Almbachklamm ein natürliches Revier für die E-M1 Mark III und das 8-25mm F4 Objektiv

Bild der Kugelmühle der Almbachtalklamm

In meinem Artikel “Meine Erfahrungen mit dem M.Zuiko Digital ED 8-25mm F4.0 PRO” habe ich euch ja schon das 8-25mm Objektiv vorgestellt und dargelegt wie flexibel dieses einsetzbar ist. Nun war ich in den Alpen im Urlaub und habe an einem Tag entschieden mir die Almbachklamm bei Berchtesgaden anzuschauen. Ich wollte möglichst nur die E-M1 Mark III und ein Objektiv mit nehmen. Da die Almbachklamm sehr eng ist habe ich mich für das 8-25mm F4 entschieden.

Die Almbachklamm

Die Klamm liegt nicht weit entfernt von Berchtesgaden, am Rande der B305 die in Richtung Salzburg führt, und gehört zu der Gemeinde Marktschellenberg. Am Eingang befindet sich die letzte in Betrieb befindliches Kugelmühle, in der noch Marmorkugeln mit der Wasserkraft des Almbaches hergestellt werden (Titelbild des Beitrages). Die Klamm selbst ist 3km lang und am Ende steht mit der Theresienklause ein Damm mit dem die Holzdrift, eine frühe Art des Holztransports, ermöglicht wurde. Zurück kannst du dann entweder wieder durch die Klamm, oder über den Etterberg and er Wallfahrtskirche “Maria Heimsuchung” vorbei wandern. Wir haben allerdings die Klamm bereits auf der Hälfte verlassen und sind direkt zum Ettenberg aufgestiegen. Wenn du dich über den Wanderweg genauer informieren willst findest du eine Karte mit Höhenprofil hier. Hier siehst du auch wie lange die Wanderung dauert.

Die Klamm, das natürliche Revier für die E-M1 Mark III und das M.Zuiko Digital ED 8-25mm F4 PRO Objektiv

Wie schon bei der Auswahl des Objektives erwartet stellte sich heraus, dass die Wanderung genau das Revier für die Kombination aus E-M1 Mark III und 8-25mm Objektiv war. Da die Klamm zumindest bis zur Hälfte sehr eng ist, braucht man häufig eine sehr kurze Brennweite, dennoch sind auch einige der Motive weiter entfernt, so dass der Zoombereich des Objektive voll ausgeschöpft wird. Gleich zu beginn der Klamm gibt es einen kleinen Tobel, der durch eine Brücke sehr gut erreichbar ist und deshalb auch sehr gut fotografieren kann.

8mm F11, 1,6 sek
22mm F11, 1,6 sek

In den Bilder erkennst du schon wie nützlich der Zoombereich des Objektives ist, und wie dieser auch zur Bildgestaltung eingesetzt werden kann, aber auch weshalb die E-M1 Mark III so praktisch für solch eine Wanderung ist. Mit dem eingebauten LiveND Filter kann man nämlich auch ohne einen Graufilter einfach Langzeitbelichtungen realisieren, mit deren Hilfe du die Bewegung des Wassers schön sichtbar machen kannst. Dank der hervorragenden Stabilisierung benötigst du kein Stativ. Das Stativ hatte ich zu Hause gelassen um mir unnötiges Gewicht für die Wanderung zu ersparen.

25mm, F13, 2 sek

Viele behaupten, dass ein Zoomobjektiv nur in seinen extremen Brennweiten verwendet wird. In diesem Fall also bei 8mm bzw. 25mm. Diese Wanderung zeigt mir allerdings etwas anderes. Ich habe auch die Brennweiten zwischen den extremen verwendet, je nach dem wie es eben die Komposition des Bildes erforderte. Das Bilder der Kirche ist zum Beispiel mit 18mm entstanden. Das Bild vom Wasserlauf wurde mit 14mm aufgenommen.

Fazit

Wie schon in der Überschrift angedeutet war die Entscheidung das M.Zuiko Digital ED 8-25mm F4 PRO auf die Wanderung mitzunehmen im Nachhinein genau die Richtige. Das Objektiv deckte mit dem Brennweitenbereich genau das ab, was benötigt wurde. Aber auch die E-M1 Mark III konnte ihre Stärken voll ausspielen. Vor allem die Bildstabilisierung in Kombination mit dem eingebauten LiveND Filtern (es handelt sich hier um einen digitalen ND Filter) waren sehr hilfreich um Bilder zu realisieren, die normalerweise nur mit Stativ und physikalischen Filtern möglich gewesen wären. So hatte ich aber nur eine Kamera mit einem Objektiv dabei. Stativ und ND Filter konnte ich zu Hause lassen und somit einiges an Gewicht sparen, welches mich auf der Wanderung ansonsten zusätzlich belastet hätte.

Tough TG-6 als GPS Tracker einsetzen

Es gibt nur wenige Systemkameras, wie zum Beispiel die Olympus E-M1X, die ein eingebautes GPS haben. Kameras mit eingebauten GPS können entweder den Aufnahmestandort direkt in den EXIF Daten speichern oder die Route auszeichnen. Hat man nun keine Systemkamera mit eingebauten GPS gibt es mehrere Möglichkeiten dennoch die Route aufzuzeichnen und in die EXIF Daten zu schrieben.
Die einfachste und am wenigsten aufwändige ist sicherlich das Smartphone zusammen mit einer entsprechenden App, wie OI.Track von Olympus. Dies hat allerdings den Nachteil, dass der Akku des Smartphones sehr beansprucht wird, und man ohne zusätzliches Laden nicht über den Tag kommt. Da ich eine TG-6 als Zweitkamera habe, welche ebenfalls über ein eingebautes GPS verfügt, bin ich dazu übergegangen sie als GPS Tracker zu verwenden.

Vorteile

Gegenüber der Variante mit dem Smartphone hat die TG-6 den Vorteil, dass, wenn sie ausschließlich als Tracker verwendet wird, mehrere Tage durchhält ohne nachgeladen werden zu müssen. Außerdem kannst du dir sicher sein, dass dein Handy in jedem Fall für andere Dinge den ganzen Tag gebraucht werden kann. Wie bei der Aufzeichnung mit dem Smartphone, kann man auch in Falle der TG-6 die GPS Daten auch an die Kamera schicken damit die EXIF Daten der Bilder entsprechend aktualisiert werden können.

Vorbereitungen

Zunächst einmal solltet Ihr die TG mit eurem Smartphone koppeln. Dadurch wird die Zeit in der TG mit der Zeit in Eurem Smartphone synchronisiert. Wenn Ihr das auch einmal mit der OM-D macht sind die Uhren von allen drei Geräten synchronisiert. Dies ist speziell dann wichtig, wenn ihr später die GPS Daten in die EXIF Daten der Bilder schreiben wollt. Basierend auf der Uhrzeit entscheidet die Kamera am Ende welches Bild mit welchen GPS Daten beschrieben werden.
Außerdem empfehle ich A-GPS Daten auf die TG-6 zu schreiben, dann ist sie wenn du sie anschaltest schneller in der Lage das GPS Signal zu erkennen. Wie das geht habe ich in meinem Artikel “GPS Signal Erkennung beschleunigen” beschrieben.

Anwendung

An der TG-6 (bei der TG Tracker im Übrigen auch) gibt es einen Schalter mit dem man das GPS dauerhaft auch bei ausgeschalteter Kamera einschalten kann. Solltest Du eine ältere TG haben kann das GPS dauerhaft im Menü eingestellt werden. Einmal gemacht musst Du die Kamera nur noch bei Deinen Aktivitäten mitführen.

Gewünschten Track auswählen und nach links wischen
Sonstiges auswählen
Mit Freigabe über Mail oder an den Rechner schicken

Sobald diese beendet ist, kannst Du mit Hilfe der OI.share app die GPS Daten auf dein Smartphone über WLAN herunterladen. OI.share kannst du im Apple App Store oder unter Google Play kostenlos herunterladen. Aus der App kannst du die Daten dann entweder per Mail an jemanden verschicken, auf einem Rechner speichern (bei Apple am besten über AirDrop) oder an eine OM-D Kamera, um die Positionsdaten der einzelnen Bildern in den Exif Daten zu speichern, übertragen.

GPS Daten weiterverarbeiten

GPS Daten können in vielen verschiedenen Formaten gespeichert. Die Daten der TG-6 sind es .log Dateien, die nicht von allen Programmen verarbeitet werden können. Deshalb müssen diese in bestimmten Fällen, zum Beispiel wenn man die Daten in einer eigenen Google Karte speichern möchte, konvertiert werden. Dazu kannst du das kostenloses Tool GPS Visualizer verwenden.

Hier “Convert to GPX” auswählen und die TG Datei hochladen und umwandeln. Solltest Du mehrere Dateien aufgezeichnet haben, gibt es hier auch die Möglichkeit mehrere Dateien auszuwählen und diese dann in eine GPX Datei umzuwandeln. Eine Beispiel Google Map findest Du hier.

Mit Google Earth kannst Du auch sehr anspruchsvolle Präsentationen erstellen, mit der ihr eure Route abfliegen könnte und zwischendurch Bilder zeigen.

8. Oberstdorfer Fotogipfel

2020 ist ein in allen Belangen besonders Jahr. Nichts findet so statt wie es stattfinden sollte und Reisen ist sehr eingeschränkt. Dennoch wagten die Macher der Oberstdofer Fotogipfel das Fotofestival in den Alpen durchzuführen. Dies führte vorab zu einiger Kritik, vor allem von jenen die nicht vor Ort sein konnten oder wollten. Allen voran pen-and-tell der Meinung war, dass es keine gute Idee ist zu Zeiten von Covid-19 ein solches Fotofestival durchzuführen, vor allem weil auch das zuständige Gesundheitsamt scheinbar keinen Hygieneplan vorliegen hatte. Vor Ort stellte sich das ein wenig anders aus. An allen Stellen, waren klare Konzepte der Wegeführung und Erfassung von Teilnehmern vorhanden und ich habe mich zu jeder Zeit sicher gefühlt.

Der Fotogipfel selbst war anders als sonst. Schon alleine weil er Ende September und nicht im Juni stattgefunden hatte. Im September ist das Wetter leider nicht so stabil wie im Juni und so hatten wir gefühlt mehrere Jahreszeiten in den 4 Tagen. Donnerstag war noch gut, aber am Freitag und am Samstag hatten wir einen Kälteeinbruch und selbst im Tal hatte es geschneit.

Workshop Eichhörnchen von Frank Fischer

Auch dieses Jahr hatte Frank Fischer den Workshop Eichhörnchen fotografieren angeboten. Ich hatte die Gelegenheit während des praktischen Teils im Eichhörnchenwald Fischen dabei zu sein. Es war allerdings wie gesagt kalt und nass, deshalb bin ich nach ca. 1 Stunde wieder gegangen. Habe aber trotzdem ein Bild gemacht welche zeitbar ist.

Pilze fotografiern

Hier zu gab es leider keinen Workshop aber ich hatte ein wenig Zeit einige kleine Spaziergänge zu unternehmen und habe mir dabei das Thema Pilze ausgesucht, da dies zu der Jahreszeit passte. Hier einige Bilder die auf meinen Spaziergängen gemacht habe.

Landschaftfotografie auf dem Fellhorn

Sonntag wurden wir für die beiden kalten und regnerischen Tage entschädigt. Zumindest diejenigen, die bis Sonntag geblieben waren. Auf dem Fellhorn begrüßte uns mit Schnee und einer Menge Sonne, so dass ich mich meinem Lieblingsthema Panoramafotografie widmen konnte.

See an der Fellhorn Mittelstation
Blick von der Mittelstation Fellhorn Richtung Südwesten

Aber auch im Tal war die Stimmung irgendwie einzigartig. Der Kontrast zwischen frisch gefallenem Schnee auf den Bergen und dem satten Grün im Tal bekommt man wohl nur zu dieser Jahreszeit.

Panoramaansicht Oberstdorf

Fazit

Es ist gut, dass es auch zu Zeiten einer Pandemie ein Fotofestival stattfinden kann und man nicht nur die sozialen Kontakte pflegen kann sondern auch sein Hobby genießen kann. Vor Ort ist alles dafür getan worden um zu verhindern, dass es zu Ansteckungen kommen kann. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr hoffentlich wieder unter “normaleren” Bedingungen.

Eine Reise durch das Baltikum

Dieser Sommer war ganz speziell, da durch das Coronavirus lange Zeit nicht klar war, ob Reisen überhaupt möglich sein wird. Deshalb hatten wir uns besonders gefreut, dass unsere lang geplante Reise ins Baltikum dann doch noch möglich war. Für eine Rundreise durch die drei Statten Litauen. Lettland und Estland hatten wir uns entschieden mit dem eigenen Auto zu fahren und haben deshalb eine Überfahrt mit der Fähre von Kiel nach Klaipeda gebucht. Obwohl die Fährüberfahrt ca. 20 Stunden dauert, ist das, gegenüber dar Option mit dem Auto durch Polen anzureisen, die wesentlich entspanntere Variante.

Kleipeda

Unsere erste Station war Kleipeda. Hier hatten wir eine Airbnb Unterkunft, die in der Nähe des Melnrange Strands gelegen war, gebucht. Ein wunderschöner Strand, den man von der Ferienwohnung in 5 Minuten zu Fuß erreichen konnte. Hier ein Bild vom Strand, welches ich während meines Aufenthaltes dort gemacht habe.

Melnrage beach, Kleipeda

Neben dem Strand direkt in Klaipeda, gibt es auch ein wunderschönen Strand auf der Kurischen Nehrung bei Smiltyne, den man mit einer Fußgängerfähre bequem von Klaipeda erreichen kann. Mit einem Fahrpreis von 1,50€ für Hin- und Rückfahrt ist diese auch sehr erschwinglich. Der Strand hat den Vorteil, dass er sehr flach ist und somit auch für Kleinkinder hervorragend geeignet ist.

Neben dem Strand in Smiltyne ist die Kurische Nehrung auch so eine Reise wert, weil wunderschön. Da wie das gesamte Balitkum erleben wollten, hatten wir leider nur einen Tag Zeit um uns die Nehrung anzuschauen. Aus diesem Grund konnten wir uns nur Nida, dem letzten Ort vor der Grenze zu Kalliningrad, anschauen. In Deutschland ist Nida vor allem durch Thomas Mann, der dort mehrere Sommer verbrachte, bekannt. Dort haben wir die Parnidis Düne bestiegen, von der man einen wunderbaren Blick auf die Nehrung hat.

Pernidis Düne. Blickrichtung Südosten

Auf der Düne selbst gibt es eine ausgeklügelte Sonnenuhr, die selbst die Unterschiede des Sonnenstandes je Monat berücksichtigt. Ehrlich gesagt hätte ich die Bezeichnungen vor Ort nicht entschlüsseln können, aber ein Einheimischer war so nett mir diese zu erklären.
Nida selbst ist ein sehr schöner Urlaubsort in dem man schön die Seele baumeln lassen kann. Auf der Ostseeseite der Kurischen Nehrung mit einem sehr schönen Strand, an dem wir den Tag mit einem Bad in der Ostsee ausklingen ließen.

Die Stadt Klaipeda selbst ist nicht besonders attraktiv. Zwar gibt es eine kleine Altstadt, die ist allerdings nicht besonders sehenswert und es gibt auch nicht viele Geschäfte die zum Bummeln einladen würden. Alleine die alte Markthalle ist einen Besuch wert, weil man dort noch ein wenig die Ursprünglichkeit Litauens erleben kann und bei älteren Menschen, die sich zu Ihrer vermutlich kleinen Rente etwas hinzuverdienen müssen Gemüse und Obst aus privatem Anbau kaufen kann. Ansonsten hat Klaipeda nicht viel zu bieten, deshalb waren wir glücklich, so schönes Wetter gehabt zu haben. Perfekt um die unbeschreiblich schönen Strände zu genießen, welche genügend Platz bieten um in Coronazeiten die Abstände einzuhalten.

Nachdem wir 6 Tage die Sonne genießen konnten, machten wir uns auf den Weg in Richtung Riga. Auf dem Weg dorthin machten wir einen kleinen Stop in Kuldiga. Kuldiga ist eine kleine Stadt, mit einer sehr schönen Altstadt und einem sehr breiten, wenn auch nicht besonders hohem, Wasserfall, den man per Fuß überqueren kann. Da wir an diesem Tag ungefähr 27°C in Schatten hatten, waren wir mehr als glücklich diese Gelegenheit war zu nehmen.

Kuldiga Wasserfall

Riga

Unsere zweite Station war Riga. Unsere Unterkunft war etwas außerhalb in Norden unweit von einem Strand in der Bucht von Riga. Direkt an einem Altarm der Daugava. Sehr schön und ruhig gelegen. In Riga hat uns vor allem das Jugendstil Viertel gefallen. Hier reiht sich ein schönes Haus and das andere. Leider sind viele der Häuser nicht zugänglich. Deshalb war es nicht möglich die wunderschönen Treppenhäuser zu besichtigen.

Neben der Innenstadt ist noch das Automuseum einen Besuch wert. Die Besonderheit hier ist, das viele der ausgestellten Autos noch verwendet werden. Die Autos also vom Besitzer quasi nur untergestellt sind und jederzeit für eine Ausfahrt abgeholt werden können. Besonders interessant für Kinder ist eine Abteilung in der man erleben kann wie ein Motor oder Getriebe funktioniert. Wir haben natürlich auch die Örtlichkeiten unserer Unterkunft genossen.
Da wir direkt am Altarm der Daugave wohnten und unsere Vermieter uns ein Ruderboot zur Verfügung gestellt hat, haben wie die “Wildness” erkundet und konnten ein paar nette Bilder machen.

Tallinn

Unsere dritte Station war Tallinn die Hauptstadt in Estland. Hier war wir, ich und meine Frau, schon einmal vor 12 Jahren. Weil es uns dort damals so gut gefallen hat, hatten wir uns für diese Baltikumreise entschieden. Der Tourismus in den letzen Jahren hat allerdings die Stadt nicht gerade attraktiver gemacht. Wenn man über den Rathausplatz geht wird man von allen Seiten angesprochen ob man nicht Lust hat ins Restaurant zukommen. Mir persönlich war das zu viel. Dennoch ist die Stadt selbst wunderschön und hat einen mittelalterlichen Flair den man nirgendwo anders finden kann.

Ansicht der Altstadt Tallinns

Aber auch außerhalb der Stadt gibt es Attraktionen. Unsere Vermieterin, die sehr gut Deutsch gesprochen hat, hat uns einen Besuch des Kaila Wasserfalls empfohlen. Ein wunderschöner Fleckchen Erde, der auf jeden Fall einen Besuch wert ist. Gleich in der Nähe des Wasserfalls gibt es ein kleines wunderschönes Schloss, dass auch ein Restaurant beheimatet.

Wasserfall Keila
Schloss Keila

Ganz in der Nähe des Wasserfalls gibt es auch eine Steilküste und einen Strand an dem man beinahe alleine ist. Perfekt geeignet um die Seele baumeln zu lassen und zu entspannen.
3 Tage Tallinn waren genau richtig für uns, um die Erinnerungen die wir vor 12 Jahren in Tallinn gemacht haben wieder zum Leben zu erwecken. Nun ging es wieder in Richtung Süden. Zu unserer letzten Station Vilnius.

Vilnius

Bevor wir unsere Reise begonnen hatten, haben wir gelesen, dass die drei Hauptstädte im Baltikum nicht unterschiedlicher sein könnten und das stimmt. Riga wird hauptsächlich auch seine Jugendstilbauten geprägt, Tallinn hingegen ist UNESCO Weltkulturerbe wegen seinem perfekt erhaltenen mittelalterlichem Stadtkern und Vilnius erinnert mit seinen Kirchen und der Stadtstruktur sehr an Rom. Mir persönlich hat Vilnius am besten gefallen, weil es nicht so touristisch ist wie Tallinn und mehr Flair ausstrahlt als Riga.

In der Altstadt gibt es an jeder Ecke einen neuen Blick auf kleine Gässchen, Kirchen oder andere schöne historische Gebäude. Für Fotografen ein Paradis und ich hätte gut und gerne noch weiter 5 Tage dort verbringen können, um Bilder zu machen. Leide gab unser Urlaubszeitplan dies nicht her. So habe ich einen Grund wieder zu kommen und die Stadt in ein paar Jahren neu zu entdecken.

Nach beinahe 3 Wochen endete unsere Reise mit der Rückfahrt von Vilnius nach Kleipeda und von dort aus mit der Fähre zurück nach Kiel.

Ein Kurztrip zu den Großen Fünf / Teil 1

Zimbabwe Hwange Nationalpark

Wenn man gerne fotografiert ist eine Safari in Afrika, auch wenn man normalerweise sich nicht auf Tierfotografie spezialisiert hat, immer eine interessante Herausforderung. Kommt dann noch dazu, dass man von Wilderness Safaris eingeladen wird, ist das eine Gelegenheit, die man schlecht verstreichen lassen kann. Also bin ich im Herbst 2017 für 4 Tage nach Afrika geflogen um 2 Tage in Zimbabwe und 2 Tage in Botswana zu verbringen. Die Reise ging von Hamburg über Frankfurt und Johannesburg zu den Viktoria Wasserfällen. Dort angekommen wurden wir von Wilderness Safaris herzlich in Empfang genommen.

Propellermaschine für 12 Passagiere

Von den Viktoria Wasserfällen geht es mit einer kleinen Propellermaschine Cessna C208 mit 12 Sitzplätzen von Wilderness Air in den Busch. Gegenüber einer großen Verkehrsmaschine hat man darin ein viel direkteres Flugerlebnis. Aber nicht nur das Flugerlebnis ist gegenüber großen Verkehrsmaschinen ein anderes, sondern auch das Platzangebot. Dies bedeutet auch, dass das Gesamtgewicht für das Gepäck 8kg beträgt. Wenn man eine gesamte Fotoausrüstung mit sich trägt ist das eine Herausforderung. Glücklicherweise sind die Micro Four Thirds Kameras von Olympus klein und leicht. Kaum gelandet geht es auch gleich auf einen sogenannten Game Drive, d.h. mit einem geländetauglichen Fahrzeug auf Fahrt um die Tiere und die Landschaft zu erkunden.

Sonnenuntergang in Afrika

Unser erstes Ziel war Linkwasha im Hwange Nationalpark in Zimbabwe. Der neben einer artenreichen Tierwelt auch atemberaubende Landschaften bietet. Nicht lange nach der Landung, wenn ich mich recht erinnere waren es nicht mehr als 10 Minuten sahen wir die ersten Elefanten und fuhren weiter an eine sogenannte Pan (so werden dort die Wasserstellen genannt, weil sie eine Pfanne ähnlich sind) um mehrere Elefantenherden beim Trinken zu beobachten. Ein unvergessliches Erlebnis, vor allem wegen des Lichtes das gegenüber unseren Sphären irgendwie anders ist.

Elefantenherde auf dem Weg zur Wasserstelle

Wenn man sich in einem Camp befindet, ist der Tagesablauf voll auf die Game Drives ausgerichtet. Da die Tiere in der Mittagssonne nicht aktiv sind steht man vor Sonnenaufgang auf, um in den kühlen Morgenstunden die Aktivitäten der Tiere zu beobachten. Macht über Mittag eine Siesta und geht ca. 2 Stunden vor Sonnenuntergang wieder auf Game Drive um die kühlen Abendstunden wieder zu nutzen um die Tiere zu beobachten. Neben den Game Drives habe ich am meisten genossen von der restlichen Welt abgeschnitten zu sein, weder telefonisch, noch über mail oder andere modernen Kommunikationsmittel ist man im Bush erreichbar.

Eine Reise zu den Eisbären

Bevor ich zu meiner Reise nach Svalbard aufgebrochen bin, war der  nördlichste Punkt den, ich je besucht hatte, Island. Entsprechend aufgeregt war ich, bevor es losging: Hatte ich die richtige Kleidung für die Reise in die Kälte? Welches Kameraequipment sollte ich mitnehmen, um während der Reise gut Bilder machen zu können? Schließlich reist man nicht alle Tage an einen Ort an dem man von der Außenwelt abgeschnitten ist. Polarquest bietet Reisen, bei denen man die Arktis rund um Svalbard mit einem Schiff, in meinem Fall die Quest, erkundet. Ist man erst einmal unterwegs hat, man keine Möglichkeit mehr, sich Equipment oder Kleidung, die man vergessen hat, schnell im Laden um die Ecke zu besorgen. Ich entschloss mich, aufgrund ihrer Wetterbeständigkeit die E-M1X mitsamt der wichtigsten M.Zuiko Pro Objektive mitzunehmen. Ein M.Zuiko Digital ED 7-14mm F2.8 PRO für Landschaftsaufnahmen, das M.Zuiko Digital ED 12-100mm F4 Pro für Standard Bilder und die beiden langen Brennweiten M.Zuiko Digital ED 40-150mm F2.8 PRO und M.Zuiko Digital ED 300mm F4 IS PRO für Tieraufnahmen waren meine Wahl – und als Reserve für den Fall, dass die Tiere doch weiter entfernt sein sollten als erwartet die beiden Telekonverter MC-14 und MC-20. Damit war ich gut gerüstet, und da ich mit dem Equipment unter der Handgepäcksgewichtsgrenze von 8kg war, konnte ich sogar noch ein M.Zuiko Digtal ED 8mm F1.8 für Specialeffekte mitnehmen.

Walross auf einer einsamen Eisscholle
Einsames Walross

So gerüstet ging ich auf die Reise. Von Hamburg über Oslo nach Longyearbyen führte der Flug, und bevor wir „eingeschifft“ wurden, bekamen wir noch eine Sicherheitseinweisung von Adam, dem Expeditionsleiter. Beeindruckt von der professionellen Einweisung, freute ich mich schon auf die Quest zu gehen, aber weit gefehlt! Das Schiff lang nicht längsseits am Kay wie erwartet, sondern vor der Küste, und wir wurden mit Zodiaks hingebracht. Zodiaks sind kleine, stark motorisierte, Schlauchboote, die auch gerne wegen ihrer Wendigkeit und Stabilität vom Militär verwendet werden, um von großen Schiffen anzulanden. Kaum auf dem Schiff angekommen, durften wir gleich auch noch eine Schiffsevakuierungsübung absolvieren, um für den Notfall gerüstet zu sein. Dann ging es endlich los.

Zwei Möven

Allerdings nicht wie erwartet Richtung Norden, sondern des Windes wegen Richtung Süden. In der Arktis wird das Wetter nämlich weder nach Sonne, Regen oder Schnee noch nach Temperatur, sondern nach Windstärke beurteilt, da diese nicht nur die Rauigkeit der See, sondern auch die gefühlte Temperatur beeinflusst. Das bedeutet: Je weniger Wind desto besser. Dennoch waren viele der Teilnehmer zunächst einmal enttäuscht, weil die höchste Wahrscheinlichkeit, einen Eisbären zu Gesicht zu bekommen, im Norden ist – dort, wo das Packeis ist. Doch die Enttäuschung legte sich sehr rasch, als wir schon nach wenigen Stunden die Durchsage hörten, dass wir uns doch bitte für das erste „Outing“ bereitmachen sollten, weil ein Eisbär gesichtet wurde. Kaum waren wir in den Zodiaks, ging es auch schon Richtung Festland, um dem Eisbären näher zu kommen. Doch wo war der Eisbär? Die Guides (für 50 Passagiere waren 5 erfahrene Guides an Board) versuchten uns zu beschreiben wo wir schauen sollten, doch für einen Ungeübten ist es gar nicht so einfach ein, weißes Tier auf schneeweißem Untergrund zu erkennen. Doch schließlich waren wir erfolgreich, und es stellte sich heraus, dass meine Entscheidung die beiden Telekonverter MC-14 und MC-20 mitzunehmen, eine weise Entscheidung war, denn die geschätzte Entfernung zum Eisbären war ca. 1-2 km ohne eine Chance näher zu kommen. Mit dem 300mm F4 Pro Objektiv und dem MC-20 konnte man noch so eben den Eisbären auf den Bildern erkennen, dennoch war es extrem schwierig, scharfe Bilder aufzunehmen, schließlich befanden wir und auf einem kleinen Schlauchboot, das immer in Bewegung war, und die Kombination 300mm F4 mit MC-20 ergibt einen äquivalenten Bildwinkel zu einem Kleinbildobjektiv 1200mm, und jede Bewegung wurde entsprechend verstärkt. Glücklicherweise hat das 300mm F4 eine eingebaute Bildstabilisierung, die perfekt mit der eingebauten Bildstabilisierung der E-M1X im SyncIS mode zusammenarbeitet.  Nur deshalb konnte ich mit einer solch langen Brennweite überhaupt erst den Bildausschnitt wählen und scharfe Bilder machen. Dennoch gelangen mir an diesem Tag keine zufriedenstellenden Bilder, da der Eisbär einfach zu weit entfernt war. Trotz der Aufregung, einen Eisbären in seiner natürlichen Umgebung gesehen zu haben, war ich enttäuscht, kein Bild bekommen zu haben (oder: diese Begegnung nicht in einem Bild festgehalten zu haben). Doch wieder hielt die Enttäuschung nur kurze Zeit an, denn ein Guide meldete zwei Polarfüchse, und kurze Zeit später hatte ich die perfekte Aufnahme im Kasten. Wieder dank der Kombination aus 300mm F4 IS PRO Objektiv, Telekonverter und der perfekten Zusammenarbeit von Gehäuse und Objektive Bildstabilisierung. Ein Stativ in einem Zodiak zu verwenden? Unmöglich! Kein Platz und nutzlos, da sich das Boot sowieso ständig bewegt. (die letzten beiden Sätze würde ich je nachdem an wen Du Dich wendest vom Stil her etwas umformulieren; z.B.: Unter den gegebenen Bedingungen im  Zodiac hätte kein Stativ zum Einsatz kommen können).

Polarfüchse

Die Entscheidung, nach Süden zu fahren stellte sich um Nachhinein als wahrer Glücksfall heraus, denn das Wetter war herausragend – und dass nicht nur, weil wir beinahe keinen Wind hatten, sondern auch, weil wir den größten Teil unserer Reise Sonne genießen konnten, und die scheint so hoch im Norden im Mai bereits 24 Stunden. Was für ein Glück, denn am dritten Tag, wie hatten bereits unser morgendliches und nachmittägliches Outing hinter uns, kam um 22:30 Uhr eine Durchsage, wir mögen uns für ein weiteres Outing vorbereiten, da ein Eisbär nahe der Eiskante entdeckt wurde. An jedem anderen Ort der Erde wäre an Fotografieren nicht mehr zu denken gewesen aber hier im Norden im Mai war es noch taghell. Also zogen wir uns noch einmal warme Kleidung an und stiegen erneut in das Zodiac. Dieses Mal war es auch kein Problem, den Eisbären zu entdecken, denn erstens war er nur ca. 500m entfernt und zweitens hatten wir ja in den Tagen zuvor genug Zeit zum Üben. Als wir zwei Stunden später zurück an Bord der Quest waren, hatte ich auch mehr als zufriedenstellende Bilder eines Eisbären in seiner natürlichen Umgebung im Gepäck.

Polarbear in front of a Glacier
Polarbear

Ich will aber nicht den Eindruck vermitteln, dass Eisbären das einzige attraktive Fotoobjekt in der Arktis sind. Nein während meiner Reise lernte ich verstehen, wieso „Birders“ – also Vogelfotografen – Eiderenten so schön finden und verliebte mich in die Krabbentaucher. Aber auch Walrosse, Seehunde und vor allem die einzigartige Landschaft in der Kombination mit einem außergewöhnlichen Licht, dass man so bei uns in südlicheren Gefilden nicht kennt, ließen mein Fotografenherz höher schlagen. Ich war dann auch traurig als die Reise nach 8 Tagen in Longyearbyen endete. Im Nachhinein war meine Sorge um Kleidung und Equipment grundlos, weil alles was ich dabei hatte war genau richtig). Die langen Brennweiten in Kombination mit den Telekonvertern waren perfekt zum Fotografieren der Tierwelt die kürzeren Brennweiten kamen zum Einsatz, als es darum ging, die faszinierende Landschaft abzulichten.

Eiderente in der Mitternachtssonne
Eiderente in der Mitternachtssonne

Danke an Polarquest und Olympus für die Möglichkeit diese schöne Erfahrung zu machen.  Zum Abschluss noch ein Wort zu den Eisbären, die als Symbol für den Klimawandel stehen und deren Lebensraum stark gefährdet ist. Wir waren in der glücklichen Lage, Nikita Ovsyanikov als Guide an Board der Quest zu haben, und ich kam in den Genuss, mit ihm über die Zukunft der Eisbären zu diskutieren. Nikita ist guter Dinge, dass die Eisbären die Erderwärmung überstehen werden, denn das konnten sie in der Vergangenheit bereits 5 Mal bewerkstelligen. Allerdings waren sie in den vergangenen Wärmeperioden immer vom Menschen ungestört, und genau darin liegt das größte Problem, denn in vielen Ländern ist es immer noch erlaubt, Eisbären zu erschießen und das obwohl die Population inzwischen eine kritische Masse erreicht hat. Für alle die an der Thematik interessiert sind empfehle ich GLOBAL FRAUD AROUND POLAR BEARS.

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