M.Zuiko Digital ED 100-400mm F5-6.3 IS

Blaumeise beim starten

Diese Woche hat Olympus das M.Zuiko Digital ED 100-400mm F5-6.3 IS vorgestellt und ich hatte die Möglichkeit damit bereits zu fotografieren. Nachdem ich die ersten Bilder gemacht hatte, was ich persönlich sehr überrascht über die hervorragende Bildqualität. Es handelt sich schließlich um ein sogenanntes Standardobjektiv und nicht um ein Pro Objektiv. Dennoch ist an der Bildqualität nichts auszusetzen, Auch and der Geschwindigkeit und der Präzision des Autofokus ist nichts auszusetzen. Die technischen Daten sind ausführlich auf vielen Webseiten beschrieben worden, deshalb will ich auf diese hier überhaupt nicht eingehen. Meine Intention hier ist über die Erfahrungen, die ich mit dem Objektiv gemacht habe zu teilen und zu beschreiben.

Lichtstärke

Das Objektiv ist mit einem Blendenbereich von 5-6.3 nicht gerade Lichtstark, weshalb man als Fotograf bei schlechten Lichtbedingungen dazu gezwungen wird die Empfindlichkeit der Kamera zu erhöhen. Ich habe mit einer Olympus OM-D E-M1 Mark III fotografiert und dabei Empfindlichkeiten bis zu 6400 ISO verwenden und bin durchweg mit den Ergebnissen zufrieden. Muss man also nicht gerade schnell bewegte Objekte bei sehr schlechten Lichtverhältnissen fotografieren, ist das Objektiv sehr gut geeignet. An die Grenzen kommt es wenn die Lichtsituation nicht ideal ist.

Brennweitenbereich

Mit einem Brennweitenbereich von 100-400mm ist das Objektiv hervorragend für die Tierfotografie und im speziellen der Fotografie von Vögeln geeignet. Das Objektiv liefert einen Bildwinkel, der dem eines 200-800mm für das Kleinbildformat entspricht. Zusätzlich können die 1.4x und 2.0x Telekonverter von Olympus verwendet werden. Dadurch erreicht man einen Bildwinkel, dem Kleinbildformat entsprechend, von bis zu 1600mm. Dies hilft zusätzlich Bilder aus einer großen Entfernung aufzunehmen, was natürlich vor allem hilfreich bei Tieren, die scheu sind. Die Ergebnisse sind sowohl mit dem MC-14 als auch mit dem MC-20 sehr ansehnlich. Der Nachteil ist, dass man mit den Konvertern 1 bzw. 2 Blendenstufen an Lichtstärke verliert und so noch mehr Licht für die Aufnahme haben sollte, wenn man nicht zu sehr die Empfindlichkeit erhöhen will.

Makro Eigenschaften

Neben der herausragenden Teleobjektiveigenschaften hat das Objektiv auch noch einen sehr geringen Fokusierabstand. Dadurch kann das Objektiv auch hervorragend für Makrofotografie eingesetzt werden. Durch den geringen Aufnahmeabstand bekommt man eine sehr geringe Schärfentiefe, was zu einer sehr schönen Freistellung führt. Hier ein paar Bilder die mit geringem Aufnahmeabstand entstanden sind.

Bildstabilisierung

Das Objektiv verfügt zwar über eine Bildstabilisierung, aber im Gegensatz zu dem M.Zuiko Digital ED 300 F4 IS PRO, unterstützt es kein Sync IS, bei dem die Stabilisierung von Objektiv mit der der Kamera zusammenarbeitet. Die Bildstabilisierung ist also nicht ganz so effektiv. Wenn man Olympus Kameras mit dem Objektiv einsetzt gibt es dennoch eine Verbesserung der Bildqualität wenn sowohl die Bildstabilisierung an Objektiv und an Kamera eingeschaltet ist. Dann übernimmt das Objektiv die Verschwenkachsen und die Kamera korrigiert die Rotationsbewegung, die hauptsächlich durch das Drücken des Auslösers entsteht.

Fazit

Das Objektiv ist für alle die eine lange Brennweite zu einem fairen Preis suchen ist das M.Zuiko Digital ED 100-400mm F5-6.3 IS perfekt geeignet. Mit den zusätzlichen Makroeingenschaften bietet das Objektiv einen Mehrwert und macht das es universell einsetzbar und die perfekte Ergänzung für jeden Fotorucksack. Der einzige Wermutstropfen ist die Lichtstärke, welche das Einsatzgebiet des Objektives für schlechte Lichtverhältnisse einschränkt. Für ein lichtstärkeres Objektiv muss man aber wesentlich mehr Geld auf den Tisch legen.

Farbe der Gitterlinien anpassen

Gitterlinien können während der Aufnahme bei er Bildgestaltung sehr hilfreich sein. Deshalb gibt es bei den OM-D Kameras die Möglichkeit verschiedene Arten von Gitterlinien einzublenden. In der Standardeinstellung sind die Gitterlinien in einem hellen Grau gehalten. Diese kann man aber, je nach Aufnahmesituation nur schlecht wahrnehmen. Deshalb gibt es bei der E-M1 Serie die Möglichkeit die Gitterlinien farblich anzupassen. Gehe dazu folgendermaßen vor.

Standard Gitterlinien die schlecht zu erkennen sind.
Rote Gitterlinien können besser erkannt werden

1 Wähle im Anwendermenü „D3″und wähle die Gitterlinien Einstellung und drücke die „OK“ Taste.

2 Wähle „Anzeigefarbe“ und drücke die Kreuztaste nach rechts. Wähle „Einstellung 1“ und drücke erneut die Kreuztaste nach rechts.

3 Mische Deine benötigte Farbe aus den drei Werten R (Rot), G (Grün) und B (Blau) und wähle die Transparenz α. Danach bestätige mit der „OK“ Taste Deine Einstellungen

Tipp:
Wenn Du verschiedene Einstellungen speichern möchtest kannst du eine zweite Einstellung under „Einstellung 2“ vornehmen.

Fn-Schalter als Hauptschalter verwenden

Die E-M1 Serie von Olympus hat den Hauptschalter auf der linken Kameraseite. Einige Fotografen bevorzugen es allerdings, die Kamera mit der rechten Hand einzuschalten, weil des dann möglich ist die Kamera aus der Tasche zu nehmen und sie gleichzeitig einzuschalten. Deshalb kann man bei den E-M1 Kameras (ab E-M1 Mark II) den Fn Umschalter so programmieren, dass er als Hauptschalter funktioniert. Hierfür musst Du folgendermaßen vorgehen:

1 Navigiere zu Einstellungsmenü „B“ und wähle „Fn-Schalter / Hauptschalter“ und öffne das Menü mit der „OK“ Taste.

2 Wähle entweder „AN/AUS1“ oder „AN/AUS2“ nach deinem Geschmack aus. Du kannst dadurch definieren welche Position des Schalters als An bzw. Aus definiert wird.

Achtung:
Wenn Du den Fn-Schalter als Hauptschalter definiert hast, ist der normale Ein- / Ausschalter deaktiviert und hat keinerlei Funktion. Dieser kann auch nicht mit einer anderen Funktion belegt werden.

Augensensor Erkennung schnell umstellen

Bei den OM-D Kameras ist ein Augensensor eingebaut der automatisch erkennt, wenn man durch Sucher schaut und den Sucher entsprechend einschaltet. Dies ist sehr hilfreich, da man sich keine Gedanken machen muss von Bildschirm auf den Sucher umzustellen. Manchmal kann diese Funktion aber auch nicht erwünscht sein. Die Umstellung im Menü zu machen kann einige Zeit in Anspruch nehmen, die verhindern können, dass ein Bild nicht gemacht werden kann, weil man nicht bereit war. Deshalb gibt es eine schneller Möglichkeit die Einstellungen vorzunehmen. Hierfür kannst Du wie folgt vorgehen.

1 Drück den „Sucher“ Knopf und halte diesen gedrückt.

2 Es öffnet sich direkt das Menü, welches zu Einstellung des Augensensor zuständig ist.

3 Hast Du die automatische Umschaltung durch den Augensensor ausgeschaltet, kannst Du jederzeit durch drücken des „Sucher“ Knopfes zwischen Monitor und Sucher umschalten.

Bilder automatisch an Dein Smartphone schicken

Nutzen der Funktion

Normalerweise ist der Prozess Bilder auf Dein Smartphone zu übertragen relative kompliziert und kann doch ein paar Minuten in Anspruch nehmen, in denen Du nichts anderes machen kannst. Mit dieser Funktion kannst Du direkt nach der Aufnahme der Bilder, diejenigen Bilder die Du später in den sozialen Netzwerken teilen möchtest auswählen. Diese werden dann nach dem Ausschalten Deiner Kamera direkt an Dein Smartphone geschickt, ohne dass Du etwas zusätzlich unternehmen musst.

Voraussetzungen

Diese Funktion ist bei jeder Olypmus Kamera, die mit WiFi und Bluetooth ausgestattet ist, verfügbar. Bitte denke daran, die neuste Version von OI.share auf deinem Smartphone zu installieren, um sicherzustellen, dass alles reibungslos funktioniert. Es ist auch wichtig beim ersten Verbinden der Kamera mit dem Smartphone über die Prozedur in OI.share vorzunehmen, dass sowohl die WiFi als auch die Bluetooth korrekt eingerichtet sind. Macht man das nicht über den QR code, sondern manuell über die Systemeinstellungen, funktioniert die Zusammenarbeit von WLAN und Bluetooth nicht und der automatische Import der Bilder schlägt fehl.

Zusätzlich ist bei Apple Geräten darauf zu achten, dass OIshare gestartet ist und im Hintergrund läuft.

Was muss ich beachten im Bilder automatisch zu übertragen

1 Nachdem Du die Bilder aufgenommen hast, wechsle in den Bildwiedergabemodus in dem Du den Wiedergabeknopf drückst

2 Um die Bilder, welche automatisch übertragen werden sollten, zu markieren, drücke den „Share Order“ Knopf. Bei Kameras die keinen dedizierten Knopf haben, kann man die Bilder über den Touchscreen erreichen.

3 In den „Wifi / Bluetooth“ Einstellung, das ich im Schraubenschlüssel Menü befindet, „Power-off Standby“ auf „Ein“ stellen. Dies bewirkt, dass Bluetooth nach dem Ausschalten der Kamera aktiviert bleibt. Alternativ könnt Ihr auch die Kamera so einstellen, dass man beim Einstellung beim Ausschalten auswählen kann. Dies hat aber den Nachteil, dass es jedes Mal Zeit kostet.

4 Schalte die Kamera aus. Wenn Du OI.share erlaubt hast Pushnachrichten zu senden, bekommst Du von OI.share eine Nachricht sobald die Bilder auf Dein Smartphone übertragen wurden. Wenn Du dies nicht erlaubt hast kannst Du ja nach Anzahl der ausgewählten Bilder nach 3-4 Minuten auf Deinem Smartphone nachschauen und die Bilder direkt teilen.

Kaffeetasse zu Hause fotografiert

Selbst wenn man kein Studioequipment besitzt und zu Hause ist, kann man mit einfachen Mitteln anspruchsvolle uns schöne Bilder machen. Als hervorragende Lichtquelle eignet sich jedes Fenster und mit ein wenig Kreativität kann man auch mit zu hartem Licht umgehen. Aber zunächst einmal zu meinem Bilder. Ich hatte mir vorgenommen eine Espresso Tasse mit frisch gebrühten, dampfenden Kaffee zu fotografieren. Hier zunächst einmal das Ergebnis.

Zunächst habe ich mir ein geeignetes Fenster gesucht durch, dass genügend Licht gefallen ist und habe mein Set aufgebaut. Als Untergrund diente ein Holzbrett aus der Küche. Als schwarzer Hintergrund ein Stückstoff, dass ich noch im Schrank gefunden habe. Theoretisch würde wahrscheinlich auch ein T-Shirt, Bettdecke oder ähnliches funktionieren. Da das Licht durch das Fenster zu hart war musste ich mir etwas einfallen lassen. Da ich keine Alternative hatte, habe ich Butterbrotbeutel auseinander geschnitten und mit Klebefilm ans Fenster geklebt. Ihr könnt dies ganz gut auf dem nächsten Bild erkennen.

Auf der anderen Seite seht ihr einen Aufheller den ich noch zu Hause hatte. Wenn man so etwas nicht zu Hause hat kann man alternativ auch ein einfaches weißes Blattpapier nehmen. Ein Kaffee ist schnell gemacht und die Tasse wie sie ist auch schnell ins Bild gestellt. Ich habe aber schnell festgestellt, dass der Dampf nach dem frischen Aufbrühen, nicht stark genug ist um im Bild sichtbar zu werden. Deshalb musste eine kreative Lösung her. Zunächst habe ich es mit einem Streichholz versucht aber der Rauch war leider zu stark und durch das Bewegen zu verwirbelt. Er sah unnatürlich aus. Dann kam mein Sohn auf die Idee eine Kaffeebohne anzuzünden und brennen zu lassen bis sie glühte. Dies funktionierte ganz gut. Der Vorteil ist, dass man die Bohne in Ruhe hinter die Tasse legen konnte und der Rauch lange genug anhielt um ein Bild zu machen.