In Kamera Fischaugen Korrektur

Fischaugen Objektiv sind sehr spezielle Objektive mit denen man zum Beispiel sehr einfach 360° Panoramen erstellen kann. Durch die starke Verzerrung die durch den großen Bildwinkel entsteht ist aber bei vielen Anwendungen störend. Mit Software kann diese Verzerrung korrigiert werden. Die E-M1 Serie kann diese Entzerrung bereits in der Kamera machen. Dies hat den Vorteil, dass man bereits bei der Aufnahme sieht wie sich die Entzerrung auswirkt und entsprechend das Bild gestalten. Mit dieser Technik bekommt man als Fotograf ein Ultraweitwinkel Objektiv mit einer Blende von 1.8, welches einzigartig auf dem Markt ist.

1 Drücke den „Menü“ Knopf und gehe in Menü J1.

2 Wähle „Fischaugen Korrekur“ und drück „OK“. Danach drücke den rechten Cursor.

3 Wähle „…“ und presse den Cursor noch einmal nach rechts.

4 Wähle Deine bevorzugten Bildwinkel und drücke 3x „OK“

1 = 5.5mm / 123° / 2=7 mm / 114° / 9 mm / 100°

5 Hast Du die Fischaugenkorrektur einschaltet zeigt die Kamera auf dem Bildschirm ein kleines Symbol an. Die Nummer neben dem Symbol zeigt Dir welcher Bildwinkel ausgewählt ist.

Achtung: Sobald die FIschaugenkorrektur eingeschaltet ist zeigt die Kamera ein korrigiertes Bild an. Wenn Du in RAW arbeitest wird das Bild selbst allerdings nicht korrigiert, das musst Du nachträglich in der Software anwenden. In Olympus Workspace erkennt die Software automatisch, dass Du die Fischaugenkorrektur verwendet hast und zeigt das Bild direkt korrigiert an.

6 Um die Fischaugenkorrektur ein- und auszuschalten ohne jedes mal in das Menü zu müssen kannst Du einen Fn Knopf programmieren. Dies kannst Du in Menü B vornehmen.

M.Zuiko Digital ED 100-400mm F5-6.3 IS

Blaumeise beim starten

Diese Woche hat Olympus das M.Zuiko Digital ED 100-400mm F5-6.3 IS vorgestellt und ich hatte die Möglichkeit damit bereits zu fotografieren. Nachdem ich die ersten Bilder gemacht hatte, was ich persönlich sehr überrascht über die hervorragende Bildqualität. Es handelt sich schließlich um ein sogenanntes Standardobjektiv und nicht um ein Pro Objektiv. Dennoch ist an der Bildqualität nichts auszusetzen, Auch and der Geschwindigkeit und der Präzision des Autofokus ist nichts auszusetzen. Die technischen Daten sind ausführlich auf vielen Webseiten beschrieben worden, deshalb will ich auf diese hier überhaupt nicht eingehen. Meine Intention hier ist über die Erfahrungen, die ich mit dem Objektiv gemacht habe zu teilen und zu beschreiben.

Lichtstärke

Das Objektiv ist mit einem Blendenbereich von 5-6.3 nicht gerade Lichtstark, weshalb man als Fotograf bei schlechten Lichtbedingungen dazu gezwungen wird die Empfindlichkeit der Kamera zu erhöhen. Ich habe mit einer Olympus OM-D E-M1 Mark III fotografiert und dabei Empfindlichkeiten bis zu 6400 ISO verwenden und bin durchweg mit den Ergebnissen zufrieden. Muss man also nicht gerade schnell bewegte Objekte bei sehr schlechten Lichtverhältnissen fotografieren, ist das Objektiv sehr gut geeignet. An die Grenzen kommt es wenn die Lichtsituation nicht ideal ist.

Brennweitenbereich

Mit einem Brennweitenbereich von 100-400mm ist das Objektiv hervorragend für die Tierfotografie und im speziellen der Fotografie von Vögeln geeignet. Das Objektiv liefert einen Bildwinkel, der dem eines 200-800mm für das Kleinbildformat entspricht. Zusätzlich können die 1.4x und 2.0x Telekonverter von Olympus verwendet werden. Dadurch erreicht man einen Bildwinkel, dem Kleinbildformat entsprechend, von bis zu 1600mm. Dies hilft zusätzlich Bilder aus einer großen Entfernung aufzunehmen, was natürlich vor allem hilfreich bei Tieren, die scheu sind. Die Ergebnisse sind sowohl mit dem MC-14 als auch mit dem MC-20 sehr ansehnlich. Der Nachteil ist, dass man mit den Konvertern 1 bzw. 2 Blendenstufen an Lichtstärke verliert und so noch mehr Licht für die Aufnahme haben sollte, wenn man nicht zu sehr die Empfindlichkeit erhöhen will.

Makro Eigenschaften

Neben der herausragenden Teleobjektiveigenschaften hat das Objektiv auch noch einen sehr geringen Fokusierabstand. Dadurch kann das Objektiv auch hervorragend für Makrofotografie eingesetzt werden. Durch den geringen Aufnahmeabstand bekommt man eine sehr geringe Schärfentiefe, was zu einer sehr schönen Freistellung führt. Hier ein paar Bilder die mit geringem Aufnahmeabstand entstanden sind.

Bildstabilisierung

Das Objektiv verfügt zwar über eine Bildstabilisierung, aber im Gegensatz zu dem M.Zuiko Digital ED 300 F4 IS PRO, unterstützt es kein Sync IS, bei dem die Stabilisierung von Objektiv mit der der Kamera zusammenarbeitet. Die Bildstabilisierung ist also nicht ganz so effektiv. Wenn man Olympus Kameras mit dem Objektiv einsetzt gibt es dennoch eine Verbesserung der Bildqualität wenn sowohl die Bildstabilisierung an Objektiv und an Kamera eingeschaltet ist. Dann übernimmt das Objektiv die Verschwenkachsen und die Kamera korrigiert die Rotationsbewegung, die hauptsächlich durch das Drücken des Auslösers entsteht.

Fazit

Das Objektiv ist für alle die eine lange Brennweite zu einem fairen Preis suchen ist das M.Zuiko Digital ED 100-400mm F5-6.3 IS perfekt geeignet. Mit den zusätzlichen Makroeingenschaften bietet das Objektiv einen Mehrwert und macht das es universell einsetzbar und die perfekte Ergänzung für jeden Fotorucksack. Der einzige Wermutstropfen ist die Lichtstärke, welche das Einsatzgebiet des Objektives für schlechte Lichtverhältnisse einschränkt. Für ein lichtstärkeres Objektiv muss man aber wesentlich mehr Geld auf den Tisch legen.

4 Faktoren, die Einfluss auf die Bildqualität digitaler Kameras haben

Einführung

Im Marketing sind verkürzte, möglichst einfache Botschaften sehr beliebt. Sie erlauben es, eine große Zielgruppe zu erreichen, ohne dass diese sich tief in die Thematik einarbeiten muss. In der digitalen Fotografie ist diese Botschaft „je größer der Sensor, desto besser die Bildqualität“.

Als die ersten Sensoren in Kleinbildgröße, d.h. mit einer Größe von 36x24mm2, auf den Markt kamen, haben die Hersteller diesem Format den Namen Vollformat gegeben. Dieser Name suggeriert, es gibt nichts Größeres und ist somit für den Endanwender ein klares Signal, dass er die beste Qualität gekauft hat. Dabei wird allerdings verschwiegen, dass der Sensor nur eine von insgesamt 4 Komponenten ist, die für die Bildqualität relevant sind.

Neben dem Sensor gibt es drei weitere Komponenten die essentiell wichtig für die Bildqualität sind. Das Objektiv, die Bildstabilisierung und der Bildprozessor. Wie diese Komponenten die Bildqualität beeinflussen will ich hier mit einfachen Beispielen zeigen. Ich hoffe meine Gedanken zeigen auf, dass in der Fotografie die Sensorgröße nicht der einzige Wert ist worauf man als Anwender achten sollte wenn man sich eine Kamera zulegen möchte.

Das Objektiv

Faktoren, die durch das Objektiv beeinflusst werden

  • Schärfe
  • Auflösung
  • Kontrast

Da das Objektiv in der Kette das erste Glied ist, nimmt es eine besondere Rolle bei der Bildqualität ein. Du kannst einen noch so guten, hochauflösenden Sensor in deiner Kamera haben, wenn das Objektiv nicht in der Lage ist die Details in dem Objekt vor der Kamera zu übertragen, wird der Sensor nicht in der Lage sein diese Details darzustellen. Dabei gibt es in der digitalen Fotografie, wegen der Sensorbeschaffenheit, höhere Anforderungen an ein Objektiv als zu analogen Zeiten. Zum Beispiel sollten die Lichtstrahlen möglichst im rechten Winkel auf den Sensor auftreffen. Ansonsten könnte ein Lichtstrahl der ein rotes Pixel treffen sollte ein blaues oder grünes Pixel treffen. Dies würde zu Problemen in der Farbverarbeitung führen, was möglichst vermieden werden sollte.
Hatte ein analoges 50mm F1.2 Objektiv noch 7 Linsen (Minolta Rokkor) so sind es bei einem modernen 50mm F1.4 Objektiv (Sony Planar T*FE 50mm F1.4 ZA) mit 12 Linsen beinahe doppelt so viele. Alleine dieser Wert zeigt, dass die Technologie im Bereich der Objektive seit der Digitalisierung einen großen Sprung gemacht hat. Es erklärt auch wieso ein Kleinbildobjektiv aus analogen Zeiten, wesentlich kleiner war als eines in der digitalen Welt.
Weil das Objektiv eine so besondere Rolle in der Bildqualität einnimmt, verstehe ich diejenigen Fotografen nicht die ihr hart verdientes Geld in eine teure Kamera stecken und aus welchen Gründen auch immer am Objektiv sparen. Persönlich würde ich es, wenn es aus Budget Gründen notwendig ist, immer umgekehrt machen. Neben dem Qualitätsaspekt spielt hier auch die Tatsache, dass Du ein Objektiv wesentlich länger behalten wirst als eine Kamera, eine wesentliche Rolle.

Der Sensor

Faktoren, die durch den Sensor beeinflusst werden

  • Schärfe
  • Bildrauschen
  • Dynamikumfang
  • Auflösung

Der Sensor ist nach dem Objektiv die zweite Komponente in der Kette, die die Bildqualität beeinflussen. Er hat großen Einfluss auf Bildrauschen, Dynamikumfang, Auflösung somit auch auf die Schärfe vom Bild. Allerdings in einer anderen Art und Weise, wie es im Allgemeinen diskutiert wird. So beeinflusst die Sensorgröße nur indirekt das Bildrauschen, den Dynamikumfang und die Schärfentiefe, aber dazu gleich mehr im Detail.

Bildrauschen / Dynamikumfang

Wenn man den Einfluss der Sensorgröße auf das Bildrauschen betrachten will muss man zunächst einmal sicherstellen, dass Technologieverbesserungen das Ergebnis nicht beeinflussen. Ich hatte glücklicherweise eine Sony Alpha 6000 und eine Sony A7II zur Verfügung. Beide Kameras sind im Jahr 2014 vorgestellt worden und somit kann angenommen werden, dass die Technologie zur Sensorherstellung die gleiche ist. Außerdem haben beide Kameras mit 6000×4000 Pixel eine identische Anzahl von Bildpunkten. Um herauszufinden, wie sich die Ergebnisse unterscheiden, habe ich mit beiden Kameras, mit demselben Objektiv und denselben Einstellungen ein Bild gemacht. Das Ergebnis sieht wie folgt aus.

Alpha 6000, ISO 25600
A7 II, ISO 25600

Schon in der Voransicht sieht man, dass die A7 II einen größeren Dynamikumfang hat als die Alpha 6000. Dies wird vor Allem im Mund besonders sichtbar. Schaut man sich eine Ausschnittvergrößerung an wird schnell klar, dass die A7 II weniger rauscht.

Alpha 6000, ISO 25600
A7 II, ISO 25600

Die meisten Tester hören an dieser Stelle mit den Vergleichen auf, schließlich wurde der Zusammenhang, größerer Sensor gleich geringeres Rauschen bestätigt. Ist das aber wirklich so? Die A7 II hat eine Funktion mit der man beim Auslesen der Daten den Bereich von Kleinbild auf APS-C umschalten kann. Sollte die Sensorgröße einen Einfluss auf das Bildrauschen haben, dann müsste der Effekt auch bei Bildern, die auf diese Weise entstanden sind, vorhanden sein. Schauen wir uns mal die Vergleichsbilder an.

A7 II APS-C Einstellung, ISO 25600
A7 II Kleinbildeinstellung, ISO 25600

Wie man sieht ist, der Dynamikumfang beider Bilder gleich groß. Wie aber sieht es mit dem Bildrauschen aus.

A7 II APS-C Einstellung, ISO 25600
A7 II Kleinbildeinstellung, ISO 25600

Das Rauschen ist ebenfalls identisch. Es kann also nicht an der Sensorgröße liegen, dass das Bildrauschen der Alpha 6000 höher ist als das der A7 II.
Der Schlüssel liegt in der Pixelgröße selbst. Da die Sony Alpha 6000 dieselbe Pixelanzahl auf einer kleineren Sensorfläche unterbringen muss, sind die Pixel zwangsläufig kleiner, oder anders gesagt: die Pixeldichte ist größer. Es ist also nicht so einfach wie es scheint. Die Sensorgröße ist kein Parameter für mehr oder weniger Bildrauschen, diese muss immer in den Zusammenhang der Pixelanzahl gebracht werden.
Die Pixelgröße einer APS-C Kamera mit 24 Millionen Pixeln entspricht in etwa der Pixelgröße einer Kleinbildkamera mit 54 Millionen Pixel. Würde ich einen Vergleich dieser beiden Kameras machen, wäre das Bildrauschen und der Dynamikumfang sehr ähnlich.