4 Faktoren, die Einfluss auf die Bildqualität digitaler Kameras haben

Einführung

Im Marketing sind verkürzte, möglichst einfache Botschaften sehr beliebt. Sie erlauben es, eine große Zielgruppe zu erreichen, ohne dass diese sich tief in die Thematik einarbeiten muss. In der digitalen Fotografie ist diese Botschaft “je größer der Sensor, desto besser die Bildqualität”.

Als die ersten Sensoren in Kleinbildgröße, d.h. mit einer Größe von 36x24mm2, auf den Markt kamen, haben die Hersteller diesem Format den Namen Vollformat gegeben. Dieser Name suggeriert, es gibt nichts Größeres und ist somit für den Endanwender ein klares Signal, dass er die beste Qualität gekauft hat. Dabei wird allerdings verschwiegen, dass der Sensor nur eine von insgesamt 4 Komponenten ist, die für die Bildqualität relevant sind.

Neben dem Sensor gibt es drei weitere Komponenten die essentiell wichtig für die Bildqualität sind. Das Objektiv, die Bildstabilisierung und der Bildprozessor. Wie diese Komponenten die Bildqualität beeinflussen will ich hier mit einfachen Beispielen zeigen. Ich hoffe meine Gedanken zeigen auf, dass in der Fotografie die Sensorgröße nicht der einzige Wert ist worauf man als Anwender achten sollte wenn man sich eine Kamera zulegen möchte.

Das Objektiv

Faktoren, die durch das Objektiv beeinflusst werden

  • Schärfe
  • Auflösung
  • Kontrast

Da das Objektiv in der Kette das erste Glied ist, nimmt es eine besondere Rolle bei der Bildqualität ein. Du kannst einen noch so guten, hochauflösenden Sensor in deiner Kamera haben, wenn das Objektiv nicht in der Lage ist die Details in dem Objekt vor der Kamera zu übertragen, wird der Sensor nicht in der Lage sein diese Details darzustellen. Dabei gibt es in der digitalen Fotografie, wegen der Sensorbeschaffenheit, höhere Anforderungen an ein Objektiv als zu analogen Zeiten. Zum Beispiel sollten die Lichtstrahlen möglichst im rechten Winkel auf den Sensor auftreffen. Ansonsten könnte ein Lichtstrahl der ein rotes Pixel treffen sollte ein blaues oder grünes Pixel treffen. Dies würde zu Problemen in der Farbverarbeitung führen, was möglichst vermieden werden sollte.
Hatte ein analoges 50mm F1.2 Objektiv noch 7 Linsen (Minolta Rokkor) so sind es bei einem modernen 50mm F1.4 Objektiv (Sony Planar T*FE 50mm F1.4 ZA) mit 12 Linsen beinahe doppelt so viele. Alleine dieser Wert zeigt, dass die Technologie im Bereich der Objektive seit der Digitalisierung einen großen Sprung gemacht hat. Es erklärt auch wieso ein Kleinbildobjektiv aus analogen Zeiten, wesentlich kleiner war als eines in der digitalen Welt.
Weil das Objektiv eine so besondere Rolle in der Bildqualität einnimmt, verstehe ich diejenigen Fotografen nicht die ihr hart verdientes Geld in eine teure Kamera stecken und aus welchen Gründen auch immer am Objektiv sparen. Persönlich würde ich es, wenn es aus Budget Gründen notwendig ist, immer umgekehrt machen. Neben dem Qualitätsaspekt spielt hier auch die Tatsache, dass Du ein Objektiv wesentlich länger behalten wirst als eine Kamera, eine wesentliche Rolle.

Der Sensor

Faktoren, die durch den Sensor beeinflusst werden

  • Schärfe
  • Bildrauschen
  • Dynamikumfang
  • Auflösung

Der Sensor ist nach dem Objektiv die zweite Komponente in der Kette, die die Bildqualität beeinflussen. Er hat großen Einfluss auf Bildrauschen, Dynamikumfang und Auflösung somit auch auf die Schärfe vom Bild. Allerdings in einer anderen Art und Weise, wie es im Allgemeinen diskutiert wird. So beeinflusst die Sensorgröße nur indirekt das Bildrauschen, den Dynamikumfang und die Schärfentiefe, aber dazu gleich mehr im Detail.

Bildrauschen / Dynamikumfang

Wenn man den Einfluss der Sensorgröße auf das Bildrauschen betrachten will muss man zunächst einmal sicherstellen, dass Technologieverbesserungen das Ergebnis nicht beeinflussen. Ich hatte glücklicherweise eine Sony Alpha 6000 und eine Sony A7II zur Verfügung. Beide Kameras sind im Jahr 2014 vorgestellt worden und somit kann angenommen werden, dass die Technologie zur Sensorherstellung die gleiche ist. Außerdem haben beide Kameras mit 6000×4000 Pixel eine identische Anzahl von Bildpunkten. Um herauszufinden, wie sich die Ergebnisse unterscheiden, habe ich mit beiden Kameras, mit demselben Objektiv und denselben Einstellungen ein Bild gemacht. Das Ergebnis sieht wie folgt aus.

Alpha 6000, ISO 25600
A7 II, ISO 25600

Schon in der Voransicht sieht man, dass die A7 II einen größeren Dynamikumfang hat als die Alpha 6000. Dies wird vor Allem im Mund besonders sichtbar. Schaut man sich eine Ausschnittvergrößerung an wird schnell klar, dass die A7 II weniger rauscht.

Alpha 6000, ISO 25600
A7 II, ISO 25600

Die meisten Tester hören an dieser Stelle mit den Vergleichen auf, schließlich wurde der Zusammenhang, größerer Sensor gleich geringeres Rauschen bestätigt. Ist das aber wirklich so? Die A7 II hat eine Funktion mit der man beim Auslesen der Daten den Bereich von Kleinbild auf APS-C umschalten kann. Sollte die Sensorgröße einen Einfluss auf das Bildrauschen haben, dann müsste der Effekt auch bei Bildern, die auf diese Weise entstanden sind, vorhanden sein. Schauen wir uns mal die Vergleichsbilder an.

A7 II APS-C Einstellung, ISO 25600
A7 II Kleinbildeinstellung, ISO 25600

Wie man sieht ist, der Dynamikumfang beider Bilder gleich groß. Wie aber sieht es mit dem Bildrauschen aus.

A7 II APS-C Einstellung, ISO 25600
A7 II Kleinbildeinstellung, ISO 25600

Das Rauschen ist ebenfalls identisch. Es kann also nicht an der Sensorgröße liegen, dass das Bildrauschen der Alpha 6000 höher ist als das der A7 II.
Der Schlüssel liegt in der Pixelgröße selbst. Da die Sony Alpha 6000 dieselbe Pixelanzahl auf einer kleineren Sensorfläche unterbringen muss, sind die Pixel zwangsläufig kleiner, oder anders gesagt: die Pixeldichte ist größer. Es ist also nicht so einfach wie es scheint. Die Sensorgröße ist kein Parameter für mehr oder weniger Bildrauschen, diese muss immer in den Zusammenhang der Pixelanzahl gebracht werden.
Die Pixelgröße einer APS-C Kamera mit 24 Millionen Pixeln entspricht in etwa der Pixelgröße einer Kleinbildkamera mit 54 Millionen Pixel. Würde ich einen Vergleich dieser beiden Kameras machen, wäre das Bildrauschen und der Dynamikumfang sehr ähnlich.

Eigene Ordner in der Kamera anlegen

Nutzen der Funktion

Wenn man verschiedene Motive an einem Tag aufnimmt und nicht erst zu Hause am Rechner die Bilder sortieren möchte, gibt es die Möglichkeit auf der SD Karte für jedes Motiv einen eigenen Ordner anzulegen. Wechselt das Motiv kann man dann den Ordner entsprechend wählen und hat die Bilder schon sortiert wenn man zu Hause ankommt. Je nach dem wie der eigene Workflow aussieht kann das sehr hilfreich sein.

Eigene Ordner einrichten

Am einfachste erreichst Du die Einstellungen wie meistens über das sogenannte Super Control Panel. Es kann jederzeit während der Aufnahme über die “OK” Taste aufgerufen werden.

1 Im Super Control Panel wählst Du das kleine Kartensymbol in der linken unteren Ecken und bestätigst mit “OK”. Dadurch gelangst Du ohne Umwege in das Menü in dem Du den Ordner erstellen und auswählen kannst.

2 Wähle dort die Option “Speicherordner wählen” , In der Unteroption “wählen” kannst Du entweder einen bereits existierenden Ordner* auswählen oder einen neuen Ordner erstellen.

*Willst Du auf Deinem Rechner bereits einen Ordner erstellen musst Du darauf achten, dass dieser in dem Ordner “DCIM” liegt und der Ordnername muss die Struktur 101OLYMP haben ansonsten erkennt die Kamera den Ordner nicht.

3 Entscheidest Du Dich dazu einen neuen Ordner zu erstellen. Kannst Du in folgenden Dialog die Nummer des Ordners ändern. Eine frei Namenswahl ist nicht möglich.

Hier kannst Du auch später den Ordner in den du deine Aufnahmen speichern möchtest auswählen. Bitte beachte, dass wenn die den Wiedergabeknopf nur die Bilder die im gewählten Ordner sind aufrufen kannst.
Hast Du mehrere Ordner auf der Karte kannst kannst du Bilder im Wiedergabemodus durch drücken der “OK” Taste in einen anderen Ordner bewegen.

Aufnahmen direkt in den Computer über WLAN mit E-M1X und E-M1 Mark III

Nutzen der Funktion

Die Möglichkeit direkt bei der Aufnahme Bilder an den Computer zu senden, ohne diese auf SD Karte speichern zu müssen, erhöht den Komfort und die Geschwindigkeit im Studio enorm. Es ermöglich Bilder auf dem größeren Bildschirm zu kontrollieren und die Bilder direkt zu bearbeiten ohne diese zunächst über SD Karte zu importieren.

WLAN Aufnahmen einrichten

Damit die Kamera weiß an welchen Computer die Bilder im WLAN übertragen werden musst du zunächst Kamera, Computer und Netzwerk miteinander verknüpfen. Für diesen Prozess muss die Kamera über Kabel an den Computer angeschlossen sein. Hast Du das gemacht starte Olympus Capture. Dies Prozedur ist nur einmalig notwenig. Wenn sie einmal abgeschlossen ist kannst du komplett ohne Kabel arbeiten. Um Computer, Network und Kamera zu verbinden gehe wie folgt for.

1 Starte Olympus Capture und drücke das Pluszeichen unterhalb “Wifi Verbindung”

2 Verbinde Deine Kamera via Kabel mit dem Computer und schalte sie ein. Direkt nach dem Start der Kamera wird ein kleines Menü angezeigt, hier musst Du die kleine Kamera mit dem angedeutetem Kabel auswählen.

3 Wähle den Computer Namen im Dialog der erscheint und drücke auf “….

4 Sobald die Verbindung etabliert ist, kannst du das Kabel abziehen und du kannst mit der Aufnahme starten.

Damit das ganze funktioniert muss die Kamer im selben Netzwerk sein wie der Computer, um die Kamera in dieses Netzwerk einzubinden, presse das WiFi Symbol auf dem Touchscreen und wähle “Access Point Verbindung”. Wähle dasselbe WiFi Netzwerk in dem sich der Rechner befindet und gebe das Passwort für das Netzwerk ein.

Unterschiede zum Tethered shooting mit Kabel.

Es gibt essentielle Unterschiede zwischen dem Modus direkt in den Rechner über Kabel oder über WiFi zu fotografieren. Arbeitest Du kabelgebunden ist es möglich sämtliche Einstellungen sowohl an der Kamera als auch am Computer vorzunehmen. Arbeitest du dagegen über WiFi hast du die Kamera in der Hand und nimmst die Einstellungen ausschließlich an der Kamera vor. Aus demselben Grund gibt es im Falle, dass du WiFi verwendest, keine Live Ansicht ist möglich. Die WiFi ist nur zum Transfer der Bilder direkt auf die Festplatte des Computers auf einen ausgewählten Ordner gedacht.

Benutzerdefinierte Weißabgleich

Nutzen der Funktion

Der automatische und die vordefinierten Weißabgleiche sind für Alltagssituationen hervorragend geeignet. Will man aber einen sehr präzisen Weißabgleich oder arbeiten in schwierigen Lichtsituationen führt ein benutzerdefinierter Weißabgleich zu wesentlich besseren Ergebnissen. Arbeitest Du nicht mit RAW Dateien, bei denen man den Weißabgleich auch nachträglich ändern kann, kannst Du bei OM-D Kameras den benutzerdefinierten Weißabgleich auch direkt in der Kamera definieren.

Benutzerdefinierten Weißabgleich einstellen

1. OK” Taste drücken um das Super Control Panel zu aktivieren. Wähle hier den Weißabgleich aus und drücke noch einmal die “OK” Taste.

2. Wähle einen der “Benutzerdefinierten Weißabgleiche” aus und drücke die “INFO” Taste.

3. Richte Deine Kamera auf ein neutrales Objekt (z.B. ein weißes Blatt Papier oder noch besser auf eine Graukarte), das mindestens 75% der Bildfläche bedeckt und nehme ein Bild auf.

4. Sobald Du das Bild aufgenommen hast fragt Dich die Kamera, ob der Weißabgleich der gemacht wurde gespeichert werden soll oder nicht.

Pro Tipp

Für den Fall, dass Du einen benutzerdefinierten Weißabgleich öfters machen willst, kannst Du auch eine programmierbare Taste mit der Funktion “Benutzerdefinierter Weißabgleich” belegen. Dann musst Du Dich nicht immer durch die oben beschriebene Prozedur kämpfen, sondern kannst durch drücken der programmierten Taste den benutzerdefinierten Weißabgleich aufrufen.

Spot Meetering mit dem AF Feld koppeln

Nutzen der Funktion

Als Fotograf versucht man das AF Feld auf dem Bild wichtigen Teil zu haben. Wenn Du das Spot Metering an das AF Feld koppelst stellst Du sicher, dass das Hauptobjekt richtig belichtet ist. Vergleichst Du die Methode mit einem Spot Metering welches in der Bildmitte misst bekommst Du mehr richtig belichtete Bilder.

Vorraussetzungen

1 Gehe zu “Custom Menu” and wähle “E3”. Wähle “Spot Metering” aus und drück “OK”.

2 Wähle welchen Spot Metering mode Du an den AF Punkt koppeln möchtest (Spot, Spot Highlight, Spot Shadow) und presse “OK”.

3 Verlasse das Menü und presse “OK” um das Super Control Panel zu öffnen. Wähle “Spot Metering” als Belichtungsmode. und bestätige in dem Du den Auslöser halb drückst.

4 Wähle ein Fokusfeld. In dem Du das AF Feld hin und her bewegst kannst Du kontrollieren ob die Kopplung funktioniert hat. Die Belichtung sollte sich ändern wenn Du das AF Feld bewegst.

Meine Erfahrungen mit dem Olympus 150-400mm F4.5 Objektiv

Mit dem M.Zuiko Digital ED 150-400mm F4.5 TC1.25x IS PRO hat Olympus ein einzigartiges Objektiv vorgestellt, das es so bei keinem anderen Hersteller gibt. Der Brennweitenbereich deckt einen Bildwinkel eines Kleinbildobjektives mit 300-800mm Brennweite ab und es wiegt dabei nur ein wenig mehr als 1800g. Dies macht das Objektiv sehr mobil und du kannst ohne Weiteres aus der Hand fotografieren ohne ein Stativ zu benötigen. Bei Kleinbildobjektiven mit diesem Bildwinkelbereich ist das auf keinen Fall möglich, da diese sehr viel größer und schwerer sind. Du sparst Dir also neben dem Gewicht, dass das Objektiv leichter ist auch noch das Stativ.
Hinzu kommt eine hervorragende Bildstabilisierung die mit der Stabilisierung in der Kamera zusammenarbeitet und somit Dich bei fotografieren unterstützt, dass Du trotz langer Brennweite die Bilder nicht verwackelst.

Ich hatte bereits die Möglichkeit das Objektiv auf Herz und Nieren zu testen und will mit Dir meine Erfahrungen teilen. Mein aller erster Eindruck in dem Moment in dem ich das Objektive zum ersten Mal in der Hand hatte war, wow ist das leicht. Klar es ist schwerer als Objektive mit kürzeren Brennweiten, es ist schließlich das größte in der Micro Four Thirds Familie. Nimmst Du es dann aber in die Hand bist Du überrascht wie leicht es ist. Um dies zu erreichen hat Olympus das Objektiv nicht zu 100% aus Aluminium gefertigt, sondern nur an den Stellen an denen die Stabilität dies erfordert. Alle anderen Bereiche sind auch Carbon verstärktem Kunstoff und das merkt man wenn man es in die Hand nimmt. Dennoch fühlt es ich sehr hochwertig an. Zusätzlich ist die Gegeblichtblende auch aus Carbon gefertigt, wodurch eine sehr gute Balance zwischen Kamerabody (in meinem Falle eine E-M1X) und Objektiv auch dann erreicht wird, wenn die Gegenlichtblende angebracht ist. Die Kombination liegt hervorragend in der Hand.

Handling

Wie oben beschrieben liegt das Objektiv durch eine hervorragende Balance sehr gut in der Hand. Zum Handling ist aber noch viel mehr zu sagen. Zum Einen gibt es an der Seite mehrere Schiebeschalter um Fokusbereich, Bildstabilisierung, Fokussierung, und das Verhalten der L-Fn Knöpfe einzustellen. Diese sind sehr gut erreichbar und auch “blind”, wenn man durch den Sucher schaut, zu bedienen. Der Schalter um den 1.25x Telekonverter einzuschwenken liegt an der genau richtigen Stelle und kann sowohl im Quer- als auch im Hochformat sehr gut erreicht werden. Fokussierung und Zoom ist butterweich und kann ohne großen Kraftaufwand und dennoch sehr präzise eingestellt werden. Sehr praktisch sind auch der Fn Button mit dem das Objektiv entweder auf eine bestimmte vordefinierte Entfernung eingestellt, oder eine vorprogrammierte Funktion aufgerufen werden kann. Die vordefinierte Entfernung kann einfach durch einen kleinen Knopf der gleich neben dem Schalter für den Telekonverter liegt zu jederzeit definiert werden. Das ist eine wunderbare Funktion, wenn Du zum Beispiel sicherstellen willst auf eine bestimmte Entfernung schauzustellen auch wenn störende Objekte im Weg sind. Beispiele hierfür sind zum Beispiel Tiere die unter Bäumen sind und die Gefahr besteht, dass der AF auf die Äste scharf stellt.
Im Gegensatz zu Kleinbildobjektiven haben Micro Four Third Objektive den Vorteil einen sehr geringen Fokussierabstand zu besitzen. Das M.Zuiko Digital ED 150-400mm F4.5 TC1.25x IS PRO hat über den gesamten Brennweitenbereich einen mindest Fokussierabstand von gerade einmal 1.3m. Dies gilt auch dann, wenn Du den eingebauten Telekonverter oder einen der beiden externen Telekonverter verwendest. Diese Tatsache macht das Objektiv schon beinahe zu einem Makroobjektiv und ist deshalb hervorragend geeignet um Schmetterlinge oder Libellen zu fotografieren. Die lange Brennweite sorgt nicht nur dafür, dass Du in der Lage bist genügend Abstand zu den scheuen Tieren zu halten sondern sorgt auch für wunderschönen unscharfen Hintergrund.

Bildqualität

Das Objektiv ist in allen Bereichen top. Die Schärfe wird jeden professionellen Anforderungen gerecht. Selbst wenn der eingebaute Telekonverter verwandt wird gibt es keinerlei Beanstandungen und auch im Zusammenspiel mit dem MC-14 bzw. MC-20 ist die Bildqualität hervorragend. Im Zusammenspiel mit dem MC-20 kommt man bei diesem Objektive auf eine sagenhafte Brennweite von 1000mm, welche einem Bildwinkel von 2000mm Kleinbild entspricht. Selbst bei dieser Brennweite ist durch den hervorragenden Bildsabilisator fotografieren aus der Hand kein Problem. Dein Stativ kannst Du getrost zu Hause lassen. Das mach nicht nur Dein Reisegepäck leichter sonder macht Dich beim Fotografieren auch agiler und erlaubt es auf Änderungen schneller zu reagieren. So ist es zum Beispiel das Verfolgen von Vögeln sehr einfach möglich.
Der Autofokus arbeitet in allen Konfigurationen schnell, leise und vor allem hoch präzise. Dies ist dann hilfreich wenn Du schnell bewegte Objekte fotografieren willst. Themen wie Verzeichnung, Vignettierung oder gar chromatische Aberration sind bei diesem Objektiv kein Thema.

Vergleich zum M.Zuiko Digital ED 100-400 F5-6.3 IS

Ich weiß der Vergleich hinkt ein wenig, das 100-400mm ist wesentlich günstiger als das 150-400mm. Das 150-400mm ist zwar größer doch liefert eine bessere Lichtstärke und ist nicht nur optisch mindestens eine Klasse besser sondern auch wesentlich flexibler einsetzbar. Schließlich hat es noch einen 1.25x Konverter eingebaut, den man einfach ein oder ausschwenken kann. Du musst also nicht erst einen zusätzlichen Konverter einbauen, das erlaubt Dir schneller auf die Situationen vor der Kamera zu reagieren. Das ist ein echter Mehrwert. Des Weiteren ist der Autofokus wesentlich schneller und präziser. Versteht mich nicht falsch das 100-400mm ist für seinen Preis ein hervorragendes Objektiv. Das 150-400mm ist allerdings eben deutlich besser.

Ergebnisse

Genug geschrieben. Es ist besser Bilder sprechen zu lassen als hier ein paar Beispielbilder die ich mit dem Objektiv aufgenommen habe. Hast Du Fragen lass es mich in den Kommentaren wissen.

Andere Erfahrungen

Andy Rouse

Petr Bambousek

Frank Fischer

Peter Forsgard

Andreas Geh


Andre Boss

fotografierte mit dem Objektiv un Großbritannien und teilt seine Bilder und Gedanken hier.

fotografierte mit dem Objektiv in Costa Rica und teilt seine Bilder uns Erfahrungen hier.

spricht mit mir über das Objektiv hier.

Nette Einführung das Objektives bei YouTube.

Hervorragender Tier- und Naturfotograf teilt seine ersten Erfahrungen auf seinem Blog.

Auf YouTube spricht er über das Objektiv und zeigt Bilder die er damit gemacht hat.

C Modi richtig konfigurieren

Die OM-D Kameras der E-M1 Serie haben die Möglichkeiten auf dem Modus Wahlrad bis zu viel benutzerdefinierte Einstellungen abzuspeichern, um diese jeder Zeit schnell wieder aufrufen zu können. Hierbei gibt es einiges zu beachten weil man als Fotograf ansonsten sehr schnell durcheinander kommt. Im Folgenden will ich Euch zeigen wie hier am Besten vorgeht und was ihr zusätzlich machen könnt um noch schneller zwischen den Einstellungen zu wechseln.

Vorbereitungen

Da in den Benutzereinstellungen die man vornimmt alle Einstellungen berücksichtigt werden, muss du zunächst einmal alle Einstellungen vornehmen, die du deine Grundeinstellungen sind und in allen Betriebsmodi verwendet werden sollen. Ich schalte zum Beispiel den Ton für die Bestätigung vom Autofokus und das Zurückstellen der Objektive beim Ausschalten auf unendlich auf jeden Fall aus. Aber auch Einstellungen wir Autofokus Mode und Standard Knopfbelegung sollten bereits vor dem Programmierung von Benutzermodi direkt eingestellt werden.

Tipp

Ich programmieren bereits jetzt die Knöpfe, welche ich zum schnellen Umschalten der einzelnen C Modi verwende. Da ich nur C1 und C2 belege nehme ich dabei die beiden vorderen Knöpfe neben dem Objektiv.

Olympus OM-D E-M1 Mark III mit markierten Knöpfen.

Das hat den Vorteil, dass diese Knöpfe nachher im C1 Mode und im C2 Mode identisch belegt sind und sich gleich verhalten. Andernfalls kann das sehr verwirrend sein und einen zum Wahnsinn treiben.

Programmieren der C Modi

Sind alle gemeinsamen Einstellungen vorgenommen kannst Du dazu übergehen die Spezialitäten zu programmieren. Bei mir ist das gar nicht so viel. Auf C1 lege ich den ProCapture Modus H und auf C2 den ProCapture Modus L, damit ich schnell zwischen ProCapture mit Fokussierung zwischen den Bildern und ohne Fokussieren der Bilder umschalten kann.

1 Nehme alle Einstellungen vor die Du auf C1 legen willst und gehe in Kamera Menü 1. Hier findest du den Eintrag “Zurücksetzen / Benutzermodi” bestätige mit “OK”

2 Hier wählst du “…” und drückst erneut die “OK” Taste.

3 Wähle hier den C Modus aus auf den Du Deine Einstellungen programmieren willst.

Jetzt ist es besonders wichtig, dass du zunächst die Einstellungen die du auf dem nächsten C Modus nicht haben willst, wieder zurück nimmst. Danach kannst Du die neuen Einstellungen vornehmen und Schritt 1 bis 3 wiederholen.

Benutzereinstellungen schnell aufrufen

Es gibt, vorausgesetzt Du hast Knöpfe programmiert, zwei Möglichkeiten einen der programmierten Modi aufzurufen. Entweder über das Modus Wahlrad in dem Du auf den entsprechenden C Modus umstellst. Dies ist allerdings während der Aufnahme relative langsam und deshalb bei Situationen, bei denen man schnell sein muss, ungeeignet. Deshalb bevorzuge ich es mit den Knöpfen umzuschalten. Durch drücken des Kopfes kannst Du den Modus direkt ein und wieder ausschalten. Das ist die schnellste Art und Weise einen C Modus zu aktivieren