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Lohnt sich ein Fototörn auf der Elbe?

Jeder Tourist in Hamburg sollte einmal eine Barkassenfahrt gemacht haben. Die Stadt vom Wasser aus zu erleben ist eben etwas anderes. Die günstige Alternative dazu ist eine Fahrt mit den Hadag Fähren, die zum öffentlichen Nahverkehr gehören. Ist man engagierte Fotograf haben beide Alternativen allerdings einen entscheidenden Nachteil. Die Bilder die man von diesen Fahrten mitbringt wurden schon 1000 mal gesehen. Deshalb bietet die Photopia Hamburg in Zusammenarbeit mit der FF Fotoschule einmal im Monat einen Fototörn auf der Elbe an. Dieser richtet sich speziell an Fotografen. Ob sich dieser auch lohnt will in hier ein wenig beleuchten.

Lohnt sich ein Fototörn auf der Elbe?

Die Rahmenbedingungen für den Fototörn auf der Elbe

Infiziert wurde diese Möglichkeit von keinem geringeren als Christan Popkes. Seines Zeichen Fotograf, Kurator der Oberstdorfer Fotogipfels und künstlerischer Leiter der Photopia Hamburg. Bei vielen der Ausfahrten ist der mit an Bord und steht mit Rat und Tat zur Verfügung. Durchgeführt und betreut werden die Fahrten von der FF-Fotoschule. Das stellt sicher, dass immer ein erfahrener Trainer mit an Bord ist. Speziell unerfahrene Fotografen schätzen es eine Ansprechperson für Tipps und Tricks zu haben.

Frank Fischer und Christian Popkes beim Fototörn auf der Elbe.

Der Fototörn auf der Elbe findet auf einer eigens gemieteten Barkasse statt. Diese Barkasse fasst normalerweise bis zu 150 Personen. Beim Fototörn sind es aber wesentlich weniger. Bei meiner Fahrt waren ca. 25 Personen an Bord. Deshalb hat man auch mehr als genügend Platz sich zu bewegen. Das bedeutet auch, dass man genügend Möglichkeiten hat seine Perspektive zu wählen.

Unterschied zu normalen Hafenrundfahrten

Im Titelbild habe ich ein Schiff der normalen Hafenrundfahrten verwendet. Diese Fahrt ist aber etwas ganz besonderes. Zum Einen ist der Kapitän gebrieft an fotografisch besondere Orte im Hafen zu fahren. Zum Anderen weiß er auch was sich Fotografen wünschen. Er ermöglicht es ganz besondere Perspektiven zu erreichen, weil er eben nicht wie andere Barkassen nur an den Schiffen vorbei fährt. Er manövriert das Boot gekonnt in Positionen die einen außergewöhnlichen Blick auf den Hafen zu lassen.

Die Ergebnisse vom Fototörn auf der Elbe

Wenn ich mir die Bilder, die ich von diesem kleinen 2 stimmigen Trip mitgebracht habe ansehe bin ich begeistert. Aber seht selbst.

Fazit

Um meiner Frage der Überschrift ob der Fototörn auf der Elbe sich lohnt zu beantworten hier noch ein kleines Fazit. Ich denke ja. Nicht nur, dass auf der Barkasse genügend Bewegungsraum vorhanden ist, nein auch die Perspektiven die man auf dieser Fahrt bekommt sind außergewöhnlich. Zusätzlich hat man erfahrene Fototrainer zur Hand und hat bei Fragen immer eine kompetente Ansprechperson. Dies macht die Fahrt auch für Anfänger oder unerfahrene Fotografen interessant. Also solltet ihr dieses Angebot noch nicht wahrgenommen haben, dann zögern nicht lange. Auf der Seite der FF-Fotoschule könnt ihr die Termine der nächsten Ausfahrten sehen und auch gleich buchen.

Freue mich wenn ihr eure persönlichen Erfahrungen in den Kommentaren teilt. Lasst mich wissen wie es euch gefallen hat. Ich bin auf eure Bilder gespannt.

Oberstdorfer Fotogipfel der Zehnte

Vom 29.6-3.7.2022 fand der 10. Oberstdorfer Fotogipfel statt. Schirmherr wie letztes Jahr war Norbert Rosing. Da letztes Jahr kein Präsensgipfel stattgefunden hat war auch das Thema Berge. Dieses Mal aber eben Berge 2.0 um zu zeigen, dass dieses Thema zum zweiten Mal verwendet wurde. Trotz oder vielleicht auch deswegen waren die Ausstellungen alle samt sehenswert. Neben den Ausstellungen gab es auch wieder Workshops, mit einem breiten Spektrum an Themen.

Aufgenommen auf den 10. Oberstdorfer Fotogipfel. Donnerstag regnete es sehr stark und deshalb konnte dieses Bild entstehen, da eine Wiese überflutet war

Die Ausstellungen auf dem Oberstdofer Fotogipfel

Robert Rosing

Die Hauptaustellung war wie immer auf dem Gipfel des Nebelhorns. Die Location ist einfach unglaublich. Da oben Bilder anschauen zu können hat schon etwas besonderes. Ausgestellt wurden wir immer die Bilder des Schirmherren. Wie oben geschrieben war das Norbert Rosing. Wieder einmal bewies er seine außerordentliche Fähigkeit Landschaft in Szene zu setzen. Mit dem Thema “Zen Mountain” trifft er den Grund weshalb ich die Fotografie immer mehr zu schätzen weiß.

“Das Höchste im Zen ist aber immer die direkte Erfahrung des gegenwärtigen Augenblicks, an dem Norbert Rosing den Betrachter seiner Bilder auf einzigartige Weise teilhaben lässt.”

Oberstdorfer Fotogipfel

Der Augenblick, dem man bei der Fotografie erleben darf, in einem Bild festzuhalten. Damit kann die Erinnerung festgehalten und geteilt werden.

Michael Martin auf dem Oberstdorfer Fotogipfel

Die für mich beeindruckendste Ausstellung war die von Michael Martin “Terra – Berge der Welt”. Die Bilder wurden in der Wandelhalle sehr großformatig präsentiert. Das ist schon sehr beeindruckend. Vor allem wenn es um das Thema Berge geht. Es gibt einem das Gefühl wie klein man ist. Es regt zu nachdenken an, wie wir Menschen mit der Natur umgehen.

Langzeitbelichtung Gaisalptobel aufgenommen auf dem 10- Oberstdorfer Fotogipfel
Gaisalptobel

Profifoto – New Talent Award

Ein weiteres Highlight bei den Ausstellungen ware der “New Talent Award” von Profifoto. Sie war in der Villa Jaus zu sehen. Meiner Meinung nach der beste Ort eine Ausstellung in Oberstdorf zu präsentieren. Die Ausstellung zeigt wieder einmal, dass die jungen Fotografen voller Ideen sind. Leider gibt es viel zu wenig Sichtbarkeit für diese kreative Fotografie. Umso schöner, dass Profifoto den “New Talent Award” ins Leben gerufen hat. Denn dieser Award hat zum Ziel Sichtbarkeit den jungen und talentierten Fotografen zu geben.

Eigene Ausstellung auf der Oberstdorfer Fotogipfel

Besonders stolz bin ich, dass auch Bilder von mir ausgestellt wurden. In den letzten Jahren in denen ich zum Oberstdorfer Fotogipfel gereist bin, habe ich immer mal wieder Panoramen in der Umgebung gemacht. Diese passten natürlich nicht nur zum Thema sondern auch zum Ort. Deshalb hatte ich die Ehre 6 meiner Panoramen im Cewe Haus der Fotografie zu präsentierten. Ich danke hierfür vor allem dem Kurator Christian Popkes. Für alle, die nicht in der Lage waren Oberstdorf während des Fotogipfels zu besuchen hier die Bilder der Ausstellung.

Workshops

Wie jedes Jahr gab es auch dieses Jahr wieder eine Menge an Workshops. Hier kann sich jeder ein Thema, bei dem er sich verbessern möchte aussuchen. Dabei reicht die Spannweite von der Portraitfotografie über die kreative Produktfotografie bis hin zur Landschaftsfotografie. Für jeden sollte hier etwas dabei sein. Dabei denken sich die Workshopleiter nicht nur innovative Formate aus die Themen zu präsentieren sondern in vielen Fällen hat man sogar exklusiven Zugang zu bestimmten Gebieten. So kann man zum Beispiel bei den Workshops Langzeitbelichtungen in der Breitachklamm, die Klamm außerhalb der Öffnungszeiten betreten und so ohne störende Gäste fotografieren.

Langzeitbelichtung Gaisalptobel aufgenommen auf dem 10- Oberstdorfer Fotogipfel

Oder man geht mit Oliver Richter auf ein Biwak in auf einen der Nahe gelegenen Gipfel. Das ist normalweise auch nicht möglich, da es sich bei den Alpen um Oberstdorf um ein Naturschutzgebiet handelt. Dabei achtet Oliver natürlich darauf, keinerlei Spuren zu hinterlassen. Ihr seht also es lohnt sich in Oberstdorf einen Workshop zu belegen.

Ich hatte dieses Jahr die Ehre mein Wissen über die Panoramafotografie zu teilen. Hoffentlich wird das nächstes Jahr wieder möglich sein. Dann vielleicht auch mit einer neuen innovativen Idee. Lasst Euch überraschen. Das Beitragsbild ist übrigens auf dem diesjährigen Oberstdorfer Fotogipfel entstanden.

Der 8. Oberstdorfer Fotogipfel

Auch über den 8. Oberstdorfer Fotogipfel habe ich meine Eindrücke in einem Blogpost zusammengefasst. Vielleicht habt Ihr ja Lust auch diesen zu lesen.

Live Composite Bilder in OM Workspace

Live Composite Bild

Live Composite in Olympus / OM System Kameras ist eine sehr populäre Funktion. Sie erlaubt Fotografen Langzeitbelichtungen zu machen und dabei Überbelichtung zu vermeiden. Dennoch hat diese Funktion auch ein paar Nachteile. Die Funktion fügt die helleren Teile eines Bildes zu dem bereits entstanden Bild hinzu. Dadurch kann es passieren, dass das Bild zerstört wird, weil eines der Bild unvorhersehbar hell ist. In diesem kurzen Tutorial will ich zeigen wie ihr Live Composite Bilder in OM Workspace aus einzelnen Bildern machen könnt. Vorteil ist, dass ihr in OM Workspace mehr Optionen habt, als wenn ihr die Aufnahme direkt in der Kamera macht.

Was solltet ihr beachten wenn ihr Bilder für Live Composite macht

Solltet ihr Live Composite Bilder mit OM Workspace erstellen wollen ist die Herangehensweise ein wenig anders. Statt den Live Composite Modus in der Kamera zu verwenden müsst ihr mit der Timelaps Funktion arbeiten. Alle anderen Einstellungen sind gleich. Wählt eine Belichtungszeit und Blende die passen zu Belichtung des Bildes ist. Der Interval im Timelaps mode sollte zur Belichtungszeit passen. Soll heißen, wenn ihr zum Beispiel eine Belichtungszeit von 5 s habt, sollte der Intervall groß genug sein, dass das zweite Bild danach gemacht wird. Außerdem empfehle ich Euch RAW Bilder zu machen. Es erleichtert die Nachbearbeitung erheblich.

Wie erstellt ihr Live Composite in OM Workspace

Nachdem ihr die Bilder aufgenommen habt und wieder zu Hause seid, öffnet OM Workspace. Wählt den Ordner in dem sich die Bilder befinden und wählt die Bilder die ihr verwenden wollt aus.

OM Workspace Live Composite ausgewählte Bilder

1. Wählt alle Bilder die ihr für das Live Composite Bild verwenden wollt.

OM Workspace Menü zum Auswählen von Composite Funktion

2. Wähle in “Werkzeuge” “Composite Bilder” “Composite aufhellen”. Ein neues Fenster öffnet sich.

OM Workspace Interface

3. In diesem Fenster kannst du deine Bilder noch einmal überprüfen und auswählen welche Bilder verwendet werden sollen. Zusätzlich kannst du noch eine Schwarzreferenz definieren für den Fall, dass deine Bilder ohne eine solche entstanden ist.

OM Workspace Composite Optionen

4. Wähle “Aufhellen 1” für den Fall, dass du ein homogenes Ergebnis willst. Dies passt am besten zu Sternenspuren. “Aufhellen 2” ist besser für Feuerwerke.

OM Workspace Vorschau erstellen

5. Um eine Vorschau des Ergebnisses zur bekommen drücke “Composite” Die Vorschau wird in der Bilder Liste unter Deinen Bildern angezeigt

OM Workspace exportieren

6. Sobald du zufrieden bist, kannst du das Ergebnis exportieren. Es erscheint dann in deiner Gallerie.

Composite Ergebnis mit "Aufhellen 1"
Ergebnis “Aufhellen 1”
Composite Ergebnis mit "Aufhellen 2"
Ergebnis “Aufhellen 2”

Zusätzliche Optionen in OM Workspace

Da du einzelne Bilder zum Erstellen des Composite Bildes in OM Workspace verwendet hast gibt es noch zusätzliche Optionen, die in der Kamera nicht verfügbar sind.

  1. Du kannst nicht nur hellere Bereiche in einem Bild hinzufügen sondern auch dunklere. Das ist zum Beispiel dann hilfreich wenn du helle Wolken entfernen möchtest um einen blauen Himmel zu bekommen.
  2. Wenn du den Hacken bei “Bei jedem Schritt Bild exportieren” klickst, kannst du mit dem Ergebnis eine tolle Annimation erstellen die vor allem in Videos hilfreich sein kann.
  3. Für den Fall, das eines der Bilder deiner Serien zu hell ist, kannst die dieses aus dem Composite einfach herausnehmen. Damit bist du flexibler.

Dein Feedback freut mich

Ich mache diese kurzen Beschreibungen für dich. Deshalb interessiere ich mich wie diese kurzen Tutorials bei dir ankommen. Hinterlasse einfach einen Kommentar und lass mich wissen wie es dir gefallen hat. Ich interessiere mich auch dafür welche Themen für dich wichtig sind.

Firmware Updates in Zukunft weiterhin kostenlos?

close up shot of keys on a red surface

Die kleineren Hersteller wie Fuji, OM Digital Solutions und Panasonic stellen seit einiger Zeit für die hochwertigen Kameras kostenlose Firmware Updates zur Verfügung. Dabei werden nicht nur Fehler behoben sondern auch neue Funktionen bereitgestellt. Ob dies in Zukunft weiterhin der Fall sein wird oder nicht will ich in diesem Blogpost zur Diskussion stellen. Ich spreche dabei explizit von Updates, die neue Funktionen mit bringen. Aktualisierungen die Fehler beheben sind dabei nicht berücksichtigt.

Sunset in Botswana kündigt das Ende kostenloser Firmware Updates bei digitalen Kameras an.

Gründe für kostenlose Firmware Updates

Die kleinen Hersteller haben es gegenüber den Platzhirschen nicht leicht. Fehlende Kapazitäten in der Entwicklung erlauben es nicht neue Hardware in derselben Frequenz bereitzustellen. Kann eine Firma keine Neuigkeit vorstellen, so wird über sie in den Medien auch nicht berichtet. Die Folge ist eine geringere Bekanntheit. Dies führt zu weniger Umsatz und somit auch zu weniger Ressourcen in der Entwicklung. Hört sich wie ein Teufelskreis an.
Eine Möglichkeit diesen Teufelskreis aufzubrechen sind Firmware Updates, die auch neue Funktionen bereitstellen. Da es sich hier “nur” um Software handelt werden auch weniger Ressourcen gebunden. Zusätzlich freuen sich die Kunden. Die Kamera ist mit neuen Funktionen aufgewertet. In der Zwischenzeit hat sich dies auch schon als Verkaufsargument etabliert. Deshalb ziehen die großen Hersteller auch nach. Nikon hat erst neulich ein funktionelles Firmware Update für die Z9 herausgebracht.

Gründe die gegen kostenlose Firmware Updates sprechen

Nicht nur die Entwicklung von Hardware bindet Ressourcen in der Entwicklungsabteilung. Auch die Entwicklung von Firmware bindet Personen. Ganz davon abgesehen wird auch Firmware getestet und bindet somit auch hier Ressourcen. Durch eine kostenlose Bereitstellung der Firmware, wird kein Geld eingenommen. Der laufende Hardwareverkauf finanziert diese Entwicklung. Außerdem stört eine parallele Weiterentwicklung der Firmware bestehender Kameras die Neuentwicklung von Hardware. Meistens sind bei kleinen Firmen dieselben Entwickler involviert. Da der Mark kleiner wird und die Stückzahlen somit kleiner, steigen auch die Preise für die Hardware selbst. Eine Aktualisierung der Hardware bei Kunden ist somit weniger häufig. Auch sind die Innovationsschritte bei Hardware kleiner und es gibt weniger Gründe sich eine neue Kamera zu kaufen. Die Unterschiede zur vorhandenen Kamera sind zu klein.

Wie sieht die Zukunft aus?

Wie oben beschrieben ist eine kostenlose Bereitstellung von Firmware ein zweischneidiges Schwert. Zwar bringt sie Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit, bindet aber dennoch Ressourcen die für die Entwicklung neuer Hardware dringend gebraucht wird. Das verzögert eventuell neue Hardware. Neue Hardware bringt höhere Margen als Hardware die schon länger am Mark ist. Wir wissen alle, dass der Markt für digital Kameras schrumpft. Dadurch wird es für die Hersteller immer schwerer Geld zu verdienen. Deshalb werden wir in naher Zukunft ein Verdrängungswettbewerb sehen. Marken werden entweder verschwinden oder in anderen Marken aufgehen. Nikon hat zwar erst neulich ein funktionelles Update der Z9 Firmware herausgebracht, aber dieses war bereits bei der Vorstellung angekündigt. Bereits jetzt beschränken sich die Hersteller darauf “nur” die hochwertigen Kameras mit funktionellen Firmware Aktualisierungen zu versehen.

Über den kostenlosen Firmware Updates digitaler Kameras ziehen sich düstere Wolken zusammen

Ich bin mir sicher wir werden sehr bald eine Anpassung im Markt sehen. Diese wird sich darin zeigen, dass Firmware Aktualisierungen die neue Funktionen mit sich bringen nur noch gegen Bezahlung geben wird. Aber wahrscheinlich wird es eher so wie bei den günstigen Modellen sein, dass es neue Kameras mit neuen Funktionen geben wird. Sony ist bereits in dieser Richtung unterwegs und die anderen Hersteller werden früher oder später folgen. Anders ist es bei den zu erwartenden sinkenden Stückzahlen möglich noch profitabel zu arbeiten. Hersteller die diesem Prinzip nicht folgen werden vom Markt verschwinden. Zwar verlängern Firmware Updates die Lebensdauer von Kamerahardware, dies verringert aber auch die Margen der Hersteller.
Sicherlich ist das eine sehr kontroverse Meinung und ich bin gespannt was ihr darüber denkt. Hinterlasst mir einen Kommentar mit euren Kommentaren. Ich freue mich auf eine rege und respektvolle Diskussion.

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Meine Gedanken über die Zukunft der Photoindustrie findest du im Artikel “Ist die Zukunft der Photoindustrie düster?“. Zusätzlich habe ich mir Gedanke über den Term Brennweite im Artikel “Hat der Term Brennweite ausgedient” gemacht.

Ist die Zukunft der Photoindustrie düster?

wood light art house

Die goldenen Zeiten der Photoindustrie sind definitiv vorbei. Die führende Messe der Branche, die Photokina, eingestellt und die Kameras in Smartphones werden immer leistungsfähiger. Dennoch gibt es auch viele neue Aktionen, die die Fotografie voran bringen. So haben sich Festivals wie das Umweltfotofestival »horizonte zingst«  oder der Oberstdorfer Fotogipfel etabliert. In Hamburg gibt es mit der Photopia eine neue Messe, die sogar vom Photoindustrieverband unterstützt wird. Die Frage ist also in welche Richtung bewegt sich die Photoindustrie.

Olympus E-P7 Produktabildung

Welchen Einfluss haben die Smartphones

In der Tat haben sich die Kameras in Smartphones stark entwickelt. Sie sind inzwischen auch durch computational Fotografie, wesentlich besser als das was man früher in Kompaktkameras gefunden hat. Neuvorstellungen verkaufen sich nur dann, wenn dies wesentliche Verbesserungen besitzen. Bei den eigentlichen Funktionen eines Smartphones gibt es hier nicht mehr viel Möglichkeiten. Deshalb konzentriert sich die Smartphone Industrie darauf in der Fotografie als Hauptargument zu verwenden. Das zieht, und viele der Anwender kaufen auch die neue Generation, weil die Kamera in wesentlichen Punkten verbessert wurde. Ist das aber ausreichend um Kameras mit Wechselobjektive zu verdrängen? Hier gibt es ein klares Jein. Für die Masse der Anwender ist das sicherlich genug. Anspruchsvolle Fotografen, die die Brennweite als kreatives Element einsetzen wollen, reicht das sicher nicht aus. Trotz künstlicher Intelligenz kann eine Brennweite nur schwer simuliert werden. Zusätzlich erfordern Anwendungsfälle wie Tierfotografie lange Brennweiten. Diese stehen bei Smartphones nicht zur Verfügung.

Welchen Einfluss haben technische Entwicklungen?

Sehr lange hatte es die Photoindustrie einfach ihren neuen Entwicklungen den Endkunden zu verkaufen. Alleine die Erhöhung der Pixelanzahl auf dem Sensor löste ein Sturm der Begeisterung aus. Das funktionierte selbst dann noch als die Auflösung mehr als ausreichend war, alles zu drucken was du dir wünschen konnte. Hier kamen Argumente wie, ihr könnt die Datei nachträglich zuschneiden ohne Angst zu haben, dass die Auslösung nicht ausreichend ist. Inzwischen hat die Auflösung allerdings ein Niveau erricht, dass auch dieses Argument lächerlich macht.

Selbst mit einer eher geringeren Auflösung von 20 Millionen Pixel kann ich locker einen 4x Ausschnitt machen und immer noch alles drucken. Die Auflösung hat mittlerweile eher den Stellenwert der Taktfrequenz eines Prozessors. Sie spiel bei der Entscheidung eine Kamera zu kaufen nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. Deshalb sind im Moment auch eher Themen wie Sensorgröße oder Rauschverhalten in der Kommunikation der Photoindustrie eine wichtige Größe.

Ähnlich wie mit der Pixelanzahl, kann man mit der Sensorgröße einfach kommunizieren, dass eine Kamera besser ist. Größer ist immer besser. Nur wird dieses Argument nicht mehr lange ziehen. Die Endanwender lernen, dass Smartphones mit super kleinen Sensoren tolle Bildqualität liefern können. Dies wird durch computational Funktionen unterstützt. Hier haben die Smartphone Hersteller einen großen Vorsprung, der von den Kameraherstellern nur schwer aufzuholen sein wird. Sie adressieren bereits Argumente wie eine geringere Schärfentiefe bei größeren Sensoren.

Interessiert Dich das Theme Bildqualität und die Komponenten die diese beeinflussen, empfehle ich dir meinen Beitrag "4 Faktoren, die Einfluss auf die Bildqualität digitaler Kameras haben" zu lesen.

Das das Thema Sensorgröße ein Auslaufmodel ist zeigt auch der Misserfolg der Kompaktkameras mit großem Sensor. Wenn jemand seriös fotografieren will dann greift er zu einer Kamera mit Wechselobjektiv. Nicht zu einer Kompaktkamera mit größerem Sensor.

Olympus mau-1 product Abbildung zur Illustration von "Ist die Zukunft der Photoindustrie düster?"

Spielt die Größe der Kamera eine Rolle?

Ist die Auflösung und die Sensorgröße erst einmal kein Thema mehr kommen andere Faktoren in den Fokus, die bisher als Nachteil empfunden wurden. Die Größe der Kamera die ich mit mir herumtragen muss / will ist hier an erster Stelle zu nennen. Schließlich ist die beste Kamera, diejenige die ich dabei habe. Auch hier hat das Smartphone einen erheblichen Vorteil. Nicht nur ist es erheblich kleiner als Systemkameras, sondern es ist auch immer dabei. Das Smartphone erfüllt ja nicht nur die Aufgabe der Fotografie, sondern ist auch gleichzeitig Kommunikationsmittel in verschiedenen Kanälen und aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Hier ist die Photoindustrie also auch unter druck und versucht mit Kameras mit Sensorgrößen in APS-C oder Micro Four Thirds gegenzusteuern. Dies kann nur teilweise gelingen.

Wie kann die Photoindustrie überleben

Eines ist klar, der Markt für Photokameras ist wesentlich kleiner geworden und wird weiter schrumpfen. Es kommt nicht von ungefähr, dass alle Hersteller ihre operativen Größen verkleinern und inzwischen die kleineren Märkte in Europa nicht mehr mit eigenen Mitarbeiter sondern mit Distributoren bedienen. Der Markt entwickelt sich vom Massenmarkt wieder zurück zur Nische. Frank Fischer hat es mal auf den Punkt gebracht.

“Systemkameras werden die Vinylplatten der Fotografie werden”

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Die Photoindustrie kann also nur den Weg der Spezialisierung gehen und Funktionen anbieten die Smartphones nicht anbieten können. Vor allem die Möglichkeit Brennweiten zu wechseln und lange Brennweiten anzubieten stehen hier an erster Stelle. Aber nicht nur die Funktionen werden in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Die Photoindustrie muss die Bedürfnisse nach Information von seriösen Fotografen und Amateuren stillen. Hier reicht es nicht mehr aus oberflächlich zu sein. Die Informationen müssen für das jeweilige System fundiert sein. Dabei muss klar werden wie das Potential der Systemkameras auch vollständig ausgenutzt wird.

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Was denkt ihr darüber

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