Familien Safari in Botswana

Sunset Camp Pelo

Seitdem ich in 2017 und 2019 in Zimbabwe und Botswana alleine auf Safari war, wollte ich meiner Familie die gleiche Erfahrung geben. Ich bin dieses Jahr 50 geworden. Deshalb wollte ich etwas besonderes machen. Statt eine große Feier zu machen, entschieden wir und für eine Familien Safari. Wir entschieden uns mit Wilderness Safaris und Botswana. Bei meinen ersten Reise waren die Erfahrungen mit Wilderness Safaris herausragend. Botswana bietet auf relativ kleinem Raum tolle Möglichkeiten Tiere zu sehen.

Die Reiseroute der Familien Safari

Unser Reiseplan sah folgendermaßen aus. Drei Camps in 7 Tagen. Pelo, das erste Camp, liegt auf einer Insel in Form eines Herzens. Daher auch der Name, Pelo heist in Sezuana Herz. Tubu Tree folgte darauf. Es liegt ebenfalls in der Jao Consession und ist bekannt für Leoparden. Das dritte und letzte Camp war Duma Tau, welches direkt am Linyanti Fluss liegt. Alle drei Camps hatten ihren Charm und waren total anders von Landschaft und den Tieren, die wir gesehen haben.

Landschaftsaufnahme in der Nähe von Camp Pelo. Aufgenommen während einer Fahrt mit dem Mokorro

Die Anreise zur Familien Safari

Die Anreise von Hamburg ging über Zürich nach Johannesburg. Von dort aus fliegt man nach Maun, welches das Tor zum Okavango Delta ist. Interessanter Weise ist Maun, bezüglich Flugbewegungen, der zweitgrößte Flughafen in Africa. In Maun wurden wir bereits von Wilderness Safaris in Empfang genommen. Von Maun ging es mit einer kleinen Chesna mit 12 Sitzplätzen in den Bush. Insgesamt hat die Reise ca. 20 Stunden gebraucht.

Pelo unser erstes Camp

Im Bush landet man auf einer kleinen Piste die Airstrip genannt wird. Ein Mitarbeiter vom Camp wartete schon um uns abzuholen und ins Camp zu bringen. Die Fahrt nach Pelo ein Erlebnis. Auf dem Weg zur Bootsstation, wie oben erwähnt liegt Pelo auf einer Insel, sehen wir Giraffen, Büffel und die sehr seltenen Wildhunde. Nach dem Umstieg ins Boot geht es sehr gemütlich Richtung Camp. Am Wegesrand viele Vögel und unser erstes Krokodil. Am Camp angekommen, wurden wir vom Campmanager Abo herzlich empfangen. Hier bekamen wir erst einmal einen Willkommensdrink und einen kleinen Snack. Nach einer kurzen Sicherheitseinweisung wurden und die Zimmer gezeigt. Ein Traum mit viel Platz und einer Außendusche.
Das Highlight des Camps ist allerdings die Toilette im Gemeinschaftbereich. Eine Toilette mit einem solchem Ausblick findet man nur selten. Abends beim Abendessen lernten wir unseren Guide Chaplin kennen und erfuhren, dass neben uns nur noch ein weiterer Gast im Camp war.

Sonnenuntergang im Camp Pelo. Der perfekte Start für eine Familien Safari

Pelo der zweite und dritte Tag


Am nächsten Tag fuhren wir also zu fünft los. Im Bush fängt der Tag sehr früh an. Frühstück kurz vor Sonnenaufgang so gegen 5:30 Uhr. Um 6 Uhr fährt man bereits los. Die Tiere sind Mittags wenn es heiß ist träge. Ruhen sich aus. Deshalb ist es sinnvoll früh loszufahren um die Tiere in Aktion zu erleben. Auch am zweiten Tag durften wir viele Tiere sehen. Was für mich am beeindruckendsten war, sind die Mengen an afrikanischen Fischadlern, die wir gesehen haben. Nach dem fünften wird es langsam beeindruckend. Es zeugt auch davon wie groß da Nahrungsangebot im Okavango Delta ist. Den obligatorischen Sundowner am Abend haben wir mit Flußpferden verbracht. Nur wenige Meter von uns entfernt genossen sie wie wir den Sonnenuntergang. Ein beeindruckendes Erlebnis.

Am dritten uns letzten Tag in Pelo hatten wir uns entschieden eine Mokorrofahrt zu machen. Das Mokorro ist ein traditionelles Boot, ein Einbaum, mit dem man in seichten Gewässern fahren kann. Es ist die entspannendste Art sich Tiere im Okavango Delta anzuschauen. Da du dich damit langsam fortbewegst sieht man nicht nur die großen Tiere sondern eben auch die Kleinigkeiten. Dazu hatten wir mit Chaplin auch einen hervorragenden Guide an der Seite, der uns auch Einges über die Natur erzählen konnte. Dann war es allerdings auch schon wieder so weit, dass wir Pelo in Richtung Tubu Tree verlassen mussten.

Vom Schilf startender Eisvogel.

Zweite Station Tubu Tree

Tubu Tree ist gegenüber Pelo ein großes Camp und hatte auch mehr Gäste. Bei Flut steht es direkt am Wasser. Da diese aber noch nicht voll ausgeprägt war konnten wir das nur Ahnen. Trotzdem liegt auch dieses Camp an einer wunderschönen Stelle im Busch. Alles Zimmer haben eine eigene Terrasse mit der man auch über die Mittagszeit die vorbeiziehenden Tiere beobachten konnte. Der Ablauf ist in allen Camps derselbe. Man hat zwei Game Drives, einen morgens gegen 6 Uhr und den anderen Nachmittags gegen 15:30 Uhr.
Gegenüber Pelo ist die Tierwelt in Tubu Tree, obwohl es nur 5 Flugminuten entfernt ist, ein wenig anders. Hier gibt es weniger Wasser und deshalb auch weniger Vögel. Dafür gibt es eben mehr Landtiere und bereits am ersten Nachmittag konnten wir uns über Giraffen, Büffel und Zebras freuen. Ein Leoparden, für die das Camp bekannt ist aber leider nicht. Das sollte sich aber am zweiten Tag ändern.

Giraffe vor Sonnenuntergang in der Nähe von Camp Tube Tree

Tubu Tree der zweite Tag, ein Treffen mit den Leoparden

Bereits beim Frühstück merkte man unserem Guide Delta an, dass er Lust hatte los zu fahren. Er wollte uns nicht einmal die Zeit geben einen Tee zum Frühstück zu bekommen. Dies hatte seinen Grund. Er hatte bereits die Information bekommen, dass ein Leopard in der Nähe des Camps gesichtet wurde. Dies bedeutet allerdings nicht gezwungener Maßen, dass wir diesen auch zu Gesicht bekommen werden. Schließlich sich Leoparden Einzelgänger. Deshalb können sie sich auch gut verstecken. Bei der Fahrt waren deshalb alle Sinne auf Alarmbereitschaft. Fährten wurden gelesen und den Alarmsignalen der anderen Tiere gelauscht. Zusätzlich waren alles Guide über Funk miteinander im Kontakt. Natürlich war es aber auch so, dass wir während der Suche nach dem Leoparden auch andere Tiere gesehen haben.

Elefantenherde in der Nähe von Tuba Tree


Unter anderen eine Elefantenherde. Unter den Erwachsene ein frisch geborenes Elefantenkind. So jung, dass es noch nichts mit dem Rüssel anzufangen wusste. Also versuchte es mit dem Mund zu trinken. Ein Erlebnis, dass man so schnell nicht vergessen wird. Erinnerte ein wenig an ein Menschenkind, dass lernt mit Messer und Kabel zu essen. Dann trafen wir noch drei junge Löwen die noch mit ihrer Mutter durch die Lande zogen. Tagsüber ist davon natürlich nicht so viel zu sehen. Löwen jagen bevorzugt Nachts und tagsüber liegen sie lieber im Schatten. Dabei Ruhen sie sich aus.

Der erste Leopard auf unserer Familien Safari

Dann endlich, urplötzlich kam der Leopard aus dem Busch. Er zog etwa drei Meter von uns entfernt vorbei. Welch ein aufregender Moment. Vor allem für meinen Sohn und meine Frau, die noch nie einen Leoparden in freier Natur gesehen hatten. Dabei noch so nahe, dass man ihn beinahe streicheln konnte. Es war allerdings eine kurze Begegnung, weil er gleich wieder im dichten Busch verschwand. Leider war es unmöglich im zu folgen. Nach einem langen Tag und einem, wieder einmal, unglaublichen Sonnenuntergang fuhren wir zurück ins Camp. Hier erwartete uns noch eine Überraschung. Es war schon dunkel und wir waren kurz von dem Camp. Plötzlich kreuzte eine weiter Leopardin die Autoscheinwerfer. Es war die Mutter, des Leoparden den wir am Tag getroffen hatten. Sie hatte ihren Sohn im Camp auf die Welt gebracht. Deshalb ist sie des öfteren immer noch in der Nähe.
Die gesamte Geschichte findet ihr in der Geschichte “Tubu Tree – A Leopard’s Safe Haven” von Suzi Eszterhas auf dem Wilderness Safaris Blog. Spannend zu lesen, zeigt es doch wie sehr die Camps von Wilderness Safaris in die Natur integriert sind.
Nach weiteren tollen Erlebnissen war es Zeit die zweite Station unserer Familien Safari zu verlassen und nach Duma Tau weiter zu reisen.

Leopard in der Nähe von Camp Tuba Tree

Duma Tau die dritte und letzte Station unserer Familien Safari

Duma Tau liegt am Ufer des Linyanti Flusses und ist ungefähr 45 Minuten Flugzeit entfernt von Tubu Tree. Es handelt sich hierbei um ein Premium Camp von Wilderness Safaris. Somit handelt es sich um die höchste Camp Kategorie die Wilderness Safaris anbietet. Das merkt man bereits bei der Abholung vom Flugzeug. Statt drei Sitze pro Reihe haben die Geländewagen nur zwei Sitze pro Reihe. Es gibt also wesentlich mehr Platz. Auch das Camp ist viel großzügiger gestaltet. In Duma Tau hatten wir ein Familienzelt. Welches neben einem Schlafzimmer für mich und meine Frau auch ein Schlafzimmer für unseren Sohn hatte. Zusätzlich gab es einen Gemeinschaftsbereich und einen privaten Pool. Den haben ich und mein Sohn natürlich ausführlich genossen.

Duma Tau und Elefanten die den Fluß überqueren

Elefanten überqueren Flüsse an stellen, die sie und ihre Vorfahren schon kennen. Duma Tau ist genau an einer solchen Stelle erbaut. Dabei wurden die Wege der Elefanten frei gelassen. Ergebnis ist, dass die Tiere gerne mal durch das Camp wandern. Hierfür haben die Wege extra einen Durchlass. Sollte ein Elefant diesen queren während man auf dem Weg ins sein Zelt ist, hat dieser natürlich Vorfahrt. Das schöne dabei ist, dass du eigentlich immer Elefanten siehst wenn du auf der Terrasse bist. Das die Tiere so entspannt sind zeigt auch, dass sie durch das Camp nicht gestört werden.

Elefanten überqueren den Linyanti in der Nähe von Duma Tau

Leoparden und brüllende Löwen und Löwennachwuchs

Die Vegetation rund um Tubu Tree ist total anders als im Okavango Delta. Du siehst wesentlich mehr Bäume. Dennoch ist die Vielfalt an Tieren nicht geringer. Bereits bei der Abendausfahrt am ersten Tag hatten wir Glück. Wir trafen eine Leopardin auf einem Baum, die auf ihre Beute aufpasste. Da sie satt war, war sie auch sehr entspannt. Mindestens eine Stunde haben wir sie beobachtet. Beim Trinken, entspannen und herum lungern. Nie wurde es langweilig.

Leoparden entspannt auf dem Baum.

Wir haben auf unserer Familien Safari so gut wie alles gesehen. Alleine Geparden noch nicht. Deshalb habe ich unseren Guide See gefragt ob es welche in der Nähe von Duma Tau gibt. Er meinte, weiter im Osten wurden welche zwei Tage zu vor gesichtet. Deshalb machten wir uns am zweiten Tag in Richtung Osten auf. Die Hoffnung Geparden zu Gesicht zu bekommen. Diese Hoffnung wurde leider enttäuscht, dafür trafen wir eine Löwin mit drei Kindern an. Auch dies war ein Erlebnis. Vor allem zu sehen wie unterschiedlich die Charaktere der einzelnen Kinder war. Einer war mutig und immer vorne. Die anderen Beiden waren eher vorsichtig und versteckten sich vor uns sehr lange. Die Mutter war aber sehr entspannt. Deshalb trauten sich die Kleinen auch schnell wieder aus dem Gebüsch.

Löwin entspannt und passt auf den Nachwuchs auf.

Auf dem Weg zu der Löwenfamilie trafen wir noch eine einzelne Löwin. Sie hatte ihre Familie verloren und war auf der Suche. Sie folgte den Geruchsspuren und lauschte immer mal wieder. Da sie aber nichts hörte, brüllte sie um Kontakt aufzunehmen. Das geht ganz schön durch Mark und Bein. Ist aber höchst interessant. Die Antwort ließ nämlich nicht lange auf sich warten. Es stellte sich heraus, dass sie in die falsche Richtung unterwegs war. Sie drehte also um und verschwand im Dickicht.

Der letzte Morgen

Die ganze Reise war ein unvergessliches Erlebnis. Es wurde aber am letzten Tag noch abgerundet. Wir fanden noch einen Löwen, der augenscheinlich ein Flusspferd erlegt hatte. Er lag auf dem Rücken. Alles Viere von sich gestreckt. Er hatte offensichtlich so viel gefressen, dass er nicht mehr in der Lage war sich zu bewegen. Anders als wir Menschen müssen die Tiere essen wenn sie etwas erlegt haben. Sie wissen nie wann es wieder etwas zu Essen gibt.

Löwe ruht sich nach ausgedehntem Mittagessen aus

Dann war es Zeit zurück nach Maun zu fliegen und die Lange Rückreise über Johannesburg und Zürich anzutreten. Auf dieser kurzen Reise haben wir mehr erlebt als in manch anderer drei Wochenreise. Wir haben viel Neues gelernt und etliche Bilder gemacht. Es wird eine Reise sein die uns sehr lange in Erinnerung bleiben wird. Nicht nur wegen der Natur sondern auch wegen der Menschen die uns herzlich aufgenommen haben. Eines Tages werden wir sicherlich nach Afrika zurückkommen. Einen Zoo werden wir so schnell nicht wieder besuchen. Die Tiere in freier Natur zu erleben ist viel intensiver und spannender.

Was euch auch interessieren wird

Ich habe auch über meine erste Reise in 2017 im Blog “Kurztrip zu den großen Fünf” geschrieben” Es sind die Erlebnisse die mich inspiriert haben zusammen mit meiner Frau und meinem Sohne auf Familien Safari zu gehen.
Lasst mich in den Kommentaren wissen, wie ihre meinen kleinen Bericht fandet. Ich freue mich auch, wenn ihr hier eure Erfahrungen mit mir teilt.

Almbachklamm ein natürliches Revier für die E-M1 Mark III und das M.Zuiko Digital ED 8-25mm F4.0 PRO

Bild der Kugelmühle der Almbachtalklamm

In meinem Artikel “Meine Erfahrungen mit dem M.Zuiko Digital ED 8-25mm F4.0 PRO” habe ich euch ja schon das 8-25mm Objektiv vorgestellt und dargelegt wie flexibel dieses einsetzbar ist. Nun war ich in den Alpen im Urlaub und habe an einem Tag entschieden mir die Almbachklamm bei Berchtesgaden anzuschauen. Ich wollte möglichst nur die E-M1 Mark III und ein Objektiv mit nehmen. Da die Almbachklamm sehr eng ist habe ich mich für das 8-25mm F4 entschieden.

Die Almbachklamm

Die Klamm liegt nicht weit entfernt von Berchtesgaden. Sie liegt am Rande der B305 die in Richtung Salzburg führt, und gehört zu der Gemeinde Marktschellenberg. Am Eingang befindet sich die letzte in Betrieb befindliches Kugelmühle. Hier werden noch Marmorkugeln mit der Wasserkraft des Almbaches hergestellt (Titelbild des Beitrages). Die Klamm selbst ist 3km lang. Am Ende steht mit der Theresienklause ein Damm mit dem die Holzdrift, eine frühe Art des Holztransports, ermöglicht wurde. Zurück kannst du dann entweder wieder durch die Klamm, oder über den Etterberg and er Wallfahrtskirche “Maria Heimsuchung” vorbei wandern. Wir haben allerdings die Klamm bereits auf der Hälfte verlassen und sind direkt zum Ettenberg aufgestiegen. Wenn du dich über den Wanderweg genauer informieren willst findest du eine Karte mit Höhenprofil hier. Hier siehst du auch wie lange die Wanderung dauert.

Die Klamm, das natürliche Revier für die E-M1 Mark III und das M.Zuiko Digital ED 8-25mm F4 PRO Objektiv

Wie schon bei der Auswahl des Objektives erwartet, stellte sich heraus, dass die Wanderung genau das Revier für die Kombination aus E-M1 Mark III und 8-25mm Objektiv war. Die Klamm ist zumindest bis zur Hälfte sehr eng. Deshalb braucht man häufig eine sehr kurze Brennweite. Dennoch sind auch einige der Motive weiter entfernt, so dass der Zoombereich des Objektive voll ausgeschöpft wird. Gleich zu beginn der Klamm gibt es einen kleinen Tobel. Dieser ist durch eine Brücke sehr gut erreichbar. Deshalb ist dieser sehr gut zu fotografieren.

Wasserfall in der Almbachklam in der Nähe von Berchtesgaden
8mm F11, 1,6 sek
Wasserfall in der Almbachklam in der Nähe von Berchtesgaden
22mm F11, 1,6 sek

In den Bilder erkennst du schon wie nützlich der Zoombereich des Objektives ist. Dieser kann auch sehr gut zur Bildgestaltung eingesetzt werden kann. Zusätzlich zeigen die Bilder auch die Vielseitigkeit der E-M1 Mark III. Mit dem eingebauten LiveND Filter kann man nämlich auch ohne einen Graufilter einfach Langzeitbelichtungen realisieren. Das hilf dir die Bewegung des Wassers schön sichtbar zu machen. Dank der hervorragenden Stabilisierung benötigst du kein Stativ. Das Stativ hatte ich zu Hause gelassen um mir unnötiges Gewicht für die Wanderung zu ersparen.

Wasserfall in der Almbachklam in der Nähe von Berchtesgaden
25mm, F13, 2 sek

Viele behaupten, dass ein Zoomobjektiv nur in seinen extremen Brennweiten verwendet wird. In diesem Fall also bei 8mm bzw. 25mm. Diese Wanderung zeigt mir allerdings etwas anderes. Ich habe auch die Brennweiten zwischen den extremen verwendet, je nach dem wie es eben die Komposition des Bildes erforderte. Das Bilder der Kirche ist zum Beispiel mit 18mm entstanden. Das Bild vom Wasserlauf wurde mit 14mm aufgenommen.

Fazit

Wie schon in der Überschrift angedeutet war die Entscheidung das M.Zuiko Digital ED 8-25mm F4 PRO auf die Wanderung mitzunehmen im Nachhinein genau die Richtige. Das Objektiv deckte mit dem Brennweitenbereich genau das ab, was benötigt wurde. Aber auch die E-M1 Mark III konnte ihre Stärken voll ausspielen. Vor allem die Bildstabilisierung in Kombination mit dem eingebauten LiveND Filtern (es handelt sich hier um einen digitalen ND Filter) waren sehr hilfreich um Bilder zu realisieren, die normalerweise nur mit Stativ und physikalischen Filtern möglich gewesen wären. So hatte ich aber nur eine Kamera mit einem Objektiv dabei. Stativ und ND Filter konnte ich zu Hause lassen und somit einiges an Gewicht sparen, welches mich auf der Wanderung ansonsten zusätzlich belastet hätte.

Weiter Informationen findest Du auch unter “Meine Erfahrungen mit dem M.Zuiko Digital ED 8-25mm F4.0 PRO”

TG-6 als GPS Tracker einsetzen

Es gibt nur wenige Systemkameras, wie zum Beispiel die Olympus E-M1X, die ein eingebautes GPS haben. Kameras mit eingebauten GPS können entweder den Aufnahmestandort direkt in den EXIF Daten speichern oder die Route auszeichnen. Hat man nun keine Systemkamera mit eingebauten GPS gibt es mehrere Möglichkeiten dennoch die Route aufzuzeichnen und in die EXIF Daten zu schrieben.
Die einfachste ist sicherlich das Smartphone als GPS Tracker zusammen mit einer entsprechenden App, wie OI.Track von Olympus. Dies hat allerdings den Nachteil, dass der Akku des Smartphones sehr beansprucht wird. Du kommst ohne zusätzliches Laden nicht über den Tag. Da ich eine TG-6 als Zweitkamera habe, welche ebenfalls über ein eingebautes GPS verfügt, bin ich dazu übergegangen sie als GPS Tracker zu verwenden.

Vorteile wenn Du die TG-6 als GPS Tracker einsetzt

Die TG-6 hat den Vorteil, dass, wenn sie ausschließlich als GPS Tracker verwendet wird, mehrere Tage durchhält. Da kann ein Smartphone nicht mithalten. Zusätzlich kannst du dir sicher sein, dass dein Handy für andere Dinge den ganzen Tag gebraucht werden kann. Wie bei der Aufzeichnung mit dem Smartphone, kann man auch in Falle der TG-6 die GPS Daten auch an die Kamera schicken damit die EXIF Daten der Bilder entsprechend aktualisiert werden können.

Vorbereitungen

Zunächst einmal solltet Ihr die TG mit eurem Smartphone koppeln. Dies synchronisiert die Zeit der TG-6 mit dem Smartphone. Wenn Ihr das auch einmal mit der OM-D macht sind die Uhren von allen drei Geräten synchronisiert. Dies ist speziell dann wichtig, wenn ihr später die GPS Daten in die EXIF Daten der Bilder schreiben wollt. Basierend auf der Uhrzeit entscheidet die Kamera am Ende welches Bild mit welchen GPS Daten beschrieben werden.
Außerdem empfehle ich A-GPS Daten auf die TG-6 zu schreiben. Damit ist sie wenn du sie anschaltest schneller in der Lage das GPS Signal zu erkennen. Wie das geht habe ich in meinem Artikel “GPS Signal Erkennung beschleunigen” beschrieben.

Anwendung

An der TG-6 gibt es einen Schalter mit dem man das GPS dauerhaft auch bei ausgeschalteter Kamera einschalten kann. Solltest Du eine ältere TG haben kann das GPS dauerhaft im Menü eingestellt werden. Einmal gemacht musst Du die Kamera nur noch bei Deinen Aktivitäten mitführen.

TG-6 GPS Tracker Daten in der OI.Share App
Gewünschten Track auswählen und nach links wischen
Wie übertrage ich die Bilder der TG-G GPS tracking an meine Kamera
Sonstiges auswählen
Freigabe der TG-6 GPS Tracker information an die Kamera
Mit Freigabe über Mail oder an den Rechner schicken

Sobald diese beendet ist, kannst Du mit Hilfe der OI.share app die GPS Daten auf dein Smartphone über WLAN herunterladen. OI.share kannst du im Apple App Store oder unter Google Play kostenlos herunterladen. Aus der App kannst du die Daten dann entweder per Mail an jemanden verschicken, auf einem Rechner speichern (bei Apple am besten über AirDrop) oder an eine OM-D Kamera, um die Positionsdaten der einzelnen Bildern in den Exif Daten zu speichern, übertragen.

TG-6 GPS Tracker Daten weiterverarbeiten

GPS Daten können in vielen verschiedenen Formaten gespeichert. Die Daten der TG-6 sind im .log Format gespeichert. Dieses Format ist nicht mit allen Programmen kompatible. Deshalb musst du diese in bestimmten Fällen, zum Beispiel wenn du die Daten in einer eigenen Google Karte speichern möchtest, konvertieren. Dazu kannst du das kostenloses Tool GPS Visualizer verwenden.

Screenshot des GPS Visualizer

Hier “Convert to GPX” auswählen und die TG Datei hochladen und umwandeln. Solltest Du mehrere Dateien aufgezeichnet haben, gibt es hier auch die Möglichkeit mehrere Dateien auszuwählen und diese dann in eine GPX Datei umzuwandeln. Eine Beispiel Google Map findest Du hier.

GPS Track meiner Baltikumreise

Mit Google Earth kannst Du auch sehr anspruchsvolle Präsentationen erstellen, mit der ihr eure Route abfliegen könnte und zwischendurch Bilder zeigen.

8. Oberstdorfer Fotogipfel

2020 ist ein in allen Belangen besonders Jahr. Nichts findet so statt wie es stattfinden sollte und Reisen ist sehr eingeschränkt. Dennoch wagten die Macher des 8. Oberstdorfer Fotogipfel das Fotofestival in den Alpen durchzuführen. Dies führte vorab zu einiger Kritik, vor allem von jenen die nicht vor Ort sein konnten oder wollten. Allen voran pen-and-tell der Meinung war, dass es keine gute Idee ist zu Zeiten von Covid-19 ein solches Fotofestival durchzuführen, vor allem weil auch das zuständige Gesundheitsamt scheinbar keinen Hygieneplan vorliegen hatte. Vor Ort stellte sich das ein wenig anders aus. An allen Stellen, waren klare Konzepte der Wegeführung und Erfassung von Teilnehmern vorhanden und ich habe mich zu jeder Zeit sicher gefühlt.

Der 8. Oberstdorfer Fotogipfel selbst war anders als sonst. Schon alleine weil er Ende September und nicht im Juni stattgefunden hatte. Im September ist das Wetter leider nicht so stabil wie im Juni und so hatten wir gefühlt mehrere Jahreszeiten in den 4 Tagen. Donnerstag war noch gut, aber am Freitag und am Samstag hatten wir einen Kälteeinbruch und selbst im Tal hatte es geschneit.

Workshop Eichhörnchen von Frank Fischer

Auch dieses Jahr hatte Frank Fischer den Workshop Eichhörnchen fotografieren angeboten. Ich hatte die Gelegenheit während des praktischen Teils im Eichhörnchenwald Fischen dabei zu sein. Es war allerdings wie gesagt kalt und nass, deshalb bin ich nach ca. 1 Stunde wieder gegangen. Habe aber trotzdem ein Bild gemacht welches zeigbar ist.

Bild vom Eichhörnchen Workshop des 8. Oberstdorfer Fotogipfel

Pilze fotografiern

Hier zu gab es leider keinen Workshop aber ich hatte ein wenig Zeit einige kleine Spaziergänge zu unternehmen und habe mir dabei das Thema Pilze ausgesucht, da dies zu der Jahreszeit passte. Hier einige Bilder die auf meinen Spaziergängen gemacht habe.

Landschaftsfotografie auf dem Fellhorn zum 8. Oberstdorfer Fotogipfel

Sonntag wurden wir für die beiden kalten und regnerischen Tage entschädigt. Zumindest diejenigen, die bis Sonntag geblieben waren. Auf dem Fellhorn begrüßte uns mit Schnee und einer Menge Sonne, so dass ich mich meinem Lieblingsthema Panoramafotografie widmen konnte.

Panorama Ansicht See an der Fellhorn Mittelstation
See an der Fellhorn Mittelstation
Panoramaansicht von der Fellhorn Mittelstation
Blick von der Mittelstation Fellhorn Richtung Südwesten

Aber auch im Tal war die Stimmung irgendwie einzigartig. Der Kontrast zwischen frisch gefallenem Schnee auf den Bergen und dem satten Grün im Tal bekommt man wohl nur zu dieser Jahreszeit.

Panoramaansicht Oberstdorf

Fazit

Es ist gut, dass es auch zu Zeiten einer Pandemie ein Fotofestival stattfinden kann und man nicht nur die sozialen Kontakte pflegen kann sondern auch sein Hobby genießen kann. Vor Ort ist alles dafür getan worden um zu verhindern, dass es zu Ansteckungen kommen kann. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr hoffentlich wieder unter “normaleren” Bedingungen.

Eine Reise durch das Baltikum

Dieser Sommer war ganz speziell, da durch das Coronavirus lange Zeit nicht klar war, ob Reisen überhaupt möglich sein wird. Deshalb hatten wir uns besonders gefreut, dass unsere lang geplante Reise ins Baltikum dann doch noch möglich war. Für eine Rundreise durch die drei Statten Litauen. Lettland und Estland hatten wir uns entschieden mit dem eigenen Auto zu fahren und haben deshalb eine Überfahrt mit der Fähre von Kiel nach Klaipeda gebucht. Obwohl die Fährüberfahrt ca. 20 Stunden dauert, ist das, gegenüber dar Option mit dem Auto durch Polen anzureisen, die wesentlich entspanntere Variante.

Kleipeda erster Stop bei der Reise durch das Baltikum

Unsere erste Station war Kleipeda. Hier hatten wir eine Airbnb Unterkunft, die in der Nähe des Melnrange Strands gelegen war, gebucht. Ein wunderschöner Strand, den man von der Ferienwohnung in 5 Minuten zu Fuß erreichen konnte. Hier ein Bild vom Strand, welches ich während meines Aufenthaltes dort gemacht habe.

Melnrage beach, Kleipeda

Neben dem Strand direkt in Klaipeda, gibt es auch ein wunderschönen Strand auf der Kurischen Nehrung bei Smiltyne, den man mit einer Fußgängerfähre bequem von Klaipeda erreichen kann. Mit einem Fahrpreis von 1,50€ für Hin- und Rückfahrt ist diese auch sehr erschwinglich. Der Strand hat den Vorteil, dass er sehr flach ist und somit auch für Kleinkinder hervorragend geeignet ist.

Neben dem Strand in Smiltyne ist die Kurische Nehrung auch so eine Reise wert, weil wunderschön. Da wie das gesamte Balitkum erleben wollten, hatten wir leider nur einen Tag Zeit um uns die Nehrung anzuschauen. Aus diesem Grund konnten wir uns nur Nida, dem letzten Ort vor der Grenze zu Kalliningrad, anschauen. In Deutschland ist Nida vor allem durch Thomas Mann, der dort mehrere Sommer verbrachte, bekannt. Dort haben wir die Parnidis Düne bestiegen, von der man einen wunderbaren Blick auf die Nehrung hat.

Pernidis Düne. Blickrichtung Südosten

Auf der Düne selbst gibt es eine ausgeklügelte Sonnenuhr, die selbst die Unterschiede des Sonnenstandes je Monat berücksichtigt. Ehrlich gesagt hätte ich die Bezeichnungen vor Ort nicht entschlüsseln können, aber ein Einheimischer war so nett mir diese zu erklären.
Nida selbst ist ein sehr schöner Urlaubsort in dem man schön die Seele baumeln lassen kann. Auf der Ostseeseite der Kurischen Nehrung mit einem sehr schönen Strand, an dem wir den Tag mit einem Bad in der Ostsee ausklingen ließen.

Die Stadt Klaipeda selbst ist nicht besonders attraktiv. Zwar gibt es eine kleine Altstadt, die ist allerdings nicht besonders sehenswert und es gibt auch nicht viele Geschäfte die zum Bummeln einladen würden. Alleine die alte Markthalle ist einen Besuch wert, weil man dort noch ein wenig die Ursprünglichkeit Litauens erleben kann und bei älteren Menschen, die sich zu Ihrer vermutlich kleinen Rente etwas hinzuverdienen müssen Gemüse und Obst aus privatem Anbau kaufen kann. Ansonsten hat Klaipeda nicht viel zu bieten, deshalb waren wir glücklich, so schönes Wetter gehabt zu haben. Perfekt um die unbeschreiblich schönen Strände zu genießen, welche genügend Platz bieten um in Coronazeiten die Abstände einzuhalten.

Nachdem wir 6 Tage die Sonne genießen konnten, machten wir uns auf den Weg in Richtung Riga. Auf dem Weg dorthin machten wir einen kleinen Stop in Kuldiga. Kuldiga ist eine kleine Stadt, mit einer sehr schönen Altstadt und einem sehr breiten, wenn auch nicht besonders hohem, Wasserfall, den man per Fuß überqueren kann. Da wir an diesem Tag ungefähr 27°C in Schatten hatten, waren wir mehr als glücklich diese Gelegenheit war zu nehmen.

Kuldiga Wasserfall

Riga

Unsere zweite Station war Riga. Unsere Unterkunft war etwas außerhalb in Norden unweit von einem Strand in der Bucht von Riga. Direkt an einem Altarm der Daugava. Sehr schön und ruhig gelegen. In Riga hat uns vor allem das Jugendstil Viertel gefallen. Hier reiht sich ein schönes Haus and das andere. Leider sind viele der Häuser nicht zugänglich. Deshalb war es nicht möglich die wunderschönen Treppenhäuser zu besichtigen.

Neben der Innenstadt ist noch das Automuseum einen Besuch wert. Die Besonderheit hier ist, das viele der ausgestellten Autos noch verwendet werden. Die Autos also vom Besitzer quasi nur untergestellt sind und jederzeit für eine Ausfahrt abgeholt werden können. Besonders interessant für Kinder ist eine Abteilung in der man erleben kann wie ein Motor oder Getriebe funktioniert. Wir haben natürlich auch die Örtlichkeiten unserer Unterkunft genossen.
Da wir direkt am Altarm der Daugave wohnten und unsere Vermieter uns ein Ruderboot zur Verfügung gestellt hat, haben wie die “Wildness” erkundet und konnten ein paar nette Bilder machen.

Tallinn

Unsere dritte Station war Tallinn die Hauptstadt in Estland. Hier war wir, ich und meine Frau, schon einmal vor 12 Jahren. Weil es uns dort damals so gut gefallen hat, hatten wir uns für diese Baltikumreise entschieden. Der Tourismus in den letzen Jahren hat allerdings die Stadt nicht gerade attraktiver gemacht. Wenn man über den Rathausplatz geht wird man von allen Seiten angesprochen ob man nicht Lust hat ins Restaurant zukommen. Mir persönlich war das zu viel. Dennoch ist die Stadt selbst wunderschön und hat einen mittelalterlichen Flair den man nirgendwo anders finden kann.

Ansicht der Altstadt Tallinns

Aber auch außerhalb der Stadt gibt es Attraktionen. Unsere Vermieterin, die sehr gut Deutsch gesprochen hat, hat uns einen Besuch des Kaila Wasserfalls empfohlen. Ein wunderschöner Fleckchen Erde, der auf jeden Fall einen Besuch wert ist. Gleich in der Nähe des Wasserfalls gibt es ein kleines wunderschönes Schloss, dass auch ein Restaurant beheimatet.

Wasserfall Keila
Schloss Keila

Ganz in der Nähe des Wasserfalls gibt es auch eine Steilküste und einen Strand an dem man beinahe alleine ist. Perfekt geeignet um die Seele baumeln zu lassen und zu entspannen.
3 Tage Tallinn waren genau richtig für uns, um die Erinnerungen die wir vor 12 Jahren in Tallinn gemacht haben wieder zum Leben zu erwecken. Nun ging es wieder in Richtung Süden. Zu unserer letzten Station Vilnius.

Vilnius

Bevor wir unsere Reise begonnen hatten, haben wir gelesen, dass die drei Hauptstädte im Baltikum nicht unterschiedlicher sein könnten und das stimmt. Riga wird hauptsächlich auch seine Jugendstilbauten geprägt, Tallinn hingegen ist UNESCO Weltkulturerbe wegen seinem perfekt erhaltenen mittelalterlichem Stadtkern und Vilnius erinnert mit seinen Kirchen und der Stadtstruktur sehr an Rom. Mir persönlich hat Vilnius am besten gefallen, weil es nicht so touristisch ist wie Tallinn und mehr Flair ausstrahlt als Riga.

In der Altstadt gibt es an jeder Ecke einen neuen Blick auf kleine Gässchen, Kirchen oder andere schöne historische Gebäude. Für Fotografen ein Paradis und ich hätte gut und gerne noch weiter 5 Tage dort verbringen können, um Bilder zu machen. Leide gab unser Urlaubszeitplan dies nicht her. So habe ich einen Grund wieder zu kommen und die Stadt in ein paar Jahren neu zu entdecken.

Nach beinahe 3 Wochen endete unsere Reise mit der Rückfahrt von Vilnius nach Kleipeda und von dort aus mit der Fähre zurück nach Kiel.