Schnellauswahl von Bildern

Wenn man Funktionen, wie Serienbildaufnahmen, ProCapture oder Fokus Bracketing, verwendet kommen schnell sehr viele Bilder zusammen. Somit ist auch die SD Karte schnell gefüllt und nicht jedes Bild wird später auch wirklich gebraucht. Die normale Art einzelne Bilder in der Kamera zu löschen ist dauert ziemlich lange und ist deshalb nicht zielführend. Glücklicherweise gibt es in der E-M1 Serie eine Möglichkeit mit der du schnell und einfach viele Bilder markieren kannst.

1. Drücke die Wiedergabetaste um die Wiedergabe der Aufnahmen zu starten

2. Drehe das Hintere Wahlrad und in die Anzeige von der Einzelbildanzeige in die Briefmarkenanzeige zu wechseln. Die Methode geht zwar auch in der normalen Ansicht ist aber dann nicht so übersichtlich.

3.Wähle das erste Bild, dass du markieren willst aus, drücke und halte die Videoaufnahmetaste gedrückt.

4.Drehe das vordere oder das hintere Wahlrad um die Bilder zu markieren. Es können bis zu 200 Bilder in Folge gewählt werden.

Sobald du die Bilder ausgewählt hast, kannst du diese entweder löschen oder als geschützt bzw. zum Teilen mit OI. share markieren.

5 Tipps die Lebensdauer deiner Batterie zu verlängern

Auch wenn die modernen spiegellosen Systeme inzwischen Batterielaufzeiten haben, die einen über den Tag bringen, kann es dein, dass du in Situationen kommst in denen du sparsam mit der restlichen Energie sein musst. Hierzu will ich dir einige Tipps zur Hand geben, die es die ermöglichen möglichst lange weiterzuarbeiten.

Tipp 1:
Verwende den Bildschirm und nicht den Sucher!

Auch wenn der Bildschirm auf der Rückseite deiner Kamera größer ist, als der Bildschirm den der elektronische Sucher verwendet, verbraucht diese wesentlich weniger Energie. Das hört sich zunächst ein wenig paradox an ist aber logisch nachvollziehbar. Der Sucher hat eine höhere Pixelanzahl als der Bildschirm und jeder einzelne Bildpunkt muss umgeschaltet werden was Strom verbraucht. Außerdem wird der Sucher in aller Regel mit einer wesentlich höheren Frequenz angesteuert als der Bildschirm. Wenn man Bildpunkte öfters aktualisiert ist wiederum mehr Strom von Nöten.
Beide Faktoren führen dazu, dass der Sucher gegenüber dem Bildschirm auf der Rückseite mehr Strom verbraucht. Verwendest du also statt des Suchers den Bildschirm auf der Rückseite kannst du das Maximum an Batteriealaufzeit herausholen.

Tipp 2
Reduziere die Bildschrimhelligkeit!

Natürlich kannst du auch noch die Einstellungen des Bildschirms optimieren. Wenn du nämlich die Helligkeit des Bildschirm reduzierst kannst du weiter Strom sparen und die Batterielaufzeit damit verlängern.

Tipp 3
Schalte die Bildstabilisierung aus!

So gut die Bildstabilisierung in Olympus OM-D Kameras arbeitet, verbraucht die Bildstabilisierung natürlich bei jeder Korrektur eine Verwackelung Strom. Ist deine Batterie also beinahe am Ende und du muss dich entscheiden ob du weiter arbeiten oder die Bildstabilisierung verwenden willst, verzichte lieber auf die Bildstabilisierung, als dass du keine Bilder mehr machen kannst.

Super Control Panel Einstellung Bildstabilisierung

Tipp 4
Schalte den Autofocus ab!

Zwar wird bei modernen Kameras der manuelle Fokus mit Hilfe der AF Motoren realisiert, du kannst dennoch Strom sparen, wenn du den Autofokus ausschaltest. Das ist vor allem dann der Fall, wenn du Objekte fotografierst die sich nicht bewegen. Dann musst du den Fokus nur einmal einstellen. Der Autofokus hingegen bewegt den Motor jedes Mal wenn du den Auslöser halb drückst. Alternativ kannst du auch die Autofokus vom Auslöseknopf entkoppeln und auf den AEL/AEF legen, dann wir der Fokus auch nur dann verstellt wenn du diesen aktiv drückst.

Super Control Panel Einstellungen Autofokus

Tipp 5
Halte deine Batterien warm

Die Kapazität von Batterien hängt stark von der Temperatur ab. Bist du in der Kälte unterwegs ist die Lebensdauer der Batterie deshalb wesentlich kürzer als sonst. Deshalb habe ich in diesem Fall immer eine Batterie nahe am Körper, meistens in der Hosentasche, um diese warm zu halten. Dies kann ich dann verwenden wenn die Kamera in der Kamera schlapp macht.

Eigene Ordner in der Kamera anlegen

Nutzen der Funktion

Wenn man verschiedene Motive an einem Tag aufnimmt und nicht erst zu Hause am Rechner die Bilder sortieren möchte, gibt es die Möglichkeit auf der SD Karte für jedes Motiv einen eigenen Ordner anzulegen. Wechselt das Motiv kann man dann den Ordner entsprechend wählen und hat die Bilder schon sortiert wenn man zu Hause ankommt. Je nach dem wie der eigene Workflow aussieht kann das sehr hilfreich sein.

Eigene Ordner einrichten

Am einfachste erreichst Du die Einstellungen wie meistens über das sogenannte Super Control Panel. Es kann jederzeit während der Aufnahme über die “OK” Taste aufgerufen werden.

1 Im Super Control Panel wählst Du das kleine Kartensymbol in der linken unteren Ecken und bestätigst mit “OK”. Dadurch gelangst Du ohne Umwege in das Menü in dem Du den Ordner erstellen und auswählen kannst.

2 Wähle dort die Option “Speicherordner wählen” , In der Unteroption “wählen” kannst Du entweder einen bereits existierenden Ordner* auswählen oder einen neuen Ordner erstellen.

*Willst Du auf Deinem Rechner bereits einen Ordner erstellen musst Du darauf achten, dass dieser in dem Ordner “DCIM” liegt und der Ordnername muss die Struktur 101OLYMP haben ansonsten erkennt die Kamera den Ordner nicht.

3 Entscheidest Du Dich dazu einen neuen Ordner zu erstellen. Kannst Du in folgenden Dialog die Nummer des Ordners ändern. Eine frei Namenswahl ist nicht möglich.

Hier kannst Du auch später den Ordner in den du deine Aufnahmen speichern möchtest auswählen. Bitte beachte, dass wenn die den Wiedergabeknopf nur die Bilder die im gewählten Ordner sind aufrufen kannst.
Hast Du mehrere Ordner auf der Karte kannst kannst du Bilder im Wiedergabemodus durch drücken der “OK” Taste in einen anderen Ordner bewegen.

Benutzerdefinierte Weißabgleich

Nutzen der Funktion

Der automatische und die vordefinierten Weißabgleiche sind für Alltagssituationen hervorragend geeignet. Will man aber einen sehr präzisen Weißabgleich oder arbeiten in schwierigen Lichtsituationen führt ein benutzerdefinierter Weißabgleich zu wesentlich besseren Ergebnissen. Arbeitest Du nicht mit RAW Dateien, bei denen man den Weißabgleich auch nachträglich ändern kann, kannst Du bei OM-D Kameras den benutzerdefinierten Weißabgleich auch direkt in der Kamera definieren.

Benutzerdefinierten Weißabgleich einstellen

1. OK” Taste drücken um das Super Control Panel zu aktivieren. Wähle hier den Weißabgleich aus und drücke noch einmal die “OK” Taste.

2. Wähle einen der “Benutzerdefinierten Weißabgleiche” aus und drücke die “INFO” Taste.

3. Richte Deine Kamera auf ein neutrales Objekt (z.B. ein weißes Blatt Papier oder noch besser auf eine Graukarte), das mindestens 75% der Bildfläche bedeckt und nehme ein Bild auf.

4. Sobald Du das Bild aufgenommen hast fragt Dich die Kamera, ob der Weißabgleich der gemacht wurde gespeichert werden soll oder nicht.

Pro Tipp

Für den Fall, dass Du einen benutzerdefinierten Weißabgleich öfters machen willst, kannst Du auch eine programmierbare Taste mit der Funktion “Benutzerdefinierter Weißabgleich” belegen. Dann musst Du Dich nicht immer durch die oben beschriebene Prozedur kämpfen, sondern kannst durch drücken der programmierten Taste den benutzerdefinierten Weißabgleich aufrufen.

Spot Meetering mit dem AF Feld koppeln

Nutzen der Funktion

Als Fotograf versucht man das AF Feld auf dem Bild wichtigen Teil zu haben. Wenn Du das Spot Metering an das AF Feld koppelst stellst Du sicher, dass das Hauptobjekt richtig belichtet ist. Vergleichst Du die Methode mit einem Spot Metering welches in der Bildmitte misst bekommst Du mehr richtig belichtete Bilder.

Vorraussetzungen

1 Gehe zu “Custom Menu” and wähle “E3”. Wähle “Spot Metering” aus und drück “OK”.

2 Wähle welchen Spot Metering mode Du an den AF Punkt koppeln möchtest (Spot, Spot Highlight, Spot Shadow) und presse “OK”.

3 Verlasse das Menü und presse “OK” um das Super Control Panel zu öffnen. Wähle “Spot Metering” als Belichtungsmode. und bestätige in dem Du den Auslöser halb drückst.

4 Wähle ein Fokusfeld. In dem Du das AF Feld hin und her bewegst kannst Du kontrollieren ob die Kopplung funktioniert hat. Die Belichtung sollte sich ändern wenn Du das AF Feld bewegst.

C Modi richtig konfigurieren

Die OM-D Kameras der E-M1 Serie haben die Möglichkeiten auf dem Modus Wahlrad bis zu viel benutzerdefinierte Einstellungen abzuspeichern, um diese jeder Zeit schnell wieder aufrufen zu können. Hierbei gibt es einiges zu beachten weil man als Fotograf ansonsten sehr schnell durcheinander kommt. Im Folgenden will ich Euch zeigen wie hier am Besten vorgeht und was ihr zusätzlich machen könnt um noch schneller zwischen den Einstellungen zu wechseln.

Vorbereitungen

Da in den Benutzereinstellungen die man vornimmt alle Einstellungen berücksichtigt werden, muss du zunächst einmal alle Einstellungen vornehmen, die du deine Grundeinstellungen sind und in allen Betriebsmodi verwendet werden sollen. Ich schalte zum Beispiel den Ton für die Bestätigung vom Autofokus und das Zurückstellen der Objektive beim Ausschalten auf unendlich auf jeden Fall aus. Aber auch Einstellungen wir Autofokus Mode und Standard Knopfbelegung sollten bereits vor dem Programmierung von Benutzermodi direkt eingestellt werden.

Tipp

Ich programmieren bereits jetzt die Knöpfe, welche ich zum schnellen Umschalten der einzelnen C Modi verwende. Da ich nur C1 und C2 belege nehme ich dabei die beiden vorderen Knöpfe neben dem Objektiv.

Olympus OM-D E-M1 Mark III mit markierten Knöpfen.

Das hat den Vorteil, dass diese Knöpfe nachher im C1 Mode und im C2 Mode identisch belegt sind und sich gleich verhalten. Andernfalls kann das sehr verwirrend sein und einen zum Wahnsinn treiben.

Programmieren der C Modi

Sind alle gemeinsamen Einstellungen vorgenommen kannst Du dazu übergehen die Spezialitäten zu programmieren. Bei mir ist das gar nicht so viel. Auf C1 lege ich den ProCapture Modus H und auf C2 den ProCapture Modus L, damit ich schnell zwischen ProCapture mit Fokussierung zwischen den Bildern und ohne Fokussieren der Bilder umschalten kann.

1 Nehme alle Einstellungen vor die Du auf C1 legen willst und gehe in Kamera Menü 1. Hier findest du den Eintrag “Zurücksetzen / Benutzermodi” bestätige mit “OK”

2 Hier wählst du “…” und drückst erneut die “OK” Taste.

3 Wähle hier den C Modus aus auf den Du Deine Einstellungen programmieren willst.

Jetzt ist es besonders wichtig, dass du zunächst die Einstellungen die du auf dem nächsten C Modus nicht haben willst, wieder zurück nimmst. Danach kannst Du die neuen Einstellungen vornehmen und Schritt 1 bis 3 wiederholen.

Benutzereinstellungen schnell aufrufen

Es gibt, vorausgesetzt Du hast Knöpfe programmiert, zwei Möglichkeiten einen der programmierten Modi aufzurufen. Entweder über das Modus Wahlrad in dem Du auf den entsprechenden C Modus umstellst. Dies ist allerdings während der Aufnahme relative langsam und deshalb bei Situationen, bei denen man schnell sein muss, ungeeignet. Deshalb bevorzuge ich es mit den Knöpfen umzuschalten. Durch drücken des Kopfes kannst Du den Modus direkt ein und wieder ausschalten. Das ist die schnellste Art und Weise einen C Modus zu aktivieren