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Was können wir von der Fotoindustrie in 2023 erwarten?

Bild von den Landungsbrücken.

Viele freuen sich bereits, dass 2022 die Verkaufszahlen (siehe Grafik) der Fotoindustrie gegenüber 2021 gestiegen sind. Dabei feiern sie bereits die Kehrtwende vom schrumpfenden Kameramarkt hin zu einem wachsenden. Beim Jahresvergleich werden aber zwei Faktoren übersehen. Zum Einen war 2021 ein Pandemiejahr, zum Anderen waren dadurch die Lieferketten unterbrochen und es konnten dadurch weniger Kameras gebaut bzw. ausgeliefert werden. Ob 2023 ein gutes Jahr für die Fotoindustrie wird oder nicht hängt von einigen Faktoren ab. Einige sind von der Fotoindustrie beeinflußbar andere nicht.

CIPA Verkaufszahlen der Jahre 2020, 2021 und 2022
CIPA Verkaufszahlen der Jahre 2020, 2021 und 2022

Wirtschaftliche Weltlage

Nachdem die Pandemie in 2021 und 2022 zu Lieferengpässen geführt hat, scheint es im Jahr 2023 die Lage deutlich zu entspannen. So haben bereits einige Halbleiterhersteller volle Lager gemeldet und die Preise der Halbleiter werden wieder günstiger. Dies führt zu einer besseren Verfügbarkeit von Kameras und Objektiven. Damit dies aber auch zu besseren Verkaufszahlen, und noch viel wichtiger zu gesunden Margen, führen kann müssen aber noch mehr Faktoren erfüllt werden. Ein Faktor der negativ zu Buche schlägt ist sicherlich die wirtschaftliche Gesamtsituation. Ausgelöst durch den Krieg in der Ukraine und die dadurch entstandene Energieknappheit ist 2022 die Inflation stark gestiegen. Dadurch wird die Lebenshaltung aller Käufer teurer. Wenn das Geld knapp wird überlegen sich die Menschen genau was sie dafür anschaffen werden. Einfach gesagt, etwas zu Essen zu haben ist wichtiger als sich eine neue Kamera zu kaufen. Des Weiteren sagen die Wirtschaftweißen eine Rezession voraus, d.h. viele müssen auch noch um ihre Arbeit fürchten. Dies führt zu Unsicherheit und die Menschen sparen sich eher das Geld, als dass sie es ausgeben. Die wirtschaftlichen Voraussetzungen sehen also nicht sehr rosig aus. Deshalb muss sich die Kameraindustrie einiges ausdenken um erfolgreich zu werden.

Standardansicht in Hamburg. Zur Illustration des Artikels Was können wir von der Fotoindustrie in 2023 erwarten

Produktvorstellungen der Fotoindustrie in 2023

Spannend wird es um die Produktvorstellungen der Fotoindustrie in 2023. Schon in den letzten Jahren, fehlten die richtigen Innovationen. In den meisten Fällen handelt es sich um Produktneuvorstellungen, die eine Weiterentwicklung bereits vorhandener Kameras waren. Ich bin mal gespannt ob die Kamerahersteller dieses Jahr mal wirkliche Innovationen auf den Markt bringen können. Wie wäre es mal mit neuen Modellen Geld zu verdienen. Statt immer wieder neue Kameramodelle auf den Markt zu werfen, deren Fortschritt nur marginal sind, könnte die Industrie auf die Idee kommen Funktionen nachzurüsten und damit Geld zu verdienen. Vielleicht wäre es auch eine Idee bestimmte Funktionen im Abo anzubieten und die Grundkamera sehr günstig auf den Markt zu bringen. Innovationen müssen nicht immer auf neuen Funktionen beruhen. Ich bin allerdings nicht besonders guten Mutes. Wenn ich die Ankündigung der Panasonic S5 Mark II sehe und die Gerüchte richtig sein sollten kann man auch für den Rest des Jahres nicht viel erwarten. Die Kamerahersteller scheinen auf den alten ausgetretenen Pfaden zu bleiben und kein Risiko einzugehen.
Auch auf an der Objektiv Front ist nicht viel zu erwarten. Hierzu ist die zu Grunde liegende Technologie einfach zu ausgereift und die Innovationsschritte sind einfach klein. OM Digitalsolutions hat letztes Jahr ein 90mm F3.5 Macro angekündigt, welches sicherlich optisch sehr gut sein wird, aber wird es auch Innovationen beinhalten? Wird es die Stärken des Micro Four Thirds Standard ausspielen? So wäre es toll wenn Sync IS unterstützen würde und vielleicht mit den beiden Telekonverter kompatible sind. Nikon und Canon werde sich sicherlich auf die Brennweiten die am meisten nachgefragt werden konzentrieren. Schließlich sind sie erst spät ernsthaft in die spiegellose Welt eingestiegen und muss hier noch ein wenig aufholen.

Marketing Optionen

Es würde mich doch sehr überraschen wenn wir im Marketing der großen Spieler Änderungen sehen werden. Es wird weiterhin auf die Influenzerkarte gesetzt und bei Produktvorstellungen das Netz mit den gleichen Informationen aus verschiedenen Blickwinkeln zu füllen. Die Menschen trauen jemanden dem man folgt und vermeintlich kennt mehr, als den Hersteller. Auch wenn die Informationen von der gleichen Quelle stammen und nur in andere Worte gepackt werden. Ich denke nicht, dass die Fotoindustrie bereits den neuesten Trend im Marketing, Kunden wieder auf der analogen Ebene anzusprechen, folgen wird. Hierzu fehlt es einerseits an den finanziellen Möglichkeiten als als auch an den menschlichen Ressourcen. In den letzten beiden Jahren hat man eher das Gegenteil gesehen. Die Firmen waren immer weniger bei analogen Events und haben sich mehr auf die digitale Ebene begeben. Dies it meiner Meinung nach ein großer Fehler. Kameras sind haptische Geräte und müssen in wahrsten Sinne erfahren werden. Was digital nicht möglich ist. Zu Zeiten von Olympus gab es einmal einen “Photography Playground” der sehr gut bei den Menschen angekommen ist. Nicht nur bei denen die Fotografie sowieso schon als Hobby hatten sondern auch bei denen die sich nur am Rande für die Fotografie interessiert haben. Zur Zeit gibt es leider keine solche Formate mehr.

Bleiben die Fotofestivals (Umweltfestival Zingst / Oberstdorfer Fotogipfel) und die Photopia, bei denen man noch die Chance hat die Kameras, ohne sie gleich zu kaufen, auszuprobieren. Vorteil hier ist, dass ihr nicht nur einen Hersteller ausprobieren könnte sondern gleich mehrere. Zumindest hier sind die meisten Anbieter an Board. Allerdings wird hier auch an allen Ecken und Enden gespart und man merkt, die goldenen Zeiten der Fotoindustrie sind vorbei.

Bild von den Landungsbrücken in Hamburg.
Landungsbrücken Hamburg

Aussichten für die Fotoindustrie in 2023 und danach

Ehrlich gesagt bin ich skeptisch, dass sich die Verkaufszahlen der Kameras wieder zu einem positiven Trend umkehren. Zum Einen werden, durch das schrumpfen des Marktes, die Spielräume der Firmen immer enger. Zum Anderen brauchen die Mobiltelefon Hersteller ein Unterscheidungsmerkmal für die nächste Generation von Telefonen. Die Leistung der Prozessoren spielt hier schon lange keine Rolle mehr, da diese für den Normalbürger schon mehr als ausreichend ist. Deshalb werden die Kameras in den Mobiltelefonen immer besser. Sony hat schon das Ende der digitalen SLR Kameras angekündigt und ich denke für die meisten der Anwender ist es bereits jetzt schon so, dass sie keine DSLR mehr brauchen. Die Spitzfindigen unter euch werden jetzt vielleicht sagen, die DSLR ist bereits vor mehr als 10 Jahren, mit der Einführung der spiegellosen Systemen gestorben. Ihr vergesst dabei allerdings, dass der Sony Chef des Halbleitergeschäfts, sicherlich keine Unterscheidung zwischen DLSR and spiegellosen Kameras macht. Er meinte damit die Systemkameras mit Wechselobjektiven im Allgemeinen.

Wie ist eure Meinung?

Was denkt ihr über das Thema? Meine Perspektive ist eine ganz persönliche und ich würde mich freuen wenn ihr eure Gedanken mit mir teilt. Bin gespannt und freue mich über eine lebhafte und freundliche Diskussion.
Vielleicht interessiert Euch auch noch mein Artikel “Ist die Zukunft der Photoindustrie düster” den ich im April 2022 geschrieben habe. Hier habe ich das Thema noch aus einer anderen Perspektive beschrieben.

OM System OM-5 ein Upgrade ohne Innovation?

Diese Woche hat OM Digital Solutions die zweite Kamera unter der neuen Marke OM System vorgestellt. 1 Jahr nach der Einführung der neuen Marke, zeichnet sich ab wie sich OM Digital Solutions den Markt in Zukunft vorstellt und auf welche Zielgruppe die Marke abzielen will. Doch ist die OM System OM-5 ein Upgrade ohne Innovation oder gibt es Neuigkeiten die wir bei Olympus bzw. OM Digitalsolutions noch nicht gesehen haben? Hier will ich weniger über die Technik und deren Detail schreiben als meine Gedanken teilen, die ich nach der Vorstellung der OM-5 hatte.

OM System OM-5 schwarz
Bild von OM Digital Solution

Meine Einschätzung zur Technik der OM System OM-5

Von außen ist die OM-5 von der E-M5 Mark III so gut wie nicht zu unterscheiden. Alleine die silberne Variante hat ein schwarzes, statt silbernes, Einschaltelement. Die hat den Vorteil, dass ein Kunde der von einer E-M5 Mark III kommt keine Umgewöhnung bei der Bedienung hat. Ein Kritikpunkt, die Änderung der Bedienung bei Nachfolgeprodukten, den ich in Foren immer wieder lese, ist damit gegenstandslos. Aber auch im Inneren ist so einiges beim Alten geblieben. So ist das Menülayout nicht wie bei der OM-1 erneuert worden, sondern folgt dem der Vorgängerkamera, der E-M5 Mark III. Beides ist in den Medien eine Anlass für Kritik. Nach meiner Meinung nach gibt es hier, wie schon angedeutet, zwei Seiten der Medaille. Zum Einen bleibt die gewohnte Bedienung erhalten, zum Anderen gibt es hierdurch keinerlei Fortschritt bzw. Innovation. Ob das nun gut oder schlecht ist muss jeder für sich selbst entscheiden.

Fortschritt der keine Fortschritt ist

Neben Aussehen und Bedienung sind auch noch viele der Hardwarebestandteile dieselben wie bei der E-M5 Mark III. Sensor, Wifi, Autofokussystem, Batterie und Anschlüsse haben keinerlei Aktualisierung erfahren. Bildprozessor und die eingebaute Bildstabilisierung wurden aktualisiert und sind die Basis für die neuen Funktionen der OM-5. Hierzu zählen die Computational Funktionen wie Live ND und Handheld Highres Shot. Beide Funktionen brauchen die höhere Leistung des neuen Prozessors und können somit nicht durch ein simples Firmware Update der E-M5 Mark III vorgenommen werden. Das verbessert Stabilisierungssystem erlaubt es längere Belichtungszeiten ohne Stativ zu realisieren, erreicht aber nicht die Werte des Topmodels OM-1 nicht. Dies ist sicherlich der Differenzierung beider Modelle geschuldet. Das Alles ist in der Kameraklasse einer OM-5 ein Fortschritt. Wenn man allerdings die im Markt vorhandenen Technologien betrachtet Stand der Technik bzw. vielleicht auch schon eine etwas veraltete Technologie. Der Sensor zum Beispiel ist schon seit einigen Jahren im Markt und sicherlich nicht mehr die neuste am Markt befindliche Technologie. Er wurde 2016 eingeführt und ist also 6 Jahre alt. Dies ist bei Sensoren eigentlich schon eine halbe Ewigkeit.

OM System OM-5 silber
Bild von OM Digital Solutions

Meine Bewertung der OM System OM-5

Die OM-5 ist kein Flaggschiffmodell, bei dem der Preis eine untergeordnete Rolle spielt sondern soll die Brot und Butter Kamera von OM System sein. Die Stückzahlen müssen also höher sein um die Nutzerbasis für OM System Kameras auf einen gesunden Boden zu stellen. Deshalb müssen die Entwicklungs- und Herstellkosten im Rahmen bleiben. Wie in anderen Industrien wird dabei auf bereits vorhandene Komponenten, deren Entwicklungskosten bereits amortisiert sind, zurückgegriffen. Im Prinzip ist das nichts Schlechtes, allerdings stelle ich mir schon die Frage wer den die Zielgruppe dieser Kamera ist. Kunden die bereits eine E-M5 Mark III besitzen haben nur sehr wenige Gründe auf die neue Kamera zu aktualisieren. Die Neuerungen sind, meiner Meinung nach, nicht groß genug für ein Upgrade. Kunden andere Kameramarken werden sicherlich auch nicht besonders motiviert sein zu wechseln. Zwar gibt es einige Merkmale der Kamera, die bei anderen Herstellen nicht vorhanden sind, aber es ist eben nicht genug. Schließlich muss ich bei einem Wechsel der Marke auch die Objektive wechseln. Dies generiert zusätzliche Kosten und der Preis der Kamera ist nicht gerade niedrig. Bleiben die Panasonic Anwender, die bereits im Micro Four Thirds System sind. Dazu kommen die Anwender der E-M10 Mark IV und PEN E-P7. Hierbei handelt sich meistens um Kunden die sehr gefährdet sind der Kameraindustrie verloren zu gehen. Kameras von Smartphones werden immer besser und der Großteil und die Anwender die sich eine E-M10 Mark IV und PEN E-P7 versteht den Unterschied verschiedener Brennweiten nur rudimentär. Ich bezweifle, dass diese Anwender bereit sind den Kamera Preis zu zahlen.

Schlussfolgerungen


Meiner Meinung nach wird es die OM System OM-5 schwer haben. Sie ist eine Kamera zwischen dem mit den neusten Funktionen ausgestattetem Flagship Model OM-1 und der wesentlich günstigeren E-M10 Mark IV. Geht es um Feature greift der Anwender eher zu OM-1, geht es um den Preis ist die E-M10 Mark IV die 1. Wahl. Dieses Phänomen ist allerdings nicht nur auf OM Digital Solutions begrenzt sondern zeigt das ganze Problem der Kamerabranche. Nach Jahren vieler Innovationen und Entwicklung neuer Sensoren ist die Entwicklung der Kameratechnologie doch eher begrenzt. Es gibt einfach nicht mehr alls 1-2 Jahre so große Entwicklungsschritte, die den Technik begeisterte Anwender zufrieden stellen können.

Detaillierte technische Reviews der OM System OM-5

  1. Mirrorless Comparison hat sowohl einen sehr schönen Vergleich zwischen der E-M5 Mark III und der OM-5 als auch einen Vergleich der OM-1 mit der OM-5
  2. Ein Klassiker für Reviews ist natürlich Dpreview die hier über die ersten Eindrücke der OM-5 schreiben.
  3. Frank Fischer hat ein kleines Video über seine Eindrücke auf YouTube geteilt.

Deine Meinung zählt.

Ich freue mich deine Meinung in den Kommentaren zu lesen und darüber zu diskutieren wie du die Zukunft der Kameraindustrie im Generellen und von OM Digital Solutions im Speziellen zu disktutieren.

Lohnt sich ein Fototörn auf der Elbe?

Jeder Tourist in Hamburg sollte einmal eine Barkassenfahrt gemacht haben. Die Stadt vom Wasser aus zu erleben ist eben etwas anderes. Die günstige Alternative dazu ist eine Fahrt mit den Hadag Fähren, die zum öffentlichen Nahverkehr gehören. Ist man engagierte Fotograf haben beide Alternativen allerdings einen entscheidenden Nachteil. Die Bilder die man von diesen Fahrten mitbringt wurden schon 1000 mal gesehen. Deshalb bietet die Photopia Hamburg in Zusammenarbeit mit der FF Fotoschule einmal im Monat einen Fototörn auf der Elbe an. Dieser richtet sich speziell an Fotografen. Ob sich dieser auch lohnt will in hier ein wenig beleuchten.

Die Rahmenbedingungen für den Fototörn auf der Elbe

Infiziert wurde diese Möglichkeit von keinem geringeren als Christan Popkes. Seines Zeichen Fotograf, Kurator der Oberstdorfer Fotogipfels und künstlerischer Leiter der Photopia Hamburg. Bei vielen der Ausfahrten ist der mit an Bord und steht mit Rat und Tat zur Verfügung. Durchgeführt und betreut werden die Fahrten von der FF-Fotoschule. Das stellt sicher, dass immer ein erfahrener Trainer mit an Bord ist. Speziell unerfahrene Fotografen schätzen es eine Ansprechperson für Tipps und Tricks zu haben.

Frank Fischer und Christian Popkes beim Fototörn auf der Elbe.

Der Fototörn auf der Elbe findet auf einer eigens gemieteten Barkasse statt. Diese Barkasse fasst normalerweise bis zu 150 Personen. Beim Fototörn sind es aber wesentlich weniger. Bei meiner Fahrt waren ca. 25 Personen an Bord. Deshalb hat man auch mehr als genügend Platz sich zu bewegen. Das bedeutet auch, dass man genügend Möglichkeiten hat seine Perspektive zu wählen.

Unterschied zu normalen Hafenrundfahrten

Im Titelbild habe ich ein Schiff der normalen Hafenrundfahrten verwendet. Diese Fahrt ist aber etwas ganz besonderes. Zum Einen ist der Kapitän gebrieft an fotografisch besondere Orte im Hafen zu fahren. Zum Anderen weiß er auch was sich Fotografen wünschen. Er ermöglicht es ganz besondere Perspektiven zu erreichen, weil er eben nicht wie andere Barkassen nur an den Schiffen vorbei fährt. Er manövriert das Boot gekonnt in Positionen die einen außergewöhnlichen Blick auf den Hafen zu lassen.

Die Ergebnisse vom Fototörn auf der Elbe

Wenn ich mir die Bilder, die ich von diesem kleinen 2 stimmigen Trip mitgebracht habe ansehe bin ich begeistert. Aber seht selbst.

Fazit

Um meiner Frage der Überschrift ob der Fototörn auf der Elbe sich lohnt zu beantworten hier noch ein kleines Fazit. Ich denke ja. Nicht nur, dass auf der Barkasse genügend Bewegungsraum vorhanden ist, nein auch die Perspektiven die man auf dieser Fahrt bekommt sind außergewöhnlich. Zusätzlich hat man erfahrene Fototrainer zur Hand und hat bei Fragen immer eine kompetente Ansprechperson. Dies macht die Fahrt auch für Anfänger oder unerfahrene Fotografen interessant. Also solltet ihr dieses Angebot noch nicht wahrgenommen haben, dann zögern nicht lange. Auf der Seite der FF-Fotoschule könnt ihr die Termine der nächsten Ausfahrten sehen und auch gleich buchen.

Freue mich wenn ihr eure persönlichen Erfahrungen in den Kommentaren teilt. Lasst mich wissen wie es euch gefallen hat. Ich bin auf eure Bilder gespannt.

Oberstdorfer Fotogipfel der Zehnte

Vom 29.6-3.7.2022 fand der 10. Oberstdorfer Fotogipfel statt. Schirmherr wie letztes Jahr war Norbert Rosing. Da letztes Jahr kein Präsensgipfel stattgefunden hat war auch das Thema Berge. Dieses Mal aber eben Berge 2.0 um zu zeigen, dass dieses Thema zum zweiten Mal verwendet wurde. Trotz oder vielleicht auch deswegen waren die Ausstellungen alle samt sehenswert. Neben den Ausstellungen gab es auch wieder Workshops, mit einem breiten Spektrum an Themen.

Aufgenommen auf den 10. Oberstdorfer Fotogipfel. Donnerstag regnete es sehr stark und deshalb konnte dieses Bild entstehen, da eine Wiese überflutet war

Die Ausstellungen auf dem Oberstdofer Fotogipfel

Robert Rosing

Die Hauptaustellung war wie immer auf dem Gipfel des Nebelhorns. Die Location ist einfach unglaublich. Da oben Bilder anschauen zu können hat schon etwas besonderes. Ausgestellt wurden wir immer die Bilder des Schirmherren. Wie oben geschrieben war das Norbert Rosing. Wieder einmal bewies er seine außerordentliche Fähigkeit Landschaft in Szene zu setzen. Mit dem Thema “Zen Mountain” trifft er den Grund weshalb ich die Fotografie immer mehr zu schätzen weiß.

“Das Höchste im Zen ist aber immer die direkte Erfahrung des gegenwärtigen Augenblicks, an dem Norbert Rosing den Betrachter seiner Bilder auf einzigartige Weise teilhaben lässt.”

Oberstdorfer Fotogipfel

Der Augenblick, dem man bei der Fotografie erleben darf, in einem Bild festzuhalten. Damit kann die Erinnerung festgehalten und geteilt werden.

Michael Martin auf dem Oberstdorfer Fotogipfel

Die für mich beeindruckendste Ausstellung war die von Michael Martin “Terra – Berge der Welt”. Die Bilder wurden in der Wandelhalle sehr großformatig präsentiert. Das ist schon sehr beeindruckend. Vor allem wenn es um das Thema Berge geht. Es gibt einem das Gefühl wie klein man ist. Es regt zu nachdenken an, wie wir Menschen mit der Natur umgehen.

Langzeitbelichtung Gaisalptobel aufgenommen auf dem 10- Oberstdorfer Fotogipfel
Gaisalptobel

Profifoto – New Talent Award

Ein weiteres Highlight bei den Ausstellungen ware der “New Talent Award” von Profifoto. Sie war in der Villa Jaus zu sehen. Meiner Meinung nach der beste Ort eine Ausstellung in Oberstdorf zu präsentieren. Die Ausstellung zeigt wieder einmal, dass die jungen Fotografen voller Ideen sind. Leider gibt es viel zu wenig Sichtbarkeit für diese kreative Fotografie. Umso schöner, dass Profifoto den “New Talent Award” ins Leben gerufen hat. Denn dieser Award hat zum Ziel Sichtbarkeit den jungen und talentierten Fotografen zu geben.

Eigene Ausstellung auf der Oberstdorfer Fotogipfel

Besonders stolz bin ich, dass auch Bilder von mir ausgestellt wurden. In den letzten Jahren in denen ich zum Oberstdorfer Fotogipfel gereist bin, habe ich immer mal wieder Panoramen in der Umgebung gemacht. Diese passten natürlich nicht nur zum Thema sondern auch zum Ort. Deshalb hatte ich die Ehre 6 meiner Panoramen im Cewe Haus der Fotografie zu präsentierten. Ich danke hierfür vor allem dem Kurator Christian Popkes. Für alle, die nicht in der Lage waren Oberstdorf während des Fotogipfels zu besuchen hier die Bilder der Ausstellung.

Workshops

Wie jedes Jahr gab es auch dieses Jahr wieder eine Menge an Workshops. Hier kann sich jeder ein Thema, bei dem er sich verbessern möchte aussuchen. Dabei reicht die Spannweite von der Portraitfotografie über die kreative Produktfotografie bis hin zur Landschaftsfotografie. Für jeden sollte hier etwas dabei sein. Dabei denken sich die Workshopleiter nicht nur innovative Formate aus die Themen zu präsentieren sondern in vielen Fällen hat man sogar exklusiven Zugang zu bestimmten Gebieten. So kann man zum Beispiel bei den Workshops Langzeitbelichtungen in der Breitachklamm, die Klamm außerhalb der Öffnungszeiten betreten und so ohne störende Gäste fotografieren.

Langzeitbelichtung Gaisalptobel aufgenommen auf dem 10- Oberstdorfer Fotogipfel

Oder man geht mit Oliver Richter auf ein Biwak in auf einen der Nahe gelegenen Gipfel. Das ist normalweise auch nicht möglich, da es sich bei den Alpen um Oberstdorf um ein Naturschutzgebiet handelt. Dabei achtet Oliver natürlich darauf, keinerlei Spuren zu hinterlassen. Ihr seht also es lohnt sich in Oberstdorf einen Workshop zu belegen.

Ich hatte dieses Jahr die Ehre mein Wissen über die Panoramafotografie zu teilen. Hoffentlich wird das nächstes Jahr wieder möglich sein. Dann vielleicht auch mit einer neuen innovativen Idee. Lasst Euch überraschen. Das Beitragsbild ist übrigens auf dem diesjährigen Oberstdorfer Fotogipfel entstanden.

Der 8. Oberstdorfer Fotogipfel

Auch über den 8. Oberstdorfer Fotogipfel habe ich meine Eindrücke in einem Blogpost zusammengefasst. Vielleicht habt Ihr ja Lust auch diesen zu lesen.

Familien Safari in Botswana

Sunset Camp Pelo

Seitdem ich in 2017 und 2019 in Zimbabwe und Botswana alleine auf Safari war, wollte ich meiner Familie die gleiche Erfahrung geben. Ich bin dieses Jahr 50 geworden. Deshalb wollte ich etwas besonderes machen. Statt eine große Feier zu machen, entschieden wir und für eine Familiensafari. Wir entschieden uns mit Wilderness Safaris nach Botswana zu reisen. Bei meinen ersten Reise waren die Erfahrungen mit Wilderness Safaris herausragend. Botswana bietet auf relativ kleinem Raum tolle Möglichkeiten Tiere zu sehen. Also die perfekte Kombination in kurzer Zeit viel zu erleben.

Die Reiseroute der Familien Safari

Unser Reiseplan sah folgendermaßen aus. Drei Camps in 7 Tagen. Pelo, das erste Camp, liegt auf einer Insel in Form eines Herzens. Daher auch der Name, Pelo heist in Sezuana Herz. Tubu Tree folgte darauf. Es liegt ebenfalls in der Jao Consession und ist bekannt für Leoparden. Das dritte und letzte Camp war Duma Tau, welches direkt am Linyanti Fluss liegt. Alle drei Camps hatten ihren Charm und waren total anders von Landschaft und den Tieren, die wir gesehen haben.

Landschaftsaufnahme in der Nähe von Camp Pelo. Aufgenommen während einer Fahrt mit dem Mokorro

Die Anreise zur Familien Safari

Die Anreise von Hamburg ging über Zürich nach Johannesburg. Von dort aus flogen wir nach Maun, welches das Tor zum Okavango Delta ist. Interessanter Weise ist Maun, bezüglich Flugbewegungen, nach Johannesburg der zweitgrößte Flughafen in Africa. In Maun wurden wir bereits von Wilderness Safaris in Empfang genommen. Von Maun ging es mit einer kleinen Chesna mit 12 Sitzplätzen in den Bush. Insgesamt hat die Anreise ca. 20 Stunden gebraucht.

Pelo unser erstes Camp

Im Bush landet man auf einer kleinen Piste die Airstrip genannt wird. Ein Mitarbeiter vom Camp wartete schon, um uns abzuholen und ins Camp zu bringen. Die Fahrt nach Pelo ein Erlebnis. Auf dem Weg zur Bootsstation, wie oben erwähnt liegt Pelo auf einer Insel, sahen wir Giraffen, Büffel und die sehr seltenen Wildhunde. Nach dem Umstieg ins Boot geht es, sehr gemütlich, Richtung Camp. Am Wegesrand viele Vögel und unser erstes Krokodil. Am Camp angekommen, wurden wir vom Campmanager Abo herzlich empfangen. Hier bekamen wir erst einmal einen Willkommensdrink und einen kleinen Snack. Nach einer kurzen Sicherheitseinweisung wurden und die Zimmer gezeigt. Ein Traum mit viel Platz und einer Außendusche.
Das Highlight des Camps ist allerdings die Toilette im Gemeinschaftbereich. Eine Toilette mit einem solchem Ausblick findet man nur selten. Abends beim Abendessen lernten wir unseren Guide Chaplin kennen und erfuhren, dass neben uns nur noch ein weiterer Gast im Camp war.

Sonnenuntergang im Camp Pelo. Der perfekte Start für eine Familien Safari

Pelo der zweite und dritte Tag


Am nächsten Tag fuhren wir also zu fünft los. Im Bush fängt der Tag sehr früh an. Frühstück kurz vor Sonnenaufgang so gegen 5:30 Uhr. Um 6 Uhr fährt man bereits los. Die Tiere sind Mittags wenn es heiß ist träge. Ruhen sich aus. Deshalb ist es sinnvoll früh loszufahren um die Tiere in Aktion zu erleben. Auch am zweiten Tag durften wir viele Tiere sehen. Was für mich am beeindruckendsten war, sind die Mengen an afrikanischen Fischadlern, die wir gesehen haben. Nach dem fünften wird es langsam beeindruckend. Es zeugt auch davon wie groß da Nahrungsangebot im Okavango Delta ist. Den obligatorischen Sundowner am Abend haben wir mit Flußpferden verbracht. Nur wenige Meter von uns entfernt genossen sie, wie wir den Sonnenuntergang. Ein beeindruckendes Erlebnis.

Am dritten uns letzten Tag in Pelo hatten wir uns entschieden eine Mokorrofahrt zu machen. Das Mokorro ist ein traditionelles Boot, ein Einbaum, mit dem man in seichten Gewässern fahren kann. Es ist die entspannendste Art sich Tiere im Okavango Delta anzuschauen. Da du dich damit langsam fortbewegst sieht man nicht nur die großen Tiere sondern eben auch die Kleinigkeiten. Dazu hatten wir mit Chaplin auch einen hervorragenden Guide an der Seite, der uns auch Einges über die Natur erzählen konnte. Dann war es allerdings auch schon wieder so weit, dass wir Pelo in Richtung Tubu Tree verlassen mussten.

Vom Schilf startender Eisvogel.

Zweite Station Tubu Tree

Tubu Tree ist gegenüber Pelo ein großes Camp und hatte auch mehr Gäste. Bei Flut steht es direkt am Wasser. Da diese aber noch nicht voll ausgeprägt war konnten wir das nur Ahnen. Trotzdem liegt auch dieses Camp an einer wunderschönen Stelle im Busch. Alle Zimmer haben eine eigene Terrasse mit der man auch über die Mittagszeit die vorbeiziehenden Tiere beobachten konnte. Der Ablauf ist in allen Camps derselbe. Man hat zwei Game Drives, einen morgens gegen 6 Uhr und den anderen Nachmittags gegen 15:30 Uhr.
Gegenüber Pelo ist die Tierwelt in Tubu Tree, obwohl es nur 5 Flugminuten entfernt ist, ein wenig anders. Hier gibt es weniger Wasser und deshalb auch weniger Vögel. Dafür gibt es eben mehr Landtiere und bereits am ersten Nachmittag konnten wir uns über Giraffen, Büffel und Zebras freuen. Ein Leoparden, für die das Camp bekannt ist aber leider nicht. Das sollte sich aber am zweiten Tag ändern.

Giraffe vor Sonnenuntergang in der Nähe von Camp Tube Tree

Tubu Tree der zweite Tag, ein Treffen mit den Leoparden

Bereits beim Frühstück merkte man unserem Guide Delta an, dass er Lust hatte los zu fahren. Er wollte uns nicht einmal die Zeit geben einen Tee zum Frühstück zu bekommen. Dies hatte seinen Grund. Er hatte bereits die Information bekommen, dass ein Leopard in der Nähe des Camps gesichtet wurde. Dies bedeutete allerdings nicht gezwungener Maßen, dass wir diesen auch zu Gesicht bekommen werden. Schließlich sich Leoparden Einzelgänger. Deshalb können sie sich auch gut verstecken. Bei der Fahrt waren deshalb alle Sinne auf Alarmbereitschaft. Fährten wurden gelesen und den Alarmsignalen der anderen Tiere gelauscht. Zusätzlich waren alles Guide über Funk miteinander im Kontakt. Natürlich war es aber auch so, dass wir während der Suche nach dem Leoparden auch andere Tiere gesehen haben.

Elefantenherde in der Nähe von Tuba Tree


Unter anderen eine Elefantenherde. Unter den Erwachsene ein frisch geborenes Elefantenkind. So jung, dass es noch nichts mit dem Rüssel anzufangen wusste. Also versuchte es mit dem Mund zu trinken. Ein Erlebnis, dass man so schnell nicht vergessen wird. Erinnerte ein wenig an ein Menschenkind, dass lernt mit Messer und Kabel zu essen. Dann trafen wir noch drei junge Löwen die noch mit ihrer Mutter durch die Lande zogen. Tagsüber ist davon natürlich nicht so viel zu sehen. Löwen jagen bevorzugt Nachts und tagsüber liegen sie lieber im Schatten. Dabei Ruhen sie sich aus.

Der erste Leopard auf unserer Familien Safari

Dann endlich, urplötzlich kam der Leopard aus dem Busch. Er zog etwa drei Meter von uns entfernt vorbei. Welch ein aufregender Moment. Vor allem für meinen Sohn und meine Frau, die noch nie einen Leoparden in freier Natur gesehen hatten. Dabei noch so nahe, dass man ihn beinahe streicheln konnte. Es war allerdings eine kurze Begegnung, weil er gleich wieder im dichten Busch verschwand. Leider war es unmöglich im zu folgen. Nach einem langen Tag und einem, wieder einmal, unglaublichen Sonnenuntergang fuhren wir zurück ins Camp. Hier erwartete uns noch eine Überraschung. Es war schon dunkel und wir waren kurz von dem Camp. Plötzlich kreuzte eine weiter Leopardin die Autoscheinwerfer. Es war die Mutter, des Leoparden den wir am Tag getroffen hatten. Sie hatte ihren Sohn im Camp, während der Pandemie, auf die Welt gebracht. Deshalb ist sie des öfteren immer noch in der Nähe. Sie liebt das Camp.
Die gesamte Geschichte findet ihr in der Geschichte “Tubu Tree – A Leopard’s Safe Haven” von Suzi Eszterhas auf dem Wilderness Safaris Blog. Spannend zu lesen, zeigt es doch wie sehr die Camps von Wilderness Safaris in die Natur integriert sind.
Nach weiteren tollen Erlebnissen war es Zeit die zweite Station unserer Familien Safari zu verlassen und nach Duma Tau weiter zu reisen.

Leopard in der Nähe von Camp Tuba Tree

Duma Tau die dritte und letzte Station unserer Familien Safari

Duma Tau liegt am Ufer des Linyanti Flusses und ist ungefähr 45 Minuten Flugzeit entfernt von Tubu Tree. Es handelt sich hierbei um ein Premium Camp von Wilderness Safaris. Somit handelt es sich um die höchste Camp Kategorie die Wilderness Safaris anbietet. Das merkt man bereits bei der Abholung vom Flugzeug. Statt drei Sitze pro Reihe haben die Geländewagen nur zwei Sitze pro Reihe. Es gibt also wesentlich mehr Platz. Auch das Camp ist viel großzügiger gestaltet. In Duma Tau hatten wir ein Familienzelt. Welches neben einem Schlafzimmer für mich und meine Frau auch ein Schlafzimmer für unseren Sohn hatte. Zusätzlich gab es einen Gemeinschaftsbereich und einen privaten Pool. Den haben ich und mein Sohn natürlich ausführlich genossen.

Duma Tau und Elefanten die den Fluß überqueren

Elefanten überqueren Flüsse an stellen, die sie von ihre Vorfahren gelernt haben. Duma Tau ist genau an einer solchen Stelle erbaut. Dabei wurden die Wege der Elefanten frei gelassen. Ergebnis ist, dass die Tiere gerne mal durch das Camp wandern. Hierfür haben die Wege extra einen Durchlass. Sollte ein Elefant diesen queren während man auf dem Weg ins sein Zelt ist, hat dieser natürlich Vorfahrt. Das schöne dabei ist, dass du eigentlich immer Elefanten siehst wenn du auf der Terrasse bist. Das die Tiere so entspannt sind zeigt auch, dass sie durch das Camp nicht gestört werden.

Elefanten überqueren den Linyanti in der Nähe von Duma Tau

Leoparden und brüllende Löwen und Löwennachwuchs

Die Vegetation rund um Tubu Tree ist total anders als im Okavango Delta. Du siehst wesentlich mehr Bäume. Dennoch ist die Vielfalt an Tieren nicht geringer. Bereits bei der Abendausfahrt am ersten Tag hatten wir Glück. Wir trafen eine Leopardin auf einem Baum, die auf ihre Beute aufpasste. Da sie satt war, war sie auch sehr entspannt. Mindestens eine Stunde haben wir sie beobachtet. Beim Trinken, entspannen und herum lungern. Nie wurde es langweilig.

Leoparden entspannt auf dem Baum.

Wir haben auf unserer Familien Safari so gut wie alles gesehen. Alleine Geparden noch nicht. Deshalb hatte ich unseren Guide See gefragt ob es welche in der Nähe von Duma Tau gibt. Er meinte, weiter im Osten wurden welche zwei Tage zu vor gesichtet. Deshalb machten wir uns am zweiten Tag in Richtung Osten auf. Die Hoffnung Geparden zu Gesicht zu bekommen. Diese Hoffnung wurde leider enttäuscht, dafür trafen wir eine Löwin mit drei Jungen an. Auch dies war ein Erlebnis. Vor allem zu sehen wie unterschiedlich die Charaktere der einzelnen Jungen war. Einer war mutig und immer vorne. Die anderen Beiden waren eher vorsichtig und versteckten sich vor uns sehr lange. Die Mutter war aber sehr entspannt. Deshalb trauten sich die Kleinen auch schnell wieder aus dem Gebüsch.

Löwin entspannt und passt auf den Nachwuchs auf.

Auf dem Weg zu der Löwenfamilie trafen wir noch eine einzelne Löwin. Sie hatte ihr Rudel verloren und war auf der Suche. Sie folgte den Geruchsspuren und lauschte immer mal wieder. Da sie aber nichts hörte, brüllte sie um Kontakt aufzunehmen. Das geht ganz schön durch Mark und Bein. Ist aber höchst interessant. Die Antwort ließ nämlich nicht lange auf sich warten. Es stellte sich heraus, dass sie in die falsche Richtung unterwegs war. Sie drehte also um und verschwand im Dickicht.

Der letzte Morgen

Die ganze Reise war ein unvergessliches Erlebnis. Es wurde aber am letzten Tag noch abgerundet. Wir fanden noch einen Löwen, der augenscheinlich ein Flusspferd erlegt hatte. Er lag auf dem Rücken. Alles Viere von sich gestreckt. Er hatte offensichtlich so viel gefressen, dass er nicht mehr in der Lage war sich zu bewegen. Anders als wir Menschen müssen die Tiere essen wenn sie etwas erlegt haben. Sie wissen nie wann es wieder etwas zu Essen gibt.

Löwe ruht sich nach ausgedehntem Mittagessen aus

Dann war es Zeit zurück nach Maun zu fliegen und die Lange Rückreise über Johannesburg und Zürich anzutreten. Auf dieser kurzen Reise haben wir mehr erlebt als in manch anderer drei Wochenreise. Wir haben viel Neues gelernt und etliche Bilder gemacht. Es wird eine Reise sein die uns sehr lange in Erinnerung bleiben wird. Nicht nur wegen der Natur sondern auch wegen der Menschen die uns herzlich aufgenommen haben. Eines Tages werden wir sicherlich nach Afrika zurückkommen. Einen Zoo werden wir so schnell nicht wieder besuchen. Die Tiere in freier Natur zu erleben ist viel intensiver und spannender.

Was euch auch interessieren wird

Ich habe auch über meine erste Reise in 2017 im Blog “Kurztrip zu den großen Fünf” geschrieben” Es sind die Erlebnisse die mich inspiriert haben zusammen mit meiner Frau und meinem Sohne auf Familien Safari zu gehen.
Lasst mich in den Kommentaren wissen, wie ihre meinen kleinen Bericht fandet. Ich freue mich auch, wenn ihr hier eure Erfahrungen mit mir teilt.