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Vom Unsinn das Kleinbildformat als Standard zu definieren

In den ersten Jahren der digitalen Fotografie gab es “nur” Sensoren die kleiner als das Kleinbildformat von 24x36mm2 waren. Da sich der gemeine Verbraucher an die Brennweiten und die sich daraus ergebenden Bildwinkel gewöhnt hatte, wurden zu dieser Zeit die Brennweiten digitaler Kamera immer als Kleinbild equivalent angegeben. Dies hatte den Vorteil, dass die Verbraucher schnell verstanden welchen Bildwinkel ein Objektiv auf dem kleineren Sensor abbildet.

Als dann Sensoren im Kleinbildformat auf den Markt kamen, übernahm man diese Nomenklatur. Daraus etablierte sich auch sehr schnell eine Testkultur Kameras mit kleinerem Sensor mit dem Kleinbildformat zu vergleichen. Hierzu wurde das Kleinbildformat als Standard genommen. Die Aufnahme der Kamera mit dem kleineren Sensor wurden so gemacht, dass sie dem der Kleinbildkamera so nahe wie möglich kamen.

Die Folgen das Kleinbildformat als Standard zu definieren

Diese Systematik führte schnell zu Aussagen wie: Die Schärfentiefe eines Bildes hängt von der Sensorgröße ab. Was so nicht richtig ist. Wer hier an tiefer gehenden Details interessiert ist, kann meinen Beitrag über “Die 4 Faktoren, die Einfluss auf die Bildqualität haben” lesen. Allerdings bleibt es meistens nicht bei oben genannten Aussagen. Die Tester gehen oft noch weiter und beschneiden alle Sensoren auf das 3:2 Format der Kleinbildsensoren. Wieso eigentlich? Schaut man sich die Geschichte der Fotografie an dann merkt man, dass die Fotografie schon immer viele verschiedene Formate hatte. Dennoch hört man dann Aussagen wie: Der Sensor hat, trotz gleicher nativer Auflösung, eine geringer Auflösung im 3:2 Format. In meinem Verständnis ist das eine falsch Herangehensweise. Schließlich könnte man ja auch das 3:2 Format auf das 4:3 Format beschneiden und damit die Aussage umkehren.
Hier ein Beispiel bei dem ich die Micro Four Thirds Kamera als Referenz genommen habe und dasBild der Kleinbildkamera beschnitten habe.

Beispiel Bild aufgenommen mit einer E-M1 Mark IIII
E-M1 Mark III, 40mm, 1/500s, F2.8, ISO200
Vergleichsbild aufgenommen mit einer Sony A7 III
Sony A7 III, 43mm, 1/320s, F2.8, ISO100

Alternativen

Nach mehr als 3 Jahrzehnten digitaler Fotografie mit unzählig verschiedenen Sensorgrößen wird es meiner Meinung nach Zeit, dass wir aufhören alles mit dem Kleinbildformat zu vergleichen und anfangen die Stärken der jeweiligen Vorteile der einzelnen Formate herauszuarbeiten. Dann kann jeder entscheiden welche der Vorteile für ihn persönlich die Wichtigeren sind. Mit einer Micro Four Thirds Kamera werde ich niemals, dieselben Bilder machen wie mit einer Kleinbildkamera. Genauso wenig wie man keine gleichen Bilder mit einer Mittelformatkamera oder Kleinbildkamera machen wird. Aus diesem Grund macht es auch nur wenig Sinn solche Vergleiche in der Technik anzuwenden. Als Anwender müssen wir uns fragen was uns wichtig ist um die fotografischen Ideen die wir haben umzusetzen.

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In dem Artikel “Firmware Updates in Zukunft kostenlos?” teile ich meine Gedanken wie das Thema Firmware Updates in der Photoindustrie in Zukunft gehandhabt wird.

4 Replies to “Vom Unsinn das Kleinbildformat als Standard zu definieren”

  1. Ich finde es erschreckend, dass trotz Autokorrektur so viele Rechtschreibfehler in Ihrem Artikel sind. Ich kann mich dann nur schlecht auf den eigentlichen Inhalt konzentrieren. (Mein Fehler!)

  2. Die Aussagen sind genau richtig. Ich habe als Canonmitarbeiter lange gehadert, für die Vogel- und Wildlivefotografie, weg von Canon und auf eine MFT Kamera zu wechseln. Die Vorteile der MFT sind für diese Art der Fotografie jedoch überragend. Mancher Vollformat- Fotokollege schaut neidisch auf die MFT Vorteile 🙂

    1. Hallo Achim,
      Danke für deinen Kommentar. Freue mich, dass du meinen Aussagen folgen kannst. Wünsche dir weiterhin beim Fotografieren viel Spaß.
      Michael

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