Ist die Zukunft der Photoindustrie düster?

wood light art house

Die goldenen Zeiten der Photoindustrie sind definitiv vorbei. Die führende Messe der Branche, die Photokina, eingestellt und die Kameras in Smartphones werden immer leistungsfähiger. Dennoch gibt es auch viele neue Aktionen, die die Fotografie voran bringen. So haben sich Festivals wie das Umweltfotofestival »horizonte zingst«  oder der Oberstdorfer Fotogipfel etabliert. In Hamburg gibt es mit der Photopia eine neue Messe, die sogar vom Photoindustrieverband unterstützt wird. Die Frage ist also in welche Richtung bewegt sich die Photoindustrie.

Welchen Einfluss haben die Smartphones

In der Tat haben sich die Kameras in Smartphones stark entwickelt. Sie sind inzwischen auch durch computational Fotografie, wesentlich besser als das was man früher in Kompaktkameras gefunden hat. Neuvorstellungen verkaufen sich nur dann, wenn dies wesentliche Verbesserungen besitzen. Bei den eigentlichen Funktionen eines Smartphones gibt es hier nicht mehr viel Möglichkeiten. Deshalb konzentriert sich die Smartphone Industrie darauf in der Fotografie als Hauptargument zu verwenden. Das zieht, und viele der Anwender kaufen auch die neue Generation, weil die Kamera in wesentlichen Punkten verbessert wurde. Ist das aber ausreichend um Kameras mit Wechselobjektive zu verdrängen? Hier gibt es ein klares Jein. Für die Masse der Anwender ist das sicherlich genug. Anspruchsvolle Fotografen, die die Brennweite als kreatives Element einsetzen wollen, reicht das sicher nicht aus. Trotz künstlicher Intelligenz kann eine Brennweite nur schwer simuliert werden. Zusätzlich erfordern Anwendungsfälle wie Tierfotografie lange Brennweiten. Diese stehen bei Smartphones nicht zur Verfügung.

Welchen Einfluss haben technische Entwicklungen?

Sehr lange hatte es die Photoindustrie einfach ihren neuen Entwicklungen den Endkunden zu verkaufen. Alleine die Erhöhung der Pixelanzahl auf dem Sensor löste ein Sturm der Begeisterung aus. Das funktionierte selbst dann noch als die Auflösung mehr als ausreichend war, alles zu drucken was du dir wünschen konnte. Hier kamen Argumente wie, ihr könnt die Datei nachträglich zuschneiden ohne Angst zu haben, dass die Auslösung nicht ausreichend ist. Inzwischen hat die Auflösung allerdings ein Niveau erricht, dass auch dieses Argument lächerlich macht.

Selbst mit einer eher geringeren Auflösung von 20 Millionen Pixel kann ich locker einen 4x Ausschnitt machen und immer noch alles drucken. Die Auflösung hat mittlerweile eher den Stellenwert der Taktfrequenz eines Prozessors. Sie spiel bei der Entscheidung eine Kamera zu kaufen nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. Deshalb sind im Moment auch eher Themen wie Sensorgröße oder Rauschverhalten in der Kommunikation der Photoindustrie eine wichtige Größe.

Ähnlich wie mit der Pixelanzahl, kann man mit der Sensorgröße einfach kommunizieren, dass eine Kamera besser ist. Größer ist immer besser. Nur wird dieses Argument nicht mehr lange ziehen. Die Endanwender lernen, dass Smartphones mit super kleinen Sensoren tolle Bildqualität liefern können. Dies wird durch computational Funktionen unterstützt. Hier haben die Smartphone Hersteller einen großen Vorsprung, der von den Kameraherstellern nur schwer aufzuholen sein wird. Sie adressieren bereits Argumente wie eine geringere Schärfentiefe bei größeren Sensoren.

Interessiert Dich das Theme Bildqualität und die Komponenten die diese beeinflussen, empfehle ich dir meinen Beitrag "4 Faktoren, die Einfluss auf die Bildqualität digitaler Kameras haben" zu lesen.

Das das Thema Sensorgröße ein Auslaufmodel ist zeigt auch der Misserfolg der Kompaktkameras mit großem Sensor. Wenn jemand seriös fotografieren will dann greift er zu einer Kamera mit Wechselobjektiv. Nicht zu einer Kompaktkamera mit größerem Sensor.

Spielt die Größe der Kamera eine Rolle?

Ist die Auflösung und die Sensorgröße erst einmal kein Thema mehr kommen andere Faktoren in den Fokus, die bisher als Nachteil empfunden wurden. Die Größe der Kamera die ich mit mir herumtragen muss / will ist hier an erster Stelle zu nennen. Schließlich ist die beste Kamera, diejenige die ich dabei habe. Auch hier hat das Smartphone einen erheblichen Vorteil. Nicht nur ist es erheblich kleiner als Systemkameras, sondern es ist auch immer dabei. Das Smartphone erfüllt ja nicht nur die Aufgabe der Fotografie, sondern ist auch gleichzeitig Kommunikationsmittel in verschiedenen Kanälen und aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Hier ist die Photoindustrie also auch unter druck und versucht mit Kameras mit Sensorgrößen in APS-C oder Micro Four Thirds gegenzusteuern. Dies kann nur teilweise gelingen.

Wie kann die Photoindustrie überleben

Eines ist klar, der Markt für Photokameras ist wesentlich kleiner geworden und wird weiter schrumpfen. Es kommt nicht von ungefähr, dass alle Hersteller ihre operativen Größen verkleinern und inzwischen die kleineren Märkte in Europa nicht mehr mit eigenen Mitarbeiter sondern mit Distributoren bedienen. Der Markt entwickelt sich vom Massenmarkt wieder zurück zur Nische. Frank Fischer hat es mal auf den Punkt gebracht.

“Systemkameras werden die Vinylplatten der Fotografie werden”

Frank Fischer

Die Photoindustrie kann also nur den Weg der Spezialisierung gehen und Funktionen anbieten die Smartphones nicht anbieten können. Vor allem die Möglichkeit Brennweiten zu wechseln und lange Brennweiten anzubieten stehen hier an erster Stelle. Aber nicht nur die Funktionen werden in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Die Photoindustrie muss die Bedürfnisse nach Information von seriösen Fotografen und Amateuren stillen. Hier reicht es nicht mehr aus oberflächlich zu sein. Die Informationen müssen für das jeweilige System fundiert sein. Dabei muss klar werden wie das Potential der Systemkameras auch vollständig ausgenutzt wird.

Was denkt ihr darüber

Dieser Beitrag ist nun länger geworden als ich dachte. Ich hoffe trotzdem, ich konnte Euch meine Gedanken ein wenig näher bringen. Wie denkt ihr über das Thema? Ich freue mich über eine angeregte, sachliche Diskussion in den Kommentaren.

USB-RAW Processing in OM Workspace sinnvoll?

OM Workspace ist eine RAW Datenentwickler der jeder Besitzer eine Olympus / OM System Systemkamera kostenlos herunterladen und verwenden kann. Da es sich um die Haus eigene Software handelt, die bei jeder Produktvorstellung aktualisiert wird, ist es jeweils der ersten und oft auch für einige Zeit der einzige RAW Datenentwickler der es ermöglicht mit RAW Daten zu arbeiten. Neben der Möglichkeit den Prozessor deines Rechners zum Berechnen der RAW Daten zu verwenden, gibt es bei OM Workspace schon seit einiger Zeit die Möglichkeit auch den Prozessor der Kamera zum Entwickeln der RAW Daten zu verwenden. In den sozialen Netzwerken und den einschlägigen Foren wird heftig diskutiert, ob und wann es Sinn macht den Kameraprozessor zum Entwickeln der RAW Dateien zu verwenden und wann nicht. Ich will hier versuchen ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen.

Bild einer OM-1

Was ist USB-RAW Processing in OM Workspace?

Ein Prozessor in einer Kamera hat andere Aufgaben als ein Prozessor in einem Computer. Deshalb sind diese vom Konzept und Aufbau sehr unterschiedlich. Ein Kameraprozessor ist sehr auf die Aufgaben die in einer Kamera anfallen optimiert. Die Bedienung der Kamera muss zu jeder Zeit möglich sein. Die Funktion einer Kamera muss möglichst ohne Verzögerung gewährleistet sein. Deshalb haben Kameraprozessoren spezielle Regionen, die ausschließlich für Bildverarbeitung zuständig sind. Deshalb kann ein Kameraprozessor die Bildverarbeitung schneller abarbeiten als ein Prozessor in einem Computer der auf generelle Aufgaben optimiert ist. Aus diesem Grund hat OM Workspace die Möglichkeit den Prozessor der Kamera zum Entwickeln der Bilddaten zu verwenden.

Wie kann ich USB-RAW Processing verwenden?

Damit du USB-RAW Processing in OM Workspace verwenden kannst musst du zum Einen Olympus Workspace installiert haben und zum Anderen eine Kamera (kompatible Kameras sind: E-M1 Mark III; E-M1 Mark II, E-M1X und die OM-1) über USB an deinem Rechner angeschlossen und eingeschaltet haben. Dabei ist es wichtig, dass du die Kamera anschließt, mit der du auch die Bilder aufgenommen hast. Wichtig ist, dass du die Kamera im Modus “RAW/Control” betreibst, ansonsten ist die Software nicht in der Lage USB-RAW Processing anzubieten. Außerdem solltest du darauf achten, dass die Kamera direkt an den Computer angeschlossen ist und du keinen USB Hub verwendest.

Nachdem du die Software gestartet hast kannst du nun in der Software entweder in der Menüleiste USB-RAW Processing aktivieren.

Bildschirmfoto wo sich USB-RAW Prozessing in OM workspace aktivieren lässt

Oder für den Fall, dass du USB-RAW Processing ausschließlich verwenden willst in, dies OM Workspace in den Optionen mitteilen.

Bildschrimbild der Optionen in OM Workspace

Hast du dass alles gemacht verwendet die Software den Kameraprozessor um die Bilder zu entwickeln.

Wann macht es Sinn USB-RAW Processing zu verwenden und wann nicht?

Im FalleHast Du einen Rechner der neusten Version von Apple die von Rechnerleistung nur so strotzen? Dann mach USB-RAW processing nur Sinn wenn Du dieselbe Bildqualität wie aus der Kamera bekommen willst. In allen andere Szenarien, wird das Entwickeln mit dem Kamerasensor schneller vonstattengehen als mit dem Prozessor deines Computers. Ich habe ein Macbook Pro aus dem Jahre 2018. Das Entwickeln mit dem Kameraprozessor ist 10x schneller als mit dem Intel Prozessor. Wenn du selbst einschätzen willst ob es bei dir Sinn macht oder nicht, kannst Du einen einfachen Test. Freue mich, wenn ihr eure Erfahrungen in den Kommentaren mit mir teilt.

AI detection AF der OM SYSTEM OM-1

Mit der OM-1 hat OM Digitalsolutions,  die  intelligente Objekterkennung  die mit der OM-D E-M1X eingeführt wurde,  auf ein neues Level gehoben. Neben der zusätzlichen Erkennung von Katzen und Hunden ist sowohl die Geschwindigkeit der Erkennung als auch die Genauigkeit wesentlich verbessert worden. Ich beschreibe hier welche Verbesserungen implementiert sind.

Geschwindigkeit

Bei der OM-1 gibt es für die intelligente Objekterkennung zwei wesentliche Neuerungen. Das ist zum Einen der Sensor und zum Anderen der Bildprozessor. 

Beim Sensor handelt es sich um einen Backside Illuminated Stacked CMOS Sensor, der Pixel besitzt, die in vier Subpixel unterteilt sind. Dieses Design bringt zwei erhebliche Verbesserungen gegenüber der OM-D E-M1X. Ein Stacked Sensor kann wesentlich schneller ausgelesen werden und stellt somit die für den Autofokus notwendigen Informationen schneller zur Verfügung. Die vier Subpixel werden einzeln ausgelesen und somit als Kreuzsensoren für den Phasendifferenz  Autofokus eingesetzt. Das ist auch der Grund weshalb die OM-1 eine 100% Abdeckung von Autofokussensoren über die Sensorfläche hat. Doch ein schnelleres Auslesen des Sensors ist nur die halbe Miete. Um wirklich Nutzen daraus zu ziehen, muss der Bildprozessor entsprechend  schnell bei der Verarbeitung sein. Deshalb bringt die OM-1 auch einen neuen Prozessor der die Daten schneller verarbeiten kann.

Genauigkeit

Neben der Geschwindigkeit ist es aber auch wichtig die Genauigkeit der Erkennung zu verbessern, denn ein noch so schneller Autofokus hilft nichts wenn die Objekterkennung nicht funktioniert. Die Genauigkeit der Objekterkennung der OM-1 profitiert von zwei wesentlichen Änderungen. Zum Einen ist die Fläche der einzelnen AF Sensoren verkleinert. Dadurch werden mehr und kleinere Autofokuspunkte möglich, was zu einer besseren Differenzierung von Objekten und Vorder- bzw. Hintergrund führt. Dadurch wird die Kamera nicht mehr so sehr durch Äste oder ähnlichen Störungen irritiert. Dies führt zu einer besseren Objekterkennung. Zum Anderen sind die Algorithmen zum Erkennen der einzelnen Objekte verbessert und direkt im Prozessor verankert, der dank seiner höheren Bearbeitungsgeschwindigkeit auch die Ergebnisse schneller liefern kann. Die Kamera ist also schneller in der Lage auf Änderungen vor dem Objektiv zu reagieren.

Eisvogel

Funktionale Verbesserungen

Die OM-1 hat aber glücklicherweise nicht nur Verbesserungen in der Geschwindigkeit und Genauigkeit erfahren. Bei der E-M1X war die intelligente Objekterkennung nur verfügbar wenn man C-AF + Tracking aktiviert hatte und hat dabei die gesamte Sensorfläche beim Fokussieren berücksichtigt. Dies führte dazu, dass bei mehren Objekten der Fotograf nur schwer erkennen konnte welches der Objekte fokussiert wurde.  Selbst wenn die Kamera immer das Objekt welche am nächste zu den gewählten AF Punkten ausgewählt hat.

Bei der OM-1 dagegen steht die intelligente Objekterkennung auch im S-AF oder „normalen“ C-AF Modus zur Verfügung. Im Unterschied zum C-AF + Tracking, das nach dem Auslösen dem fokussierten Objekt folgt, bleibt beim S-AF oder C-AF der Ort der Fokussiert an Ort und Stelle und reagiert entsprechend auf die Änderungen. Somit kann man nun entscheiden welche Funktion für die jeweiligen Ansprüche im Bild besser passt.

Fazit

Die neue  Generation der Objekterkennung ist eine wesentliche Verbesserung gegenüber der vor 3 Jahren vorgestellten E-M1X. Alle Aspekte, die einen Einfluß auf die Objekterkennung haben, wurden wesentlich verbessert. Im Zusammenspiel von neuem Sensor, neuem Prozessor und neuen Algorithmen bekommt man  ein Packet, dass es einem wesentlich erleichtert Objekte wie  Vögel im Flug zu fotografieren. Diese Entwicklung zeigt auch, was wir in Zukunft von neuen Kameragenerationen erwarten können. Statt immer nur die Pixelanzahl zu erhöhen, wird es immer mehr in die Richtung computergestützte Fotografie gehen, bei der die Kamera  Funktionen zur Verfügung stellt, die es dem Fotografen leichter mach Ergebnisse zu erreichen. Schließlich sind 20 Millionen Pixel, der OM-1 mehr als genug die Bilder in  jeder gewünschten Größe auszudrucken und and die Wand zu hängen.

Neue Olympus PEN E-P7 vorgestellt

2009 stellte Olympus in Berlin mit der E-P1 die erste spiegellose Kamera im Micro Four Thirds Standard vor. Schon damals hatte die Kamera Design Anleihen der PEN aus den späten 60er Jahre. Es folgten einiger Nachfolger und 2013 wurde die bis jetzt letzte PEN der P Serie vorgestellt. Nun nimmt OM Digitalsolutions mit der E-P7 den Faden wieder auf. Mit der PEN E-P7 stellt OM Digitalsolutions eine Kamera vor, deren Design sich nicht hinter ihren Vorgängern zu verstecken muss. Modern und dennoch klassisch steht der Kamera gut und OM Digital Solutions ist wieder einmal eine sehr attraktive Kamera gelungen

Olympus PEN E-P7 mit M.Zuiko Digital 12mm F2.0

Die Inneren Werte

Mir würde schon das Design als Kaufgrund reichen, die E-P7 ist aber auch mit der neusten Technologie ausgerüstet. So bringt sie den aktuellen Bildprozessor den TruePic VIII mit sich. Zusätzlich ist sie mit einem 5 Achsen Bildstabilisator ausgerüstet, der bis zu 4.5 Blendenstufen korrigiert. Außerdem ist es die erste PEN, die mit dem von der E-M10 Mark IV bekannten 20 Millionen Pixel Sensor ausgerüstet ist. Im Zusammenspiel mit den M.Zuiko Objektiven liefert sie die best mögliche Bildqualität.

Was mir an der E-P7 besonders gefällt sind die kreativen Möglichkeiten. Neben den bekannten Art Filtern und der Langzeitbelichtungsfunktionen Live Composite and Live Bulb, hat die E-P7 auch die von der PEN-F bekannten Monochrome und Farbprofile. Hiermit kannst du sowohl klassische Farb- als auch Schwarzweißfilme simulieren. Die Kamera wir mit jeweils 4 Voreinstellungen für Farb- und Schwarzweißfotografie ausgeliefert. Bei Bedarf kannst du diese an deine eigenen Bedürfnisse anpassen. So ist es möglich die Monochrome und Farbprofile auch bei LiveComposite und LiveBulb einzusetzen. So kommt man schnell zu einzigartigen Ergebnissen ohne zu viel Zeit vor dem Rechner zu verbringen.

Die E-P7 wendet sich an diejenigen, die bisher mit Handys fotografiert haben und auf der Suche nach einer Kamera sind die durch wechselbare Objektive mehr Kreativität zulässt. Deshalb ist die Kamera kompatible mit der OI.share software, mit deren die Kamera ferngesteuert werden kann. Außerdem erlaubt die Software auch Bilder direkt von der Kamera auf das Handy zu übertragen. Neu in der E-P7 ist eine Funktion die er erlaubt Bilder die aufgenommen wurden auch automatisch aufs Handy zu übertragen. Somit ist es noch einfacher geworden Bilder schnell und unkompliziert in den sozialen Netzwerken zu teilen.

Weiße Olympus PEN E-P7

Kritikpunkte

So schön die Kamera auch ist, gibt es Punkte die vielen von Euch vielleicht nicht gefallen werden. So ist der Bildschirm „nur“ 80° nach oben und 180° nach unten schwenkbar. Ist also nicht wie bei anderen Kameras in alle Richtungen schwenkbar. Da der Bildschirm nach unten nach vorne geschwenkt wird, kann in dieser Einstellung nur schwer ein Stativ verwendet werden. Ein Selfievideo wird also schwieriger umzusetzen. OI.share kann hier eine Abhilfe schaffen, denn du kannst die Liveansicht auch auf dem Bildschirm von deinem Handy anschauen.

Des Weiteren hat die E-P7 keinen elektrischen Sucher. Viele Fotografen bevorzugen einen elektrischen Sucher vor allem dann wenn sie in sehr hellen Umgebungen fotografieren oder eine Sehschwäche in der Nähe besteht. Ein Sucher stellt das Bild im Unendlichen dar und deshalb hat eine Sehschwäche in der Nähe nicht auf. Der fehlende Sucher trägt allerdings erheblich zu den kompakten Maßen der Kamera bei, die deshalb gut auch als Edelkompaktkamera immer dabei sein kann. 

Fazit

Alles in Allem ist die E-P7 eine sehr gelungene Kamera. Vor allem die kreativen Funktionen machen bei der Anwendung Spaß und erlauben es ohne große Bildnachbearbeitung eigenständige Bildstile zu erreichen und diese schnell und unkompliziert in den sozialen Netzwerken zu teilen. Durch ihre kompakten Maße steht sich auch in direkter Konkurrenz zu Kameras wie der Canon GX7, mit dem Vorteil von wechselbaren Objektiven. Wenn du bereits eine Micro Four Thirds Kamera besitzt, es es sicherlich eine Überlegung wert sich eine E-P7 als Zweitkamera anzuschaffen.

Uhr auf Somer / Winterzeit umstellen

Jedes Jahr im Frühling und Herbst wir die Zeit eine Stunde vor bzw. zurückgestellt. Ist deine Kamera wie die E-M1X mit einem GPS Empfänger ausgestattet und hast du eingestellt, dass die Uhrzeit automatisch umgestellt werden soll, bist du fein raus. Die Uhr wird automatisch auf die richtige Uhrzeit eingestellt. Alle anderen Fotografen müssen aktiv werden und die Uhr in der Kamera manuell umstellen. Ansonsten stimmt die Uhrzeit in den EXIF Daten nicht mit der Aufnahmezeit überein. Für den Fall, dass du dein Smartphone zum erstellen von GPS Daten verwendest, werden die Bilder mit dem falschen Standort markiert.

Uhrzeit mit Hilfe von OI.share einstellen

Wenn ihr eine OM-D besitzt, die man kabellos über WiFi mit einem Smartphone verbinden kann, dann empfehle ich Euch die Kamera einfach einmal mit Olympus OI.share zu verbinden. Habt Ihr in den Einstellungen definiert, dass die Zeit automatisch synchronisiert werden soll. dann habt ihr auch schon die Uhr mit dem Verbinden umgestellt. Wie das genau funktioniert zeigt das Video auf der linken Seite.

Uhrzeit manuell anpassen

Habt ihr keine Kamera mit WiFi, oder wollte ihr OI.share nicht verwenden, könnt ihr die Uhr natürlich auch manuell verstellen.

Hierzu geht ihr einfach nur in das Set-up Menü und verstellt die Zeit.

Beide Methoden benötigen nur wenig Zeit, garantieren aber, das die Aufnahmezeit in den EXIF Daten Deiner Bilder korrekt ist. Hilft am Ende nicht nur wenn du GPS Daten synchronisieren willst sondern auch beim Sortieren der Bilder in deiner Software. Es hilft dir als beim wiederfinden deiner Bilder.