Familien Safari in Botswana

Sunset Camp Pelo

Seitdem ich in 2017 und 2019 in Zimbabwe und Botswana alleine auf Safari war, wollte ich meiner Familie die gleiche Erfahrung geben. Ich bin dieses Jahr 50 geworden. Deshalb wollte ich etwas besonderes machen. Statt eine große Feier zu machen, entschieden wir und für eine Familien Safari. Wir entschieden uns mit Wilderness Safaris und Botswana. Bei meinen ersten Reise waren die Erfahrungen mit Wilderness Safaris herausragend. Botswana bietet auf relativ kleinem Raum tolle Möglichkeiten Tiere zu sehen.

Die Reiseroute der Familien Safari

Unser Reiseplan sah folgendermaßen aus. Drei Camps in 7 Tagen. Pelo, das erste Camp, liegt auf einer Insel in Form eines Herzens. Daher auch der Name, Pelo heist in Sezuana Herz. Tubu Tree folgte darauf. Es liegt ebenfalls in der Jao Consession und ist bekannt für Leoparden. Das dritte und letzte Camp war Duma Tau, welches direkt am Linyanti Fluss liegt. Alle drei Camps hatten ihren Charm und waren total anders von Landschaft und den Tieren, die wir gesehen haben.

Landschaftsaufnahme in der Nähe von Camp Pelo. Aufgenommen während einer Fahrt mit dem Mokorro

Die Anreise zur Familien Safari

Die Anreise von Hamburg ging über Zürich nach Johannesburg. Von dort aus fliegt man nach Maun, welches das Tor zum Okavango Delta ist. Interessanter Weise ist Maun, bezüglich Flugbewegungen, der zweitgrößte Flughafen in Africa. In Maun wurden wir bereits von Wilderness Safaris in Empfang genommen. Von Maun ging es mit einer kleinen Chesna mit 12 Sitzplätzen in den Bush. Insgesamt hat die Reise ca. 20 Stunden gebraucht.

Pelo unser erstes Camp

Im Bush landet man auf einer kleinen Piste die Airstrip genannt wird. Ein Mitarbeiter vom Camp wartete schon um uns abzuholen und ins Camp zu bringen. Die Fahrt nach Pelo ein Erlebnis. Auf dem Weg zur Bootsstation, wie oben erwähnt liegt Pelo auf einer Insel, sehen wir Giraffen, Büffel und die sehr seltenen Wildhunde. Nach dem Umstieg ins Boot geht es sehr gemütlich Richtung Camp. Am Wegesrand viele Vögel und unser erstes Krokodil. Am Camp angekommen, wurden wir vom Campmanager Abo herzlich empfangen. Hier bekamen wir erst einmal einen Willkommensdrink und einen kleinen Snack. Nach einer kurzen Sicherheitseinweisung wurden und die Zimmer gezeigt. Ein Traum mit viel Platz und einer Außendusche.
Das Highlight des Camps ist allerdings die Toilette im Gemeinschaftbereich. Eine Toilette mit einem solchem Ausblick findet man nur selten. Abends beim Abendessen lernten wir unseren Guide Chaplin kennen und erfuhren, dass neben uns nur noch ein weiterer Gast im Camp war.

Sonnenuntergang im Camp Pelo. Der perfekte Start für eine Familien Safari

Pelo der zweite und dritte Tag


Am nächsten Tag fuhren wir also zu fünft los. Im Bush fängt der Tag sehr früh an. Frühstück kurz vor Sonnenaufgang so gegen 5:30 Uhr. Um 6 Uhr fährt man bereits los. Die Tiere sind Mittags wenn es heiß ist träge. Ruhen sich aus. Deshalb ist es sinnvoll früh loszufahren um die Tiere in Aktion zu erleben. Auch am zweiten Tag durften wir viele Tiere sehen. Was für mich am beeindruckendsten war, sind die Mengen an afrikanischen Fischadlern, die wir gesehen haben. Nach dem fünften wird es langsam beeindruckend. Es zeugt auch davon wie groß da Nahrungsangebot im Okavango Delta ist. Den obligatorischen Sundowner am Abend haben wir mit Flußpferden verbracht. Nur wenige Meter von uns entfernt genossen sie wie wir den Sonnenuntergang. Ein beeindruckendes Erlebnis.

Am dritten uns letzten Tag in Pelo hatten wir uns entschieden eine Mokorrofahrt zu machen. Das Mokorro ist ein traditionelles Boot, ein Einbaum, mit dem man in seichten Gewässern fahren kann. Es ist die entspannendste Art sich Tiere im Okavango Delta anzuschauen. Da du dich damit langsam fortbewegst sieht man nicht nur die großen Tiere sondern eben auch die Kleinigkeiten. Dazu hatten wir mit Chaplin auch einen hervorragenden Guide an der Seite, der uns auch Einges über die Natur erzählen konnte. Dann war es allerdings auch schon wieder so weit, dass wir Pelo in Richtung Tubu Tree verlassen mussten.

Vom Schilf startender Eisvogel.

Zweite Station Tubu Tree

Tubu Tree ist gegenüber Pelo ein großes Camp und hatte auch mehr Gäste. Bei Flut steht es direkt am Wasser. Da diese aber noch nicht voll ausgeprägt war konnten wir das nur Ahnen. Trotzdem liegt auch dieses Camp an einer wunderschönen Stelle im Busch. Alles Zimmer haben eine eigene Terrasse mit der man auch über die Mittagszeit die vorbeiziehenden Tiere beobachten konnte. Der Ablauf ist in allen Camps derselbe. Man hat zwei Game Drives, einen morgens gegen 6 Uhr und den anderen Nachmittags gegen 15:30 Uhr.
Gegenüber Pelo ist die Tierwelt in Tubu Tree, obwohl es nur 5 Flugminuten entfernt ist, ein wenig anders. Hier gibt es weniger Wasser und deshalb auch weniger Vögel. Dafür gibt es eben mehr Landtiere und bereits am ersten Nachmittag konnten wir uns über Giraffen, Büffel und Zebras freuen. Ein Leoparden, für die das Camp bekannt ist aber leider nicht. Das sollte sich aber am zweiten Tag ändern.

Giraffe vor Sonnenuntergang in der Nähe von Camp Tube Tree

Tubu Tree der zweite Tag, ein Treffen mit den Leoparden

Bereits beim Frühstück merkte man unserem Guide Delta an, dass er Lust hatte los zu fahren. Er wollte uns nicht einmal die Zeit geben einen Tee zum Frühstück zu bekommen. Dies hatte seinen Grund. Er hatte bereits die Information bekommen, dass ein Leopard in der Nähe des Camps gesichtet wurde. Dies bedeutet allerdings nicht gezwungener Maßen, dass wir diesen auch zu Gesicht bekommen werden. Schließlich sich Leoparden Einzelgänger. Deshalb können sie sich auch gut verstecken. Bei der Fahrt waren deshalb alle Sinne auf Alarmbereitschaft. Fährten wurden gelesen und den Alarmsignalen der anderen Tiere gelauscht. Zusätzlich waren alles Guide über Funk miteinander im Kontakt. Natürlich war es aber auch so, dass wir während der Suche nach dem Leoparden auch andere Tiere gesehen haben.

Elefantenherde in der Nähe von Tuba Tree


Unter anderen eine Elefantenherde. Unter den Erwachsene ein frisch geborenes Elefantenkind. So jung, dass es noch nichts mit dem Rüssel anzufangen wusste. Also versuchte es mit dem Mund zu trinken. Ein Erlebnis, dass man so schnell nicht vergessen wird. Erinnerte ein wenig an ein Menschenkind, dass lernt mit Messer und Kabel zu essen. Dann trafen wir noch drei junge Löwen die noch mit ihrer Mutter durch die Lande zogen. Tagsüber ist davon natürlich nicht so viel zu sehen. Löwen jagen bevorzugt Nachts und tagsüber liegen sie lieber im Schatten. Dabei Ruhen sie sich aus.

Der erste Leopard auf unserer Familien Safari

Dann endlich, urplötzlich kam der Leopard aus dem Busch. Er zog etwa drei Meter von uns entfernt vorbei. Welch ein aufregender Moment. Vor allem für meinen Sohn und meine Frau, die noch nie einen Leoparden in freier Natur gesehen hatten. Dabei noch so nahe, dass man ihn beinahe streicheln konnte. Es war allerdings eine kurze Begegnung, weil er gleich wieder im dichten Busch verschwand. Leider war es unmöglich im zu folgen. Nach einem langen Tag und einem, wieder einmal, unglaublichen Sonnenuntergang fuhren wir zurück ins Camp. Hier erwartete uns noch eine Überraschung. Es war schon dunkel und wir waren kurz von dem Camp. Plötzlich kreuzte eine weiter Leopardin die Autoscheinwerfer. Es war die Mutter, des Leoparden den wir am Tag getroffen hatten. Sie hatte ihren Sohn im Camp auf die Welt gebracht. Deshalb ist sie des öfteren immer noch in der Nähe.
Die gesamte Geschichte findet ihr in der Geschichte “Tubu Tree – A Leopard’s Safe Haven” von Suzi Eszterhas auf dem Wilderness Safaris Blog. Spannend zu lesen, zeigt es doch wie sehr die Camps von Wilderness Safaris in die Natur integriert sind.
Nach weiteren tollen Erlebnissen war es Zeit die zweite Station unserer Familien Safari zu verlassen und nach Duma Tau weiter zu reisen.

Leopard in der Nähe von Camp Tuba Tree

Duma Tau die dritte und letzte Station unserer Familien Safari

Duma Tau liegt am Ufer des Linyanti Flusses und ist ungefähr 45 Minuten Flugzeit entfernt von Tubu Tree. Es handelt sich hierbei um ein Premium Camp von Wilderness Safaris. Somit handelt es sich um die höchste Camp Kategorie die Wilderness Safaris anbietet. Das merkt man bereits bei der Abholung vom Flugzeug. Statt drei Sitze pro Reihe haben die Geländewagen nur zwei Sitze pro Reihe. Es gibt also wesentlich mehr Platz. Auch das Camp ist viel großzügiger gestaltet. In Duma Tau hatten wir ein Familienzelt. Welches neben einem Schlafzimmer für mich und meine Frau auch ein Schlafzimmer für unseren Sohn hatte. Zusätzlich gab es einen Gemeinschaftsbereich und einen privaten Pool. Den haben ich und mein Sohn natürlich ausführlich genossen.

Duma Tau und Elefanten die den Fluß überqueren

Elefanten überqueren Flüsse an stellen, die sie und ihre Vorfahren schon kennen. Duma Tau ist genau an einer solchen Stelle erbaut. Dabei wurden die Wege der Elefanten frei gelassen. Ergebnis ist, dass die Tiere gerne mal durch das Camp wandern. Hierfür haben die Wege extra einen Durchlass. Sollte ein Elefant diesen queren während man auf dem Weg ins sein Zelt ist, hat dieser natürlich Vorfahrt. Das schöne dabei ist, dass du eigentlich immer Elefanten siehst wenn du auf der Terrasse bist. Das die Tiere so entspannt sind zeigt auch, dass sie durch das Camp nicht gestört werden.

Elefanten überqueren den Linyanti in der Nähe von Duma Tau

Leoparden und brüllende Löwen und Löwennachwuchs

Die Vegetation rund um Tubu Tree ist total anders als im Okavango Delta. Du siehst wesentlich mehr Bäume. Dennoch ist die Vielfalt an Tieren nicht geringer. Bereits bei der Abendausfahrt am ersten Tag hatten wir Glück. Wir trafen eine Leopardin auf einem Baum, die auf ihre Beute aufpasste. Da sie satt war, war sie auch sehr entspannt. Mindestens eine Stunde haben wir sie beobachtet. Beim Trinken, entspannen und herum lungern. Nie wurde es langweilig.

Leoparden entspannt auf dem Baum.

Wir haben auf unserer Familien Safari so gut wie alles gesehen. Alleine Geparden noch nicht. Deshalb habe ich unseren Guide See gefragt ob es welche in der Nähe von Duma Tau gibt. Er meinte, weiter im Osten wurden welche zwei Tage zu vor gesichtet. Deshalb machten wir uns am zweiten Tag in Richtung Osten auf. Die Hoffnung Geparden zu Gesicht zu bekommen. Diese Hoffnung wurde leider enttäuscht, dafür trafen wir eine Löwin mit drei Kindern an. Auch dies war ein Erlebnis. Vor allem zu sehen wie unterschiedlich die Charaktere der einzelnen Kinder war. Einer war mutig und immer vorne. Die anderen Beiden waren eher vorsichtig und versteckten sich vor uns sehr lange. Die Mutter war aber sehr entspannt. Deshalb trauten sich die Kleinen auch schnell wieder aus dem Gebüsch.

Löwin entspannt und passt auf den Nachwuchs auf.

Auf dem Weg zu der Löwenfamilie trafen wir noch eine einzelne Löwin. Sie hatte ihre Familie verloren und war auf der Suche. Sie folgte den Geruchsspuren und lauschte immer mal wieder. Da sie aber nichts hörte, brüllte sie um Kontakt aufzunehmen. Das geht ganz schön durch Mark und Bein. Ist aber höchst interessant. Die Antwort ließ nämlich nicht lange auf sich warten. Es stellte sich heraus, dass sie in die falsche Richtung unterwegs war. Sie drehte also um und verschwand im Dickicht.

Der letzte Morgen

Die ganze Reise war ein unvergessliches Erlebnis. Es wurde aber am letzten Tag noch abgerundet. Wir fanden noch einen Löwen, der augenscheinlich ein Flusspferd erlegt hatte. Er lag auf dem Rücken. Alles Viere von sich gestreckt. Er hatte offensichtlich so viel gefressen, dass er nicht mehr in der Lage war sich zu bewegen. Anders als wir Menschen müssen die Tiere essen wenn sie etwas erlegt haben. Sie wissen nie wann es wieder etwas zu Essen gibt.

Löwe ruht sich nach ausgedehntem Mittagessen aus

Dann war es Zeit zurück nach Maun zu fliegen und die Lange Rückreise über Johannesburg und Zürich anzutreten. Auf dieser kurzen Reise haben wir mehr erlebt als in manch anderer drei Wochenreise. Wir haben viel Neues gelernt und etliche Bilder gemacht. Es wird eine Reise sein die uns sehr lange in Erinnerung bleiben wird. Nicht nur wegen der Natur sondern auch wegen der Menschen die uns herzlich aufgenommen haben. Eines Tages werden wir sicherlich nach Afrika zurückkommen. Einen Zoo werden wir so schnell nicht wieder besuchen. Die Tiere in freier Natur zu erleben ist viel intensiver und spannender.

Was euch auch interessieren wird

Ich habe auch über meine erste Reise in 2017 im Blog “Kurztrip zu den großen Fünf” geschrieben” Es sind die Erlebnisse die mich inspiriert haben zusammen mit meiner Frau und meinem Sohne auf Familien Safari zu gehen.
Lasst mich in den Kommentaren wissen, wie ihre meinen kleinen Bericht fandet. Ich freue mich auch, wenn ihr hier eure Erfahrungen mit mir teilt.

Meine Erfahrungen mit dem Olympus 150-400mm F4.5 Objektiv

Mit dem M.Zuiko Digital ED 150-400mm F4.5 TC1.25x IS PRO hat Olympus ein einzigartiges Objektiv vorgestellt, das es so bei keinem anderen Hersteller gibt. Der Brennweitenbereich deckt einen Bildwinkel eines Kleinbildobjektives mit 300-800mm Brennweite ab und es wiegt dabei nur ein wenig mehr als 1800g. Dies macht das Olympus 150-400mm F4.5 Objektiv sehr mobil und du kannst ohne Weiteres aus der Hand fotografieren ohne ein Stativ zu benötigen. Bei Kleinbildobjektiven mit diesem Bildwinkelbereich ist das auf keinen Fall möglich, da diese sehr viel größer und schwerer sind. Du sparst Dir also neben dem Gewicht, dass das Objektiv leichter ist auch noch das Stativ.
Hinzu kommt eine hervorragende Bildstabilisierung die mit der Stabilisierung in der Kamera zusammenarbeitet und somit Dich bei fotografieren unterstützt, dass Du trotz langer Brennweite die Bilder nicht verwackelst.

Meine ersten Eindrücke mit dem Olympus 150-400mm F4.5 Objektiv

Ich hatte bereits die Möglichkeit das Objektiv auf Herz und Nieren zu testen und will mit Dir meine Erfahrungen teilen.
Mein aller erster Eindruck in dem Moment in dem ich das Objektive zum ersten Mal in der Hand hatte war, wow ist das leicht. Klar es ist schwerer als Objektive mit kürzeren Brennweiten, es ist schließlich das größte in der Micro Four Thirds Familie. Nimmst Du es dann aber in die Hand bist Du überrascht wie leicht es ist. Um dies zu erreichen hat Olympus das Objektiv nicht zu 100% aus Aluminium gefertigt, sondern nur an den Stellen an denen die Stabilität dies erfordert. Alle anderen Bereiche sind auch Carbon verstärktem Kunstoff und das merkt man wenn man es in die Hand nimmt. Dennoch fühlt es ich sehr hochwertig an. Zusätzlich ist die Gegeblichtblende auch aus Carbon gefertigt, wodurch eine sehr gute Balance zwischen Kamerabody (in meinem Falle eine E-M1X) und Objektiv auch dann erreicht wird, wenn die Gegenlichtblende angebracht ist. Die Kombination liegt hervorragend in der Hand.

Handling

Wie oben beschrieben liegt das Objektiv durch eine hervorragende Balance sehr gut in der Hand.
Zum Handling ist aber noch viel mehr zu sagen. Zum Einen gibt es an der Seite mehrere Schiebeschalter um Fokusbereich, Bildstabilisierung, Fokussierung, und das Verhalten der L-Fn Knöpfe einzustellen. Diese sind sehr gut erreichbar und auch “blind”, wenn man durch den Sucher schaut, zu bedienen. Der Schalter um den 1.25x Telekonverter einzuschwenken liegt an der genau richtigen Stelle und kann sowohl im Quer- als auch im Hochformat sehr gut erreicht werden. Fokussierung und Zoom ist butterweich und kann ohne großen Kraftaufwand und dennoch sehr präzise eingestellt werden.
Sehr praktisch sind auch der Fn Button mit dem das Objektiv entweder auf eine bestimmte vordefinierte Entfernung eingestellt, oder eine vorprogrammierte Funktion aufgerufen werden kann. Die vordefinierte Entfernung kann einfach durch einen kleinen Knopf der gleich neben dem Schalter für den Telekonverter liegt zu jederzeit definiert werden. Das ist eine wunderbare Funktion, wenn Du zum Beispiel sicherstellen willst auf eine bestimmte Entfernung schauzustellen auch wenn störende Objekte im Weg sind. Beispiele hierfür sind zum Beispiel Tiere die unter Bäumen sind und die Gefahr besteht, dass der AF auf die Äste scharf stellt.
Im Gegensatz zu Kleinbildobjektiven haben Micro Four Third Objektive den Vorteil einen sehr geringen Fokussierabstand zu besitzen. Das M.Zuiko Digital ED 150-400mm F4.5 TC1.25x IS PRO hat über den gesamten Brennweitenbereich einen mindest Fokussierabstand von gerade einmal 1.3m. Dies gilt auch dann, wenn Du den eingebauten Telekonverter oder einen der beiden externen Telekonverter verwendest. Diese Tatsache macht das Objektiv schon beinahe zu einem Makroobjektiv und ist deshalb hervorragend geeignet um Schmetterlinge oder Libellen zu fotografieren. Die lange Brennweite sorgt nicht nur dafür, dass Du in der Lage bist genügend Abstand zu den scheuen Tieren zu halten sondern sorgt auch für wunderschönen unscharfen Hintergrund.

Bildqualität

Das Objektiv ist in allen Bereichen top. Die Schärfe wird jeden professionellen Anforderungen gerecht. Selbst wenn der eingebaute Telekonverter verwandt wird gibt es keinerlei Beanstandungen und auch im Zusammenspiel mit dem MC-14 bzw. MC-20 ist die Bildqualität hervorragend. Im Zusammenspiel mit dem MC-20 kommt man bei diesem Objektive auf eine sagenhafte Brennweite von 1000mm, welche einem Bildwinkel von 2000mm Kleinbild entspricht. Selbst bei dieser Brennweite ist durch den hervorragenden Bildsabilisator fotografieren aus der Hand kein Problem. Dein Stativ kannst Du getrost zu Hause lassen. Das mach nicht nur Dein Reisegepäck leichter sonder macht Dich beim Fotografieren auch agiler und erlaubt es auf Änderungen schneller zu reagieren. So ist es zum Beispiel das Verfolgen von Vögeln sehr einfach möglich.
Der Autofokus arbeitet in allen Konfigurationen schnell, leise und vor allem hoch präzise. Dies ist dann hilfreich wenn Du schnell bewegte Objekte fotografieren willst. Themen wie Verzeichnung, Vignettierung oder gar chromatische Aberration sind bei diesem Objektiv kein Thema.

Vergleich zum M.Zuiko Digital ED 100-400 F5-6.3 IS

Ich weiß der Vergleich hinkt ein wenig, das 100-400mm ist wesentlich günstiger als das 150-400mm. Das 150-400mm ist zwar größer doch liefert eine bessere Lichtstärke und ist nicht nur optisch mindestens eine Klasse besser sondern auch wesentlich flexibler einsetzbar. Schließlich hat es noch einen 1.25x Konverter eingebaut, den man einfach ein oder ausschwenken kann. Du musst also nicht erst einen zusätzlichen Konverter einbauen, das erlaubt Dir schneller auf die Situationen vor der Kamera zu reagieren. Das ist ein echter Mehrwert. Des Weiteren ist der Autofokus wesentlich schneller und präziser. Versteht mich nicht falsch das 100-400mm ist für seinen Preis ein hervorragendes Objektiv. Das 150-400mm ist allerdings eben deutlich besser.

Ergebnisse

Genug geschrieben. Es ist besser Bilder sprechen zu lassen als hier ein paar Beispielbilder die ich mit dem Objektiv aufgenommen habe. Hast Du Fragen lass es mich in den Kommentaren wissen.

Andere Erfahrungen

Andy Rousefotografierte mit dem Objektiv un Großbritannien und teilt seine Bilder und Gedanken hier.
Petr Bambousekfotografierte mit dem Objektiv in Costa Rica und teilt seine Bilder uns Erfahrungen hier. (Englisch)
Frank Fischerspricht mit mir über das Objektiv hier.
Peter ForsgardNette Einführung das Objektives bei YouTube. (Englisch)
Andreas GehHervorragender Tier- und Naturfotograf teilt seine ersten Erfahrungen auf seinem Blog.
Scott BourneSeine ersten Erfahrungen und Bilder findet ihr hier (Englisch)
Imaging ResourceSchöner Bericht über technische Details des Objektives hier. (Englisch)
Andre BossHervorragender Vogelfotograf spricht über seine persönlichen Erfahrungen mit dem Objektiv hier.

M.Zuiko Digital ED 100-400mm F5-6.3 IS

Diese Woche hat Olympus das M.Zuiko Digital ED 100-400mm F5-6.3 IS vorgestellt und ich hatte die Möglichkeit damit bereits zu fotografieren. Nachdem ich die ersten Bilder gemacht hatte, was ich persönlich sehr überrascht über die hervorragende Bildqualität. Es handelt sich schließlich um ein sogenanntes Standardobjektiv und nicht um ein Pro Objektiv. Dennoch ist an der Bildqualität nichts auszusetzen, Auch an der Geschwindigkeit und der Präzision des Autofokus ist nichts auszusetzen. Die technischen Daten sind ausführlich auf vielen Webseiten beschrieben worden, deshalb will ich auf diese hier überhaupt nicht eingehen. Meine Intention hier ist über die Erfahrungen, die ich mit dem Objektiv gemacht habe zu teilen und zu beschreiben.

Lichtstärke

Das Objektiv ist mit einem Blendenbereich von 5-6.3 nicht gerade Lichtstark, weshalb man als Fotograf bei schlechten Lichtbedingungen dazu gezwungen wird die Empfindlichkeit der Kamera zu erhöhen. Ich habe mit einer Olympus OM-D E-M1 Mark III fotografiert und dabei Empfindlichkeiten bis zu 6400 ISO verwenden und bin durchweg mit den Ergebnissen zufrieden. Muss man also nicht gerade schnell bewegte Objekte bei sehr schlechten Lichtverhältnissen fotografieren, ist das Objektiv sehr gut geeignet. An die Grenzen kommt es wenn die Lichtsituation nicht ideal ist.

Beispielbild aufgenommen mit dem M.Zuiko Digital ED 100-400mm F5-6.3 IS
Beispielbild aufgenommen mit dem M.Zuiko Digital ED 100-400mm F5-6.3 IS

Brennweitenbereich M.Zuiko Digital ED 100-400mm F5-6.3 IS

Mit einem Brennweitenbereich von 100-400mm ist das Objektiv hervorragend für die Tierfotografie und im speziellen der Fotografie von Vögeln geeignet. Das Objektiv liefert einen Bildwinkel, der dem eines 200-800mm für das Kleinbildformat entspricht. Zusätzlich können die 1.4x und 2.0x Telekonverter von Olympus verwendet werden. Dadurch erreicht man einen Bildwinkel, dem Kleinbildformat entsprechend, von bis zu 1600mm. Dies hilft zusätzlich Bilder aus einer großen Entfernung aufzunehmen, was natürlich vor allem hilfreich bei Tieren, die scheu sind. Die Ergebnisse sind sowohl mit dem MC-14 als auch mit dem MC-20 sehr ansehnlich. Der Nachteil ist, dass man mit den Konvertern 1 bzw. 2 Blendenstufen an Lichtstärke verliert und so noch mehr Licht für die Aufnahme haben sollte, wenn man nicht zu sehr die Empfindlichkeit erhöhen will.

Beispielbild aufgenommen mit dem M.Zuiko Digital ED 100-400mm F5-6.3 IS

Makro Eigenschaften

Neben der herausragenden Teleobjektiveigenschaften hat das Objektiv auch noch einen sehr geringen Fokusierabstand. Dadurch kann das Objektiv auch hervorragend für Makrofotografie eingesetzt werden. Durch den geringen Aufnahmeabstand bekommt man eine sehr geringe Schärfentiefe, was zu einer sehr schönen Freistellung führt. Hier ein paar Bilder die mit geringem Aufnahmeabstand entstanden sind.

Makroaufnahme aufgenommen mit dem M.Zuiko Digital ED 100-400mm F5-6.3 IS
Makroaufnahme aufgenommen mit dem M.Zuiko Digital ED 100-400mm F5-6.3 IS
Makroaufnahme augenommen mit dem M.Zuiko Digital ED 100-400mm F5-6.3 IS
Detailaufnahme aufgenommen mit dem M.Zuiko Digital ED 100-400mm F5-6.3 IS

Bildstabilisierung des M.Zuiko Digital ED 100-400mm F5-6.3 IS

Das Objektiv verfügt zwar über eine Bildstabilisierung, aber im Gegensatz zu dem M.Zuiko Digital ED 300mm F4 IS PRO, unterstützt es kein Sync IS, bei dem die Stabilisierung von Objektiv mit der der Kamera zusammenarbeitet. Die Bildstabilisierung ist also nicht ganz so effektiv. Wenn man Olympus Kameras mit dem Objektiv einsetzt gibt es dennoch eine Verbesserung der Bildqualität wenn sowohl die Bildstabilisierung an Objektiv und an Kamera eingeschaltet ist. Dann übernimmt das Objektiv die Verschwenkachsen und die Kamera korrigiert die Rotationsbewegung, die hauptsächlich durch das Drücken des Auslösers entsteht.

Fazit

Das Objektiv ist für alle die eine lange Brennweite zu einem fairen Preis suchen ist das M.Zuiko Digital ED 100-400mm F5-6.3 IS perfekt geeignet. Mit den zusätzlichen Makroeingenschaften bietet das Objektiv einen Mehrwert und macht das es universell einsetzbar und die perfekte Ergänzung für jeden Fotorucksack. Der einzige Wermutstropfen ist die Lichtstärke, welche das Einsatzgebiet des Objektives für schlechte Lichtverhältnisse einschränkt. Für ein lichtstärkeres Objektiv muss man aber wesentlich mehr Geld auf den Tisch legen.

Wasservögel in der Stadt fotografieren

Im Allgemeinen denkt man in der Stadt nicht unbedingt daran Bilder von Wasservögeln in freier Natur zu machen. Doch ist es gerade im Frühjahr recht einfach hier schöne Bilder zu machen. In den meisten Städten findest Du einen Fluss, ein See oder andere Gewässer in denen auch meisten Wasservögel zugegen sind. Viele versuchen die Vögel vom Ufer aus abzulichten. Begibst du dich aber auf das Wasser bekommst du die Vögel aus einer anderen ungewöhnlichen Perspektive zu Gesicht.

Mit dem Kanu kommst den Vögeln sehr nahe. Außerdem hast du die Möglichkeit die Vögel auf Augenhöhe zu fotografieren.

Allerdings braucht man auch hier ein Objektiv mit langer Brennweite. Ansonsten kommst du den Vögel zu nahe. Sie folgen dann ihrem Fluchtinstinkt und fliegen weg.

Ich hatte eine OM-D E-M1 Mark III mit einem M.Zuiko Digital ED 40-150mm F2.8 mitgenommen. Diese Kombination hatte zur Sicherheit in einem Pelicase verstaut. Man weiß schließlich nie ob man vielleicht doch mal kentert und dann das Equipment plötzlich im Wasser liegt. Da diese Kombination schön klein und leicht ist, war es auch kein Problem diese im Kanu mitzuführen. Bei Bedarf konnte ich das Equipment aus dem verschlossenen Pelicase holen.

Wie fotografiere ich am Besten

Von einem Boot aus zu fotografieren ist etwas anderes als an Land. Zunächst einmal ist es wesentlich schwieriger die Perspektive zu ändern, da das Manövrieren schwer ist. Außerdem ist das Boot eigentlich immer in Bewegung, auch wenn man nicht fährt.

Deshalb ist es am besten wenn Du Dich den Tieren nur sehr langsam näherst und schon sehr frühzeitig aufhörst zu paddeln. Während sich Dein Boot den Vögeln langsam nähert hast Du genügend Zeit bereits Bilder zu machen.

Da sich das Bild ständig bewegt ist es dabei schwer die Kamera ruhig zu halten. Da hilft natürlich die Bildstabilisierung der E-M1 Mark III enorm. Sollte Deine Kamera keine Bildstabilisierung haben, dann empfehle ich eine kurze Belichtungszeit einzustellen.

Ich selbst arbeite in diesen Fällen mit Blendenpriorität. Damit stelle ich sicher, dass der Hintergrund unscharf wird und der Vogel so besser zu Geltung kommt. Bei der Gestaltung der Bilder achte ich darauf möglichst nahe an der Wasseroberfläche zu fotografieren. Somit ist der Betrachter näher an den die Vögel dran. Eine Perspektive, die normalerweise nicht erlebt werden kann.

Das Wichtigste neben den Einstellungen und Perspektiven ist allerdings, dass man viel ausprobiert und experimentiert, wie man die Bilder am besten macht. Die Theorie ist das eine die Praxis aber etwas anderes und ohne Fehler zu machen lernt man nichts dazu. Viel Spaß beim Ausprobieren.

Ein Kurztrip zu den Großen Fünf / Botswana Teil 2

Botswana Moreni Game Resort

Vom Hwange Nationalpark in Zimbabwe ging es mit dem Flugzeug zurück an die Viktoria Wasserfälle und von dort aus nach Kasane in Botswana. Bevor wir nach Botswana flogen war der Pilot so freundlich eine Runde über der Viktoria Wasserfällen zu drehen. Ein sehr beeindruckender Anblick, auch wenn im November der Wasserstand nicht sehr hoch ist. Von Kasane sind wir in das Moreni Game Ressort geflogen. Dort hatte ich die Ehre im Camp Mombo von Wilderness Safaris übernachten zu dürfen. Hier wird man mit einem liebevollen Bild aus Kaffeebohnen auf der Bettdecke begrüßt. Da fühlt man sich gleich sehr willkommen.

Bild der liebevollen Begrüßung im Zimmer in Mombo

Game Drive

Wie bereits in Zimbabwe haben wir aber nicht viel Zeit verbracht um unser Unterkunft kennenzulernen, sondern sind gleich auf einen Game Drive gefahren. Das Okavango Delta ist noch wesentlich beeindruckender als der Hwange Nationalpark in Zimbabwe. Nicht nur was die Tiervielfalt angeht sondern auch landschaftlich. Da wir zum Beginn der Regenzeit unterwegs waren, hatten wir Glück und sahen die ein oder andere beeindruckende Wolkenformation. Bei dem Bild unten hatten wir sogar die Hoffnung, dass sich ein Gewitter zusammenbraut und ich mit Live Composite einige Blitze aufnehmen kann. Diese Hoffnung erfüllte sich dann allerdings nicht.

Regenwolken sind zur Regenzeit in Botswana immer ein beeindruckender Anblick

Trotz der beeindruckenden Landschaft war unser gesamtes Augenmerk natürlich auf die Tiere gerichtet. Nach kurzer Zeit trafen wir auf eine Löwenfamilie die gerade ein Zebra erlegt hatten. Leider zu spät um die Jagd selbst zu beobachten, aber dennoch hoch spannend wie die Hierarchien in der Familie verteilt sind und wie sich die einzelnen Tiere verhielten.

Löwenfamilie beim verzehren eines Zebras
Löwe beim Zebra Lunch

Die Familie hatte auch Nachwuchs der ziemlich unbeholfen am Zebra knabberte und versuchte sich ein Stück zu sichern. Hier haben wir beinahe eine Stunde verbracht und die Zeit verging wie im Fluge. Kann mir nichts Spannenders vorstellen, als die Natur zu beobachten. Einiger meiner Freunde fragten, ob ich mich nicht ekelte, aber wenn man sich in der Wildnis befindet und Tiere in ihrer natürlichen Umgebung beobachtet ist das mehr als normal. Im Gegenteil, es war spannend zu beobachten.

Löwenkond versucht ein Zebra zu essen

Vögel in Afrika

Nachdem wir uns satt gesehen hatte sind wir weiter auf Suchfahrt gegangen, um weitere Tiere zu finden. Wie gesagt, wir waren in Botswana Anfang der Regenzeit und deshalb war im Okavango Delta beinahe kein Wasser. Die wenigen Wasserreste waren sehr begehrt nicht nur bei den Wasserbewohnern, sondern natürlich auch bei deren Fressfeinden, den Eisvögel. Einer meiner Lieblingstieren in Afrika. Bisher kannte ich nur den blauen Eisvogel, der in Europa vorkommt. In Afrika habe ich aber die Eisvogelgattung als solches lieben gelernt und an den Stellen, an denen die Fische sozusagen in einer Pfütze gefangen sind, fand man diese Tiergattung natürlich sehr einfach und konnte ihr verhalten sehr gut beobachten.

Pied Kingfisher am Wasser
Pied Kingfisher

Die Artenvielfalt der Vögel ist im Okavango Delta natürlich phänomenal und ein hervorragendes Gebiet um eine meiner Lieblingsfunktionen von Olympus OM-D Kameras zu verwenden. Pro Capture hilft natürlich enorm um genau den richtigen Moment beim Starten von Vögeln abzupassen. Einer der schönsten Vögelarten , neben den Eisvögeln, sind in meiner Augen die Bienenfresser.

Startender Bienenfresser
Startender Bienenfresser
Startender Bienenfresser