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Oberstdorfer Fotogipfel der Zehnte

Vom 29.6-3.7.2022 fand der 10. Oberstdorfer Fotogipfel statt. Schirmherr wie letztes Jahr war Norbert Rosing. Da letztes Jahr kein Präsensgipfel stattgefunden hat war auch das Thema Berge. Dieses Mal aber eben Berge 2.0 um zu zeigen, dass dieses Thema zum zweiten Mal verwendet wurde. Trotz oder vielleicht auch deswegen waren die Ausstellungen alle samt sehenswert. Neben den Ausstellungen gab es auch wieder Workshops, mit einem breiten Spektrum an Themen.

Aufgenommen auf den 10. Oberstdorfer Fotogipfel. Donnerstag regnete es sehr stark und deshalb konnte dieses Bild entstehen, da eine Wiese überflutet war

Die Ausstellungen auf dem Oberstdofer Fotogipfel

Robert Rosing

Die Hauptaustellung war wie immer auf dem Gipfel des Nebelhorns. Die Location ist einfach unglaublich. Da oben Bilder anschauen zu können hat schon etwas besonderes. Ausgestellt wurden wir immer die Bilder des Schirmherren. Wie oben geschrieben war das Norbert Rosing. Wieder einmal bewies er seine außerordentliche Fähigkeit Landschaft in Szene zu setzen. Mit dem Thema “Zen Mountain” trifft er den Grund weshalb ich die Fotografie immer mehr zu schätzen weiß.

“Das Höchste im Zen ist aber immer die direkte Erfahrung des gegenwärtigen Augenblicks, an dem Norbert Rosing den Betrachter seiner Bilder auf einzigartige Weise teilhaben lässt.”

Oberstdorfer Fotogipfel

Der Augenblick, dem man bei der Fotografie erleben darf, in einem Bild festzuhalten. Damit kann die Erinnerung festgehalten und geteilt werden.

Michael Martin auf dem Oberstdorfer Fotogipfel

Die für mich beeindruckendste Ausstellung war die von Michael Martin “Terra – Berge der Welt”. Die Bilder wurden in der Wandelhalle sehr großformatig präsentiert. Das ist schon sehr beeindruckend. Vor allem wenn es um das Thema Berge geht. Es gibt einem das Gefühl wie klein man ist. Es regt zu nachdenken an, wie wir Menschen mit der Natur umgehen.

Langzeitbelichtung Gaisalptobel aufgenommen auf dem 10- Oberstdorfer Fotogipfel
Gaisalptobel

Profifoto – New Talent Award

Ein weiteres Highlight bei den Ausstellungen ware der “New Talent Award” von Profifoto. Sie war in der Villa Jaus zu sehen. Meiner Meinung nach der beste Ort eine Ausstellung in Oberstdorf zu präsentieren. Die Ausstellung zeigt wieder einmal, dass die jungen Fotografen voller Ideen sind. Leider gibt es viel zu wenig Sichtbarkeit für diese kreative Fotografie. Umso schöner, dass Profifoto den “New Talent Award” ins Leben gerufen hat. Denn dieser Award hat zum Ziel Sichtbarkeit den jungen und talentierten Fotografen zu geben.

Eigene Ausstellung auf der Oberstdorfer Fotogipfel

Besonders stolz bin ich, dass auch Bilder von mir ausgestellt wurden. In den letzten Jahren in denen ich zum Oberstdorfer Fotogipfel gereist bin, habe ich immer mal wieder Panoramen in der Umgebung gemacht. Diese passten natürlich nicht nur zum Thema sondern auch zum Ort. Deshalb hatte ich die Ehre 6 meiner Panoramen im Cewe Haus der Fotografie zu präsentierten. Ich danke hierfür vor allem dem Kurator Christian Popkes. Für alle, die nicht in der Lage waren Oberstdorf während des Fotogipfels zu besuchen hier die Bilder der Ausstellung.

Workshops

Wie jedes Jahr gab es auch dieses Jahr wieder eine Menge an Workshops. Hier kann sich jeder ein Thema, bei dem er sich verbessern möchte aussuchen. Dabei reicht die Spannweite von der Portraitfotografie über die kreative Produktfotografie bis hin zur Landschaftsfotografie. Für jeden sollte hier etwas dabei sein. Dabei denken sich die Workshopleiter nicht nur innovative Formate aus die Themen zu präsentieren sondern in vielen Fällen hat man sogar exklusiven Zugang zu bestimmten Gebieten. So kann man zum Beispiel bei den Workshops Langzeitbelichtungen in der Breitachklamm, die Klamm außerhalb der Öffnungszeiten betreten und so ohne störende Gäste fotografieren.

Langzeitbelichtung Gaisalptobel aufgenommen auf dem 10- Oberstdorfer Fotogipfel

Oder man geht mit Oliver Richter auf ein Biwak in auf einen der Nahe gelegenen Gipfel. Das ist normalweise auch nicht möglich, da es sich bei den Alpen um Oberstdorf um ein Naturschutzgebiet handelt. Dabei achtet Oliver natürlich darauf, keinerlei Spuren zu hinterlassen. Ihr seht also es lohnt sich in Oberstdorf einen Workshop zu belegen.

Ich hatte dieses Jahr die Ehre mein Wissen über die Panoramafotografie zu teilen. Hoffentlich wird das nächstes Jahr wieder möglich sein. Dann vielleicht auch mit einer neuen innovativen Idee. Lasst Euch überraschen. Das Beitragsbild ist übrigens auf dem diesjährigen Oberstdorfer Fotogipfel entstanden.

Der 8. Oberstdorfer Fotogipfel

Auch über den 8. Oberstdorfer Fotogipfel habe ich meine Eindrücke in einem Blogpost zusammengefasst. Vielleicht habt Ihr ja Lust auch diesen zu lesen.

8. Oberstdorfer Fotogipfel

2020 ist ein in allen Belangen besonders Jahr. Nichts findet so statt wie es stattfinden sollte und Reisen ist sehr eingeschränkt. Dennoch wagten die Macher des 8. Oberstdorfer Fotogipfel das Fotofestival in den Alpen durchzuführen. Dies führte vorab zu einiger Kritik, vor allem von jenen die nicht vor Ort sein konnten oder wollten. Allen voran pen-and-tell der Meinung war, dass es keine gute Idee ist zu Zeiten von Covid-19 ein solches Fotofestival durchzuführen, vor allem weil auch das zuständige Gesundheitsamt scheinbar keinen Hygieneplan vorliegen hatte. Vor Ort stellte sich das ein wenig anders aus. An allen Stellen, waren klare Konzepte der Wegeführung und Erfassung von Teilnehmern vorhanden und ich habe mich zu jeder Zeit sicher gefühlt.

Der 8. Oberstdorfer Fotogipfel selbst war anders als sonst. Schon alleine weil er Ende September und nicht im Juni stattgefunden hatte. Im September ist das Wetter leider nicht so stabil wie im Juni und so hatten wir gefühlt mehrere Jahreszeiten in den 4 Tagen. Donnerstag war noch gut, aber am Freitag und am Samstag hatten wir einen Kälteeinbruch und selbst im Tal hatte es geschneit.

Workshop Eichhörnchen von Frank Fischer

Auch dieses Jahr hatte Frank Fischer den Workshop Eichhörnchen fotografieren angeboten. Ich hatte die Gelegenheit während des praktischen Teils im Eichhörnchenwald Fischen dabei zu sein. Es war allerdings wie gesagt kalt und nass, deshalb bin ich nach ca. 1 Stunde wieder gegangen. Habe aber trotzdem ein Bild gemacht welches zeigbar ist.

Bild vom Eichhörnchen Workshop des 8. Oberstdorfer Fotogipfel

Pilze fotografiern

Hier zu gab es leider keinen Workshop aber ich hatte ein wenig Zeit einige kleine Spaziergänge zu unternehmen und habe mir dabei das Thema Pilze ausgesucht, da dies zu der Jahreszeit passte. Hier einige Bilder die auf meinen Spaziergängen gemacht habe.

Landschaftsfotografie auf dem Fellhorn zum 8. Oberstdorfer Fotogipfel

Sonntag wurden wir für die beiden kalten und regnerischen Tage entschädigt. Zumindest diejenigen, die bis Sonntag geblieben waren. Auf dem Fellhorn begrüßte uns mit Schnee und einer Menge Sonne, so dass ich mich meinem Lieblingsthema Panoramafotografie widmen konnte.

Panorama Ansicht See an der Fellhorn Mittelstation
See an der Fellhorn Mittelstation
Panoramaansicht von der Fellhorn Mittelstation
Blick von der Mittelstation Fellhorn Richtung Südwesten

Aber auch im Tal war die Stimmung irgendwie einzigartig. Der Kontrast zwischen frisch gefallenem Schnee auf den Bergen und dem satten Grün im Tal bekommt man wohl nur zu dieser Jahreszeit.

Panoramaansicht Oberstdorf

Fazit

Es ist gut, dass es auch zu Zeiten einer Pandemie ein Fotofestival stattfinden kann und man nicht nur die sozialen Kontakte pflegen kann sondern auch sein Hobby genießen kann. Vor Ort ist alles dafür getan worden um zu verhindern, dass es zu Ansteckungen kommen kann. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr hoffentlich wieder unter “normaleren” Bedingungen.