Kaffeetasse zu Hause fotografiert

Selbst wenn man kein Studioequipment besitzt und zu Hause ist, kann man mit einfachen Mitteln anspruchsvolle uns schöne Bilder machen. Als hervorragende Lichtquelle eignet sich jedes Fenster und mit ein wenig Kreativität kann man auch mit zu hartem Licht umgehen. Aber zunächst einmal zu meinem Bilder. Ich hatte mir vorgenommen eine Espresso Tasse mit frisch gebrühten, dampfenden Kaffee zu fotografieren. Hier zunächst einmal das Ergebnis.

Zunächst habe ich mir ein geeignetes Fenster gesucht durch, dass genügend Licht gefallen ist und habe mein Set aufgebaut. Als Untergrund diente ein Holzbrett aus der Küche. Als schwarzer Hintergrund ein Stückstoff, dass ich noch im Schrank gefunden habe. Theoretisch würde wahrscheinlich auch ein T-Shirt, Bettdecke oder ähnliches funktionieren. Da das Licht durch das Fenster zu hart war musste ich mir etwas einfallen lassen. Da ich keine Alternative hatte, habe ich Butterbrotbeutel auseinander geschnitten und mit Klebefilm ans Fenster geklebt. Ihr könnt dies ganz gut auf dem nächsten Bild erkennen.

Auf der anderen Seite seht ihr einen Aufheller den ich noch zu Hause hatte. Wenn man so etwas nicht zu Hause hat kann man alternativ auch ein einfaches weißes Blattpapier nehmen. Ein Kaffee ist schnell gemacht und die Tasse wie sie ist auch schnell ins Bild gestellt. Ich habe aber schnell festgestellt, dass der Dampf nach dem frischen Aufbrühen, nicht stark genug ist um im Bild sichtbar zu werden. Deshalb musste eine kreative Lösung her. Zunächst habe ich es mit einem Streichholz versucht aber der Rauch war leider zu stark und durch das Bewegen zu verwirbelt. Er sah unnatürlich aus. Dann kam mein Sohn auf die Idee eine Kaffeebohne anzuzünden und brennen zu lassen bis sie glühte. Dies funktionierte ganz gut. Der Vorteil ist, dass man die Bohne in Ruhe hinter die Tasse legen konnte und der Rauch lange genug anhielt um ein Bild zu machen.

Schmuckaufnahme in der Küche

Wenn man zu Hause bleiben muss und den ganzen Tag nicht aus der Wohnung gehen soll, muss man sich ein wenig beschäftigen. Wieso sich nicht einfach in der Wohnung nach Dingen umsehen die zum Fotografieren geeignet sind. Ein schöner polierter Stein, der normalerweise nur rumliegt und der Ehering sind perfekte Objekte eine schöne Schmuckaufnahme zu machen.

Normalerweise verwendet man eine Glasoberfläche um eine Reflexion zu erreichen, aber was soll man machen, wenn man eine solche nicht zur Hand hat und man sie auch auf die Schnelle nicht besorgen kann. Wieso nicht ein iPad oder normales Tablet nehmen. Ist es ausgeschaltet hat es denselben Effekt wie eine Glasoberfläche.

Schnell ist ein kleines Fotostudio in der Küche eingerichtet und losgelegt. Glücklicherweise hatte ich noch einen Profoto C1 Plus im Hause, den mir Profoto geliehen hat, mit dem man durch sein Dauerlicht eine schöne Beleuchtung zaubern konnte.

Für die Aufnahme selbst habe ich eine E-M1 Mark III mit dem M.Zuiko Digital ED 60mm F2.8 genommen und mit offener Blende fotografiert. Die geringe Schärfentiefe konnte ich durch das eingebaute Fokusbraketing ausgleichen. Nach einer Stunde Arbeit war ich mit dem Ergebnis ganz zufrieden.