Neue Olympus PEN E-P7 vorgestellt

2009 stellte Olympus in Berlin mit der E-P1 die erste spiegellose Kamera im Micro Four Thirds Standard vor. Schon damals hatte die Kamera Design Anleihen der PEN aus den späten 60er Jahre. Es folgten einiger Nachfolger und 2013 wurde die bis jetzt letzte PEN der P Serie vorgestellt. Nun nimmt OM Digital Solution mit der E-P7 den Faden wieder auf und stellt eine Kamera vor, deren Design sich nicht hinter ihren Vorgängern zu verstecken hat. Modern und dennoch klassisch steht der Kamera gut und OM Digital Solutions ist wieder einmal eine sehr attraktive Kamera gelungen

Olympus PEN E-P7 mit M.Zuiko Digital 12mm F2.0

Die Inneren Werte

Mir würde schon das Design als Kaufgrund reichen, die E-P7 ist aber auch mit der neusten Technologie ausgerüstet. So bringt sie den aktuellen Bildprozessor den TruePic VIII mit sich und ist mit einem 5 Achsen Bildstabilisator ausgerüstet, der bis zu 4.5 Blendenstufen korrigiert. Außerdem ist es die erste PEN der P Serie die mit dem von der E-M10 Mark IV bekannten 20 Millionen Pixel Sensor ausgerüstet ist.Im Zusammenspiel mit den M.Zuiko Objektiven liefert sie die best mögliche Bildqualität. Was mir an der E-P7 besonders gefällt sind die kreativen Möglichkeiten. Neben den bekannten Art Filtern und der Langzeitbelichtungsfunktionen Live Composite and Live Bulb, hat die E-P7 auch die von der PEN-F bekannten Monochrome und Farbprofile. Mit deren Hilfe können sowohl klassische Farb- als auch Schwarzweißfilme simuliert werden. Für beide Profile wird die Kamera mit jeweils 4 Voreinstellungen ausgeliefert, die an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden können. Die kreativen Möglichkeiten können auch miteinander angewandt werden. So ist es möglich die Monochrome und Farbprofile auch bei LiveComposite und LiveBulb einzusetzen. So kommt man schnell zu einzigartigen Ergebnissen ohne zu viel Zeit vor dem Rechner zu verbringen.

Die E-P7 wendet sich an diejenigen, die bisher mit Handys fotografiert haben und auf der Suche nach einer Kamera sind die durch wechselbare Objektive mehr Kreativität zulässt. Deshalb ist die Kamera kompatible mit der OI.share software, mit deren die Kamera ferngesteuert werden kann. Außerdem erlaubt die Software auch Bilder direkt von der Kamera auf das Handy zu übertragen. Neu in der E-P7 ist eine Funktion die er erlaubt Bilder die aufgenommen wurden auch automatisch aufs Handy zu übertragen. Somit ist es noch einfacher geworden Bilder schnell und unkompliziert in den sozialen Netzwerken zu teilen.

Weiße Olympus PEN E-P7

Kritikpunkte

So schön die Kamera auch ist, gibt es Punkte die vielen von Euch vielleicht nicht gefallen werden. So ist der Bildschirm „nur“ 80° nach oben und 180° nach unten schwenkbar. Ist also nicht wie bei anderen Kameras in alle Richtungen schwenkbar. Da der Bildschirm nach unten nach vorne geschwenkt wird, kann in dieser Einstellung nur schwer ein Stativ verwendet werden. Ein Selfievideo wird also schwieriger umzusetzen. OI.share kann hier eine Abhilfe schaffen, denn du kannst die Liveansicht auch auf dem Bildschirm von deinem Handy anschauen.

Des Weiteren hat die E-P7 keinen elektrischen Sucher. Viele Fotografen bevorzugen einen elektrischen Sucher vor allem dann wenn sie in sehr hellen Umgebungen fotografieren oder eine Sehschwäche in der Nähe besteht. Ein Sucher stellt das Bild im Unendlichen dar und deshalb hat eine Sehschwäche in der Nähe nicht auf. Der fehlende Sucher trägt allerdings erheblich zu den kompakten Maßen der Kamera bei, die deshalb gut auch als Edelkompaktkamera immer dabei sein kann. 

Fazit

Alles in Allem ist die E-P7 eine sehr gelungene Kamera. Vor allem die kreativen Funktionen machen bei der Anwendung Spaß und erlauben es ohne große Bildnachbearbeitung eigenständige Bildstile zu erreichen und diese schnell und unkompliziert in den sozialen Netzwerken zu teilen. Durch ihre kompakten Maße steht sich auch in direkter Konkurrenz zu Kameras wie der Canon GX7, mit dem Vorteil von wechselbaren Objektiven. Wenn du bereits eine Micro Four Thirds Kamera besitzt, es es sicherlich eine Überlegung wert sich eine E-P7 als Zweitkamera anzuschaffen.

Uhr auf Somer / Winterzeit umstellen

Jedes Jahr im Frühling und Herbst wir die Zeit eine Stunde vor bzw. zurückgestellt. Ist deine Kamera wie die E-M1X mit einem GPS Empfänger ausgestattet und hast du eingestellt, dass die Uhrzeit automatisch umgestellt werden soll, bist du fein raus. Die Uhr wird automatisch auf die richtige Uhrzeit eingestellt. Alle anderen Fotografen müssen aktiv werden und die Uhr in der Kamera manuell umstellen. Ansonsten stimmt die Uhrzeit in den EXIF Daten nicht mit der Aufnahmezeit überein. Für den Fall, dass du dein Smartphone zum erstellen von GPS Daten verwendest, werden die Bilder mit dem falschen Standort markiert.

Uhrzeit mit Hilfe von OI.share einstellen

Wenn ihr eine OM-D besitzt, die man kabellos über WiFi mit einem Smartphone verbinden kann, dann empfehle ich Euch die Kamera einfach einmal mit Olympus OI.share zu verbinden. Habt Ihr in den Einstellungen definiert, dass die Zeit automatisch synchronisiert werden soll. dann habt ihr auch schon die Uhr mit dem Verbinden umgestellt. Wie das genau funktioniert zeigt das Video auf der linken Seite.

Uhrzeit manuell anpassen

Habt ihr keine Kamera die mit WiFi ausgerüstet ist, oder wollte ihr OI.share nicht verwenden, könnt ihr die Uhr natürlich auch manuell verstellen.

Hierzu geht ihr einfach nur in das Set-up Menü und verstellt die Zeit.

Beide Methoden benötigen nur wenig Zeit, garantieren aber, das die Aufnahmezeit in den EXIF Daten Deiner Bilder korrekt ist. Hilft am Ende nicht nur wenn du GPS Daten synchronisieren willst sondern auch beim Sortieren der Bilder in deiner Software. Es hilft dir als beim wiederfinden deiner Bilder.

Benutzerdefinierte Weißabgleich

Nutzen der Funktion

Der automatische und die vordefinierten Weißabgleiche sind für Alltagssituationen hervorragend geeignet. Will man aber einen sehr präzisen Weißabgleich oder arbeiten in schwierigen Lichtsituationen führt ein benutzerdefinierter Weißabgleich zu wesentlich besseren Ergebnissen. Arbeitest Du nicht mit RAW Dateien, bei denen man den Weißabgleich auch nachträglich ändern kann, kannst Du bei OM-D Kameras den benutzerdefinierten Weißabgleich auch direkt in der Kamera definieren.

Benutzerdefinierten Weißabgleich einstellen

1. OK” Taste drücken um das Super Control Panel zu aktivieren. Wähle hier den Weißabgleich aus und drücke noch einmal die “OK” Taste.

2. Wähle einen der “Benutzerdefinierten Weißabgleiche” aus und drücke die “INFO” Taste.

3. Richte Deine Kamera auf ein neutrales Objekt (z.B. ein weißes Blatt Papier oder noch besser auf eine Graukarte), das mindestens 75% der Bildfläche bedeckt und nehme ein Bild auf.

4. Sobald Du das Bild aufgenommen hast fragt Dich die Kamera, ob der Weißabgleich der gemacht wurde gespeichert werden soll oder nicht.

Pro Tipp

Für den Fall, dass Du einen benutzerdefinierten Weißabgleich öfters machen willst, kannst Du auch eine programmierbare Taste mit der Funktion “Benutzerdefinierter Weißabgleich” belegen. Dann musst Du Dich nicht immer durch die oben beschriebene Prozedur kämpfen, sondern kannst durch drücken der programmierten Taste den benutzerdefinierten Weißabgleich aufrufen.

Bildnamen in der Kamera ändern

Nutzen der Funktion

Normalerweise wird der Name in eine Olympus Kamera automatisch vergeben und durchnummeriert. Wenn man viel fotografiert oder mehreren Kameras hantiert kann dass allerdings schnell unübersichtlich werden. Deshalb finde ich die Funktion die Bildnamen anpassen zu können sehr hilfreich. Leider kann man nicht den gesamten Namen ändern aber für mich reichen die ersten 4 (sRGB) bzw. 3 (Adobe RGB) Zeichen aus um ausreichend Unterschiede zu erreichen. Für mich ist es vor allem wichtig zu wissen, ob ich das Bild mit einer PEN oder OM-D gemacht habe, deshalb nutze ich die Möglichkeit den Bildnamen in der Kamera anzupassen um genau dies zu erreichen.

Wie kann ich den Bildnamen in der Kamera anpassen

1 Drücke die Menü Taste und gehe zum Menü “H1”. Wähle “Dateiname anpassen” (Edit Filename)

2 Drücke die “OK” Taste und wähle den von Dir bevorzugten Farbraum. Es stehen die Farbräume sRBG und Adobe RGB zur Verfügung.

3 Drücke auf der Tasten Wippe nach rechts und ändere die ersten 3 bzw. 4 Ziffern des Bildnamens nach Deinem Geschmack und drücke die “OK” Taste ein weiteres Mal um den Namen zu bestätigen

Copyright Einstellungen in EXIF Daten schreiben

Nutzen der Funktion

Bilder werden oft ohne Einwilligung des Fotografen eingesetzt. Mit Hilfe der Copyright Funktion ist es möglich den Namen bereits bei der Aufnahme in die EXIF Daten zu schreiben. Die stellt nicht zu 100% sicher, dass Deine Bilder nicht missbräuchlich verwendet wird, erhöht aber die Chance den Missbrauch zu belegen. Zumindest dann wenn die EXIF Daten nicht entfernt werden.

Wie kann ich die Copyright Einstellungen in der Kamera einstellen?

1Um ins Menü zu gelangen drücke “Menü”. Navigiere mit dem Cursor in das Menü H1 und wähle “Copyright Settings” und drücke die “OK” Taste

2Um den Fotografennamen einzustellen, wähle “Artist Name” und öffne es mit der rechten Cursor Taste. Drücke die “OK” Taste um Deinen Namen einzugeben.

3mit End beendest Du die Eingabe Deines Namens. Alternativ kannst Du mit der “Menü” Taste die Eingabe auch abbrechen. Das gleiche kannst Du mit “Copyright Name” wiederholen

Wie kann ich die Copyright Einstellungen aktivieren

1 Menü Taste drücken und zu Menü H1 navigieren und “OK” Taste drücken

2 Wähle “Copyright Info” und drücke die Cursortaste nach rechts.

3 Wähle “OK” und drücke die “OK” Taste. Dadurch werden die Copyright Informationen und der Artistname in die EXIF Daten geschrieben.