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Kann die Fotoindustrie nachhaltig sein?

Waldbild

In Foren und auf manchen Webseiten wird über die Nachhaltigkeit der Fotoindustrie diskutiert. Dabei geht es meistens darum ob und wie nachhaltig der Herstellungsprozess ist. Aber ist das wirklich so einfach. Hängt die Nachhaltigkeit einer Branche alleine vom Herstellungsprozeß ab? Wie sieht es mit uns Konsumenten aus? Wie können wir die Nachhaltigkeit beeinflussen und welche Auswirkungen hat das auf die Geschäftsmodelle der einzelnen Firmen? Meine Gedanken zu diesem Thema teile ich hier und lade euch ein mit mir zu diskutieren.

Bild eines Silberreihers zum illustrieren des Artikels über die Nachhaltigkeit der Fotoindustrie

Was verstehen wir unter Nachhaltigkeit einer Firma

Nachhaltigkeit ist seit einiger Zeit ein Modewort geworden. Kaum eine Firma die nicht mit diesem Begriff wirbt und sich rühmt nachhaltig zu produzieren, oder zumindest auf dem Weg dorthin zu sein. Dies ist immer dann der Fall, wenn eine Firma entweder recycelte Materialien verwendet und / oder Klima neutral produziert. In beiden Fällen ist die Gefahr des sogenannten Greenwashing sehr hoch. Recycelten Materialen sind nicht unbedingt umwelchtschonender als neue Stoffe. Zum Beispiel dann wenn die recycelten Materialen um die halbe Welt reisen. Auch Klima neutral zu produzieren, heißt nicht unbedingt, dass der Herstellungsprozess besonders wenig Energie benötigt. Viele Firmen werden Klima neutral in dem sie sich entweder CO2 Zertifikate kaufen oder eben zum Ausgleich ihres Energieverbrauchs Ausgleichsaktionen, wie Bäume pflanzen, haben. Für mich ist aber ein Firma erst dann nachhaltig, wenn sie alles Prozesse soweit optimiert hat, dass sie so wenig Resourcen wie nur irgendwie möglich verbraucht. Außerdem ist es wichtig, den Produktlebenszyklus so lange wie möglich zu halten. Die Fotoindustrie könnte so zum Beispiel die Funktionen von Kameras die bereits auf dem Markt sind durch Firmware updates nachrüsten.

Wie steht es um die Nachhaltigkeit in der Fotoindustrie?

Ich habe mir mal die Webseiten der einzelnen Hersteller angeschaut und tatsächlich hat jeder Hersteller einen Nachhaltigkeitsreport. Fast alle. OM Digitalsolutions und Leica sind hier eine Ausnahme. Ein Nachhaltigkeitsreport bedeutet aber nicht automatisch, dass die Firma entsprechend nachhaltig ist, sondern vielmehr ist es eine Nachricht an die Kunden wie weit der Weg zur Nachhaltigkeit schon bestritten ist. Viele der Firmen planen irgendwann in Zukunft nachhaltig zu produzieren. Das heist aber auch, zu diesem Zeitpunkt ist es eine Art Versprechen und die Zukunft wird zeigen, ob die einzelnen Firmen wirklich in der Lage sind ihre Ziele auch zu erreichen.
Die gute Nachricht ist bei beinahe allen Firmen ist bereits angekommen, dass Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema ist. Auch deshalb weil die Kunden immer mehr darauf achten und es in Zukunft sicherlich schwieriger werden wird Produkte zu verkaufen, die nicht nachhaltig produziert sind. Wie immer im Geschäftsleben bewegt sich etwas wenn die Profite und Geschäftsmodelle in Gefahr sind.

Nachhaltigkeitsreport der Fotoindustrie

Ist das Geschäftsmodell der Fotoindustrie nachhaltig?

Die eine Seite der Medaille ist die Produktion, die sicherlich irgendwann bezüglich der verbrauchten Energie keine Ressourcen der Erde mehr verschwenden wird, weil erneuerbare Energien eingesetzt werden. Die andere Seite ist das Geschäftsmodell auf dem eine Firma aufbaut um Geld zu verdienen.
Sieht man sich das Geschäftsmodell der Kameraindustrie an, beruht es darauf neue Entwicklungen mit immer neuen Funktionen auf den Markt zu bringen. Dies soll die Kunden animieren ihren Geldbeutel zu öffnen und neue Kameras zu kaufen. Die alten bleiben, dann im Schrank liegen oder kommen bestenfalls auf den Recyclinghof. Neue Funktionen werden nur selten bei Kameras im Markt nachgerüstet. Wenn dies gemacht wird, dann bei den teuren Flagshipmodellen. Willst du als Anwender eine neue Funktion verwenden musst du also gezwungener Maßen neue Hardware kaufen. Meiner Meinung nach ein Geschäftsmodell, das nicht nachhaltig sein kann.

Was können wir als Anwender tun

Vielleicht ahnt ihr es ja schon. Wir als Anwender sind, wenn wir zusammen agieren, sehr mächtig. Die Industrie braucht uns zum Überleben, denn wenn wir keine Kameras kaufen, dann können sie auch kein Geld verdienen. Deshalb ist unser Verhalten sicherlich maßgeblich an der Art und Weise wir die Hersteller agieren beteiligt. Wir sind es die die neuen Kameras, mit den neuen allzu schönen Funktionen kaufen. Deshalb sind es auch wir, die etwas ändern müssen. Zu nächst Einmal müssen wir und davon frei machen zu denken, dass eine neue Kamera mit Funktion x y bessere Bilder macht als unsere vorhandene. Selbst wenn die Bildqualität besser wird, werden eure Bilder nicht besser. Ein gutes Bild wird nämlich nicht durch Technologie definiert. Es muss gut gestaltet sein und denjenigen der es betrachtet auch emotional mitnehmen. Nur dann bewegen die Bilder etwas. Hier besser zu werden geht nur über das Üben und ausprobieren. Es hilft auch andere Bilder zu betrachten und sich zu fragen, weshalb es gut ankommt. Lernt daraus und macht selbst besser Bilder.

Eine neue Kamera braucht ihr nur dann wenn die jetzige nicht mehr funktioniert. Lasst euch weder von der Industrie noch von Freunden oder anderen Fotografen einreden, dass ihr früher eine neue Kamera braucht. Inzwischen sind die technologischen Sprünge in der digitalen Fotografie nicht mehr so groß.

Fazit

Wir brauchen uns keiner Illusion hingeben. Es ist noch ein langer Weg bis die Fotoindustrie nachhaltig sein wird. Selbst wenn die Herstellung der Produkte irgendwann mal keine Ressourcen mehr verbrauchen wird, das Geschäftsmodell selbst ist nicht nachhaltig und muss angepasst werden. Das ist ein langer Prozess, der noch nicht einmal in den Köpfen der Managern, geschweige denn begonnen ist. Wir sind Teil dieses Prozesses und müssen unser Konsumverhalten entsprechend anpassen. Nicht mehr Technik verliebt, jedes neue Produkt direkt nach der Vorstellung kaufen, sondern nur dann wenn es wirklich von Nöten ist. Nur dann merkt auch die Industrie, dass es Zeit wird sich anzupassen.

Wie ist eure Meinung

Ich bin gespannt was ihr über das Thema denkt. Hinter lasst mir einen Kommentar wie ihr zu diesem Thema steht. Ich freue mich auf eine lebhafte und freundliche Diskussion.

Vielleicht interessiert euch ja auch mein Artikel “Ist die Zukunft der Photoindustrie düster” oder vielleicht ist auch de Artikel “Firmware Updates in Zukunft kostenlos” in dem ich darüber schreibe weshalb ich der Meinung bin, dass Firmware Updates in Zukunft nicht mehr kostenlos sein werden.

Was können wir von der Fotoindustrie in 2023 erwarten?

Bild von den Landungsbrücken.

Viele freuen sich bereits, dass 2022 die Verkaufszahlen (siehe Grafik) der Fotoindustrie gegenüber 2021 gestiegen sind. Dabei feiern sie bereits die Kehrtwende vom schrumpfenden Kameramarkt hin zu einem wachsenden. Beim Jahresvergleich werden aber zwei Faktoren übersehen. Zum Einen war 2021 ein Pandemiejahr, zum Anderen waren dadurch die Lieferketten unterbrochen und es konnten dadurch weniger Kameras gebaut bzw. ausgeliefert werden. Ob 2023 ein gutes Jahr für die Fotoindustrie wird oder nicht hängt von einigen Faktoren ab. Einige sind von der Fotoindustrie beeinflußbar andere nicht.

CIPA Verkaufszahlen der Jahre 2020, 2021 und 2022
CIPA Verkaufszahlen der Jahre 2020, 2021 und 2022

Wirtschaftliche Weltlage

Nachdem die Pandemie in 2021 und 2022 zu Lieferengpässen geführt hat, scheint es im Jahr 2023 die Lage deutlich zu entspannen. So haben bereits einige Halbleiterhersteller volle Lager gemeldet und die Preise der Halbleiter werden wieder günstiger. Dies führt zu einer besseren Verfügbarkeit von Kameras und Objektiven. Damit dies aber auch zu besseren Verkaufszahlen, und noch viel wichtiger zu gesunden Margen, führen kann müssen aber noch mehr Faktoren erfüllt werden. Ein Faktor der negativ zu Buche schlägt ist sicherlich die wirtschaftliche Gesamtsituation. Ausgelöst durch den Krieg in der Ukraine und die dadurch entstandene Energieknappheit ist 2022 die Inflation stark gestiegen. Dadurch wird die Lebenshaltung aller Käufer teurer. Wenn das Geld knapp wird überlegen sich die Menschen genau was sie dafür anschaffen werden. Einfach gesagt, etwas zu Essen zu haben ist wichtiger als sich eine neue Kamera zu kaufen. Des Weiteren sagen die Wirtschaftweißen eine Rezession voraus, d.h. viele müssen auch noch um ihre Arbeit fürchten. Dies führt zu Unsicherheit und die Menschen sparen sich eher das Geld, als dass sie es ausgeben. Die wirtschaftlichen Voraussetzungen sehen also nicht sehr rosig aus. Deshalb muss sich die Kameraindustrie einiges ausdenken um erfolgreich zu werden.

Standardansicht in Hamburg. Zur Illustration des Artikels Was können wir von der Fotoindustrie in 2023 erwarten

Produktvorstellungen der Fotoindustrie in 2023

Spannend wird es um die Produktvorstellungen der Fotoindustrie in 2023. Schon in den letzten Jahren, fehlten die richtigen Innovationen. In den meisten Fällen handelt es sich um Produktneuvorstellungen, die eine Weiterentwicklung bereits vorhandener Kameras waren. Ich bin mal gespannt ob die Kamerahersteller dieses Jahr mal wirkliche Innovationen auf den Markt bringen können. Wie wäre es mal mit neuen Modellen Geld zu verdienen. Statt immer wieder neue Kameramodelle auf den Markt zu werfen, deren Fortschritt nur marginal sind, könnte die Industrie auf die Idee kommen Funktionen nachzurüsten und damit Geld zu verdienen. Vielleicht wäre es auch eine Idee bestimmte Funktionen im Abo anzubieten und die Grundkamera sehr günstig auf den Markt zu bringen. Innovationen müssen nicht immer auf neuen Funktionen beruhen. Ich bin allerdings nicht besonders guten Mutes. Wenn ich die Ankündigung der Panasonic S5 Mark II sehe und die Gerüchte richtig sein sollten kann man auch für den Rest des Jahres nicht viel erwarten. Die Kamerahersteller scheinen auf den alten ausgetretenen Pfaden zu bleiben und kein Risiko einzugehen.
Auch auf an der Objektiv Front ist nicht viel zu erwarten. Hierzu ist die zu Grunde liegende Technologie einfach zu ausgereift und die Innovationsschritte sind einfach klein. OM Digitalsolutions hat letztes Jahr ein 90mm F3.5 Macro angekündigt, welches sicherlich optisch sehr gut sein wird, aber wird es auch Innovationen beinhalten? Wird es die Stärken des Micro Four Thirds Standard ausspielen? So wäre es toll wenn Sync IS unterstützen würde und vielleicht mit den beiden Telekonverter kompatible sind. Nikon und Canon werde sich sicherlich auf die Brennweiten die am meisten nachgefragt werden konzentrieren. Schließlich sind sie erst spät ernsthaft in die spiegellose Welt eingestiegen und muss hier noch ein wenig aufholen.

Marketing Optionen

Es würde mich doch sehr überraschen wenn wir im Marketing der großen Spieler Änderungen sehen werden. Es wird weiterhin auf die Influenzerkarte gesetzt und bei Produktvorstellungen das Netz mit den gleichen Informationen aus verschiedenen Blickwinkeln zu füllen. Die Menschen trauen jemanden dem man folgt und vermeintlich kennt mehr, als den Hersteller. Auch wenn die Informationen von der gleichen Quelle stammen und nur in andere Worte gepackt werden. Ich denke nicht, dass die Fotoindustrie bereits den neuesten Trend im Marketing, Kunden wieder auf der analogen Ebene anzusprechen, folgen wird. Hierzu fehlt es einerseits an den finanziellen Möglichkeiten als als auch an den menschlichen Ressourcen. In den letzten beiden Jahren hat man eher das Gegenteil gesehen. Die Firmen waren immer weniger bei analogen Events und haben sich mehr auf die digitale Ebene begeben. Dies it meiner Meinung nach ein großer Fehler. Kameras sind haptische Geräte und müssen in wahrsten Sinne erfahren werden. Was digital nicht möglich ist. Zu Zeiten von Olympus gab es einmal einen “Photography Playground” der sehr gut bei den Menschen angekommen ist. Nicht nur bei denen die Fotografie sowieso schon als Hobby hatten sondern auch bei denen die sich nur am Rande für die Fotografie interessiert haben. Zur Zeit gibt es leider keine solche Formate mehr.

Bleiben die Fotofestivals (Umweltfestival Zingst / Oberstdorfer Fotogipfel) und die Photopia, bei denen man noch die Chance hat die Kameras, ohne sie gleich zu kaufen, auszuprobieren. Vorteil hier ist, dass ihr nicht nur einen Hersteller ausprobieren könnte sondern gleich mehrere. Zumindest hier sind die meisten Anbieter an Board. Allerdings wird hier auch an allen Ecken und Enden gespart und man merkt, die goldenen Zeiten der Fotoindustrie sind vorbei.

Bild von den Landungsbrücken in Hamburg.
Landungsbrücken Hamburg

Aussichten für die Fotoindustrie in 2023 und danach

Ehrlich gesagt bin ich skeptisch, dass sich die Verkaufszahlen der Kameras wieder zu einem positiven Trend umkehren. Zum Einen werden, durch das schrumpfen des Marktes, die Spielräume der Firmen immer enger. Zum Anderen brauchen die Mobiltelefon Hersteller ein Unterscheidungsmerkmal für die nächste Generation von Telefonen. Die Leistung der Prozessoren spielt hier schon lange keine Rolle mehr, da diese für den Normalbürger schon mehr als ausreichend ist. Deshalb werden die Kameras in den Mobiltelefonen immer besser. Sony hat schon das Ende der digitalen SLR Kameras angekündigt und ich denke für die meisten der Anwender ist es bereits jetzt schon so, dass sie keine DSLR mehr brauchen. Die Spitzfindigen unter euch werden jetzt vielleicht sagen, die DSLR ist bereits vor mehr als 10 Jahren, mit der Einführung der spiegellosen Systemen gestorben. Ihr vergesst dabei allerdings, dass der Sony Chef des Halbleitergeschäfts, sicherlich keine Unterscheidung zwischen DLSR and spiegellosen Kameras macht. Er meinte damit die Systemkameras mit Wechselobjektiven im Allgemeinen.

Wie ist eure Meinung?

Was denkt ihr über das Thema? Meine Perspektive ist eine ganz persönliche und ich würde mich freuen wenn ihr eure Gedanken mit mir teilt. Bin gespannt und freue mich über eine lebhafte und freundliche Diskussion.
Vielleicht interessiert Euch auch noch mein Artikel “Ist die Zukunft der Photoindustrie düster” den ich im April 2022 geschrieben habe. Hier habe ich das Thema noch aus einer anderen Perspektive beschrieben.

Fotozubehör aus dem 3D Drucker

3D Rendering Mirco Four Thirds Gehäusedeckel

Schon einmal eine Blitzschuhabdeckung oder einen Obejktivdeckel verloren? Schnell passiert und dann kannst du dies entweder relativ teuer beim Hersteller bestellen oder ein wenig günstiger bei Drittherstellern bekommen. Ich habe mir allerdings neulich einen 3D Drucker gekauft und mich gefragt ob ich das Zubehör nicht einfach selbst herstellen kann. Hier will ich meine Erfahrungen teilen, wie ich Fotozubehör aus dem 3D Drucker erstellt habe.

Was wird benötigt um Fotozubehör mit den 3D Drucker herzustellen

Messschieber zum Vermessen der zu druckenden Objekte

Um dein Fotozubehör aus dem 3D Drucker zu bekommen, musst du zunächst einmal die Maße der Objekte vermessen. Hierzu verwendest du am besten einen Messschieber. Ich habe mir einen mit digitaler Anzeige wie diesen besorgt. Damit lassen sich die Maße einfach ermitteln und in der 3D Software verwenden.

3D Drucker

Zunächst einmal braucht man einen 3D Drucker. Heutzutage kein Problem mehr. Man bekommt bereits welche für unter 100 Euro. Ich habe mich für den Drucker MP10 Mini von Monoprice entschieden. Er kostete mich 189 Euro. Ein Betrag den ich bereit war zu investieren um mich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen.

Software zum Erstellen der 3D Daten

Zum Erstellen der 3D Daten braucht ihr noch eine Software. Hier gibt es viel Auswahl. Ich habe mich zunächst einmal für die Software Shapr3D entschieden. Eigentlich eine professionelle Software, die ich mit Einschränkungen kostenlos einsetzen kann. Ob du mit den Einschränkungen leben kannst oder nicht musst du selbst entscheiden. Detaillierte Informationen findet ihr auf deren Webseite.

Bildschirmfoto der Shapr3D Software
Shapr3D

Vorteil der Shapr3D Software ist, dass diese zu jeder Aufgabe kleine Erklärfilmchen hat, die es einem einfach machen die Software schnell und einfach zu lernen. Ihr bekommt das wie ich und mein 13 jähriger Sohn ziemlich schnell hin. Oben seht ihr die Blitzschuhabdeckung für eine Olympus / OM System Kamera, die mein Sohn erstellt hat.

Software zum Vorbereiten der Druckdateien

Sind die 3D Daten erst einmal erstellt müsst ihr die Datei für den Druck vorbereiten. Dabei wird das zu Druckende Objekt in Schichten, die gedruckt werden, unterteilt. Ich verwende dabei die kostenlose Software UItimaker Cura.

Bildschirmfoto der Cura Software mit Fotozubehör aus dem 3D Drucker
Bildschirmfoto der Cura Software mit Objektive- und Gehäusedeckel für die OM System Kameras

Hier sind die Einstellungen schon ein wenig komplexer. Dabei hängen die Einstellungen von vielen Parametern ab. Vor allem ist hier wichtig welches Filament mit welcher Drucker ihr verwendet und in welcher Auflösung ihr drucken wollt. Da kommt man um ein wenig experimentieren nicht herum. Das macht aber auch Spaß, weil du schnell zu Erfolgserlebnissen kommst.

Sehr wichtig ist wie die Objekte positioniert werden. Wie du im Bild oben erkennen kannst liegen sowohl Objektiv- als auch Kameradeckel auf der flachen Seite. Beim 3D Drucker kannst du nämlich nicht auf Luft drucken. Hätte ich die beiden Teile auf die andere Seite gelegt, müsste ich Stützstrukturen verwenden. Diese verbrauchen nicht nur zusätzliches Material und brauchen länger zum Drucken, sondern sind nicht so einfach zu entfernen. Außerdem hinterlassen sie unschöne Strukturen. Deshalb sollten die Objekte möglichst so platziert werden, dass keine Hohlräume nach unten entstehen.

Welches Fotozubehör kommt aus dem 3D Drucker?

Ich habe mich bisher nur an einfaches Zubehör wie Objektiv-, Gehäusedeckel und die Blitzschuhandeckung gewagt. Aber es gibt nur weniges was man nicht mit dem 3D Drucker produzieren kann. So habe ich auch schon Filterhalter für das M.Zuiko Digital ED 7-14mm F2.8 PRO gesehen. Theoretisch ist es auch möglich die Abdeckung für die Kontakte des extra Handgriffs möglich. Es gibt auch Filament, das Gummiartig ist. Auch Zubehör in Holzoptik oder Carbon Optik ist vorstellbar. Hierfür gibt es auch entsprechendes Filament. Wie ihr seht, sind die Möglichkeiten unendlich. Ihr müsst nur eure Phantasie spielen lassen und überlegen wie ihr die Idee am Besten umsetzt.

Meine 3D Daten für Fotozubehör aus dem 3D Drucker

Wie ihr aus den Bilder oben erkennen könnt habe ich mich bereits ein wenig mit den Zubehörteilen von OM System Kameras beschäftigt. Wenn ihr einen 3D Drucker besitzt könnt ihr diese gerne zum Drucken verwenden.

Wenn ihr keinen eigenen Drucker habt, lasst es mich wissen, ich kann euch gerne die Teile ausdrucken und zukommen lassen. Schreibt einfach eine Mail und wir sprechen über die Details. Solltet ihr eine Idee um Umsetzen haben lasst es mich in den Kommentaren wissen ich versuche diese dann umzusetzen.

OM System OM-5 ein Upgrade ohne Innovation?

Diese Woche hat OM Digital Solutions die zweite Kamera unter der neuen Marke OM System vorgestellt. 1 Jahr nach der Einführung der neuen Marke, zeichnet sich ab wie sich OM Digital Solutions den Markt in Zukunft vorstellt und auf welche Zielgruppe die Marke abzielen will. Doch ist die OM System OM-5 ein Upgrade ohne Innovation oder gibt es Neuigkeiten die wir bei Olympus bzw. OM Digitalsolutions noch nicht gesehen haben? Hier will ich weniger über die Technik und deren Detail schreiben als meine Gedanken teilen, die ich nach der Vorstellung der OM-5 hatte.

OM System OM-5 schwarz
Bild von OM Digital Solution

Meine Einschätzung zur Technik der OM System OM-5

Von außen ist die OM-5 von der E-M5 Mark III so gut wie nicht zu unterscheiden. Alleine die silberne Variante hat ein schwarzes, statt silbernes, Einschaltelement. Die hat den Vorteil, dass ein Kunde der von einer E-M5 Mark III kommt keine Umgewöhnung bei der Bedienung hat. Ein Kritikpunkt, die Änderung der Bedienung bei Nachfolgeprodukten, den ich in Foren immer wieder lese, ist damit gegenstandslos. Aber auch im Inneren ist so einiges beim Alten geblieben. So ist das Menülayout nicht wie bei der OM-1 erneuert worden, sondern folgt dem der Vorgängerkamera, der E-M5 Mark III. Beides ist in den Medien eine Anlass für Kritik. Nach meiner Meinung nach gibt es hier, wie schon angedeutet, zwei Seiten der Medaille. Zum Einen bleibt die gewohnte Bedienung erhalten, zum Anderen gibt es hierdurch keinerlei Fortschritt bzw. Innovation. Ob das nun gut oder schlecht ist muss jeder für sich selbst entscheiden.

Fortschritt der keine Fortschritt ist

Neben Aussehen und Bedienung sind auch noch viele der Hardwarebestandteile dieselben wie bei der E-M5 Mark III. Sensor, Wifi, Autofokussystem, Batterie und Anschlüsse haben keinerlei Aktualisierung erfahren. Bildprozessor und die eingebaute Bildstabilisierung wurden aktualisiert und sind die Basis für die neuen Funktionen der OM-5. Hierzu zählen die Computational Funktionen wie Live ND und Handheld Highres Shot. Beide Funktionen brauchen die höhere Leistung des neuen Prozessors und können somit nicht durch ein simples Firmware Update der E-M5 Mark III vorgenommen werden. Das verbessert Stabilisierungssystem erlaubt es längere Belichtungszeiten ohne Stativ zu realisieren, erreicht aber nicht die Werte des Topmodels OM-1 nicht. Dies ist sicherlich der Differenzierung beider Modelle geschuldet. Das Alles ist in der Kameraklasse einer OM-5 ein Fortschritt. Wenn man allerdings die im Markt vorhandenen Technologien betrachtet Stand der Technik bzw. vielleicht auch schon eine etwas veraltete Technologie. Der Sensor zum Beispiel ist schon seit einigen Jahren im Markt und sicherlich nicht mehr die neuste am Markt befindliche Technologie. Er wurde 2016 eingeführt und ist also 6 Jahre alt. Dies ist bei Sensoren eigentlich schon eine halbe Ewigkeit.

OM System OM-5 silber
Bild von OM Digital Solutions

Meine Bewertung der OM System OM-5

Die OM-5 ist kein Flaggschiffmodell, bei dem der Preis eine untergeordnete Rolle spielt sondern soll die Brot und Butter Kamera von OM System sein. Die Stückzahlen müssen also höher sein um die Nutzerbasis für OM System Kameras auf einen gesunden Boden zu stellen. Deshalb müssen die Entwicklungs- und Herstellkosten im Rahmen bleiben. Wie in anderen Industrien wird dabei auf bereits vorhandene Komponenten, deren Entwicklungskosten bereits amortisiert sind, zurückgegriffen. Im Prinzip ist das nichts Schlechtes, allerdings stelle ich mir schon die Frage wer den die Zielgruppe dieser Kamera ist. Kunden die bereits eine E-M5 Mark III besitzen haben nur sehr wenige Gründe auf die neue Kamera zu aktualisieren. Die Neuerungen sind, meiner Meinung nach, nicht groß genug für ein Upgrade. Kunden andere Kameramarken werden sicherlich auch nicht besonders motiviert sein zu wechseln. Zwar gibt es einige Merkmale der Kamera, die bei anderen Herstellen nicht vorhanden sind, aber es ist eben nicht genug. Schließlich muss ich bei einem Wechsel der Marke auch die Objektive wechseln. Dies generiert zusätzliche Kosten und der Preis der Kamera ist nicht gerade niedrig. Bleiben die Panasonic Anwender, die bereits im Micro Four Thirds System sind. Dazu kommen die Anwender der E-M10 Mark IV und PEN E-P7. Hierbei handelt sich meistens um Kunden die sehr gefährdet sind der Kameraindustrie verloren zu gehen. Kameras von Smartphones werden immer besser und der Großteil und die Anwender die sich eine E-M10 Mark IV und PEN E-P7 versteht den Unterschied verschiedener Brennweiten nur rudimentär. Ich bezweifle, dass diese Anwender bereit sind den Kamera Preis zu zahlen.

Schlussfolgerungen


Meiner Meinung nach wird es die OM System OM-5 schwer haben. Sie ist eine Kamera zwischen dem mit den neusten Funktionen ausgestattetem Flagship Model OM-1 und der wesentlich günstigeren E-M10 Mark IV. Geht es um Feature greift der Anwender eher zu OM-1, geht es um den Preis ist die E-M10 Mark IV die 1. Wahl. Dieses Phänomen ist allerdings nicht nur auf OM Digital Solutions begrenzt sondern zeigt das ganze Problem der Kamerabranche. Nach Jahren vieler Innovationen und Entwicklung neuer Sensoren ist die Entwicklung der Kameratechnologie doch eher begrenzt. Es gibt einfach nicht mehr alls 1-2 Jahre so große Entwicklungsschritte, die den Technik begeisterte Anwender zufrieden stellen können.

Detaillierte technische Reviews der OM System OM-5

  1. Mirrorless Comparison hat sowohl einen sehr schönen Vergleich zwischen der E-M5 Mark III und der OM-5 als auch einen Vergleich der OM-1 mit der OM-5
  2. Ein Klassiker für Reviews ist natürlich Dpreview die hier über die ersten Eindrücke der OM-5 schreiben.
  3. Frank Fischer hat ein kleines Video über seine Eindrücke auf YouTube geteilt.

Deine Meinung zählt.

Ich freue mich deine Meinung in den Kommentaren zu lesen und darüber zu diskutieren wie du die Zukunft der Kameraindustrie im Generellen und von OM Digital Solutions im Speziellen zu disktutieren.

Lohnt sich ein Fototörn auf der Elbe?

Jeder Tourist in Hamburg sollte einmal eine Barkassenfahrt gemacht haben. Die Stadt vom Wasser aus zu erleben ist eben etwas anderes. Die günstige Alternative dazu ist eine Fahrt mit den Hadag Fähren, die zum öffentlichen Nahverkehr gehören. Ist man engagierte Fotograf haben beide Alternativen allerdings einen entscheidenden Nachteil. Die Bilder die man von diesen Fahrten mitbringt wurden schon 1000 mal gesehen. Deshalb bietet die Photopia Hamburg in Zusammenarbeit mit der FF Fotoschule einmal im Monat einen Fototörn auf der Elbe an. Dieser richtet sich speziell an Fotografen. Ob sich dieser auch lohnt will in hier ein wenig beleuchten.

Die Rahmenbedingungen für den Fototörn auf der Elbe

Infiziert wurde diese Möglichkeit von keinem geringeren als Christan Popkes. Seines Zeichen Fotograf, Kurator der Oberstdorfer Fotogipfels und künstlerischer Leiter der Photopia Hamburg. Bei vielen der Ausfahrten ist der mit an Bord und steht mit Rat und Tat zur Verfügung. Durchgeführt und betreut werden die Fahrten von der FF-Fotoschule. Das stellt sicher, dass immer ein erfahrener Trainer mit an Bord ist. Speziell unerfahrene Fotografen schätzen es eine Ansprechperson für Tipps und Tricks zu haben.

Frank Fischer und Christian Popkes beim Fototörn auf der Elbe.

Der Fototörn auf der Elbe findet auf einer eigens gemieteten Barkasse statt. Diese Barkasse fasst normalerweise bis zu 150 Personen. Beim Fototörn sind es aber wesentlich weniger. Bei meiner Fahrt waren ca. 25 Personen an Bord. Deshalb hat man auch mehr als genügend Platz sich zu bewegen. Das bedeutet auch, dass man genügend Möglichkeiten hat seine Perspektive zu wählen.

Unterschied zu normalen Hafenrundfahrten

Im Titelbild habe ich ein Schiff der normalen Hafenrundfahrten verwendet. Diese Fahrt ist aber etwas ganz besonderes. Zum Einen ist der Kapitän gebrieft an fotografisch besondere Orte im Hafen zu fahren. Zum Anderen weiß er auch was sich Fotografen wünschen. Er ermöglicht es ganz besondere Perspektiven zu erreichen, weil er eben nicht wie andere Barkassen nur an den Schiffen vorbei fährt. Er manövriert das Boot gekonnt in Positionen die einen außergewöhnlichen Blick auf den Hafen zu lassen.

Die Ergebnisse vom Fototörn auf der Elbe

Wenn ich mir die Bilder, die ich von diesem kleinen 2 stimmigen Trip mitgebracht habe ansehe bin ich begeistert. Aber seht selbst.

Fazit

Um meiner Frage der Überschrift ob der Fototörn auf der Elbe sich lohnt zu beantworten hier noch ein kleines Fazit. Ich denke ja. Nicht nur, dass auf der Barkasse genügend Bewegungsraum vorhanden ist, nein auch die Perspektiven die man auf dieser Fahrt bekommt sind außergewöhnlich. Zusätzlich hat man erfahrene Fototrainer zur Hand und hat bei Fragen immer eine kompetente Ansprechperson. Dies macht die Fahrt auch für Anfänger oder unerfahrene Fotografen interessant. Also solltet ihr dieses Angebot noch nicht wahrgenommen haben, dann zögern nicht lange. Auf der Seite der FF-Fotoschule könnt ihr die Termine der nächsten Ausfahrten sehen und auch gleich buchen.

Freue mich wenn ihr eure persönlichen Erfahrungen in den Kommentaren teilt. Lasst mich wissen wie es euch gefallen hat. Ich bin auf eure Bilder gespannt.