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Familien Safari in Botswana

Sunset Camp Pelo

Seitdem ich in 2017 und 2019 in Zimbabwe und Botswana alleine auf Safari war, wollte ich meiner Familie die gleiche Erfahrung geben. Ich bin dieses Jahr 50 geworden. Deshalb wollte ich etwas besonderes machen. Statt eine große Feier zu machen, entschieden wir und für eine Familien Safari. Wir entschieden uns mit Wilderness Safaris und Botswana. Bei meinen ersten Reise waren die Erfahrungen mit Wilderness Safaris herausragend. Botswana bietet auf relativ kleinem Raum tolle Möglichkeiten Tiere zu sehen.

Die Reiseroute der Familien Safari

Unser Reiseplan sah folgendermaßen aus. Drei Camps in 7 Tagen. Pelo, das erste Camp, liegt auf einer Insel in Form eines Herzens. Daher auch der Name, Pelo heist in Sezuana Herz. Tubu Tree folgte darauf. Es liegt ebenfalls in der Jao Consession und ist bekannt für Leoparden. Das dritte und letzte Camp war Duma Tau, welches direkt am Linyanti Fluss liegt. Alle drei Camps hatten ihren Charm und waren total anders von Landschaft und den Tieren, die wir gesehen haben.

Landschaftsaufnahme in der Nähe von Camp Pelo. Aufgenommen während einer Fahrt mit dem Mokorro

Die Anreise zur Familien Safari

Die Anreise von Hamburg ging über Zürich nach Johannesburg. Von dort aus fliegt man nach Maun, welches das Tor zum Okavango Delta ist. Interessanter Weise ist Maun, bezüglich Flugbewegungen, der zweitgrößte Flughafen in Africa. In Maun wurden wir bereits von Wilderness Safaris in Empfang genommen. Von Maun ging es mit einer kleinen Chesna mit 12 Sitzplätzen in den Bush. Insgesamt hat die Reise ca. 20 Stunden gebraucht.

Pelo unser erstes Camp

Im Bush landet man auf einer kleinen Piste die Airstrip genannt wird. Ein Mitarbeiter vom Camp wartete schon um uns abzuholen und ins Camp zu bringen. Die Fahrt nach Pelo ein Erlebnis. Auf dem Weg zur Bootsstation, wie oben erwähnt liegt Pelo auf einer Insel, sehen wir Giraffen, Büffel und die sehr seltenen Wildhunde. Nach dem Umstieg ins Boot geht es sehr gemütlich Richtung Camp. Am Wegesrand viele Vögel und unser erstes Krokodil. Am Camp angekommen, wurden wir vom Campmanager Abo herzlich empfangen. Hier bekamen wir erst einmal einen Willkommensdrink und einen kleinen Snack. Nach einer kurzen Sicherheitseinweisung wurden und die Zimmer gezeigt. Ein Traum mit viel Platz und einer Außendusche.
Das Highlight des Camps ist allerdings die Toilette im Gemeinschaftbereich. Eine Toilette mit einem solchem Ausblick findet man nur selten. Abends beim Abendessen lernten wir unseren Guide Chaplin kennen und erfuhren, dass neben uns nur noch ein weiterer Gast im Camp war.

Sonnenuntergang im Camp Pelo. Der perfekte Start für eine Familien Safari

Pelo der zweite und dritte Tag


Am nächsten Tag fuhren wir also zu fünft los. Im Bush fängt der Tag sehr früh an. Frühstück kurz vor Sonnenaufgang so gegen 5:30 Uhr. Um 6 Uhr fährt man bereits los. Die Tiere sind Mittags wenn es heiß ist träge. Ruhen sich aus. Deshalb ist es sinnvoll früh loszufahren um die Tiere in Aktion zu erleben. Auch am zweiten Tag durften wir viele Tiere sehen. Was für mich am beeindruckendsten war, sind die Mengen an afrikanischen Fischadlern, die wir gesehen haben. Nach dem fünften wird es langsam beeindruckend. Es zeugt auch davon wie groß da Nahrungsangebot im Okavango Delta ist. Den obligatorischen Sundowner am Abend haben wir mit Flußpferden verbracht. Nur wenige Meter von uns entfernt genossen sie wie wir den Sonnenuntergang. Ein beeindruckendes Erlebnis.

Am dritten uns letzten Tag in Pelo hatten wir uns entschieden eine Mokorrofahrt zu machen. Das Mokorro ist ein traditionelles Boot, ein Einbaum, mit dem man in seichten Gewässern fahren kann. Es ist die entspannendste Art sich Tiere im Okavango Delta anzuschauen. Da du dich damit langsam fortbewegst sieht man nicht nur die großen Tiere sondern eben auch die Kleinigkeiten. Dazu hatten wir mit Chaplin auch einen hervorragenden Guide an der Seite, der uns auch Einges über die Natur erzählen konnte. Dann war es allerdings auch schon wieder so weit, dass wir Pelo in Richtung Tubu Tree verlassen mussten.

Vom Schilf startender Eisvogel.

Zweite Station Tubu Tree

Tubu Tree ist gegenüber Pelo ein großes Camp und hatte auch mehr Gäste. Bei Flut steht es direkt am Wasser. Da diese aber noch nicht voll ausgeprägt war konnten wir das nur Ahnen. Trotzdem liegt auch dieses Camp an einer wunderschönen Stelle im Busch. Alles Zimmer haben eine eigene Terrasse mit der man auch über die Mittagszeit die vorbeiziehenden Tiere beobachten konnte. Der Ablauf ist in allen Camps derselbe. Man hat zwei Game Drives, einen morgens gegen 6 Uhr und den anderen Nachmittags gegen 15:30 Uhr.
Gegenüber Pelo ist die Tierwelt in Tubu Tree, obwohl es nur 5 Flugminuten entfernt ist, ein wenig anders. Hier gibt es weniger Wasser und deshalb auch weniger Vögel. Dafür gibt es eben mehr Landtiere und bereits am ersten Nachmittag konnten wir uns über Giraffen, Büffel und Zebras freuen. Ein Leoparden, für die das Camp bekannt ist aber leider nicht. Das sollte sich aber am zweiten Tag ändern.

Giraffe vor Sonnenuntergang in der Nähe von Camp Tube Tree

Tubu Tree der zweite Tag, ein Treffen mit den Leoparden

Bereits beim Frühstück merkte man unserem Guide Delta an, dass er Lust hatte los zu fahren. Er wollte uns nicht einmal die Zeit geben einen Tee zum Frühstück zu bekommen. Dies hatte seinen Grund. Er hatte bereits die Information bekommen, dass ein Leopard in der Nähe des Camps gesichtet wurde. Dies bedeutet allerdings nicht gezwungener Maßen, dass wir diesen auch zu Gesicht bekommen werden. Schließlich sich Leoparden Einzelgänger. Deshalb können sie sich auch gut verstecken. Bei der Fahrt waren deshalb alle Sinne auf Alarmbereitschaft. Fährten wurden gelesen und den Alarmsignalen der anderen Tiere gelauscht. Zusätzlich waren alles Guide über Funk miteinander im Kontakt. Natürlich war es aber auch so, dass wir während der Suche nach dem Leoparden auch andere Tiere gesehen haben.

Elefantenherde in der Nähe von Tuba Tree


Unter anderen eine Elefantenherde. Unter den Erwachsene ein frisch geborenes Elefantenkind. So jung, dass es noch nichts mit dem Rüssel anzufangen wusste. Also versuchte es mit dem Mund zu trinken. Ein Erlebnis, dass man so schnell nicht vergessen wird. Erinnerte ein wenig an ein Menschenkind, dass lernt mit Messer und Kabel zu essen. Dann trafen wir noch drei junge Löwen die noch mit ihrer Mutter durch die Lande zogen. Tagsüber ist davon natürlich nicht so viel zu sehen. Löwen jagen bevorzugt Nachts und tagsüber liegen sie lieber im Schatten. Dabei Ruhen sie sich aus.

Der erste Leopard auf unserer Familien Safari

Dann endlich, urplötzlich kam der Leopard aus dem Busch. Er zog etwa drei Meter von uns entfernt vorbei. Welch ein aufregender Moment. Vor allem für meinen Sohn und meine Frau, die noch nie einen Leoparden in freier Natur gesehen hatten. Dabei noch so nahe, dass man ihn beinahe streicheln konnte. Es war allerdings eine kurze Begegnung, weil er gleich wieder im dichten Busch verschwand. Leider war es unmöglich im zu folgen. Nach einem langen Tag und einem, wieder einmal, unglaublichen Sonnenuntergang fuhren wir zurück ins Camp. Hier erwartete uns noch eine Überraschung. Es war schon dunkel und wir waren kurz von dem Camp. Plötzlich kreuzte eine weiter Leopardin die Autoscheinwerfer. Es war die Mutter, des Leoparden den wir am Tag getroffen hatten. Sie hatte ihren Sohn im Camp auf die Welt gebracht. Deshalb ist sie des öfteren immer noch in der Nähe.
Die gesamte Geschichte findet ihr in der Geschichte “Tubu Tree – A Leopard’s Safe Haven” von Suzi Eszterhas auf dem Wilderness Safaris Blog. Spannend zu lesen, zeigt es doch wie sehr die Camps von Wilderness Safaris in die Natur integriert sind.
Nach weiteren tollen Erlebnissen war es Zeit die zweite Station unserer Familien Safari zu verlassen und nach Duma Tau weiter zu reisen.

Leopard in der Nähe von Camp Tuba Tree

Duma Tau die dritte und letzte Station unserer Familien Safari

Duma Tau liegt am Ufer des Linyanti Flusses und ist ungefähr 45 Minuten Flugzeit entfernt von Tubu Tree. Es handelt sich hierbei um ein Premium Camp von Wilderness Safaris. Somit handelt es sich um die höchste Camp Kategorie die Wilderness Safaris anbietet. Das merkt man bereits bei der Abholung vom Flugzeug. Statt drei Sitze pro Reihe haben die Geländewagen nur zwei Sitze pro Reihe. Es gibt also wesentlich mehr Platz. Auch das Camp ist viel großzügiger gestaltet. In Duma Tau hatten wir ein Familienzelt. Welches neben einem Schlafzimmer für mich und meine Frau auch ein Schlafzimmer für unseren Sohn hatte. Zusätzlich gab es einen Gemeinschaftsbereich und einen privaten Pool. Den haben ich und mein Sohn natürlich ausführlich genossen.

Duma Tau und Elefanten die den Fluß überqueren

Elefanten überqueren Flüsse an stellen, die sie und ihre Vorfahren schon kennen. Duma Tau ist genau an einer solchen Stelle erbaut. Dabei wurden die Wege der Elefanten frei gelassen. Ergebnis ist, dass die Tiere gerne mal durch das Camp wandern. Hierfür haben die Wege extra einen Durchlass. Sollte ein Elefant diesen queren während man auf dem Weg ins sein Zelt ist, hat dieser natürlich Vorfahrt. Das schöne dabei ist, dass du eigentlich immer Elefanten siehst wenn du auf der Terrasse bist. Das die Tiere so entspannt sind zeigt auch, dass sie durch das Camp nicht gestört werden.

Elefanten überqueren den Linyanti in der Nähe von Duma Tau

Leoparden und brüllende Löwen und Löwennachwuchs

Die Vegetation rund um Tubu Tree ist total anders als im Okavango Delta. Du siehst wesentlich mehr Bäume. Dennoch ist die Vielfalt an Tieren nicht geringer. Bereits bei der Abendausfahrt am ersten Tag hatten wir Glück. Wir trafen eine Leopardin auf einem Baum, die auf ihre Beute aufpasste. Da sie satt war, war sie auch sehr entspannt. Mindestens eine Stunde haben wir sie beobachtet. Beim Trinken, entspannen und herum lungern. Nie wurde es langweilig.

Leoparden entspannt auf dem Baum.

Wir haben auf unserer Familien Safari so gut wie alles gesehen. Alleine Geparden noch nicht. Deshalb habe ich unseren Guide See gefragt ob es welche in der Nähe von Duma Tau gibt. Er meinte, weiter im Osten wurden welche zwei Tage zu vor gesichtet. Deshalb machten wir uns am zweiten Tag in Richtung Osten auf. Die Hoffnung Geparden zu Gesicht zu bekommen. Diese Hoffnung wurde leider enttäuscht, dafür trafen wir eine Löwin mit drei Kindern an. Auch dies war ein Erlebnis. Vor allem zu sehen wie unterschiedlich die Charaktere der einzelnen Kinder war. Einer war mutig und immer vorne. Die anderen Beiden waren eher vorsichtig und versteckten sich vor uns sehr lange. Die Mutter war aber sehr entspannt. Deshalb trauten sich die Kleinen auch schnell wieder aus dem Gebüsch.

Löwin entspannt und passt auf den Nachwuchs auf.

Auf dem Weg zu der Löwenfamilie trafen wir noch eine einzelne Löwin. Sie hatte ihre Familie verloren und war auf der Suche. Sie folgte den Geruchsspuren und lauschte immer mal wieder. Da sie aber nichts hörte, brüllte sie um Kontakt aufzunehmen. Das geht ganz schön durch Mark und Bein. Ist aber höchst interessant. Die Antwort ließ nämlich nicht lange auf sich warten. Es stellte sich heraus, dass sie in die falsche Richtung unterwegs war. Sie drehte also um und verschwand im Dickicht.

Der letzte Morgen

Die ganze Reise war ein unvergessliches Erlebnis. Es wurde aber am letzten Tag noch abgerundet. Wir fanden noch einen Löwen, der augenscheinlich ein Flusspferd erlegt hatte. Er lag auf dem Rücken. Alles Viere von sich gestreckt. Er hatte offensichtlich so viel gefressen, dass er nicht mehr in der Lage war sich zu bewegen. Anders als wir Menschen müssen die Tiere essen wenn sie etwas erlegt haben. Sie wissen nie wann es wieder etwas zu Essen gibt.

Löwe ruht sich nach ausgedehntem Mittagessen aus

Dann war es Zeit zurück nach Maun zu fliegen und die Lange Rückreise über Johannesburg und Zürich anzutreten. Auf dieser kurzen Reise haben wir mehr erlebt als in manch anderer drei Wochenreise. Wir haben viel Neues gelernt und etliche Bilder gemacht. Es wird eine Reise sein die uns sehr lange in Erinnerung bleiben wird. Nicht nur wegen der Natur sondern auch wegen der Menschen die uns herzlich aufgenommen haben. Eines Tages werden wir sicherlich nach Afrika zurückkommen. Einen Zoo werden wir so schnell nicht wieder besuchen. Die Tiere in freier Natur zu erleben ist viel intensiver und spannender.

Was euch auch interessieren wird

Ich habe auch über meine erste Reise in 2017 im Blog “Kurztrip zu den großen Fünf” geschrieben” Es sind die Erlebnisse die mich inspiriert haben zusammen mit meiner Frau und meinem Sohne auf Familien Safari zu gehen.
Lasst mich in den Kommentaren wissen, wie ihre meinen kleinen Bericht fandet. Ich freue mich auch, wenn ihr hier eure Erfahrungen mit mir teilt.

AF Anpassungen mit der OM System OM-1

Die AF Performance der OM-1 wurde gegenüber dem Vorgängerkameras erheblich verbessert. Wieso das so ist und welche technologischen Schritte dazu geführt haben findet Ihr im Blogpost “OM System OM-1 Ai detection AF“. Dennoch könnt ihr die Performance des Autofokus noch verbessern in dem ihr die AF Anpassungen mit der OM System OM-1 verwendet.

Die Optionen zu AF Anpassung mit der OM System OM-1

Es gibt vier Stellschrauben mit denen ihr, ja nach dem was ihr aufnehmen wollt, die AF Performance verbessern könnt.

  1. Eigene AF Felder bestimmen
  2. C-AF Empfindlichkeit anpassen
  3. C-AF Mitten Priorität
  4. AF Voreinstellung

Die oben genannten Punkte haben alle ihren Einfluss auf die Performance des Autofokus Deshalb solltet ihr euch damit beschäftigen. Dabei ist es wichtig zu wissen welche Einstellung euch bei welcher Aufnahmesituation hilfreich ist.

Eigene AF Felder bestimmen

Neben den voreingestellten AF Felder kann der Anwender noch bis zu vier eigene Voreinstellungen in der Kamera einstellen. Dabei könnt ihr nicht nur die Größe und Form bestimmen sondern auch die Schrittgröße. Die Schrittgröße ist ein Wert der beeinflusst wie schnell ihr die AF Felder im Ausschnitt bewegen könnt. Somit beeinflusst dieser Wert auch deine Geschwindigkeit mit der du beim Fotografieren reagieren kannst. Zum Einstellen der AF Felder geht ihr wie folgt vor.

Bildschirmfoto vom Menü "AF-Feldmodus Einst. der OM System OM-1

1 Öffnet das Menü und geht im grünen AF Menü auf die 5. Seite und wählt dort “AF-Feldmodus Einst.” aus.

Bildschrimfoto vom OM-1 Menu, welches Hilfestellung gibt zur AF Anpassung mit der OM System OM-1 gibt.

2 Die “OK” Taste drücken und C1 anwählen und die rechte Kreuztaste drücken um das Einstellungsmenü zu öfnen.

Bildschrimfoto vom OM-1 Menu, zur Orientierung welche Optionen es in der Feldmodus Einstellung gibt

3 Stelle die Größe der Felder mit dem vorderen bzw. hinteren Einstellrad ein. Damit du die Schrittgröße verstellen kannst musst du einmal die “Info” Taste drücken.

Bildschrimfoto vom OM-1 Menu,

4 Bestätige mit der “OK” Taste und drück gleich noch einmal die “OK” Taste um die Einstellungen auch zu aktivieren.

Welche Einstellungen sind hilfreich bei AF Anpassungen mit der OM System OM-1

Wie können dir diese Einstellungen jetzt helfen die AF Performance mit der OM System OM-1 zu verbessern? Na ganz einfach, in dem du bestimmte Bereiche beim Fokussieren ausblendest machst du es dem AF Algorithmus leichter. Zum Beispiel willst du Vögel im Flug fotografieren. Da ist es sehr wahrscheinlich, dass nur die obere Hälfte des Bildes für den AF relevant ist. Verwendest du nun AF Felder die über die ganze Breite gehen aber eben nur die obere Hälfte abdecken, hilft das dem Autofokus.

Fleigernder Silber Reiher

Eine weitere Möglichkeit ist es nur einen AF Punkt zu wählen, dies hilft beim Fokussieren kleiner Details, wie sie bei Makros auftreten. Des Weiteren ist ein einzelner AF Punkt auch hilfreich wenn man Vögel in Bäumen fotografieren möchte.

hier noch ein kurzer Film der zeigt wie ihr die Einstellungen vornehmen könnt.

C-AF Empfindlichkeit anpassen

Beim kontinuierlichen Autofokus kannst du einstellen wie empfindlich dieser reagieren soll. Dabei meint Empfindlichkeit die Reaktionsgeschwindigkeit mit der der Autofokus auf Änderungen reagiert. Zum Einstellen der C-AF Empfindlichkeit gehst du wie folgt vor.

Bildschirmfoto zur Einstellung der AF Empfindlichkeit der OM-1

1 Öffne das Menü und geht im grünen AF Menü auf die 3. Seite und wählt dort “C-AF Empfindlichkeit” aus.

Bildschrimfoto vom OM-1 Menu zur AF Anpassungen mit der OM System OM-1

2 Drücke die “OK” Taste und stelle die Empfindlichkeit von -2 bis +2 ein. Dabei verkürzt ein hoher Wert und verlängert ein kleiner Wert die Reaktionszeit.

Wann verwende welche Empfindlichkeit

Einen hohen Wert entweder +1 oder sogar +2 verwendest du immer dann wenn sich schnelle Veränderungen zu erwarten sind auf die der AF reagieren soll. Zum Beispiel wenn du ein Eichhörnchen fotografieren willst. Diese kleinen Tierchen sind verdammt schnell und du weißt nie wie es im nächsten Moment weitergeht. Auch der Autofokus muss in der Lage sein sich schnell an die Situation anzupassen.

Eichhörnchen im Baum. Beispielbild AF Anpassungen mit der OM System OM-1


Einen niedrigen Wert entweder -1 oder sogar -2 nimmst du immer dann wenn du willst das sich der Autofokus durch Veränderungen nicht gehört wird. Hier kann man ein Fußballspiel als Beispiel nennen. Die Kamera soll auf den Spieler fokussieren auch wenn mal ein anderer Spieler durch das Bild läuft. Gleiches gilt bei Vögeln im Flug, die eventuell mal von einem Baum verdeckt werden.

C-AF Mitten Priorität

Speziell wenn man größere AF Felder verwendet wird die C-AF Mitten Priorität zum Thema. Diese bestimmt welche der AF Felder zum Fokussieren verwendet werden. Die die C-AF Mitten Priorität aktiviert wird das zentrale AF Feld zum fokussieren bevorzugt. Nur wenn in mehr als nur einem der anderen Felder ein Änderung auftritt werden auch die anderen Felder berücksichtigt. Die C-AF Mitten Priorität stellst du wie folgt ein.

Bildschrimfoto vom OM-1 Menu zur AF Anpassungen mit der OM System OM-1

1 Öffne das Menü und geht im grünen AF Menü auf die 3. Seite und wählt dort “C-AF Mitten Priorität” aus.

Bildschrimfoto vom OM-1 Menu zur AF Anpassungen mit der OM System OM-1

2 Bestätige mit der “OK” Taste und wähle die AF Voreinstellungen aus die du mit der C-AF Mitten Priorität verwenden willst.

Wann ist die C-AF Mitten Priorität hilfreich

Die C-AF Mitten Priorität verhindert, dass die äußeren Felder zu häufig verwendet werden. Das ist immer dann hilfreich, wenn du dir sicher bist, dein Objekt gut verfolgen zu können. Es also immer im Zentrum deiner gewählten AF Punkte halten kannst.

AF Voreinstellung verwenden

Bei sich schnell bewegenden Objektiven ist Geschwindigkeit wichtig. Damit du erfolgreich bist, musst Du in der Lage sein schnell reagieren zu können. Hier hilft die die AF Voreinstellung. (eine seltsame Übersetzung im englischen wird sie Home Settings genannt) Mit Hilfe dieser Einstellung bist du in der Lage zu jeder Zeit zu deiner bevorzugen AF Felder Einstellung zu gelangen. Hierzu gehst du wie folgt vor.

Bildschrimfoto vom OM-1 Menu,

1 Öffnet das Menü und geht im gelben Zahnrad Menü auf die 1. Seite und wählt dort “Multifunktionswähler Einst.” aus

Bildschrimfoto vom OM-1 Menu,

2 Drückt die “OK” Taste und wählt die “Mitteltaste” aus

Bildschrimfoto vom OM-1 Menu,

3 Drück noch einmal die “OK” Taste und wählt hier “HP” (steht für Home Position) aus. Bestätigt dies mit der “OK” Taste

Nun kehr die Kamera immer zu den Standardeinstellungen zurück sobald du die mittlere Taste des Multifunktionswähler drückst. Sollte dir die Standard Voreinstellung nicht gefallen, kannst du sie folgendermaßen anpassen

Bildschrimfoto vom OM-1 Menu,

1 Öffnet das Menü und geht im grünen AF Menü auf die 5. Seite und wählt dort “Voreinstellung” aus.

Bildschrimfoto vom OM-1 Menu,

2. Drück die “OK” Taste und definiere welche AF Feldereinstellung und welche Position du als Voreinstellung für den Autofokus willst.

Hier noch ein kleiner Film der dich zusätzlich zur Beschreibung noch durch das Menü führt. Dabei zeige ich dir wie du die Voreinstellungen machen kannst.

E-M1 Mark III und E-M1X

hast du keine OM-1 sondern entweder eine E-M1 Mark III oder E-M1X? Dann findest du die Anleitung in meinem Blogpost “AF Punkte personalisieren

USB-RAW Processing in OM Workspace sinnvoll?

OM Workspace ist eine RAW Datenentwickler der jeder Besitzer eine Olympus / OM System Systemkamera kostenlos herunterladen und verwenden kann. Da es sich um die Haus eigene Software handelt, die bei jeder Produktvorstellung aktualisiert wird, ist es jeweils der ersten und oft auch für einige Zeit der einzige RAW Datenentwickler der es ermöglicht mit RAW Daten zu arbeiten. Neben der Möglichkeit den Prozessor deines Rechners zum Berechnen der RAW Daten zu verwenden, gibt es bei OM Workspace schon seit einiger Zeit die Möglichkeit auch den Prozessor der Kamera zum Entwickeln der RAW Daten zu verwenden. In den sozialen Netzwerken und den einschlägigen Foren wird heftig diskutiert, ob und wann es Sinn macht den Kameraprozessor zum Entwickeln der RAW Dateien zu verwenden und wann nicht. Ich will hier versuchen ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen.

Bild einer OM-1

Was ist USB-RAW Processing in OM Workspace?

Ein Prozessor in einer Kamera hat andere Aufgaben als ein Prozessor in einem Computer. Deshalb sind diese vom Konzept und Aufbau sehr unterschiedlich. Ein Kameraprozessor ist sehr auf die Aufgaben die in einer Kamera anfallen optimiert. Die Bedienung der Kamera muss zu jeder Zeit möglich sein. Die Funktion einer Kamera muss möglichst ohne Verzögerung gewährleistet sein. Deshalb haben Kameraprozessoren spezielle Regionen, die ausschließlich für Bildverarbeitung zuständig sind. Deshalb kann ein Kameraprozessor die Bildverarbeitung schneller abarbeiten als ein Prozessor in einem Computer der auf generelle Aufgaben optimiert ist. Aus diesem Grund hat OM Workspace die Möglichkeit den Prozessor der Kamera zum Entwickeln der Bilddaten zu verwenden.

Wie kann ich USB-RAW Processing verwenden?

Damit du USB-RAW Processing in OM Workspace verwenden kannst musst du zum Einen Olympus Workspace installiert haben und zum Anderen eine Kamera (kompatible Kameras sind: E-M1 Mark III; E-M1 Mark II, E-M1X und die OM-1) über USB an deinem Rechner angeschlossen und eingeschaltet haben. Dabei ist es wichtig, dass du die Kamera anschließt, mit der du auch die Bilder aufgenommen hast. Wichtig ist, dass du die Kamera im Modus “RAW/Control” betreibst, ansonsten ist die Software nicht in der Lage USB-RAW Processing anzubieten. Außerdem solltest du darauf achten, dass die Kamera direkt an den Computer angeschlossen ist und du keinen USB Hub verwendest.

Nachdem du die Software gestartet hast kannst du nun in der Software entweder in der Menüleiste USB-RAW Processing aktivieren.

Bildschirmfoto wo sich USB-RAW Prozessing in OM workspace aktivieren lässt

Oder für den Fall, dass du USB-RAW Processing ausschließlich verwenden willst in, dies OM Workspace in den Optionen mitteilen.

Bildschrimbild der Optionen in OM Workspace

Hast du dass alles gemacht verwendet die Software den Kameraprozessor um die Bilder zu entwickeln.

Wann macht es Sinn USB-RAW Processing zu verwenden und wann nicht?

Im FalleHast Du einen Rechner der neusten Version von Apple die von Rechnerleistung nur so strotzen? Dann mach USB-RAW processing nur Sinn wenn Du dieselbe Bildqualität wie aus der Kamera bekommen willst. In allen andere Szenarien, wird das Entwickeln mit dem Kamerasensor schneller vonstattengehen als mit dem Prozessor deines Computers. Ich habe ein Macbook Pro aus dem Jahre 2018. Das Entwickeln mit dem Kameraprozessor ist 10x schneller als mit dem Intel Prozessor. Wenn du selbst einschätzen willst ob es bei dir Sinn macht oder nicht, kannst Du einen einfachen Test. Freue mich, wenn ihr eure Erfahrungen in den Kommentaren mit mir teilt.

Fokus Stacking und Fokus Braketing

Normalerweise versucht man in der Fotografie ein Objekt mit Hilfe möglichst kleinem Schärfebereich von Hintergrund zu separieren. Dies hilft dabei den Blick des Betrachters. auf den wichtigen Teil des Bildes zu lenken. Es gibt aber Situationen in denen die Schärfentiefe zu klein ist und erweitert werden muss. Das ist meistens dann notwendig wenn man Makros macht uns sehr nahe am Objekt ist. Hierzu stellen viele Kameras von OM Digital Solutions das Fokus Stacking und das Fokus Bracketing bereit. Wie diese beiden Funktionen funktionieren und was sie unterscheiden will ich Euch hier aufzeigen.

Die Unterschiede zwischen Fokus Staking und Fokus Bracketing

Wenn Du Kameras der OM-D Reihe verwendest unterscheiden sich Fokus Bracketing von Fokus Stacking prinzipiell in zwei Punkten.

  1. Beim Fokus Stacking können maximal 15 Bilder gemacht werden. Bei Fokus Brackting können je nach Kamera bis zu 999 Bilder gemacht werden.
  2. Fokus Stacking liefert nach der Aufnahme eine JPEG Datei, die aus den verschiedenen Bildern zusammengesetzt ist. Zusätzlich bekommst Du noch die Einzelaufnahmen in RAW / JEPG. Fokus Bracketing dagegen liefert keine zusammengesetzte Datei sondern “nur” die einzelnen Bilder im eingestellten Format. Diese Bilder kannst du im Nachhinein mit Software zusammenfügen.

Mit beiden Methoden kannst du die Schärfentiefe deiner Bilder vergrößern. Focus stacking ist dabei einfacher zu handhaben. Das Ergebnis ist direkt nach der Aufnahme vorhanden. Die Kamera kann bereits vor der Aufnahme anzeigen wieviel vom Bild, durch das Zusammenfügen, verloren geht. Fokus Bracketing dagegen ist dann sinnvoll wenn die Anzahl der Bilder, die beim Fokus Stacking verfügbar sind, nicht ausreichen.

Zu guter Letzt ist noch wichtig zu wissen, dass Fokus Bracketing mit allen Micro Four Thirds Objektiven, die Autofokus unterstützen, verwendbar ist. Bei Fokus Stacking aber nur kompatible Objektive verwendet werden können. Welche dass sind, hängt von der Kamera, die ihr verwendet ab. Dies wird bei der Vorstellung neuer Objektive auch immer wieder angepasst. Deshalb schaut Ihr am besten auf den Webseiten von OM Digitalsolutions nach.

Die Einstellungen für Fokus Stacking

Bildschrimfoto E-M1X Shooting Menu 2 Bracketing

Im “Aufnahmemenü 2” gibt es den Eintrag “Belichtungsreihe”. Wähle es aus und navigiere zu “Focus BKT” und öffne das Menü in dem du die Kreuztaste nach rechts drückst.

Bildschrimfoto E-M1X Fokus Bracketing aus

In dem du hier Fokus Stacking ein oder aus machst, kannst du hier auswählen ob du “nur” Fokus Bracketing verwenden willst, oder die Bilder die aufgenommen wurden gleich in der Kamera zusammensetzen werden sollen.

Bildschrimfoto E-M1X Anzahl der Aufnahmen für Fokus Bracketing

Die Anzahl der von dir gewünschten Aufnahmen kannst du über “Anzahl der Aufnahmen” wählen. Hast du dich dafür entschieden die Bilder bereits in der Kamera zusammensetzen zu lassen, sind hier maximal 15 Bilder möglich.

Bildschrimfoto E-M1X Fokusunterschied

Desweiteren kannst du mit “Fokusunterschied” wählen wie groß der Fokusabstand zwischen den Bilder sein soll.

Welchen Wert du hier einstellen musst hängt von Abstand von Objekt, Blende und Brennweite ab. Deshalb kann man auch nicht pauschal sagen welcher Wert hier der beste ist. Deshalb empfehle ich dir mit der Standardeinstellung 5 zu starten. Ändere nur dann etwas wenn du siehst das im finalen Bild etwas nicht passt. Als Anhaltspunkt habe ich mal die Abstände der Fokuspunkte für den Fall ermittelt, dass du mit dem M.Zuiko Digital ED 60mm F2.8 Macro an der Naheinstellungsgrenze, mit offener Blende F2.8, fotografierst.

SchrittgrößeFokusabstand auf Objektebene
10.2 cm
20.3 cm
30.5 cm
40.7 cm
50.8 cm
61 cm
71.1 cm
81.3 cm
91.4 cm
101.5 cm
Bildschrimfoto E-M1X Ladezeit

Solltest zu einen externen Blitz verwenden ist es sinnvoll die Blitzladezeit entsprechend einzustellen. Das verhindert, dass die Kamera eine neue Aufnahme macht obwohl der Blitz noch nicht wieder geladen ist.

Achtung:
Da Fokus Stacking den elektronischen Verschluss verwendet, ist in den Standardeinstellungen der Biltz deaktiviert. Wenn Du diesen verwenden willst musst Du Ihn zunächst im “Aufnahmemenü 2” unter “Anti-Schock/Lautlos” aktivieren.

Bildschirmfoto E-M1X Antischock

Zum Abschluss noch eine kleine Animation von Bildern die mit unterschiedlichen Schärfeeinstellungen aufgenommen wurden.

Nach dem Zusammensetzen der einzelnen Bildern sieht das Endergebniss dann so aus. Die Schärfentiefe ist gegenüber einem einzelnen Bild erheblich vergrößert.

Endergebnis eines Bildes welches mit Fokus Stacking erstellt wurde.
Aus 15 Einzelbildern zusammengesetztes Bild

Wenn ihr Anregungen oder Kritik habt freue ich mich über einen konstuktiven Kommentar.

M.Zuiko Digital ED 20mm F1.4 PRO vorgestellt

Nachdem OM Digital Solutions am 27. Oktober die neue Brand OM System vorgestellt hat, ist das M.Zuiko Digital 20mm F1.4 PRO das erste Produkt, welches sich mit der neuen Marke schmücken darf. Zukünftige Produkte von OM Digital Solutions werden dann auch unter der Marke OM System veröffentlich. Die Marke Olympus wird über die Zeit neuer Produktvorstellungen langsam verschwinden. Einige Nostalgiker werden dass sicherlich nicht gut finden. Mir persönlich ist die Marke die auf dem Produkt steht relativ egal, solange die Qualität stimmt.

Bild des Völkerschlachtdenkmals in Leipzig
Völkerschlachtdenkmal Leipzig

Haptik und Design

Da das Objektiv „PRO“ im Namen trägt sieht es äußerlich den anderen „PRO“ Objektiven von OM Digital Solutions sehr ähnlich. Wie beim 12-45mm Objektive lag der Fokus der Entwicklung allerdings auf einer möglichst kleine Größe. Deshalb besitzt es weder einen Fokus Clutch noch einen L-Fn Funktionsknopf. Es fühlt sich sehr hochwertig and und der Fokusring machte einen soliden und verlässlichen Eindruck. Genauso wie man des von einem Objektiv der PRO Serie erwarten kann. Im Gegensatz zu den F1.2 Objektive hat die Streulichtblende keinen Knopf der sicherstellt, dass die Streulichtblende nicht ausversehen verloren  geht. Sie rastet allerdings am Endpunkt sehr solide ein. Ich habe nicht den Eindruck, dass sie sich einfach von alleine lösen wird.

Wetterbeständigkeit

Wie on OM Digital Solutions gewöhnt bringt das Objektiv einen sehr guten Staub- und Spritzwasserschutz mit sich. Es kann auch in Temperaturen unter 0°C verwendet werden. Auch hier entspricht es dem „PRO“ Standard. Nach dem 150-400mm F4.5 und dem 8-25mm F4 ist des das dritte Objektiv, welches auch über ein Fluorine Coating verfügt. Dies vereinfacht die Reinigung der Frontlinse wesentlich, da Flüssigkeiten durch das Coating auf der Oberfläche nicht mehr haften können.

Sonnennaufgang in Seevetal
Sonnenaufgang Seevetal

Brennweite und Bildwinkel

Mit 20mm bietet das Neues M.Zuiko Digital ED 20mm F1.4 PRO einen Bildwinkel von 57°. Das entspricht einem sogenannten Normalobjektiv, das dem menschlichen Blickwinkel, der sich zwischen 50° und 60° befindet, sehr gut nachbildet. Genau genommen handelt es sich hier sogar eher um ein Normalobjektiv als bei 25mm, welches einen Bildwinkel von 47° besitzt. Dennoch ist die Brennweite ein wenig gewöhnungsbedürftig, weil viele Fotografen entweder ein 25mm oder ein 17mm bevorzugen. Da OM Digitalsolutions aber hier bereits ein F1.2 und F1.8 Angebot hat, kann ich es durchaus nachvollziehen, dass das F1.4 Objektiv in dieser Brennweite vorgestellt wurde. Es ordnet sich also genau zwischen dem 17mm und dem 25mm Objektiven ein und liefert somit neue kreative Möglichkeiten.

Qualität und Geschwindigkeit vom Neues M.Zuiko Digital ED 20mm F1.4 PRO

Wie man es von einem PRO Objektiv erwarten kann, ist sowohl die Schärfe in der Mitte also auch am Rand hervorragend. Verzeichnungen an den Bildrändern sind weder in JPEG Files noch in RAW Dateien wahrnehmbar und gut unter Kontrolle. Auch konnte ich in den Bildern die ich gemacht habe keinerlei chromatische Aberration feststellen. Fehlerkorrektur eines Objektives ist das Eine, Bildcharakteristik das Andere. Mit einer maximalen Blendenöffnung von F1.4 ist es das 20mm nur gering lichtschwächer als die F1.2 Objektive. Du kannst mit dem Objektiv den Hintergrund hervorragend in der Unschärfe verschwinden lassen. Das 20mm Objektiv unterstützt das sogenannte „Feathered Bokeh“ welches einen weichen Übergang von Schärfe in den Unschärfebereich garantiert. Dadurch bekommst du einen schönen harmonischen unscharfen Hintergrund auch dann wenn sich Dinge mit harten Kanten im Hintergrund überlappen.

Zum Fokussieren wird bei OM Digital Solutions nur eine Linse bewegt, was gerade beim Kontrasautofokus enorme Vorteile bringt. Zum Fokussieren muss weniger Masse bewegen werden und somit sind Richtungsänderungen beim Fokussieren schneller möglich. Das merkst du auch in der Praxis, der Fokus ist sehr schnell und zuverlässig.

Magdeburger Dom aufgenommen mit dem M.Zuiko Digital ED 20mm F1.4 PRO
Magdeburger Dom

Fazit zum Neues M.Zuiko Digital ED 20mm F1.4 PRO

Auch wenn 20mm eine eher untypische Brennweite ist, findet man in der Historie doch einige Objektive die den Bildwinkel von 57° abdecken. So zum Beispiel das Olympus OM 40mm F2, welches in den 80er Jahren in wenigen Stückzahlen gebaut wurde. Aber auch andere Hersteller hatten bereits Objektive mit einem solchen Bildwinkel im Programm. Die Brennweite ist sehr flexibel einsetzbar. Sie eignet sich nicht nur für Street und Portraitaufnahmen sondern auch für Landschaft, Reportage und Dokumentation.

Durch die hohe Lichtstärke und die kurze Naheinstellungsgrenze eignet sich das Objektiv auch hervorragend Objekte vom Hintergrund abzuheben. Das sogenannte Feathered Bokeh läßt dabei den Hintergrund schön harmonisch wirken. Die Schärfe und Verzerrungskorrektur ist hervorragend. Das Objektiv trägt zu Recht „PRO“ in seinem Namen. Wer nicht noch mehr Lichtstärke und noch mehr Qualität benötigt und deshalb zu einem der F1.2 Objektiven greift, ist mit dem M.Zuiko Digital ED 20mm F1.4 PRO sehr gut bedient. Es hat zwar geringfügig weniger Lichtstärke, dafür ist es aber wesentlich leichter und kompakter ist.

Bild vom M.Zuiko Digital ED 20mm F1.4 PRO

Wenn Du das 20mm F1.4 im Vergleich mit den anderen Normalobjektiven von OM Digitalsolutions sehen willst findest du diesen im Artikel “Vergleich der OM System Normalobjektive”.