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Fotozubehör aus dem 3D Drucker

3D Rendering Mirco Four Thirds Gehäusedeckel

Schon einmal eine Blitzschuhabdeckung oder einen Obejktivdeckel verloren? Schnell passiert und dann kannst du dies entweder relativ teuer beim Hersteller bestellen oder ein wenig günstiger bei Drittherstellern bekommen. Ich habe mir allerdings neulich einen 3D Drucker gekauft und mich gefragt ob ich das Zubehör nicht einfach selbst herstellen kann. Hier will ich meine Erfahrungen teilen, wie ich Fotozubehör aus dem 3D Drucker erstellt habe.

Was wird benötigt um Fotozubehör mit den 3D Drucker herzustellen

Messschieber zum Vermessen der zu druckenden Objekte

Um dein Fotozubehör aus dem 3D Drucker zu bekommen, musst du zunächst einmal die Maße der Objekte vermessen. Hierzu verwendest du am besten einen Messschieber. Ich habe mir einen mit digitaler Anzeige wie diesen besorgt. Damit lassen sich die Maße einfach ermitteln und in der 3D Software verwenden.

3D Drucker

Zunächst einmal braucht man einen 3D Drucker. Heutzutage kein Problem mehr. Man bekommt bereits welche für unter 100 Euro. Ich habe mich für den Drucker MP10 Mini von Monoprice entschieden. Er kostete mich 189 Euro. Ein Betrag den ich bereit war zu investieren um mich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen.

Software zum Erstellen der 3D Daten

Zum Erstellen der 3D Daten braucht ihr noch eine Software. Hier gibt es viel Auswahl. Ich habe mich zunächst einmal für die Software Shapr3D entschieden. Eigentlich eine professionelle Software, die ich mit Einschränkungen kostenlos einsetzen kann. Ob du mit den Einschränkungen leben kannst oder nicht musst du selbst entscheiden. Detaillierte Informationen findet ihr auf deren Webseite.

Bildschirmfoto der Shapr3D Software
Shapr3D

Vorteil der Shapr3D Software ist, dass diese zu jeder Aufgabe kleine Erklärfilmchen hat, die es einem einfach machen die Software schnell und einfach zu lernen. Ihr bekommt das wie ich und mein 13 jähriger Sohn ziemlich schnell hin. Oben seht ihr die Blitzschuhabdeckung für eine Olympus / OM System Kamera, die mein Sohn erstellt hat.

Software zum Vorbereiten der Druckdateien

Sind die 3D Daten erst einmal erstellt müsst ihr die Datei für den Druck vorbereiten. Dabei wird das zu Druckende Objekt in Schichten, die gedruckt werden, unterteilt. Ich verwende dabei die kostenlose Software UItimaker Cura.

Bildschirmfoto der Cura Software mit Fotozubehör aus dem 3D Drucker
Bildschirmfoto der Cura Software mit Objektive- und Gehäusedeckel für die OM System Kameras

Hier sind die Einstellungen schon ein wenig komplexer. Dabei hängen die Einstellungen von vielen Parametern ab. Vor allem ist hier wichtig welches Filament mit welcher Drucker ihr verwendet und in welcher Auflösung ihr drucken wollt. Da kommt man um ein wenig experimentieren nicht herum. Das macht aber auch Spaß, weil du schnell zu Erfolgserlebnissen kommst.

Sehr wichtig ist wie die Objekte positioniert werden. Wie du im Bild oben erkennen kannst liegen sowohl Objektiv- als auch Kameradeckel auf der flachen Seite. Beim 3D Drucker kannst du nämlich nicht auf Luft drucken. Hätte ich die beiden Teile auf die andere Seite gelegt, müsste ich Stützstrukturen verwenden. Diese verbrauchen nicht nur zusätzliches Material und brauchen länger zum Drucken, sondern sind nicht so einfach zu entfernen. Außerdem hinterlassen sie unschöne Strukturen. Deshalb sollten die Objekte möglichst so platziert werden, dass keine Hohlräume nach unten entstehen.

Welches Fotozubehör kommt aus dem 3D Drucker?

Ich habe mich bisher nur an einfaches Zubehör wie Objektiv-, Gehäusedeckel und die Blitzschuhandeckung gewagt. Aber es gibt nur weniges was man nicht mit dem 3D Drucker produzieren kann. So habe ich auch schon Filterhalter für das M.Zuiko Digital ED 7-14mm F2.8 PRO gesehen. Theoretisch ist es auch möglich die Abdeckung für die Kontakte des extra Handgriffs möglich. Es gibt auch Filament, das Gummiartig ist. Auch Zubehör in Holzoptik oder Carbon Optik ist vorstellbar. Hierfür gibt es auch entsprechendes Filament. Wie ihr seht, sind die Möglichkeiten unendlich. Ihr müsst nur eure Phantasie spielen lassen und überlegen wie ihr die Idee am Besten umsetzt.

Meine 3D Daten für Fotozubehör aus dem 3D Drucker

Wie ihr aus den Bilder oben erkennen könnt habe ich mich bereits ein wenig mit den Zubehörteilen von OM System Kameras beschäftigt. Wenn ihr einen 3D Drucker besitzt könnt ihr diese gerne zum Drucken verwenden.

Wenn ihr keinen eigenen Drucker habt, lasst es mich wissen, ich kann euch gerne die Teile ausdrucken und zukommen lassen. Schreibt einfach eine Mail und wir sprechen über die Details. Solltet ihr eine Idee um Umsetzen haben lasst es mich in den Kommentaren wissen ich versuche diese dann umzusetzen.

Oberstdorfer Fotogipfel der Zehnte

Vom 29.6-3.7.2022 fand der 10. Oberstdorfer Fotogipfel statt. Schirmherr wie letztes Jahr war Norbert Rosing. Da letztes Jahr kein Präsensgipfel stattgefunden hat war auch das Thema Berge. Dieses Mal aber eben Berge 2.0 um zu zeigen, dass dieses Thema zum zweiten Mal verwendet wurde. Trotz oder vielleicht auch deswegen waren die Ausstellungen alle samt sehenswert. Neben den Ausstellungen gab es auch wieder Workshops, mit einem breiten Spektrum an Themen.

Aufgenommen auf den 10. Oberstdorfer Fotogipfel. Donnerstag regnete es sehr stark und deshalb konnte dieses Bild entstehen, da eine Wiese überflutet war

Die Ausstellungen auf dem Oberstdofer Fotogipfel

Robert Rosing

Die Hauptaustellung war wie immer auf dem Gipfel des Nebelhorns. Die Location ist einfach unglaublich. Da oben Bilder anschauen zu können hat schon etwas besonderes. Ausgestellt wurden wir immer die Bilder des Schirmherren. Wie oben geschrieben war das Norbert Rosing. Wieder einmal bewies er seine außerordentliche Fähigkeit Landschaft in Szene zu setzen. Mit dem Thema “Zen Mountain” trifft er den Grund weshalb ich die Fotografie immer mehr zu schätzen weiß.

“Das Höchste im Zen ist aber immer die direkte Erfahrung des gegenwärtigen Augenblicks, an dem Norbert Rosing den Betrachter seiner Bilder auf einzigartige Weise teilhaben lässt.”

Oberstdorfer Fotogipfel

Der Augenblick, dem man bei der Fotografie erleben darf, in einem Bild festzuhalten. Damit kann die Erinnerung festgehalten und geteilt werden.

Michael Martin auf dem Oberstdorfer Fotogipfel

Die für mich beeindruckendste Ausstellung war die von Michael Martin “Terra – Berge der Welt”. Die Bilder wurden in der Wandelhalle sehr großformatig präsentiert. Das ist schon sehr beeindruckend. Vor allem wenn es um das Thema Berge geht. Es gibt einem das Gefühl wie klein man ist. Es regt zu nachdenken an, wie wir Menschen mit der Natur umgehen.

Langzeitbelichtung Gaisalptobel aufgenommen auf dem 10- Oberstdorfer Fotogipfel
Gaisalptobel

Profifoto – New Talent Award

Ein weiteres Highlight bei den Ausstellungen ware der “New Talent Award” von Profifoto. Sie war in der Villa Jaus zu sehen. Meiner Meinung nach der beste Ort eine Ausstellung in Oberstdorf zu präsentieren. Die Ausstellung zeigt wieder einmal, dass die jungen Fotografen voller Ideen sind. Leider gibt es viel zu wenig Sichtbarkeit für diese kreative Fotografie. Umso schöner, dass Profifoto den “New Talent Award” ins Leben gerufen hat. Denn dieser Award hat zum Ziel Sichtbarkeit den jungen und talentierten Fotografen zu geben.

Eigene Ausstellung auf der Oberstdorfer Fotogipfel

Besonders stolz bin ich, dass auch Bilder von mir ausgestellt wurden. In den letzten Jahren in denen ich zum Oberstdorfer Fotogipfel gereist bin, habe ich immer mal wieder Panoramen in der Umgebung gemacht. Diese passten natürlich nicht nur zum Thema sondern auch zum Ort. Deshalb hatte ich die Ehre 6 meiner Panoramen im Cewe Haus der Fotografie zu präsentierten. Ich danke hierfür vor allem dem Kurator Christian Popkes. Für alle, die nicht in der Lage waren Oberstdorf während des Fotogipfels zu besuchen hier die Bilder der Ausstellung.

Workshops

Wie jedes Jahr gab es auch dieses Jahr wieder eine Menge an Workshops. Hier kann sich jeder ein Thema, bei dem er sich verbessern möchte aussuchen. Dabei reicht die Spannweite von der Portraitfotografie über die kreative Produktfotografie bis hin zur Landschaftsfotografie. Für jeden sollte hier etwas dabei sein. Dabei denken sich die Workshopleiter nicht nur innovative Formate aus die Themen zu präsentieren sondern in vielen Fällen hat man sogar exklusiven Zugang zu bestimmten Gebieten. So kann man zum Beispiel bei den Workshops Langzeitbelichtungen in der Breitachklamm, die Klamm außerhalb der Öffnungszeiten betreten und so ohne störende Gäste fotografieren.

Langzeitbelichtung Gaisalptobel aufgenommen auf dem 10- Oberstdorfer Fotogipfel

Oder man geht mit Oliver Richter auf ein Biwak in auf einen der Nahe gelegenen Gipfel. Das ist normalweise auch nicht möglich, da es sich bei den Alpen um Oberstdorf um ein Naturschutzgebiet handelt. Dabei achtet Oliver natürlich darauf, keinerlei Spuren zu hinterlassen. Ihr seht also es lohnt sich in Oberstdorf einen Workshop zu belegen.

Ich hatte dieses Jahr die Ehre mein Wissen über die Panoramafotografie zu teilen. Hoffentlich wird das nächstes Jahr wieder möglich sein. Dann vielleicht auch mit einer neuen innovativen Idee. Lasst Euch überraschen. Das Beitragsbild ist übrigens auf dem diesjährigen Oberstdorfer Fotogipfel entstanden.

Der 8. Oberstdorfer Fotogipfel

Auch über den 8. Oberstdorfer Fotogipfel habe ich meine Eindrücke in einem Blogpost zusammengefasst. Vielleicht habt Ihr ja Lust auch diesen zu lesen.

Live Composite Bilder in OM Workspace

Live Composite Bild

Live Composite in Olympus / OM System Kameras ist eine sehr populäre Funktion. Sie erlaubt Fotografen Langzeitbelichtungen zu machen und dabei Überbelichtung zu vermeiden. Dennoch hat diese Funktion auch ein paar Nachteile. Die Funktion fügt die helleren Teile eines Bildes zu dem bereits entstanden Bild hinzu. Dadurch kann es passieren, dass das Bild zerstört wird, weil eines der Bild unvorhersehbar hell ist. In diesem kurzen Tutorial will ich zeigen wie ihr Live Composite Bilder in OM Workspace aus einzelnen Bildern machen könnt. Vorteil ist, dass ihr in OM Workspace mehr Optionen habt, als wenn ihr die Aufnahme direkt in der Kamera macht.

Was solltet ihr beachten wenn ihr Bilder für Live Composite macht

Solltet ihr Live Composite Bilder mit OM Workspace erstellen wollen ist die Herangehensweise ein wenig anders. Statt den Live Composite Modus in der Kamera zu verwenden müsst ihr mit der Timelaps Funktion arbeiten. Alle anderen Einstellungen sind gleich. Wählt eine Belichtungszeit und Blende die passen zu Belichtung des Bildes ist. Der Interval im Timelaps mode sollte zur Belichtungszeit passen. Soll heißen, wenn ihr zum Beispiel eine Belichtungszeit von 5 s habt, sollte der Intervall groß genug sein, dass das zweite Bild danach gemacht wird. Außerdem empfehle ich Euch RAW Bilder zu machen. Es erleichtert die Nachbearbeitung erheblich.

Wie erstellt ihr Live Composite in OM Workspace

Nachdem ihr die Bilder aufgenommen habt und wieder zu Hause seid, öffnet OM Workspace. Wählt den Ordner in dem sich die Bilder befinden und wählt die Bilder die ihr verwenden wollt aus.

OM Workspace Live Composite ausgewählte Bilder

1. Wählt alle Bilder die ihr für das Live Composite Bild verwenden wollt.

OM Workspace Menü zum Auswählen von Composite Funktion

2. Wähle in “Werkzeuge” “Composite Bilder” “Composite aufhellen”. Ein neues Fenster öffnet sich.

OM Workspace Interface

3. In diesem Fenster kannst du deine Bilder noch einmal überprüfen und auswählen welche Bilder verwendet werden sollen. Zusätzlich kannst du noch eine Schwarzreferenz definieren für den Fall, dass deine Bilder ohne eine solche entstanden ist.

OM Workspace Composite Optionen

4. Wähle “Aufhellen 1” für den Fall, dass du ein homogenes Ergebnis willst. Dies passt am besten zu Sternenspuren. “Aufhellen 2” ist besser für Feuerwerke.

OM Workspace Vorschau erstellen

5. Um eine Vorschau des Ergebnisses zur bekommen drücke “Composite” Die Vorschau wird in der Bilder Liste unter Deinen Bildern angezeigt

OM Workspace exportieren

6. Sobald du zufrieden bist, kannst du das Ergebnis exportieren. Es erscheint dann in deiner Gallerie.

Composite Ergebnis mit "Aufhellen 1"
Ergebnis “Aufhellen 1”
Composite Ergebnis mit "Aufhellen 2"
Ergebnis “Aufhellen 2”

Zusätzliche Optionen in OM Workspace

Da du einzelne Bilder zum Erstellen des Composite Bildes in OM Workspace verwendet hast gibt es noch zusätzliche Optionen, die in der Kamera nicht verfügbar sind.

  1. Du kannst nicht nur hellere Bereiche in einem Bild hinzufügen sondern auch dunklere. Das ist zum Beispiel dann hilfreich wenn du helle Wolken entfernen möchtest um einen blauen Himmel zu bekommen.
  2. Wenn du den Hacken bei “Bei jedem Schritt Bild exportieren” klickst, kannst du mit dem Ergebnis eine tolle Annimation erstellen die vor allem in Videos hilfreich sein kann.
  3. Für den Fall, das eines der Bilder deiner Serien zu hell ist, kannst die dieses aus dem Composite einfach herausnehmen. Damit bist du flexibler.

Dein Feedback freut mich

Ich mache diese kurzen Beschreibungen für dich. Deshalb interessiere ich mich wie diese kurzen Tutorials bei dir ankommen. Hinterlasse einfach einen Kommentar und lass mich wissen wie es dir gefallen hat. Ich interessiere mich auch dafür welche Themen für dich wichtig sind.

Firmware Updates in Zukunft weiterhin kostenlos?

close up shot of keys on a red surface

Die kleineren Hersteller wie Fuji, OM Digital Solutions und Panasonic stellen seit einiger Zeit für die hochwertigen Kameras kostenlose Firmware Updates zur Verfügung. Dabei werden nicht nur Fehler behoben sondern auch neue Funktionen bereitgestellt. Ob dies in Zukunft weiterhin der Fall sein wird oder nicht will ich in diesem Blogpost zur Diskussion stellen. Ich spreche dabei explizit von Updates, die neue Funktionen mit bringen. Aktualisierungen die Fehler beheben sind dabei nicht berücksichtigt.

Sunset in Botswana kündigt das Ende kostenloser Firmware Updates bei digitalen Kameras an.

Gründe für kostenlose Firmware Updates

Die kleinen Hersteller haben es gegenüber den Platzhirschen nicht leicht. Fehlende Kapazitäten in der Entwicklung erlauben es nicht neue Hardware in derselben Frequenz bereitzustellen. Kann eine Firma keine Neuigkeit vorstellen, so wird über sie in den Medien auch nicht berichtet. Die Folge ist eine geringere Bekanntheit. Dies führt zu weniger Umsatz und somit auch zu weniger Ressourcen in der Entwicklung. Hört sich wie ein Teufelskreis an.
Eine Möglichkeit diesen Teufelskreis aufzubrechen sind Firmware Updates, die auch neue Funktionen bereitstellen. Da es sich hier “nur” um Software handelt werden auch weniger Ressourcen gebunden. Zusätzlich freuen sich die Kunden. Die Kamera ist mit neuen Funktionen aufgewertet. In der Zwischenzeit hat sich dies auch schon als Verkaufsargument etabliert. Deshalb ziehen die großen Hersteller auch nach. Nikon hat erst neulich ein funktionelles Firmware Update für die Z9 herausgebracht.

Gründe die gegen kostenlose Firmware Updates sprechen

Nicht nur die Entwicklung von Hardware bindet Ressourcen in der Entwicklungsabteilung. Auch die Entwicklung von Firmware bindet Personen. Ganz davon abgesehen wird auch Firmware getestet und bindet somit auch hier Ressourcen. Durch eine kostenlose Bereitstellung der Firmware, wird kein Geld eingenommen. Der laufende Hardwareverkauf finanziert diese Entwicklung. Außerdem stört eine parallele Weiterentwicklung der Firmware bestehender Kameras die Neuentwicklung von Hardware. Meistens sind bei kleinen Firmen dieselben Entwickler involviert. Da der Mark kleiner wird und die Stückzahlen somit kleiner, steigen auch die Preise für die Hardware selbst. Eine Aktualisierung der Hardware bei Kunden ist somit weniger häufig. Auch sind die Innovationsschritte bei Hardware kleiner und es gibt weniger Gründe sich eine neue Kamera zu kaufen. Die Unterschiede zur vorhandenen Kamera sind zu klein.

Wie sieht die Zukunft aus?

Wie oben beschrieben ist eine kostenlose Bereitstellung von Firmware ein zweischneidiges Schwert. Zwar bringt sie Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit, bindet aber dennoch Ressourcen die für die Entwicklung neuer Hardware dringend gebraucht wird. Das verzögert eventuell neue Hardware. Neue Hardware bringt höhere Margen als Hardware die schon länger am Mark ist. Wir wissen alle, dass der Markt für digital Kameras schrumpft. Dadurch wird es für die Hersteller immer schwerer Geld zu verdienen. Deshalb werden wir in naher Zukunft ein Verdrängungswettbewerb sehen. Marken werden entweder verschwinden oder in anderen Marken aufgehen. Nikon hat zwar erst neulich ein funktionelles Update der Z9 Firmware herausgebracht, aber dieses war bereits bei der Vorstellung angekündigt. Bereits jetzt beschränken sich die Hersteller darauf “nur” die hochwertigen Kameras mit funktionellen Firmware Aktualisierungen zu versehen.

Über den kostenlosen Firmware Updates digitaler Kameras ziehen sich düstere Wolken zusammen

Ich bin mir sicher wir werden sehr bald eine Anpassung im Markt sehen. Diese wird sich darin zeigen, dass Firmware Aktualisierungen die neue Funktionen mit sich bringen nur noch gegen Bezahlung geben wird. Aber wahrscheinlich wird es eher so wie bei den günstigen Modellen sein, dass es neue Kameras mit neuen Funktionen geben wird. Sony ist bereits in dieser Richtung unterwegs und die anderen Hersteller werden früher oder später folgen. Anders ist es bei den zu erwartenden sinkenden Stückzahlen möglich noch profitabel zu arbeiten. Hersteller die diesem Prinzip nicht folgen werden vom Markt verschwinden. Zwar verlängern Firmware Updates die Lebensdauer von Kamerahardware, dies verringert aber auch die Margen der Hersteller.
Sicherlich ist das eine sehr kontroverse Meinung und ich bin gespannt was ihr darüber denkt. Hinterlasst mir einen Kommentar mit euren Kommentaren. Ich freue mich auf eine rege und respektvolle Diskussion.

Folgendes könnte dich auch interessieren

Meine Gedanken über die Zukunft der Photoindustrie findest du im Artikel “Ist die Zukunft der Photoindustrie düster?“. Zusätzlich habe ich mir Gedanke über den Term Brennweite im Artikel “Hat der Term Brennweite ausgedient” gemacht.

AF Anpassungen mit der OM System OM-1

Die AF Performance der OM-1 wurde gegenüber dem Vorgängerkameras erheblich verbessert. Wieso das so ist und welche technologischen Schritte dazu geführt haben findet Ihr im Blogpost “OM System OM-1 Ai detection AF“. Dennoch könnt ihr die Performance des Autofokus noch verbessern in dem ihr die AF Anpassungen mit der OM System OM-1 verwendet.

Die Optionen zu AF Anpassung mit der OM System OM-1

Es gibt vier Stellschrauben mit denen ihr, ja nach dem was ihr aufnehmen wollt, die AF Performance verbessern könnt.

  1. Eigene AF Felder bestimmen
  2. C-AF Empfindlichkeit anpassen
  3. C-AF Mitten Priorität
  4. AF Voreinstellung

Die oben genannten Punkte haben alle ihren Einfluss auf die Performance des Autofokus Deshalb solltet ihr euch damit beschäftigen. Dabei ist es wichtig zu wissen welche Einstellung euch bei welcher Aufnahmesituation hilfreich ist.

Eigene AF Felder bestimmen

Neben den voreingestellten AF Felder kann der Anwender noch bis zu vier eigene Voreinstellungen in der Kamera einstellen. Dabei könnt ihr nicht nur die Größe und Form bestimmen sondern auch die Schrittgröße. Die Schrittgröße ist ein Wert der beeinflusst wie schnell ihr die AF Felder im Ausschnitt bewegen könnt. Somit beeinflusst dieser Wert auch deine Geschwindigkeit mit der du beim Fotografieren reagieren kannst. Zum Einstellen der AF Felder geht ihr wie folgt vor.

Bildschirmfoto vom Menü "AF-Feldmodus Einst. der OM System OM-1

1 Öffnet das Menü und geht im grünen AF Menü auf die 5. Seite und wählt dort “AF-Feldmodus Einst.” aus.

Bildschrimfoto vom OM-1 Menu, welches Hilfestellung gibt zur AF Anpassung mit der OM System OM-1 gibt.

2 Die “OK” Taste drücken und C1 anwählen und die rechte Kreuztaste drücken um das Einstellungsmenü zu öfnen.

Bildschrimfoto vom OM-1 Menu, zur Orientierung welche Optionen es in der Feldmodus Einstellung gibt

3 Stelle die Größe der Felder mit dem vorderen bzw. hinteren Einstellrad ein. Damit du die Schrittgröße verstellen kannst musst du einmal die “Info” Taste drücken.

Bildschrimfoto vom OM-1 Menu,

4 Bestätige mit der “OK” Taste und drück gleich noch einmal die “OK” Taste um die Einstellungen auch zu aktivieren.

Welche Einstellungen sind hilfreich bei AF Anpassungen mit der OM System OM-1

Wie können dir diese Einstellungen jetzt helfen die AF Performance mit der OM System OM-1 zu verbessern? Na ganz einfach, in dem du bestimmte Bereiche beim Fokussieren ausblendest machst du es dem AF Algorithmus leichter. Zum Beispiel willst du Vögel im Flug fotografieren. Da ist es sehr wahrscheinlich, dass nur die obere Hälfte des Bildes für den AF relevant ist. Verwendest du nun AF Felder die über die ganze Breite gehen aber eben nur die obere Hälfte abdecken, hilft das dem Autofokus.

Fleigernder Silber Reiher

Eine weitere Möglichkeit ist es nur einen AF Punkt zu wählen, dies hilft beim Fokussieren kleiner Details, wie sie bei Makros auftreten. Des Weiteren ist ein einzelner AF Punkt auch hilfreich wenn man Vögel in Bäumen fotografieren möchte.

hier noch ein kurzer Film der zeigt wie ihr die Einstellungen vornehmen könnt.

C-AF Empfindlichkeit anpassen

Beim kontinuierlichen Autofokus kannst du einstellen wie empfindlich dieser reagieren soll. Dabei meint Empfindlichkeit die Reaktionsgeschwindigkeit mit der der Autofokus auf Änderungen reagiert. Zum Einstellen der C-AF Empfindlichkeit gehst du wie folgt vor.

Bildschirmfoto zur Einstellung der AF Empfindlichkeit der OM-1

1 Öffne das Menü und geht im grünen AF Menü auf die 3. Seite und wählt dort “C-AF Empfindlichkeit” aus.

Bildschrimfoto vom OM-1 Menu zur AF Anpassungen mit der OM System OM-1

2 Drücke die “OK” Taste und stelle die Empfindlichkeit von -2 bis +2 ein. Dabei verkürzt ein hoher Wert und verlängert ein kleiner Wert die Reaktionszeit.

Wann verwende welche Empfindlichkeit

Einen hohen Wert entweder +1 oder sogar +2 verwendest du immer dann wenn sich schnelle Veränderungen zu erwarten sind auf die der AF reagieren soll. Zum Beispiel wenn du ein Eichhörnchen fotografieren willst. Diese kleinen Tierchen sind verdammt schnell und du weißt nie wie es im nächsten Moment weitergeht. Auch der Autofokus muss in der Lage sein sich schnell an die Situation anzupassen.

Eichhörnchen im Baum. Beispielbild AF Anpassungen mit der OM System OM-1


Einen niedrigen Wert entweder -1 oder sogar -2 nimmst du immer dann wenn du willst das sich der Autofokus durch Veränderungen nicht gehört wird. Hier kann man ein Fußballspiel als Beispiel nennen. Die Kamera soll auf den Spieler fokussieren auch wenn mal ein anderer Spieler durch das Bild läuft. Gleiches gilt bei Vögeln im Flug, die eventuell mal von einem Baum verdeckt werden.

C-AF Mitten Priorität

Speziell wenn man größere AF Felder verwendet wird die C-AF Mitten Priorität zum Thema. Diese bestimmt welche der AF Felder zum Fokussieren verwendet werden. Die die C-AF Mitten Priorität aktiviert wird das zentrale AF Feld zum fokussieren bevorzugt. Nur wenn in mehr als nur einem der anderen Felder ein Änderung auftritt werden auch die anderen Felder berücksichtigt. Die C-AF Mitten Priorität stellst du wie folgt ein.

Bildschrimfoto vom OM-1 Menu zur AF Anpassungen mit der OM System OM-1

1 Öffne das Menü und geht im grünen AF Menü auf die 3. Seite und wählt dort “C-AF Mitten Priorität” aus.

Bildschrimfoto vom OM-1 Menu zur AF Anpassungen mit der OM System OM-1

2 Bestätige mit der “OK” Taste und wähle die AF Voreinstellungen aus die du mit der C-AF Mitten Priorität verwenden willst.

Wann ist die C-AF Mitten Priorität hilfreich

Die C-AF Mitten Priorität verhindert, dass die äußeren Felder zu häufig verwendet werden. Das ist immer dann hilfreich, wenn du dir sicher bist, dein Objekt gut verfolgen zu können. Es also immer im Zentrum deiner gewählten AF Punkte halten kannst.

AF Voreinstellung verwenden

Bei sich schnell bewegenden Objektiven ist Geschwindigkeit wichtig. Damit du erfolgreich bist, musst Du in der Lage sein schnell reagieren zu können. Hier hilft die die AF Voreinstellung. (eine seltsame Übersetzung im englischen wird sie Home Settings genannt) Mit Hilfe dieser Einstellung bist du in der Lage zu jeder Zeit zu deiner bevorzugen AF Felder Einstellung zu gelangen. Hierzu gehst du wie folgt vor.

Bildschrimfoto vom OM-1 Menu,

1 Öffnet das Menü und geht im gelben Zahnrad Menü auf die 1. Seite und wählt dort “Multifunktionswähler Einst.” aus

Bildschrimfoto vom OM-1 Menu,

2 Drückt die “OK” Taste und wählt die “Mitteltaste” aus

Bildschrimfoto vom OM-1 Menu,

3 Drück noch einmal die “OK” Taste und wählt hier “HP” (steht für Home Position) aus. Bestätigt dies mit der “OK” Taste

Nun kehr die Kamera immer zu den Standardeinstellungen zurück sobald du die mittlere Taste des Multifunktionswähler drückst. Sollte dir die Standard Voreinstellung nicht gefallen, kannst du sie folgendermaßen anpassen

Bildschrimfoto vom OM-1 Menu,

1 Öffnet das Menü und geht im grünen AF Menü auf die 5. Seite und wählt dort “Voreinstellung” aus.

Bildschrimfoto vom OM-1 Menu,

2. Drück die “OK” Taste und definiere welche AF Feldereinstellung und welche Position du als Voreinstellung für den Autofokus willst.

Hier noch ein kleiner Film der dich zusätzlich zur Beschreibung noch durch das Menü führt. Dabei zeige ich dir wie du die Voreinstellungen machen kannst.

E-M1 Mark III und E-M1X

hast du keine OM-1 sondern entweder eine E-M1 Mark III oder E-M1X? Dann findest du die Anleitung in meinem Blogpost “AF Punkte personalisieren