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Firmware Updates in Zukunft weiterhin kostenlos?

Die kleineren Hersteller wie Fuji, OM Digital Solutions und Panasonic stellen seit einiger Zeit für die hochwertigen Kameras kostenlose Firmware Updates zur Verfügung. Dabei werden nicht nur Fehler behoben sondern auch neue Funktionen bereitgestellt. Ob dies in Zukunft weiterhin der Fall sein wird oder nicht will ich in diesem Blogpost zur Diskussion stellen. Ich spreche dabei explizit von Updates, die neue Funktionen mit bringen. Aktualisierungen die Fehler beheben sind dabei nicht berücksichtigt.

Sunset in Botswana kündigt das Ende kostenloser Firmware Updates bei digitalen Kameras an.

Gründe für kostenlose Firmware Updates

Die kleinen Hersteller haben es gegenüber den Platzhirschen nicht leicht. Fehlende Kapazitäten in der Entwicklung erlauben es nicht neue Hardware in derselben Frequenz bereitzustellen. Kann eine Firma keine Neuigkeit vorstellen, so wird über sie in den Medien auch nicht berichtet. Die Folge ist eine geringere Bekanntheit. Dies führt zu weniger Umsatz und somit auch zu weniger Ressourcen in der Entwicklung. Hört sich wie ein Teufelskreis an.
Eine Möglichkeit diesen Teufelskreis aufzubrechen sind Firmware Updates, die auch neue Funktionen bereitstellen. Da es sich hier “nur” um Software handelt werden auch weniger Ressourcen gebunden. Zusätzlich freuen sich die Kunden. Die Kamera ist mit neuen Funktionen aufgewertet. In der Zwischenzeit hat sich dies auch schon als Verkaufsargument etabliert. Deshalb ziehen die großen Hersteller auch nach. Nikon hat erst neulich ein funktionelles Firmware Update für die Z9 herausgebracht.

Gründe die gegen kostenlose Firmware Updates sprechen

Nicht nur die Entwicklung von Hardware bindet Ressourcen in der Entwicklungsabteilung. Auch die Entwicklung von Firmware bindet Personen. Ganz davon abgesehen wird auch Firmware getestet und bindet somit auch hier Ressourcen. Durch eine kostenlose Bereitstellung der Firmware, wird kein Geld eingenommen. Der laufende Hardwareverkauf finanziert diese Entwicklung. Außerdem stört eine parallele Weiterentwicklung der Firmware bestehender Kameras die Neuentwicklung von Hardware. Meistens sind bei kleinen Firmen dieselben Entwickler involviert. Da der Mark kleiner wird und die Stückzahlen somit kleiner, steigen auch die Preise für die Hardware selbst. Eine Aktualisierung der Hardware bei Kunden ist somit weniger häufig. Auch sind die Innovationsschritte bei Hardware kleiner und es gibt weniger Gründe sich eine neue Kamera zu kaufen. Die Unterschiede zur vorhandenen Kamera sind zu klein.

Wie sieht die Zukunft aus?

Wie oben beschrieben ist eine kostenlose Bereitstellung von Firmware ein zweischneidiges Schwert. Zwar bringt sie Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit, bindet aber dennoch Ressourcen die für die Entwicklung neuer Hardware dringend gebraucht wird. Das verzögert eventuell neue Hardware. Neue Hardware bringt höhere Margen als Hardware die schon länger am Mark ist. Wir wissen alle, dass der Markt für digital Kameras schrumpft. Dadurch wird es für die Hersteller immer schwerer Geld zu verdienen. Deshalb werden wir in naher Zukunft ein Verdrängungswettbewerb sehen. Marken werden entweder verschwinden oder in anderen Marken aufgehen. Nikon hat zwar erst neulich ein funktionelles Update der Z9 Firmware herausgebracht, aber dieses war bereits bei der Vorstellung angekündigt. Bereits jetzt beschränken sich die Hersteller darauf “nur” die hochwertigen Kameras mit funktionellen Firmware Aktualisierungen zu versehen.

Über den kostenlosen Firmware Updates digitaler Kameras ziehen sich düstere Wolken zusammen

Ich bin mir sicher wir werden sehr bald eine Anpassung im Markt sehen. Diese wird sich darin zeigen, dass Firmware Aktualisierungen die neue Funktionen mit sich bringen nur noch gegen Bezahlung geben wird. Aber wahrscheinlich wird es eher so wie bei den günstigen Modellen sein, dass es neue Kameras mit neuen Funktionen geben wird. Sony ist bereits in dieser Richtung unterwegs und die anderen Hersteller werden früher oder später folgen. Anders ist es bei den zu erwartenden sinkenden Stückzahlen möglich noch profitabel zu arbeiten. Hersteller die diesem Prinzip nicht folgen werden vom Markt verschwinden. Zwar verlängern Firmware Updates die Lebensdauer von Kamerahardware, dies verringert aber auch die Margen der Hersteller.
Sicherlich ist das eine sehr kontroverse Meinung und ich bin gespannt was ihr darüber denkt. Hinterlasst mir einen Kommentar mit euren Kommentaren. Ich freue mich auf eine rege und respektvolle Diskussion.

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Meine Gedanken über die Zukunft der Photoindustrie findest du im Artikel “Ist die Zukunft der Photoindustrie düster?“. Zusätzlich habe ich mir Gedanke über den Term Brennweite im Artikel “Hat der Term Brennweite ausgedient” gemacht.

7 Replies to “Firmware Updates in Zukunft weiterhin kostenlos?”

  1. Der Verdrängungswettbewerb ist doch schon lange im Gange. Siehe etwa Samsung und Minolta.
    Bei sinkenden Stückzahlen müssen die Preise rauf. Leica ist doch profitabel.
    Und wo Funktionsupdates nicht als Teil des Marketing Budgets abgedeckt sind, da bieten Subskriptionsmodelle die höchste Wertschöpfung.

    1. Naja, die Gründe für Samsung und Minolta sich aus dem Geschäft zurück zu ziehen waren sicherlich nicht unbedingt der Größe des Marktes geschuldet. Bei Minolta ist ja auch kein Mitbewerber verschwunden sondern es hat sich „nur“ die Marke geändert. Schließlich hat Sony das Business übernommen und soweit getrieben, dass sie einer der größten Player im Mark sind.

      1. Samsung hat wohl frühzeitig erkannt, dass Smartphones weit profitabler sind als Systemkameras.
        Und Sony nannte ich als Beispiel eines Mergers, die hatten schon viele Jahre vorher Kameras (Mavica, Cyber-shot).

        Also Funktions-Updates, die exklusiv als Teil eines kostenpflichtigen Paketes (z.B. Garantieerweiterung oder Professionell Services) angeboten werden, das kann ich mir noch sehr gut vorstellen. Ist dann aber auch nur ein verkapptes Subskriptionsmodell.

        Einzelne Funktionsupdates separat kostenpflichtig anzubieten scheint sich dagegen nicht zu rentieren, jedenfalls halte ich die bisherigen Anläufe dazu für gescheitert (siehe etwa Panasonics VLog Schlüssel, oder Sonys PlayMemories Camera Apps).

        1. Ich bin vollkommen bei Dir, dass es keine einzelnen Funktionen sein werden die zum Kauf angeboten werden. Dazu ist die Kamerabranche (außer Sony vielleicht) nicht aufgestellt. Außerdem sind die Kunden es nicht gewöhnt.
          Es ist richtig, dass Sony schon eigene Kameras hatte, aber eben nicht in der Systemkamerawelt. Da das Thema Kompaktkameras aus meiner Sicht abgeschlossen ist, hier werden in zwischen ausschließlich Smartphone eingesetzt, habe ich darauf referenziert.
          Samsung ist aus dem Geschäft ausgestiegen, weil sie es nicht geschafft haben innerhalb 5 Jahren zum Markführer zu werden. Das ist der Anspruch koreanischer Firmen, aber speziell bei Systemkameras tickt der Markt eben anders als im Rest der Konsumerproduktwelt.

  2. Wenn Updates sinnvolle, neue Features mitbringen, wäre ich grundsätzlich durchaus bereit, dafür zu zahlen – sofern daraus keine Abomodelle gebastelt werden. Auch aus Nachhaltigkeitsgründen ein sinnvoller Ansatz – häufig sind meine Kamerabodys nach mehreren Jahren “physikalisch” immer noch in gutem Zustand und müssten eigentlich nicht verschrottet werden. Die Frage ist halt, welche freien Ressourcen die eingebauten Prozessoren für Updates mitbringen – ich würde mich z.B. über besseren Gesichtsautofokus, Schwenkpanorma oder Starry-Sky-AF in der E-M5III sehr freuen…
    Allerdings muss dann auch das Updateprozedere deutlich verbessert werden. Wenn ich wie jetzt bei meiner E-M5III bei bisher ca. 5 (Kompatibilitäts-)Updates mind. 3x alle meine Einstellungen (und davon gibt es einige!) verliere, dann sollten den Kunden wohl eher zu jedem Update Warengutscheine beigelegt werden anstatt über Gebühren nachzudenken…. Weil das ist einfach ärgerlich und nicht zeitgemäß.

    1. Mein Artikel zielt nicht in speziellen auf Olympus Kameras. Ich denke, dass Firmware Updates generell nicht mehr kostenfrei zur Verfügung gestellt werden können. Die Problematik die Du mit der E-M5 Mark III hast ist sehr Olympus / OM System spezifisch. Hier solltest Du Dich an den Support von OM System wenden. Nur wenn die Rückmeldungen von den Kunden genügend Druck erzeugen wird auch eine Änderung angedacht.

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