4 Faktoren, die Einfluss auf die Bildqualität digitaler Kameras haben

Einführung

Im Marketing sind verkürzte, möglichst einfache Botschaften sehr beliebt. Sie erlauben es, eine große Zielgruppe zu erreichen, ohne dass diese sich tief in die Thematik einarbeiten muss. In der digitalen Fotografie ist diese Botschaft „je größer der Sensor, desto besser die Bildqualität“.

Als die ersten Sensoren in Kleinbildgröße, d.h. mit einer Größe von 36x24mm2, auf den Markt kamen, haben die Hersteller diesem Format den Namen Vollformat gegeben. Dieser Name suggeriert, es gibt nichts Größeres und ist somit für den Endanwender ein klares Signal, dass er die beste Qualität gekauft hat. Dabei wird allerdings verschwiegen, dass der Sensor nur eine von insgesamt 4 Komponenten ist, die für die Bildqualität relevant sind.

Neben dem Sensor gibt es drei weitere Komponenten die essentiell wichtig für die Bildqualität sind. Das Objektiv, die Bildstabilisierung und der Bildprozessor. Wie diese Komponenten die Bildqualität beeinflussen will ich hier mit einfachen Beispielen zeigen. Ich hoffe meine Gedanken zeigen auf, dass in der Fotografie die Sensorgröße nicht der einzige Wert ist worauf man als Anwender achten sollte wenn man sich eine Kamera zulegen möchte.

Das Objektiv

Faktoren, die durch das Objektiv beeinflusst werden

  • Schärfe
  • Auflösung
  • Kontrast

Da das Objektiv in der Kette das erste Glied ist, nimmt es eine besondere Rolle bei der Bildqualität ein. Du kannst einen noch so guten, hochauflösenden Sensor in deiner Kamera haben, wenn das Objektiv nicht in der Lage ist die Details in dem Objekt vor der Kamera zu übertragen, wird der Sensor nicht in der Lage sein diese Details darzustellen. Dabei gibt es in der digitalen Fotografie, wegen der Sensorbeschaffenheit, höhere Anforderungen an ein Objektiv als zu analogen Zeiten. Zum Beispiel sollten die Lichtstrahlen möglichst im rechten Winkel auf den Sensor auftreffen. Ansonsten könnte ein Lichtstrahl der ein rotes Pixel treffen sollte ein blaues oder grünes Pixel treffen. Dies würde zu Problemen in der Farbverarbeitung führen, was möglichst vermieden werden sollte.
Hatte ein analoges 50mm F1.2 Objektiv noch 7 Linsen (Minolta Rokkor) so sind es bei einem modernen 50mm F1.4 Objektiv (Sony Planar T*FE 50mm F1.4 ZA) mit 12 Linsen beinahe doppelt so viele. Alleine dieser Wert zeigt, dass die Technologie im Bereich der Objektive seit der Digitalisierung einen großen Sprung gemacht hat. Es erklärt auch wieso ein Kleinbildobjektiv aus analogen Zeiten, wesentlich kleiner war als eines in der digitalen Welt.
Weil das Objektiv eine so besondere Rolle in der Bildqualität einnimmt, verstehe ich diejenigen Fotografen nicht die ihr hart verdientes Geld in eine teure Kamera stecken und aus welchen Gründen auch immer am Objektiv sparen. Persönlich würde ich es, wenn es aus Budget Gründen notwendig ist, immer umgekehrt machen. Neben dem Qualitätsaspekt spielt hier auch die Tatsache, dass Du ein Objektiv wesentlich länger behalten wirst als eine Kamera, eine wesentliche Rolle.

Der Sensor

Faktoren, die durch den Sensor beeinflusst werden

  • Schärfe
  • Bildrauschen
  • Dynamikumfang
  • Auflösung

Der Sensor ist nach dem Objektiv die zweite Komponente in der Kette, die die Bildqualität beeinflussen. Er hat großen Einfluss auf Bildrauschen, Dynamikumfang, Auflösung somit auch auf die Schärfe vom Bild. Allerdings in einer anderen Art und Weise, wie es im Allgemeinen diskutiert wird. So beeinflusst die Sensorgröße nur indirekt das Bildrauschen, den Dynamikumfang und die Schärfentiefe, aber dazu gleich mehr im Detail.

Bildrauschen / Dynamikumfang

Wenn man den Einfluss der Sensorgröße auf das Bildrauschen betrachten will muss man zunächst einmal sicherstellen, dass Technologieverbesserungen das Ergebnis nicht beeinflussen. Ich hatte glücklicherweise eine Sony Alpha 6000 und eine Sony A7II zur Verfügung. Beide Kameras sind im Jahr 2014 vorgestellt worden und somit kann angenommen werden, dass die Technologie zur Sensorherstellung die gleiche ist. Außerdem haben beide Kameras mit 6000×4000 Pixel eine identische Anzahl von Bildpunkten. Um herauszufinden, wie sich die Ergebnisse unterscheiden, habe ich mit beiden Kameras, mit demselben Objektiv und denselben Einstellungen ein Bild gemacht. Das Ergebnis sieht wie folgt aus.

Alpha 6000, ISO 25600
A7 II, ISO 25600

Schon in der Voransicht sieht man, dass die A7 II einen größeren Dynamikumfang hat als die Alpha 6000. Dies wird vor Allem im Mund besonders sichtbar. Schaut man sich eine Ausschnittvergrößerung an wird schnell klar, dass die A7 II weniger rauscht.

Alpha 6000, ISO 25600
A7 II, ISO 25600

Die meisten Tester hören an dieser Stelle mit den Vergleichen auf, schließlich wurde der Zusammenhang, größerer Sensor gleich geringeres Rauschen bestätigt. Ist das aber wirklich so? Die A7 II hat eine Funktion mit der man beim Auslesen der Daten den Bereich von Kleinbild auf APS-C umschalten kann. Sollte die Sensorgröße einen Einfluss auf das Bildrauschen haben, dann müsste der Effekt auch bei Bildern, die auf diese Weise entstanden sind, vorhanden sein. Schauen wir uns mal die Vergleichsbilder an.

A7 II APS-C Einstellung, ISO 25600
A7 II Kleinbildeinstellung, ISO 25600

Wie man sieht ist, der Dynamikumfang beider Bilder gleich groß. Wie aber sieht es mit dem Bildrauschen aus.

A7 II APS-C Einstellung, ISO 25600
A7 II Kleinbildeinstellung, ISO 25600

Das Rauschen ist ebenfalls identisch. Es kann also nicht an der Sensorgröße liegen, dass das Bildrauschen der Alpha 6000 höher ist als das der A7 II.
Der Schlüssel liegt in der Pixelgröße selbst. Da die Sony Alpha 6000 dieselbe Pixelanzahl auf einer kleineren Sensorfläche unterbringen muss, sind die Pixel zwangsläufig kleiner, oder anders gesagt: die Pixeldichte ist größer. Es ist also nicht so einfach wie es scheint. Die Sensorgröße ist kein Parameter für mehr oder weniger Bildrauschen, diese muss immer in den Zusammenhang der Pixelanzahl gebracht werden.
Die Pixelgröße einer APS-C Kamera mit 24 Millionen Pixeln entspricht in etwa der Pixelgröße einer Kleinbildkamera mit 54 Millionen Pixel. Würde ich einen Vergleich dieser beiden Kameras machen, wäre das Bildrauschen und der Dynamikumfang sehr ähnlich.

C Modi richtig konfigurieren

Die OM-D Kameras der E-M1 Serie haben die Möglichkeiten auf dem Modus Wahlrad bis zu viel benutzerdefinierte Einstellungen abzuspeichern, um diese jeder Zeit schnell wieder aufrufen zu können. Hierbei gibt es einiges zu beachten weil man als Fotograf ansonsten sehr schnell durcheinander kommt. Im Folgenden will ich Euch zeigen wie hier am Besten vorgeht und was ihr zusätzlich machen könnt um noch schneller zwischen den Einstellungen zu wechseln.

Vorbereitungen

Da in den Benutzereinstellungen die man vornimmt alle Einstellungen berücksichtigt werden, muss du zunächst einmal alle Einstellungen vornehmen, die du deine Grundeinstellungen sind und in allen Betriebsmodi verwendet werden sollen. Ich schalte zum Beispiel den Ton für die Bestätigung vom Autofokus und das Zurückstellen der Objektive beim Ausschalten auf unendlich auf jeden Fall aus. Aber auch Einstellungen wir Autofokus Mode und Standard Knopfbelegung sollten bereits vor dem Programmierung von Benutzermodi direkt eingestellt werden.

Tipp

Ich programmieren bereits jetzt die Knöpfe, welche ich zum schnellen Umschalten der einzelnen C Modi verwende. Da ich nur C1 und C2 belege nehme ich dabei die beiden vorderen Knöpfe neben dem Objektiv.

Olympus OM-D E-M1 Mark III mit markierten Knöpfen.

Das hat den Vorteil, dass diese Knöpfe nachher im C1 Mode und im C2 Mode identisch belegt sind und sich gleich verhalten. Andernfalls kann das sehr verwirrend sein und einen zum Wahnsinn treiben.

Programmieren der C Modi

Sind alle gemeinsamen Einstellungen vorgenommen kannst Du dazu übergehen die Spezialitäten zu programmieren. Bei mir ist das gar nicht so viel. Auf C1 lege ich den ProCapture Modus H und auf C2 den ProCapture Modus L, damit ich schnell zwischen ProCapture mit Fokussierung zwischen den Bildern und ohne Fokussieren der Bilder umschalten kann.

1 Nehme alle Einstellungen vor die Du auf C1 legen willst und gehe in Kamera Menü 1. Hier findest du den Eintrag „Zurücksetzen / Benutzermodi“ bestätige mit „OK“

2 Hier wählst du „…“ und drückst erneut die „OK“ Taste.

3 Wähle hier den C Modus aus auf den Du Deine Einstellungen programmieren willst.

Jetzt ist es besonders wichtig, dass du zunächst die Einstellungen die du auf dem nächsten C Modus nicht haben willst, wieder zurück nimmst. Danach kannst Du die neuen Einstellungen vornehmen und Schritt 1 bis 3 wiederholen.

Benutzereinstellungen schnell aufrufen

Es gibt, vorausgesetzt Du hast Knöpfe programmiert, zwei Möglichkeiten einen der programmierten Modi aufzurufen. Entweder über das Modus Wahlrad in dem Du auf den entsprechenden C Modus umstellst. Dies ist allerdings während der Aufnahme relative langsam und deshalb bei Situationen, bei denen man schnell sein muss, ungeeignet. Deshalb bevorzuge ich es mit den Knöpfen umzuschalten. Durch drücken des Kopfes kannst Du den Modus direkt ein und wieder ausschalten. Das ist die schnellste Art und Weise einen C Modus zu aktivieren

AF Begrenzung richtig einsetzen

Bei langen Brennweiten ist der Weg den ein Objektiv intern zurücklegen muss, um scharf zu stellen, sehr lang. Deshalb gibt es für diese Objektive in vielen Fällen die Möglichkeit den Bereich in dem ein Objektiv scharf stellen soll einzustellen. Du kannst meistens zwischen dem Gesamtbereich, dem Nahbereich oder Fernbereich wählen und somit den Weg, den das Objektiv zum Scharf stellen zurücklegen muss, begrenzen. Fotografierst Du zum Beispiel wilde Tiere, bei denen Du schon sicher bist, dass Du Dich diesen nicht nähern kannst, wählst Du den Fernbereich und erreichst dadurch, dass das Objektiv beim Fokussieren auch nur in diesem Bereich sucht und dadurch den Fokus schneller findet. Diese Funktion steht aber wie oben genannt meistens nur bei langen Brennweiten zur Verfügung und ist auf drei Stellungen beschränkt.
Bei OM-D Kameras hast Du die Möglichkeit eine AF Begrenzung über die Software einzustellen und dies bei jedem Objektiv zu verwenden. Hier kannst Du auch bis zu drei Voreinstellungen speichern und jederzeit aufrufen. Wie Du hierbei am besten vorgehst will ich Dir im Folgenden beschreiben.

1 Die Einstellungen für die AF Begrenzung findest Du im Menü A (bei der E-M1X ist es A3, bei der E-M1 Mark II / III A1). Hier kannst Du drei Grundeinstellungen vornehmen.

2 Um zu die Grundeinstellungen vorzunehmen drei mal die Kreuztaste nach rechts drücken und eine der drei Grundeinstellungen wählen und noch einmal nach rechts drücken.

3 Mit den Kreuztasten kannst du sowohl die Stellen als auch die Werte auswählen. Sobald der Anfangs- und Endwert* festgelegt ist, kannst Du mit der „OK“ Taste die Werte bestätigen.

* Hierbei musst Du beachten, dass es sich bei den Werten um grobe Werte handelt und nicht exact zu verstehen sind, deshalb kannst Du die Nachkommastellen auch ignorieren.

Um die AF Begrenzung aufzurufen und die entsprechende Grundeinstellung zu wechseln könntest Du nun wieder hierher zurückkehren. Das ist allerdings doch ein wenig aufwändig und kann im Falle eines Falles nicht schnell genug. Deshalb ist es sinnvoller, eine Taste zu programmieren um darauf direkten Zugriff zu haben. Ich verwende hierfür die L-Fn Taste an den Pro Objektiven. Im Falle, dass Du keine Pro Objektive verwendest oder die L-Fn Taste bereits anderweitig belegt ist, kannst Du die Funktion auch auf eine Taste Deiner Wahl legen.

4 Am Schnellsten kommst Du zu den Einstellungen von Tasten kommst Du über das Super Control Panel. Einfach die „OK“ Taste drücken und unten links das Zahnrad auswählen.

5 Du kommst direkt zu der Programmierung der Funktionstasten. Wähle die Taste die für Dich am besten passt aus und wähle dort die AF Begrenzung als Funktion.

6 Durch drücken der Funktionstaste kannst du die Fokus Begrenzung ein- bzw. ausschalten. Um zwischen den Einstellungen umzuschalten musst Du die Funktionstaste länger gedrückt halten. Dann öffnet sich das Untermenü in dem Du zwischen den Einstellungen wechseln kannst.

Ich hoffe dieser Tipp hilft Dir noch bessere Bilder zu machen und freue mich wenn Du mir einen Kommentar hinterlässt.

Bildmodi individuell einstellen

Olympus Kameras besitzen viele verschiedene Bildmodi, die bestimmen wie bei JPEG Dateien Schärfe, Kontrast, Gradation und Sättigung eingestellt werden. So ist zum Beispiel die Sättigung im Bildmodus „Vivid“ stärker als im Bildmodus „Normal“. Ich persönlich finde die Einstellungen im Modus „Normal“ sehr gelungen, aber da die Geschmäcker unterschiedlich sind, kann man als Fotograf die Einstellungen in einem gewissen Rahmen beeinflussen. Das kann man im normalen Menü machen. Ich bevorzuge allerdings das Super Control Panel, weil es schneller erreichbar ist und die Einstellungen direkt vorgenommen werden können.

1 Das Super Control Panel erreicht man einfach in dem man im Aufnahmemodus die „OK“ Taste drückt.

2 In der oberen rechten Ecke findest Du die Möglichkeit den Bildmodus einzustellen. Direkt darunter können Schärfe, Kontrast , Gradation und Sättigung verstellt werden.

3 Um einen Wer zu ändern diesen einfach mit dem Touchscreen oder der Kreuztaste auswählen und mit dem vorderen Wählrad verstellen.

Hast Du statt eines „normalen“ Bildmodus einen Art Filter ausgewählt kannst Du statt der Sättigung, Schärfe, Kontrast oder Gradation hier die Zusatzfunktionen der Art Filter auswählen. Zum Beispiel kannst Du bei bestimmten Art Filtern einen Rahmen einstellen. Wichtig zu wissen ist auch, dass diese Einstellungen nur JPEG Dateien beeinflussen. Auf RAW Dateien haben diese Einstellungen keinen Einfluss.

8. Oberstdorfer Fotogipfel

2020 ist ein in allen Belangen besonders Jahr. Nichts findet so statt wie es stattfinden sollte und Reisen ist sehr eingeschränkt. Dennoch wagten die Macher der Oberstdofer Fotogipfel das Fotofestival in den Alpen durchzuführen. Dies führte vorab zu einiger Kritik, vor allem von jenen die nicht vor Ort sein konnten oder wollten. Allen voran pen-and-tell der Meinung war, dass es keine gute Idee ist zu Zeiten von Covid-19 ein solches Fotofestival durchzuführen, vor allem weil auch das zuständige Gesundheitsamt scheinbar keinen Hygieneplan vorliegen hatte. Vor Ort stellte sich das ein wenig anders aus. An allen Stellen, waren klare Konzepte der Wegeführung und Erfassung von Teilnehmern vorhanden und ich habe mich zu jeder Zeit sicher gefühlt.

Der Fotogipfel selbst war anders als sonst. Schon alleine weil er Ende September und nicht im Juni stattgefunden hatte. Im September ist das Wetter leider nicht so stabil wie im Juni und so hatten wir gefühlt mehrere Jahreszeiten in den 4 Tagen. Donnerstag war noch gut, aber am Freitag und am Samstag hatten wir einen Kälteeinbruch und selbst im Tal hatte es geschneit.

Workshop Eichhörnchen von Frank Fischer

Auch dieses Jahr hatte Frank Fischer den Workshop Eichhörnchen fotografieren angeboten. Ich hatte die Gelegenheit während des praktischen Teils im Eichhörnchenwald Fischen dabei zu sein. Es war allerdings wie gesagt kalt und nass, deshalb bin ich nach ca. 1 Stunde wieder gegangen. Habe aber trotzdem ein Bild gemacht welche zeitbar ist.

Pilze fotografiern

Hier zu gab es leider keinen Workshop aber ich hatte ein wenig Zeit einige kleine Spaziergänge zu unternehmen und habe mir dabei das Thema Pilze ausgesucht, da dies zu der Jahreszeit passte. Hier einige Bilder die auf meinen Spaziergängen gemacht habe.

Landschaftfotografie auf dem Fellhorn

Sonntag wurden wir für die beiden kalten und regnerischen Tage entschädigt. Zumindest diejenigen, die bis Sonntag geblieben waren. Auf dem Fellhorn begrüßte uns mit Schnee und einer Menge Sonne, so dass ich mich meinem Lieblingsthema Panoramafotografie widmen konnte.

See an der Mittelstation
Blick von der Mittelstation Richtung Südwesten

Aber auch im Tal war die Stimmung irgendwie einzigartig. Der Kontrast zwischen frisch gefallenem Schnee auf den Bergen und dem satten Grün im Tal bekommt man wohl nur zu dieser Jahreszeit.

Stitched Panorama

Fazit

Es ist gut, dass es auch zu Zeiten einer Pandemie ein Fotofestival stattfinden kann und man nicht nur die sozialen Kontakte pflegen kann sondern auch sein Hobby genießen kann. Vor Ort ist alles dafür getan worden um zu verhindern, dass es zu Ansteckungen kommen kann. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr hoffentlich wieder unter „normaleren“ Bedingungen.

In Kamera Fischaugen Korrektur

Fischaugen Objektiv sind sehr spezielle Objektive mit denen man zum Beispiel sehr einfach 360° Panoramen erstellen kann. Durch die starke Verzerrung die durch den großen Bildwinkel entsteht ist aber bei vielen Anwendungen störend. Mit Software kann diese Verzerrung korrigiert werden. Die E-M1 Serie kann diese Entzerrung bereits in der Kamera machen. Dies hat den Vorteil, dass man bereits bei der Aufnahme sieht wie sich die Entzerrung auswirkt und entsprechend das Bild gestalten. Mit dieser Technik bekommt man als Fotograf ein Ultraweitwinkel Objektiv mit einer Blende von 1.8, welches einzigartig auf dem Markt ist.

1 Drücke den „Menü“ Knopf und gehe in Menü J1.

2 Wähle „Fischaugen Korrekur“ und drück „OK“. Danach drücke den rechten Cursor.

3 Wähle „…“ und presse den Cursor noch einmal nach rechts.

4 Wähle Deine bevorzugten Bildwinkel und drücke 3x „OK“

1 = 5.5mm / 123° / 2=7 mm / 114° / 9 mm / 100°

5 Hast Du die Fischaugenkorrektur einschaltet zeigt die Kamera auf dem Bildschirm ein kleines Symbol an. Die Nummer neben dem Symbol zeigt Dir welcher Bildwinkel ausgewählt ist.

Achtung: Sobald die FIschaugenkorrektur eingeschaltet ist zeigt die Kamera ein korrigiertes Bild an. Wenn Du in RAW arbeitest wird das Bild selbst allerdings nicht korrigiert, das musst Du nachträglich in der Software anwenden. In Olympus Workspace erkennt die Software automatisch, dass Du die Fischaugenkorrektur verwendet hast und zeigt das Bild direkt korrigiert an.

6 Um die Fischaugenkorrektur ein- und auszuschalten ohne jedes mal in das Menü zu müssen kannst Du einen Fn Knopf programmieren. Dies kannst Du in Menü B vornehmen.

GPS Signal Erkennung beschleunigen

Im Gegensatz zu Handys müssen sich Kameras sich bei der Ortung alleine auf das GPS Signal verlassen. Die Verbindung zu den Satelliten kann aber länger dauern und deshalb besteht die Gefahr, das bei der Aufnahme die Informationen noch nicht zur Verfügung stehen. Deshalb unterstützt die E-M1X das sogenannte assisted GPS (A-GPS). Bei A-GPS werden die ungefähren Satellitenpositionen der Region in der man sich befindet in der Kamera hinterlegt. Dadurch ist die Kamera in der Lage Ihre Position schneller zu lokalisieren und diese in den Bildern zu hinterlegen.

A-GPS Daten herunterladen

Es gibt von Olympus zwar eine Software für den stationären PC / Mac, die sich „Olympus A-GPS Utility“ genannt wird, ich bevorzuge allerdings OI.track fürs Smartphone, da ich dann die Daten zu jeder Zeit herunterladen und auf der Kamera installieren kann. OI.track findet ihr in App oder Play Store je nach dem ihr ein Apple oder Android Smartphone verwendet. Um die A-GPS Daten auf eurer Kamera zu installieren geht ihr wie folgt vor.

1 Startet OI.track und öffnet die Einstellungen in dem ihr das Zahnrad an der oberen rechten Ecke drückt.

2 In den Einstellungen findet Ihr einen Schalter „GPS Assist Daten“ Aktualisieren.

3 Es öffnet sich ein Dialog, mit dem du den Download der Daten initiieren kannst, in dem du „Download“ drückst.

4 Sobald der Download beendet ist, starte an der Kamera die WiFi Verbindung. Sobald OI.track erkennt, dass eine Kamera über WiFi angeschlossen ist, fragt die Software ob Du die A-GPS Daten auf der Kamera aktualisieren möchtest oder nicht. Bestätige mit „Transfer“.

5 Ist die Aktualisierung der Daten auf der Kamera beendet, musst Du die Kamera einmal aus und wieder einschalten. Danach ist die Kamera bereit die Daten zu verwenden.