. Geburtstag der OM-1 kommt deren digitaler Enkel auf dem Markt. Wie schon in den 70er Jahren ist auch die digitale Version der OM-1 gegenüber Kameras, die gleiches leisten können, klein und leicht. Trotzdem ist sie mit technischen Möglichkeiten gespickt, die ihres Gleichen im Mark suchen.

Ultraschnelle Zeitmaschine

Pro Capture wurde mit der E-M1 Mark II 2016 vorgestellt und hilf dir als Fotografen die Zeit zurückzudrehen. Während der Auslöser halb gedrückt ist zeichnet die Kamera schon Bilder auf und speichert diese in einem Zwischenspeicher. Drückst du dann den Auslöser komplett herunter werden die Bilder im Zwischenspeicher auf die SD Karte geschrieben. Dadurch ist es wesentlich einfacher, unvorhersehbare Ereignisse zu fotografieren. Die OM-1 bringt diese Funktion auf ein neues Level. Mit 120 Bildern pro Sekunde kannst du nun noch feinere Details bei Bewegungen unterscheiden. Bei dieser Geschwindigkeit fokussiert und misst die Kamera die Belichtung beim ersten Bild und behält diese bei.

Solltest Du allerdings ein Objekt vor der Kamera haben, dass sich auf dich zu oder von dir wegbewegt, muss die Kamera den Fokus zwischen jeder Belichtung anpassen. Auch in diesem Modus setzt die OM-1 neue Maßstäbe. Hier erreicht die Kamera 50 Bilder pro Sekunde. Mit diesen Werten verpasst du keinen Augenblick mehr.

Neues intelligentes Autofokus System

Solche Geschwindigkeitswerte sind nur Möglich wenn das Autofokussystem in der Lage ist entsprechend schnell zu fokussieren. Das Autofokussystem der OM-1 basiert auf der sogenannten Quad Pixel AF Technology. Hierbei ist jeder Pixel in 4 Unterpixel aufgeteilt, die separat angesteuert werden können. Das ermöglicht es die Pixel diagonal anzusteuern und Phasendifferenz Autofokuskreuzsensoren zu realisieren,  die 100% der Sensorflächen abdecken. Dadurch, dass der Sensor sehr schnell ausgelesen werden kann, können die Daten sehr schnell an den Bildprozessor geschickt werden. Den Rest erledigt dann der neue sehr schnelle Bildprozessor Truepic X.

Intelligente Objekterkennung

Diese neue Technologie ist auch die Basis für eine verbesserte „intelligente“ Objekterkennung. OM Digitalsolutions nennt diese AI detection AF. Die Objekterkennung basiert auf maschinellem Lernen und erkennt, neben Flugzeugen, Fahrzeugen und Vögeln nun auch Hunde und Katzen. Hier gibt es nicht nur einen großen Sprung in der Geschwindigkeit und Genauigkeit der Erkennung, sondern auch Funktional hat sich einiges getan. War die Objekterkennung bisher nur verfügbar wenn du C-AF + Tracking gewählt hattest, ist sie jetzt auch in S-AF und normalem C-AF aktiv. In S-AF und C-AF zeigt die Kamera, wie im C-AF + Tracking, an wenn ein Objekt erkannt wird. Allerdings werden in diesen beiden Modi die Objekte nur fokussiert, wenn sich dies auch in den eingestellten Fokusfeldern befindet. Vor allem erfahrene Fotografen werden sich darüber freuen. Dadurch hat man eine wesentlich besser Kontrolle über die Objekterkennung als zuvor. Vorausgesetzt man hat die Fähigkeit zum  Beispiel einem Vogel im Flug zu folgen.

 Bildqualität

Im allgemeinen Verständnis wird die Pixelanzahl von Sensoren immer auch der Auflösung gleichgesetzt. Die OM-1 beweist, dass dies so nicht ganz richtig ist. Obwohl die Pixelanzahl, des komplett neu entwickelten Sensors, gleich geblieben ist, ist die Detailzeichnung der Kamera gegenüber der E-M1 Mark III erheblich verbessert. Dies verwundern auch nicht wirklich, schließlich ist der Sensor, durch seine neuen Backside Illuminiertes Design, wesentlich rauschärmer als sein Vorgänger. Was natürlich hauptsächlich in den höheren Empfindlichkeiten sichtbar wird, aber auch in den Basisempfindlichkeiten sind diese Verbesserungen da, was es erlaubt die Daten anders aufzubereiten. Das Ergebnis ist eine höher Detailgenauigkeit in feinen Strukturen. Sprich die Auflösung ist verbessert.

Rauschverhalten

Wie schon geschrieben ist auch das Rauschverhalten erheblich verbessert. Die OM-1 ist im Rauschverhalten ungefähr 2 Blendenstufen besser als die E-M1 Mark III. Mein persönlicher Eindruck ist, dass das sogar ein wenig mehr als 2 Blendenstufen sind. Das bedeutet, dass Bilder, die mit der OM-1 bei ISO 25600 aufgenommen wurden, ungefähr das gleiche Rauschverhalten zeigen wie die Bilder der E-M1 Mark III bei ISO 6400. Man kann sagen die Lichtausbeute des neuen Sensor ist 4 mal höher. Wenn man bedenkt das die Sensorfläche eine Micro Four Thirds Sensor ca. 4 mal kleiner ist als bei einem Kleinbildsensor kann man sich sehr gut ausrechnen, dass das Rauschverhalten nun ungefähr das gleiche Level hat wie eine Kleinbildkamera mit einer ähnlichen Anzahl an Pixeln. 

Dynamikumfang

Aber nicht nur das Rauschverhalten ist erheblich gegenüber der E-M1 Mark III verbessert, es ist auch der Dynamikumfang der Kamera erweitert. Ca. 1 Blende mehr an Dynamikumfang kann die OM-1 gegenüber der E-M1 Mark III abbilden. Hierdurch kannst du zum Beispiel Bilder in einer Schlucht, die im Hintergrund sehr hell ist besser abbilden, ohne groß nachbearbeiten zu müssen.

Alles in allem ist der Sprung in Bildqualität größer als man von einer neuen Generation Kamera erwarten kann. Ich würde sagen die Kamera liegt auf sehr ähnlichen Niveau wie Kameras die einen Kleinbildsensor besitzen. 

Zuverlässigkeit in Person

Olympus aka OM Digital Solutions war mit ihren Kameras schon immer führend wenn es um Spritzwasser und Staubschutz ging. Die OM-1 setzt hier allerdings noch einen drauf. Sie ist mit dem IP53 Standard zertifiziert und hält somit so ziemlich jeden Wetterkonditionen stand. Außerdem arbeitet sie offiziell bis -10°C. Das ist allerdings nur ein Richtwert ich habe Kameras schon bei wesentlich geringeren Temperaturen betrieben. Das ist allerdings nicht alles. Wie alle Kameras von OM Digitalsolutions kommt die OM-1 mit dem Super Sonic Wave Filter, der dafür sorgt, dass Staub auf dem Sensor kein Thema ist und man sich sicher sein kann immer einen sauberen Sensor zur Verfügung zu haben. Dazu ist die OM-1 mit einem mechanischen Verschluss ausgestattet, der für 400000 Auslösungen spezifiziert ist. Mehr als man als ambitionierter Fotograf brauchen wird.

Alles neu

Aber nicht nur Sensor und Prozessor sind komplett neu entwickelt, sondern auch das Menü hat ein neuen Design bekommen. Was aber noch viel wichtiger ist es hat auch eine neue Struktur. Meiner Meinung nach ist das Redesign voll gelungen. Funktionen sind viel logischer geordnet und durch das Layout muss man bei Suchen nur noch auf die linke Seite schauen. Hast du den gesuchten Parameter gefunden siehst du auf der rechten Seite gleich die Einstellung die im Moment angewandt ist. Auch das Super Control Panel ist entschlackt und angepasst. Die Folge ist ein wesentlich einfachere Überblick und man kann Einstellungen schneller vornehmen.

Fazit

Die OM SYSTEM OM-1 ist eine durch und durch gelungene Kamera. Die Ingenieure habe nicht nur die Bildqualität einen erheblichen Schritt nach Vorne gebracht, sondern bringt die Geschwindigkeit einer Kamera in nie geahnte Sphären. Wer hier noch etwas vermisst, wird mit einem komplett neuen Bedienkonzept überrascht, das für Besitzer eine OM-D sehr einfach zu verstehen ist und neue Anwender sehr schnell erlernen können. Aus meiner Sicht bleiben nur Kleinigkeiten die noch zu verbessern wären.

6 Replies to “OM SYSTEM OM-1 vorgestellt”

  1. Hallo Michael,
    ich bin überzeugt, die OM-1 ist eine super Kamera geworden und deshalb freue ich mich darauf, sie in den Händen zu halten.
    Ich bin mit “OMDS Trade-in” in Kontakt da ich meine E-M1 III gegen die OM-1 tauschen will. Hoffentlich wurde mein Wunsch entsprochen und eine OM-1 reserviert, ich will die E-M1 erst einschicken, wenn die Neue lieferbar ist…
    Viele Grüße
    Rolf Markert

  2. Hallo,
    ich habe mir gerade das engl. Video mit Q&A Runde mit der Olympus E-Group angeguckt. Die Sache mit den 2EV Rauschverbesserung im Vergleich zur E-M1 III erscheint mir leider immer noch nicht 100%ig klar.

    Kommen die 2EV jetzt komplett aus dem Sensor, aus dem Sensor+Truepic X oder aus Sensor+Truepic X+OM Workspace Software ?
    Vielen Dank vorab

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