OM-D E-M1 Mark III / OM-1 Firmware aktualisieren

Von Zeit zu Zeit werden bei Kamera entweder Fehler behoben oder neue Funktionen hinzugefügt. In beiden Fällen geschieht dies über die Aktualisierung der Firmware. Bei Kameras von OM Digitalsolutions geht das entweder mit Hilfe von OM Workspace oder mobil über OI.Share mit dem Smartphone. Ich will euch hier zeigen wie es mit OI.Share funktioniert. Die Aktualisierung mit OI.Share funktioniert im Moment mit der E-M1 Mark III oder OM-1. Alle anderen Kameras kannst Du nur mit OM Workspace aktualisieren.

Firmware Aktualisierung mit OI.Share

Voraussetzung für die Installation mit OI.Share ist, dass du die Kamera bereits mit OI.Share gepaart hast und an der E-M1 Mark III oder OM-1 das WLAN aktiviert hast. Sollte das der Fall sein, kannst Du oben rechst das Zahnrad drücken um zu den Einstellungen zu gelangen.

In den Einstellungen findet Du einen Eintrag der mit Kameramanagement bezeichnet ist

Klickst du darauf öffnet sich entsprechend das Kameramanagement, in dem du neben Informationen über die Kamera, die Einstellungen der Kamera speichern oder eben die Firmware aktualisieren kannst. Die Aktualisierung findest Du unter “Firmware aktualisieren”.

Die sich öffnende Datei, zeigt Dir an welche Firmware sich auf der Kamera und dem angeschlossenen Objektiv befindet. Drückst Du “Firmware überprüfen” fragt die Software auf dem Server in Japan nach welche Firmware aktuell ist.

Sollte es eine neuere Firmware geben wir diese in dem Fenster angezeigt und darunter gibt es eine Schaltfläche zum aktualisieren der Kamera.

Folgen den Anweisungen auf dem Bildschirm um die Aktualisierung der Firmware auf der Kamera zu beenden.

Dabei sind folgende Punkte wichtig.

  1. Beachte, dass der Akku deiner Kamera mindesten 50% Ladung hat. Weniger sollten es auf keinen Fall sein. Besser ist es wenn er vollständig geladen ist.
  2. Stelle sicher, dass während die Firmware aktualisiert wird die Stromversorgung nicht unterbrochen wird. Das ist ganz wichtig. Sollte sie nämlich zu einem ungünstigen Zeitpunkt unterbrochen werden, dann ist auf der Kamera in schlimmsten Fall keine Firmware. Die Kamera nicht mehr gestartet werden. Dann muss die Kamera in den Service geschickt werden.
  3. Beachte unbedingt alle Hinweiser von OI.share. Während die Firmware aktualisiert wird, werden auch deine Einstellungen die auf der Kamera sind zwischen gespeichert. Wenn Du nicht alle Punkte während der Aktualisierung befolgst kann es sein, dass diese verloren gehen.

Auf dieselbe Art und Weise kann auch die Firmware angeschlossener Objektive aktualisiert werden.

Firmware Aktualisierung mit OM Workspace

Die Aktualisierung der Firmware mit OI.Share ist eine tolle Sache. Hiermit kannst du unterwegs ohne Computer, die Firmware auf den neuesten Stand zu bekommen. Allerdings wird das im Moment nur von der E-M1 Mark III und der OM-1 unterstützt. Wenn du zu Hause bist ist eine Aktualisierung der Firmware auch über OM Workspace möglich. Hierzu musst Du zunächst Deine Kamera über das mitgelieferte USB Kabel an den Rechner anschließen und einschalten. Sobald du die Kamera eingeschaltet hast, zeigt die Kamera einen Dialog an. Hier kannst Du einstellen wie die Kamera mit dem Rechner angesprochen werden soll. Zum Aktualisieren der Software musst du “Speicher” auswählen und mit “OK” bestätigen.

In OM Workspace findest du im Menü unter “Kamera” den Punkt “Update” den du zum Aktualisieren der Firmware auswählen musst. Hast du das gemacht, startet der Kamera Updater. Jetzt ist der Ablauf sehr ähnlich wie bei OI.share.

Der Kamera Updater zeigt Euch an ob es eine neue Firmware Version gibt. Zum Aktualisieren deiner Kamera / deines Objektives, wählst du einfach das entsprechende Produkt aus und drückst auf aktualisieren. Auch hier solltest Du den Anweisungen auf deinem Bildschirm genau folgen. Drücke erst auf “Weiter” nachdem du das große “OK” auf der Kamera gesehen und die Kamera einmal aus und wieder eingeschaltet hast.

Besitzt du eine E-M1 Mark III, E-M1X oder OM-1 speichert OM Workspace deine Kameraeinstellungen. Bei älteren Kameras ist das leider nicht möglich.

Tipps für Apple Anwender

Im Falle, dass ihr einen Apple Rechner zum Aktualisieren der Firmware verwendet, kann es sein, dass ihr verschiedene Fehlermeldungen bekommt. Die Ursache dieser Fehlermeldungen sind meistens in drei Dingen begründet.

  1. Ihr verwendet ein USB-C Kabel oder einen USB-A auf USB-C Adapter der die Daten nicht richtig überträgt. Achtet darauf, dass ihr wenn möglich das Originalkabel, welches eurer Kamera beiliegt verwendet.
  2. Ihr have die Kamera über einen Hub angeschlossen. Bitte sorgt dafür, dass die Kamera direkt an eurem Rechner angeschlossen ist.
  3. Die Sicherheitseinstellungen im Betriebssystem sind für OM Workspace nicht genügend freigeschaltet. Wenn ihr alle Rechte richtig vergeben habt und dennoch Probleme habt, überprüft die in den Systemeinstellungen. Eventuell verhindern Einstellungen der Firewall, dass die Software mit dem Firmware Server zu kommunizieren.

Fokus Stacking und Fokus Braketing

Normalerweise versucht man in der Fotografie ein Objekt mit Hilfe möglichst kleinem Schärfebereich von Hintergrund zu separieren. Dies hilft dabei den Blick des Betrachters. auf den wichtigen Teil des Bildes zu lenken. Es gibt aber Situationen in denen die Schärfentiefe zu klein ist und erweitert werden muss. Das ist meistens dann notwendig wenn man Makros macht uns sehr nahe am Objekt ist. Hierzu stellen viele Kameras von OM Digital Solutions das Fokus Stacking und das Fokus Bracketing bereit. Wie diese beiden Funktionen funktionieren und was sie unterscheiden will ich Euch hier aufzeigen.

Die Unterschiede zwischen Fokus Staking und Fokus Bracketing

Wenn Du Kameras der OM-D Reihe verwendest unterscheiden sich Fokus Bracketing von Fokus Stacking prinzipiell in zwei Punkten.

  1. Beim Fokus Stacking können maximal 15 Bilder gemacht werden. Bei Fokus Brackting können je nach Kamera bis zu 999 Bilder gemacht werden.
  2. Fokus Stacking liefert nach der Aufnahme eine JPEG Datei, die aus den verschiedenen Bildern zusammengesetzt ist. Zusätzlich bekommst Du noch die Einzelaufnahmen in RAW / JEPG. Fokus Bracketing dagegen liefert keine zusammengesetzte Datei sondern “nur” die einzelnen Bilder im eingestellten Format. Diese Bilder kannst du im Nachhinein mit Software zusammenfügen.

Mit beiden Methoden kannst du die Schärfentiefe deiner Bilder vergrößern. Focus stacking ist dabei einfacher zu handhaben. Das Ergebnis ist direkt nach der Aufnahme vorhanden. Die Kamera kann bereits vor der Aufnahme anzeigen wieviel vom Bild, durch das Zusammenfügen, verloren geht. Fokus Bracketing dagegen ist dann sinnvoll wenn die Anzahl der Bilder, die beim Fokus Stacking verfügbar sind, nicht ausreichen.

Zu guter Letzt ist noch wichtig zu wissen, dass Fokus Bracketing mit allen Micro Four Thirds Objektiven, die Autofokus unterstützen, verwendbar ist. Bei Fokus Stacking aber nur kompatible Objektive verwendet werden können. Welche dass sind, hängt von der Kamera, die ihr verwendet ab. Dies wird bei der Vorstellung neuer Objektive auch immer wieder angepasst. Deshalb schaut Ihr am besten auf den Webseiten von OM Digitalsolutions nach.

Die Einstellungen für Fokus Stacking

Im “Aufnahmemenü 2” gibt es den Eintrag “Belichtungsreihe”. Wähle es aus und navigiere zu “Focus BKT” und öffne das Menü in dem du die Kreuztaste nach rechts drückst.

In dem du hier Fokus Stacking ein oder aus machst, kannst du hier auswählen ob du “nur” Fokus Bracketing verwenden willst, oder die Bilder die aufgenommen wurden gleich in der Kamera zusammensetzen werden sollen.

Die Anzahl der von dir gewünschten Aufnahmen kannst du über “Anzahl der Aufnahmen” wählen. Hast du dich dafür entschieden die Bilder bereits in der Kamera zusammensetzen zu lassen, sind hier maximal 15 Bilder möglich.

Desweiteren kannst du mit “Fokusunterschied” wählen wie groß der Fokusabstand zwischen den Bilder sein soll.

Welchen Wert du hier einstellen musst hängt von Abstand von Objekt, Blende und Brennweite ab. Deshalb kann man auch nicht pauschal sagen welcher Wert hier der beste ist. Deshalb empfehle ich dir mit der Standardeinstellung 5 zu starten. Ändere nur dann etwas wenn du siehst das im finalen Bild etwas nicht passt. Als Anhaltspunkt habe ich mal die Abstände der Fokuspunkte für den Fall ermittelt, dass du mit dem M.Zuiko Digital ED 60mm F2.8 Macro an der Naheinstellungsgrenze, mit offener Blende F2.8, fotografierst.

SchrittgrößeFokusabstand auf Objektebene
10.2 cm
20.3 cm
30.5 cm
40.7 cm
50.8 cm
61 cm
71.1 cm
81.3 cm
91.4 cm
101.5 cm

Solltest zu einen externen Blitz verwenden ist es sinnvoll die Blitzladezeit entsprechend einzustellen. Das verhindert, dass die Kamera eine neue Aufnahme macht obwohl der Blitz noch nicht wieder geladen ist.

Achtung:
Da Fokus Stacking den elektronischen Verschluss verwendet, ist in den Standardeinstellungen der Biltz deaktiviert. Wenn Du diesen verwenden willst musst Du Ihn zunächst im “Aufnahmemenü 2” unter “Anti-Schock/Lautlos” aktivieren.

Zum Abschluss noch eine kleine Animation von Bildern die mit unterschiedlichen Schärfeeinstellungen aufgenommen wurden.

Nach dem Zusammensetzen der einzelnen Bildern sieht das Endergebniss dann so aus. Die Schärfentiefe ist gegenüber einem einzelnen Bild erheblich vergrößert.

Endergebnis eines Bildes welches mit Fokus Stacking erstellt wurde.
Aus 15 Einzelbildern zusammengesetztes Bild

Wenn ihr Anregungen oder Kritik habt freue ich mich über einen konstuktiven Kommentar.

AF Punkte personalisieren

Sowohl die E-M1X als auch die E-M1 Mark III bringen von Hause aus bereits viele voreingestellte AF Punkt Layouts mit, die man in vielen Situationen sehr gut ein setzen kann. Es gibt allerdings Situationen in denen man die Trefferquote des Autofokus erheblich verbessern kann, in dem man individualisierte AF Punkte verwendet. Die beiden Kameras bringen deshalb die Möglichkeit die AF Punkte stark zu individualisieren. Du kannst sie folgendermaßen einstellen.

1 Im Zahnrad Menü under A2 “Feldmodus-Einstellung” auswählen und mit den Kreuztasten nach rechts in das Menü gehen.

2 Hier kannst Du bis zu vier verschiedene personalisierte Voreinstellungen vornehmen und abspeichern.

3 Damit Du die Voreinstellung auswählen kannst musst Du dies noch unter “Mode-Einstellungen” aktivieren.

Hier auch noch ein kleinen Film in dem ich die Einstellungen auch noch einmal Schritt für Schritt vornehme.

Almbachklamm ein natürliches Revier für die E-M1 Mark III und das 8-25mm F4 Objektiv

Bild der Kugelmühle der Almbachtalklamm

In meinem Artikel “Meine Erfahrungen mit dem M.Zuiko Digital ED 8-25mm F4.0 PRO” habe ich euch ja schon das 8-25mm Objektiv vorgestellt und dargelegt wie flexibel dieses einsetzbar ist. Nun war ich in den Alpen im Urlaub und habe an einem Tag entschieden mir die Almbachklamm bei Berchtesgaden anzuschauen. Ich wollte möglichst nur die E-M1 Mark III und ein Objektiv mit nehmen. Da die Almbachklamm sehr eng ist habe ich mich für das 8-25mm F4 entschieden.

Die Almbachklamm

Die Klamm liegt nicht weit entfernt von Berchtesgaden. Sie liegt am Rande der B305 die in Richtung Salzburg führt, und gehört zu der Gemeinde Marktschellenberg. Am Eingang befindet sich die letzte in Betrieb befindliches Kugelmühle. Hier werden noch Marmorkugeln mit der Wasserkraft des Almbaches hergestellt (Titelbild des Beitrages). Die Klamm selbst ist 3km lang. Am Ende steht mit der Theresienklause ein Damm mit dem die Holzdrift, eine frühe Art des Holztransports, ermöglicht wurde. Zurück kannst du dann entweder wieder durch die Klamm, oder über den Etterberg and er Wallfahrtskirche “Maria Heimsuchung” vorbei wandern. Wir haben allerdings die Klamm bereits auf der Hälfte verlassen und sind direkt zum Ettenberg aufgestiegen. Wenn du dich über den Wanderweg genauer informieren willst findest du eine Karte mit Höhenprofil hier. Hier siehst du auch wie lange die Wanderung dauert.

Die Klamm, das natürliche Revier für die E-M1 Mark III und das M.Zuiko Digital ED 8-25mm F4 PRO Objektiv

Wie schon bei der Auswahl des Objektives erwartet, stellte sich heraus, dass die Wanderung genau das Revier für die Kombination aus E-M1 Mark III und 8-25mm Objektiv war. Die Klamm ist zumindest bis zur Hälfte sehr eng. Deshalb braucht man häufig eine sehr kurze Brennweite. Dennoch sind auch einige der Motive weiter entfernt, so dass der Zoombereich des Objektive voll ausgeschöpft wird. Gleich zu beginn der Klamm gibt es einen kleinen Tobel. Dieser ist durch eine Brücke sehr gut erreichbar. Deshalb ist dieser sehr gut zu fotografieren.

8mm F11, 1,6 sek
22mm F11, 1,6 sek

In den Bilder erkennst du schon wie nützlich der Zoombereich des Objektives ist. Dieser kann auch sehr gut zur Bildgestaltung eingesetzt werden kann. Zusätzlich zeigen die Bilder auch die Vielseitigkeit der E-M1 Mark III. Mit dem eingebauten LiveND Filter kann man nämlich auch ohne einen Graufilter einfach Langzeitbelichtungen realisieren. Das hilf dir die Bewegung des Wassers schön sichtbar zu machen. Dank der hervorragenden Stabilisierung benötigst du kein Stativ. Das Stativ hatte ich zu Hause gelassen um mir unnötiges Gewicht für die Wanderung zu ersparen.

25mm, F13, 2 sek

Viele behaupten, dass ein Zoomobjektiv nur in seinen extremen Brennweiten verwendet wird. In diesem Fall also bei 8mm bzw. 25mm. Diese Wanderung zeigt mir allerdings etwas anderes. Ich habe auch die Brennweiten zwischen den extremen verwendet, je nach dem wie es eben die Komposition des Bildes erforderte. Das Bilder der Kirche ist zum Beispiel mit 18mm entstanden. Das Bild vom Wasserlauf wurde mit 14mm aufgenommen.

Fazit

Wie schon in der Überschrift angedeutet war die Entscheidung das M.Zuiko Digital ED 8-25mm F4 PRO auf die Wanderung mitzunehmen im Nachhinein genau die Richtige. Das Objektiv deckte mit dem Brennweitenbereich genau das ab, was benötigt wurde. Aber auch die E-M1 Mark III konnte ihre Stärken voll ausspielen. Vor allem die Bildstabilisierung in Kombination mit dem eingebauten LiveND Filtern (es handelt sich hier um einen digitalen ND Filter) waren sehr hilfreich um Bilder zu realisieren, die normalerweise nur mit Stativ und physikalischen Filtern möglich gewesen wären. So hatte ich aber nur eine Kamera mit einem Objektiv dabei. Stativ und ND Filter konnte ich zu Hause lassen und somit einiges an Gewicht sparen, welches mich auf der Wanderung ansonsten zusätzlich belastet hätte.

Weiter Informationen findest Du auch unter “Meine Erfahrungen mit dem M.Zuiko Digital ED 8-25mm F4.0 PRO”

Schnellauswahl von Bildern

Wenn man Funktionen, wie Serienbildaufnahmen, ProCapture oder Fokus Bracketing, verwendet kommen schnell sehr viele Bilder zusammen. Somit ist auch die SD Karte schnell gefüllt. Sicherlich wird nicht jedes Bild später auch gebraucht. Die normale Art einzelne Bilder in der Kamera zu löschen ist dauert ziemlich lange und ist deshalb nicht zielführend. Glücklicherweise gibt es in der E-M1 / OM-1 Serie eine Möglichkeit mit der du schnell und einfach viele Bilder markieren kannst.

1. Drücke die Wiedergabetaste um die Wiedergabe der Aufnahmen zu starten

2. Drehe das Hintere Wahlrad und in die Anzeige von der Einzelbildanzeige in die Briefmarkenanzeige zu wechseln. Die Methode geht zwar auch in der normalen Ansicht ist aber dann nicht so übersichtlich.

3.Wähle das erste Bild, dass du markieren willst aus, drücke und halte die Videoaufnahmetaste gedrückt.

4.Drehe das vordere oder das hintere Wahlrad um die Bilder zu markieren. Es können bis zu 200 Bilder in Folge gewählt werden.

Sobald du die Bilder ausgewählt hast, kannst du diese entweder löschen oder als geschützt bzw. zum Teilen mit OI. share markieren.