USB-RAW Processing in OM Workspace sinnvoll?

OM Workspace ist eine RAW Datenentwickler der jeder Besitzer eine Olympus / OM System Systemkamera kostenlos herunterladen und verwenden kann. Da es sich um die Haus eigene Software handelt, die bei jeder Produktvorstellung aktualisiert wird, ist es jeweils der ersten und oft auch für einige Zeit der einzige RAW Datenentwickler der es ermöglicht mit RAW Daten zu arbeiten. Neben der Möglichkeit den Prozessor deines Rechners zum Berechnen der RAW Daten zu verwenden, gibt es bei OM Workspace schon seit einiger Zeit die Möglichkeit auch den Prozessor der Kamera zum Entwickeln der RAW Daten zu verwenden. In den sozialen Netzwerken und den einschlägigen Foren wird heftig diskutiert, ob und wann es Sinn macht den Kameraprozessor zum Entwickeln der RAW Dateien zu verwenden und wann nicht. Ich will hier versuchen ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen.

Bild einer OM-1

Was ist USB-RAW Processing in OM Workspace?

Ein Prozessor in einer Kamera hat andere Aufgaben als ein Prozessor in einem Computer. Deshalb sind diese vom Konzept und Aufbau sehr unterschiedlich. Ein Kameraprozessor ist sehr auf die Aufgaben die in einer Kamera anfallen optimiert. Die Bedienung der Kamera muss zu jeder Zeit möglich sein. Die Funktion einer Kamera muss möglichst ohne Verzögerung gewährleistet sein. Deshalb haben Kameraprozessoren spezielle Regionen, die ausschließlich für Bildverarbeitung zuständig sind. Deshalb kann ein Kameraprozessor die Bildverarbeitung schneller abarbeiten als ein Prozessor in einem Computer der auf generelle Aufgaben optimiert ist. Aus diesem Grund hat OM Workspace die Möglichkeit den Prozessor der Kamera zum Entwickeln der Bilddaten zu verwenden.

Wie kann ich USB-RAW Processing verwenden?

Damit du USB-RAW Processing in OM Workspace verwenden kannst musst du zum Einen Olympus Workspace installiert haben und zum Anderen eine Kamera (kompatible Kameras sind: E-M1 Mark III; E-M1 Mark II, E-M1X und die OM-1) über USB an deinem Rechner angeschlossen und eingeschaltet haben. Dabei ist es wichtig, dass du die Kamera anschließt, mit der du auch die Bilder aufgenommen hast. Wichtig ist, dass du die Kamera im Modus “RAW/Control” betreibst, ansonsten ist die Software nicht in der Lage USB-RAW Processing anzubieten. Außerdem solltest du darauf achten, dass die Kamera direkt an den Computer angeschlossen ist und du keinen USB Hub verwendest.

Nachdem du die Software gestartet hast kannst du nun in der Software entweder in der Menüleiste USB-RAW Processing aktivieren.

Bildschirmfoto wo sich USB-RAW Prozessing in OM workspace aktivieren lässt

Oder für den Fall, dass du USB-RAW Processing ausschließlich verwenden willst in, dies OM Workspace in den Optionen mitteilen.

Bildschrimbild der Optionen in OM Workspace

Hast du dass alles gemacht verwendet die Software den Kameraprozessor um die Bilder zu entwickeln.

Wann macht es Sinn USB-RAW Processing zu verwenden und wann nicht?

Im FalleHast Du einen Rechner der neusten Version von Apple die von Rechnerleistung nur so strotzen? Dann mach USB-RAW processing nur Sinn wenn Du dieselbe Bildqualität wie aus der Kamera bekommen willst. In allen andere Szenarien, wird das Entwickeln mit dem Kamerasensor schneller vonstattengehen als mit dem Prozessor deines Computers. Ich habe ein Macbook Pro aus dem Jahre 2018. Das Entwickeln mit dem Kameraprozessor ist 10x schneller als mit dem Intel Prozessor. Wenn du selbst einschätzen willst ob es bei dir Sinn macht oder nicht, kannst Du einen einfachen Test. Freue mich, wenn ihr eure Erfahrungen in den Kommentaren mit mir teilt.

AI detection AF der OM SYSTEM OM-1

Mit der OM-1 hat OM Digitalsolutions,  die  intelligente Objekterkennung  die mit der OM-D E-M1X eingeführt wurde,  auf ein neues Level gehoben. Neben der zusätzlichen Erkennung von Katzen und Hunden ist sowohl die Geschwindigkeit der Erkennung als auch die Genauigkeit wesentlich verbessert worden. Ich beschreibe hier welche Verbesserungen implementiert sind.

Geschwindigkeit

Bei der OM-1 gibt es für die intelligente Objekterkennung zwei wesentliche Neuerungen. Das ist zum Einen der Sensor und zum Anderen der Bildprozessor. 

Beim Sensor handelt es sich um einen Backside Illuminated Stacked CMOS Sensor, der Pixel besitzt, die in vier Subpixel unterteilt sind. Dieses Design bringt zwei erhebliche Verbesserungen gegenüber der OM-D E-M1X. Ein Stacked Sensor kann wesentlich schneller ausgelesen werden und stellt somit die für den Autofokus notwendigen Informationen schneller zur Verfügung. Die vier Subpixel werden einzeln ausgelesen und somit als Kreuzsensoren für den Phasendifferenz  Autofokus eingesetzt. Das ist auch der Grund weshalb die OM-1 eine 100% Abdeckung von Autofokussensoren über die Sensorfläche hat. Doch ein schnelleres Auslesen des Sensors ist nur die halbe Miete. Um wirklich Nutzen daraus zu ziehen, muss der Bildprozessor entsprechend  schnell bei der Verarbeitung sein. Deshalb bringt die OM-1 auch einen neuen Prozessor der die Daten schneller verarbeiten kann.

Genauigkeit

Neben der Geschwindigkeit ist es aber auch wichtig die Genauigkeit der Erkennung zu verbessern, denn ein noch so schneller Autofokus hilft nichts wenn die Objekterkennung nicht funktioniert. Die Genauigkeit der Objekterkennung der OM-1 profitiert von zwei wesentlichen Änderungen. Zum Einen ist die Fläche der einzelnen AF Sensoren verkleinert. Dadurch werden mehr und kleinere Autofokuspunkte möglich, was zu einer besseren Differenzierung von Objekten und Vorder- bzw. Hintergrund führt. Dadurch wird die Kamera nicht mehr so sehr durch Äste oder ähnlichen Störungen irritiert. Dies führt zu einer besseren Objekterkennung. Zum Anderen sind die Algorithmen zum Erkennen der einzelnen Objekte verbessert und direkt im Prozessor verankert, der dank seiner höheren Bearbeitungsgeschwindigkeit auch die Ergebnisse schneller liefern kann. Die Kamera ist also schneller in der Lage auf Änderungen vor dem Objektiv zu reagieren.

Eisvogel

Funktionale Verbesserungen

Die OM-1 hat aber glücklicherweise nicht nur Verbesserungen in der Geschwindigkeit und Genauigkeit erfahren. Bei der E-M1X war die intelligente Objekterkennung nur verfügbar wenn man C-AF + Tracking aktiviert hatte und hat dabei die gesamte Sensorfläche beim Fokussieren berücksichtigt. Dies führte dazu, dass bei mehren Objekten der Fotograf nur schwer erkennen konnte welches der Objekte fokussiert wurde.  Selbst wenn die Kamera immer das Objekt welche am nächste zu den gewählten AF Punkten ausgewählt hat.

Bei der OM-1 dagegen steht die intelligente Objekterkennung auch im S-AF oder „normalen“ C-AF Modus zur Verfügung. Im Unterschied zum C-AF + Tracking, das nach dem Auslösen dem fokussierten Objekt folgt, bleibt beim S-AF oder C-AF der Ort der Fokussiert an Ort und Stelle und reagiert entsprechend auf die Änderungen. Somit kann man nun entscheiden welche Funktion für die jeweiligen Ansprüche im Bild besser passt.

Fazit

Die neue  Generation der Objekterkennung ist eine wesentliche Verbesserung gegenüber der vor 3 Jahren vorgestellten E-M1X. Alle Aspekte, die einen Einfluß auf die Objekterkennung haben, wurden wesentlich verbessert. Im Zusammenspiel von neuem Sensor, neuem Prozessor und neuen Algorithmen bekommt man  ein Packet, dass es einem wesentlich erleichtert Objekte wie  Vögel im Flug zu fotografieren. Diese Entwicklung zeigt auch, was wir in Zukunft von neuen Kameragenerationen erwarten können. Statt immer nur die Pixelanzahl zu erhöhen, wird es immer mehr in die Richtung computergestützte Fotografie gehen, bei der die Kamera  Funktionen zur Verfügung stellt, die es dem Fotografen leichter mach Ergebnisse zu erreichen. Schließlich sind 20 Millionen Pixel, der OM-1 mehr als genug die Bilder in  jeder gewünschten Größe auszudrucken und and die Wand zu hängen.

OM SYSTEM OM-1 vorgestellt

Nun ist es raus. Die vor ca. einem Jahr angekündigte Wow Kamera ist vorgestellt. Mit der OM-1 läutet OM Digitalsolutions endgültig das Ende der Olympus Ära ein und stellt nicht nur eine beeindruckende Kamera sondern auch eine neue Namensgebung vor. Pünktlich zum 50. Geburtstag der OM-1 kommt deren digitaler Enkel auf dem Markt. Wie schon in den 70er Jahren ist auch die digitale Version der OM-1 gegenüber Kameras, die gleiches leisten können, klein und leicht. Trotzdem ist sie mit technischen Möglichkeiten gespickt, die ihres Gleichen im Mark suchen.

Ultraschnelle Zeitmaschine

Pro Capture wurde mit der E-M1 Mark II 2016 vorgestellt und hilf dir als Fotografen die Zeit zurückzudrehen. Während der Auslöser halb gedrückt ist zeichnet die Kamera schon Bilder auf und speichert diese in einem Zwischenspeicher. Drückst du dann den Auslöser komplett herunter werden die Bilder im Zwischenspeicher auf die SD Karte geschrieben. Dadurch ist es wesentlich einfacher, unvorhersehbare Ereignisse zu fotografieren. Die OM-1 bringt diese Funktion auf ein neues Level. Mit 120 Bildern pro Sekunde kannst du nun noch feinere Details bei Bewegungen unterscheiden. Bei dieser Geschwindigkeit fokussiert und misst die Kamera die Belichtung beim ersten Bild und behält diese bei. Solltest Du allerdings ein Objekt vor der Kamera haben, dass sich auf dich zu oder von dir wegbewegt, muss die Kamera den Fokus zwischen jeder Belichtung anpassen. Auch in diesem Modus setzt die OM-1 neue Maßstäbe. Hier erreicht die Kamera 50 Bilder pro Sekunde. Mit diesen Werten verpasst du keinen Augenblick mehr.

Neues intelligentes Autofokus System

Solche Geschwindigkeitswerte sind nur Möglich wenn das Autofokussystem in der Lage ist entsprechend schnell zu fokussieren. Das Autofokussystem der OM-1 basiert auf der sogenannten Quad Pixel AF Technology. Hierbei ist jeder Pixel in 4 Unterpixel aufgeteilt, die separat angesteuert werden können. Das ermöglicht es die Pixel diagonal anzusteuern und Phasendifferenz Autofokuskreuzsensoren zu realisieren,  die 100% der Sensorflächen abdecken. Dadurch, dass der Sensor sehr schnell ausgelesen werden kann, können die Daten sehr schnell an den Bildprozessor geschickt werden. Den Rest erledigt dann der neue sehr schnelle Bildprozessor Truepic X.

Diese neue Technologie ist auch die Basis für eine verbesserte „intelligente“ Objekterkennung. OM Digitalsolutions nennt diese AI detection AF. Die Objekterkennung basiert auf maschinellem Lernen und erkennt, neben Flugzeugen, Fahrzeugen und Vögeln nun auch Hunde und Katzen. Hier gibt es nicht nur einen großen Sprung in der Geschwindigkeit und Genauigkeit der Erkennung, sondern auch Funktional hat sich einiges getan. War die Objekterkennung bisher nur verfügbar wenn du C-AF + Tracking gewählt hattest, ist sie jetzt auch in S-AF und normalem C-AF aktiv. In S-AF und C-AF zeigt die Kamera, wie im C-AF + Tracking, an wenn ein Objekt erkannt wird. Allerdings werden in diesen beiden Modi die Objekte nur fokussiert, wenn sich dies auch in den eingestellten Fokusfeldern befindet. Vor allem erfahrene Fotografen werden sich darüber freuen. Dadurch hat man eine wesentlich besser Kontrolle über die Objekterkennung als zuvor. Vorausgesetzt man hat die Fähigkeit zum  Beispiel einem Vogel im Flug zu folgen.

 Bildqualität

Im allgemeinen Verständnis wird die Pixelanzahl von Sensoren immer auch der Auflösung gleichgesetzt. Die OM-1 beweist, dass dies so nicht ganz richtig ist. Obwohl die Pixelanzahl, des komplett neu entwickelten Sensors, gleich geblieben ist, ist die Detailzeichnung der Kamera gegenüber der E-M1 Mark III erheblich verbessert. Dies verwundern auch nicht wirklich, schließlich ist der Sensor, durch seine neuen Backside Illuminiertes Design, wesentlich rauschärmer als sein Vorgänger. Was natürlich hauptsächlich in den höheren Empfindlichkeiten sichtbar wird, aber auch in den Basisempfindlichkeiten sind diese Verbesserungen da, was es erlaubt die Daten anders aufzubereiten. Das Ergebnis ist eine höher Detailgenauigkeit in feinen Strukturen. Sprich die Auflösung ist verbessert.

Wie schon geschrieben ist auch das Rauschverhalten erheblich verbessert. Die OM-1 ist im Rauschverhalten ungefähr 2 Blendenstufen besser als die E-M1 Mark III. Mein persönlicher Eindruck ist, dass das sogar ein wenig mehr als 2 Blendenstufen sind. Das bedeutet, dass Bilder, die mit der OM-1 bei ISO 25600 aufgenommen wurden, ungefähr das gleiche Rauschverhalten zeigen wie die Bilder der E-M1 Mark III bei ISO 6400. Man kann sagen die Lichtausbeute des neuen Sensor ist 4 mal höher. Wenn man bedenkt das die Sensorfläche eine Micro Four Thirds Sensor ca. 4 mal kleiner ist als bei einem Kleinbildsensor kann man sich sehr gut ausrechnen, dass das Rauschverhalten nun ungefähr das gleiche Level hat wie eine Kleinbildkamera mit einer ähnlichen Anzahl an Pixeln. 

Aber nicht nur das Rauschverhalten ist erheblich gegenüber der E-M1 Mark III verbessert, es ist auch der Dynamikumfang der Kamera erweitert. Ca. 1 Blende mehr an Dynamikumfang kann die OM-1 gegenüber der E-M1 Mark III abbilden. Hierdurch kannst du zum Beispiel Bilder in einer Schlucht, die im Hintergrund sehr hell ist besser abbilden, ohne groß nachbearbeiten zu müssen.

Alles in allem ist der Sprung in Bildqualität größer als man von einer neuen Generation Kamera erwarten kann. Ich würde sagen die Kamera liegt auf sehr ähnlichen Niveau wie Kameras die einen Kleinbildsensor besitzen. 

Zuverlässigkeit in Person

Olympus aka OM Digital Solutions war mit ihren Kameras schon immer führend wenn es um Spritzwasser und Staubschutz ging. Die OM-1 setzt hier allerdings noch einen drauf. Sie ist mit dem IP53 Standard zertifiziert und hält somit so ziemlich jeden Wetterkonditionen stand. Außerdem arbeitet sie offiziell bis -10°C. Das ist allerdings nur ein Richtwert ich habe Kameras schon bei wesentlich geringeren Temperaturen betrieben. Das ist allerdings nicht alles. Wie alle Kameras von OM Digitalsolutions kommt die OM-1 mit dem Super Sonic Wave Filter, der dafür sorgt, dass Staub auf dem Sensor kein Thema ist und man sich sicher sein kann immer einen sauberen Sensor zur Verfügung zu haben. Dazu ist die OM-1 mit einem mechanischen Verschluss ausgestattet, der für 400000 Auslösungen spezifiziert ist. Mehr als man als ambitionierter Fotograf brauchen wird.

Alles neu

Aber nicht nur Sensor und Prozessor sind komplett neu entwickelt, sondern auch das Menü hat ein neuen Design bekommen. Was aber noch viel wichtiger ist es hat auch eine neue Struktur. Meiner Meinung nach ist das Redesign voll gelungen. Funktionen sind viel logischer geordnet und durch das Layout muss man bei Suchen nur noch auf die linke Seite schauen. Hast du den gesuchten Parameter gefunden siehst du auf der rechten Seite gleich die Einstellung die im Moment angewandt ist. Auch das Super Control Panel ist entschlackt und angepasst. Die Folge ist ein wesentlich einfachere Überblick und man kann Einstellungen schneller vornehmen.

Fazit

Die OM SYSTEM OM-1 ist eine durch und durch gelungene Kamera. Die Ingenieure habe nicht nur die Bildqualität einen erheblichen Schritt nach Vorne gebracht, sondern bringt die Geschwindigkeit einer Kamera in nie geahnte Sphären. Wer hier noch etwas vermisst, wird mit einem komplett neuen Bedienkonzept überrascht, das für Besitzer eine OM-D sehr einfach zu verstehen ist und neue Anwender sehr schnell erlernen können. Aus meiner Sicht bleiben nur Kleinigkeiten die noch zu verbessern wären.

Fokus Stacking und Fokus Braketing

Normalerweise versucht man in der Fotografie ein Objekt mit Hilfe möglichst kleinem Schärfebereich von Hintergrund zu separieren. Dies hilft dabei den Blick des Betrachters. auf den wichtigen Teil des Bildes zu lenken. Es gibt aber Situationen in denen die Schärfentiefe zu klein ist und erweitert werden muss. Das ist meistens dann notwendig wenn man Makros macht uns sehr nahe am Objekt ist. Hierzu stellen viele Kameras von OM Digital Solutions das Fokus Stacking und das Fokus Bracketing bereit. Wie diese beiden Funktionen funktionieren und was sie unterscheiden will ich Euch hier aufzeigen.

Die Unterschiede zwischen Fokus Staking und Fokus Bracketing

Wenn Du Kameras der OM-D Reihe verwendest unterscheiden sich Fokus Bracketing von Fokus Stacking prinzipiell in zwei Punkten.

  1. Beim Fokus Stacking können maximal 15 Bilder gemacht werden. Bei Fokus Brackting können je nach Kamera bis zu 999 Bilder gemacht werden.
  2. Fokus Stacking liefert nach der Aufnahme eine JPEG Datei, die aus den verschiedenen Bildern zusammengesetzt ist. Zusätzlich bekommst Du noch die Einzelaufnahmen in RAW / JEPG. Fokus Bracketing dagegen liefert keine zusammengesetzte Datei sondern “nur” die einzelnen Bilder im eingestellten Format. Diese Bilder kannst du im Nachhinein mit Software zusammenfügen.

Mit beiden Methoden kannst du die Schärfentiefe deiner Bilder vergrößern. Focus stacking ist dabei einfacher zu handhaben. Das Ergebnis ist direkt nach der Aufnahme vorhanden. Die Kamera kann bereits vor der Aufnahme anzeigen wieviel vom Bild, durch das Zusammenfügen, verloren geht. Fokus Bracketing dagegen ist dann sinnvoll wenn die Anzahl der Bilder, die beim Fokus Stacking verfügbar sind, nicht ausreichen.

Zu guter Letzt ist noch wichtig zu wissen, dass Fokus Bracketing mit allen Micro Four Thirds Objektiven, die Autofokus unterstützen, verwendbar ist. Bei Fokus Stacking aber nur kompatible Objektive verwendet werden können. Welche dass sind, hängt von der Kamera, die ihr verwendet ab. Dies wird bei der Vorstellung neuer Objektive auch immer wieder angepasst. Deshalb schaut Ihr am besten auf den Webseiten von OM Digitalsolutions nach.

Die Einstellungen für Fokus Stacking

Im “Aufnahmemenü 2” gibt es den Eintrag “Belichtungsreihe”. Wähle es aus und navigiere zu “Focus BKT” und öffne das Menü in dem du die Kreuztaste nach rechts drückst.

In dem du hier Fokus Stacking ein oder aus machst, kannst du hier auswählen ob du “nur” Fokus Bracketing verwenden willst, oder die Bilder die aufgenommen wurden gleich in der Kamera zusammensetzen werden sollen.

Die Anzahl der von dir gewünschten Aufnahmen kannst du über “Anzahl der Aufnahmen” wählen. Hast du dich dafür entschieden die Bilder bereits in der Kamera zusammensetzen zu lassen, sind hier maximal 15 Bilder möglich.

Desweiteren kannst du mit “Fokusunterschied” wählen wie groß der Fokusabstand zwischen den Bilder sein soll.

Welchen Wert du hier einstellen musst hängt von Abstand von Objekt, Blende und Brennweite ab. Deshalb kann man auch nicht pauschal sagen welcher Wert hier der beste ist. Deshalb empfehle ich dir mit der Standardeinstellung 5 zu starten. Ändere nur dann etwas wenn du siehst das im finalen Bild etwas nicht passt. Als Anhaltspunkt habe ich mal die Abstände der Fokuspunkte für den Fall ermittelt, dass du mit dem M.Zuiko Digital ED 60mm F2.8 Macro an der Naheinstellungsgrenze, mit offener Blende F2.8, fotografierst.

SchrittgrößeFokusabstand auf Objektebene
10.2 cm
20.3 cm
30.5 cm
40.7 cm
50.8 cm
61 cm
71.1 cm
81.3 cm
91.4 cm
101.5 cm

Solltest zu einen externen Blitz verwenden ist es sinnvoll die Blitzladezeit entsprechend einzustellen. Das verhindert, dass die Kamera eine neue Aufnahme macht obwohl der Blitz noch nicht wieder geladen ist.

Achtung:
Da Fokus Stacking den elektronischen Verschluss verwendet, ist in den Standardeinstellungen der Biltz deaktiviert. Wenn Du diesen verwenden willst musst Du Ihn zunächst im “Aufnahmemenü 2” unter “Anti-Schock/Lautlos” aktivieren.

Zum Abschluss noch eine kleine Animation von Bildern die mit unterschiedlichen Schärfeeinstellungen aufgenommen wurden.

Nach dem Zusammensetzen der einzelnen Bildern sieht das Endergebniss dann so aus. Die Schärfentiefe ist gegenüber einem einzelnen Bild erheblich vergrößert.

Endergebnis eines Bildes welches mit Fokus Stacking erstellt wurde.
Aus 15 Einzelbildern zusammengesetztes Bild

Wenn ihr Anregungen oder Kritik habt freue ich mich über einen konstuktiven Kommentar.

Vergleich der OM System Normalobjektive

Heute hat OM Digital Solutions das M.Zuiko Digital ED 20mm F1.4 PRO vorgestellt. Manche von Euch fragen sich sicherlich welchen Sinn das Objektiv hat, weil OM Digitalsolutions ja bereits 2 Normalobjektive im Angebot hat, das M.Zuiko Digital ED 25mm F1.2 PRO und das M.Zuiko Digital 25mm F1.8. Ob es für Dich ein Objektiv ist, musst Du selbst beurteilen, ich habe allerdings ein paar Vergleichsaufnahmen gemacht, die sowohl den unterschiedlichen Bildwinkel der Objektive als auch die Unterschiede im Bokeh zeigen.

Bildwinkel Unterschiede der Normalobjektive

Das erste Bild zeigt den Bildwinkel des M.Zuiko Digital ED 20mm F1.4 PRO.

Bild des 20mm F1.4 Normalobjektive
M.Zuiko Digital ED 20mm F1.4 PRO

Im Vergleich dazu zeigen beiden nächsten Bilder das M.Zuiko Digital ED 25mm F1.2 PRO und das M.Zuiko Digital 25mm F1.8. Dabei habe ich den Abstand gleich belassen und nur die Objektiv gewechselt. Deshalb wird ziemlich deutlich wie unterschiedlich die Bildwinkel der einzelnen Objektive ist.

Beispielbild aufgenommen mit dem 25mm F1.2 Normalobjektiv
M.Zuiko Digital ED 25mm F1.2 PRO
Beispielbild aufgenommen mit dem 25mm F1.8 Normalobjektiv
M.Zuiko Digital 25mm F1.8

Zusätzlich zum Unterschied zum 20mm F1.4 ist auch interessant, dass die beiden 25mm einen leicht unterschiedlichen Ausschnitt anzeigen, obwohl diese laut Datenblatt dieselbe Brennweite und denselben Bildwinkel besitzen.

Vergleich Schärfentiefe

Beim nächsten Vergleich habe ich versucht die Größe des Pilzes gleich zu halten, so kann man das Bokeh besser vergleichen. Wieder in derselben Reihenfolge wie vorher.

M.Zuiko Digital ED 20mm F1.4 PRO

Das Bild zeigt sehr schön wie toll das 20mm F1.4 den Hintergrund unscharf abbildet. Dadurch wird der Pilz schön vom Hintergrund separiert.

M.Zuiko Digital ED 25mm F1.2 PRO
M.Zuiko Digital 25mm F1.8

Im Vergleich zu dem 25mm F1.2 ist der Hintergrund des 20mm F1.4 ein wenig schärfer, gegenüber dem 25mm F1.8 etwas unschärfer. Hier noch einmal als Ausschnitt etwas größer.

M.Zuiko Digital ED 20mm F1.4 PRO
M.Zuiko Digital ED 25mm F1.2 PRO
M.Zuiko Digital 25mm F1.8

Nicht nur im Bildwinkel, Größe, Gewicht und Preis liegt das M.Zuiko Digital ED 20mm F1.4 PRO zwischen den beiden 25mm Objektiven sondern auch in der Möglichkeit das Objektive vom Hintergrund freizustellen. Welches der Objektive für Dich am geeigneten sind kannst nur Du entscheiden.

Hier findest du Details über das M.Zuiko Digital ED 20mm F1.4.