Meine Erfahrungen mit dem M.Zuiko Digital ED 8-25mm F4.0 PRO

Landschaftsfotografie ist ein unter Fotografen beliebtes Thema. Es birgt nur geringe Zugangsvoraussetzungen und du kannst, da die Natur sich nicht zu schnell bewegt, dich beim Fotografieren auch viel Zeit lassen und musst die Kamera nicht unbedingt aus dem Effeff beherrschen. Mit dem M.Zuiko Digital ED 8-25mm F4.0 PRO stellt OM Digitalsolutions nun ein drittes Weitwinkelzoom für den Micro Four Thirds Standard vor. 

Obwohl Panasonic ebenfalls drei Weitwinkelzooms im Portfolio hat, ist das neue Objektiv durchaus eine Überlegung wert. Auch im Besonderen weil, in der Landschaftsfotografie, eine Anfangsblende von 4 nicht von Nachteil ist.

M.Zuiko Digital ED 8-25mm F4 PRO Ansicht von oben

Innere Werte

Der große Vorteil des Objektives ist der große Zoombereich. Es deckt mit 8mm den Ultraweitwinkelbereich ab und geht mit 25mm bis zum Normalbrennweitenbereich. Deshalb kann es neben der Landschaftsfotografie auch für Street und Portraitaufnahmen verwendet werden. Im Gegensatz zum 7-14mm Objektiv von Olympus besitzt es eine plane Frontlinse. Dadurch kann man ohne einen speziellen Adapter normale Filtersysteme verwenden. Mit einem Filterdurchmesser von 72mm teilt es die Filtergröße mit dem 12-100mm, 40-150mm und dem 100-400mm. Besitz man eines diese Objektive bereits können also die Filter auch für dieses Objektiv verwendet werden. Wenn man sich an die maximale Filterdicke von 4mm hält gibt es auch selbst in der 8mm Stelltung keine Vignettierung.

Damit das Objektiv beim Transport möglichst klein ist, kann es eingefahren werden. Im Gegensatz zum 9-18mm musst du hierfür allerdings keinen Knopf drücken, sondern lediglich einen Widerstand überwinden. Diese Widerstand ist dabei groß genug, dass man diesen nicht unabsichtlich überwindet, aber man muss dennoch nicht zu viel Kraft aufwenden. Dies reduziert die Komplexität der Konstruktion und erleichtert es das Objektiv vor Staub und Spritzwasser zu schützen. Nachteil der Konstruktion ist, dass sich die Länge beim Zoomen verändert.

M.Zuiko Digital ED 8-25mm F4 @8mm
M.Zuiko Digital ED 7-14mm F2.8 @7mm

Obwohl das 8-25mm einen wesentlich größeren Zoombereich abdeckt ist es nicht größer als das 7-14mm Objektiv und wiegt wesentlich weniger. Wie alle Pro Objektive von OM Digital Solutions ist es Spritzwasser und Staub geschützt und kann bis -10°C verwendet werden. 

Neben dem Fokusring, mit dem man durch einfaches ziehen von Autofokus in den manuellen Fokus umstellen kann, ist ebenso vorhanden wie ein programmierbarer Funktionsknopf.

Bildqualität

Wie alle Pro Objektive von OM Digital Solutions liefert das 8-25mm bereits bei offener Blende eine hervorragende Bildqualität. Das gilt auch für die Bildecken, die nur geringfügig an Schärfe verlieren. Ab Blende 11 wird das Objektiv weicher. Das kann auf die Beugung zurückgeführt werden und will man die best mögliche Schärfe erreichen sollte man mit Blende 11 oder offener arbeiten. Sollte die Schärfentiefe für die Aufnahme nicht ausreichend sein, kann man auf Fokus-Stacking oder Fokus-Bracketing zurückgreifen. Dies wird, wenn die neuste Firmware installiert ist,  von der E-M1X, E-M1 Mark III, E-M1 Mark II und E-M5 Mark III unterstützt.

Die Schärfe des Objektives ist mit dem des M.Zuiko Digital ED 7-14mm F2.8 PRO auf Augenhöhe und braucht sich vor keinem anderen Objektiv verstecken. 

Verzeichnung ist von 25 – 12mm kein großes Thema. Bei kürzeren Brennweiten ist eine tonnenförmige Verzeichnung sichtbar, wenn du die RAW Dateien ohne das in der Datei angehängte Profil entwickelt. Verwendest du das angehängte Profil, ist die Verzeichnung hervorragend korrigiert.

Fazit

Das dritte Weitwinkel Zoom von OM Digitalsolutions ist am Markt einzigartig. Es deckt nicht nur den Weitwinkelbereich ab sondern geht mit 25mm bis zur Normalbrennweite und ist somit universell einsetzbar. Die Bildqualität ist in allen Belangen hervorragend. 

Im Weitwinkelbereich fehlt gegenüber dem M.Zuiko Digital ED 7-14mm F2.8 nur ein Millimeter und wenn man nicht gerade Nachhimmel fotografiert fällt die Blende weniger Lichtstärke auch nicht besonders ins Gewicht. Dabei ist das 8-25mm kleiner und leichter als das 7-14 mm. Wenn man Landschafts- oder Architekturfotograf ist, würde ich es dem 7-14mm bevorzugen. Für Fotografen, die viel unterwegs sind und bei denen das Gewicht eine Rolle spielt ist das 8-25mm die bessere Wahl. Es ist zwar nicht wesentlich kleiner und leichter als das 7-14mm Objektiv, aber durch sein großen Zoombereich erlaubt es einem ein Objektiv weniger mitzunehmen.

Von der Balance passt das Objektiv am Besten and die Kameras der E-M1 Serie oder E-M5 Serie. Kleinere Kameras machen es nur weniger Sinn. Hier ist das 9-18mm Objektiv besser geeignet.

Einen Bericht aus der Praxis findest du in meinem Beitrag “Almbachklamm ein natürliches Revier für die E-M1 Mark III und das 8-25mm F4 Objektiv”

Wie du dich auf ein Thema fokussieren kannst

Vielleicht ist es dir auch schon einmal so ergangen, dass du mit andern Fotografen unterwegs warst, und du am Ende des Tages beim Betrachten der Ergebnisse bemerkt hast, dass deine Mitstreiter andere Bilder nach Hause gebracht haben als du. Sie haben andere Motive und Perspektiven gesehen. Diese Erfahrung zeigt, Fotografie hat sehr viel mit Sehen zu tun, was man über die Jahr mit Erfahrung lernen kann. Du kannst das Lernen zu sehen, aber auf forcieren. Hierzu gibt es verschiedene Möglichkeiten, eine davon ist es sich vor dem Fotowalk ein Thema zu geben. Das hilft enorm und ergibt andere Ergebnisse als wenn du nur so los gehst.

Eine weitere Möglichkeit ist es mit sogenannten Fotokarten, wie den “Inspiracles” oder “See the bigger picture”, zu verwenden. Dies hilft besonders dann wenn du keine Ideen hast und Inspiration brauchst.

Last but not least kannst du dich auch mit einem Thema auseinandersetzen und dadurch deine Wahrnehmung sensibilisieren.

Photowalk mit Thema

Sich ein Thema vorzunehmen hilft sich zu fokussieren und Motive wahrzunehmen, die ansonsten im Verborgenen geblieben wären. Ich mache das von Zeit zu Zeit und merke immer wieder, nachdem ich 2-3 Stunden unterwegs war, dass mir plötzlich Dinge auffallen, die mir ansonsten nicht aufgefallen wären. Wie zum Beispiel bei meinem Fotowalk mit dem Thema Spiegelungen. Zu Beginn viel es noch sehr schwer Bilder zu finden die zum Thema passen es wurde dann aber besser je länger der Fotowalk andauerte. Als ich mich dann von meinen Mitstreitern verabschiedete konnte ich nichts mehr anderes sehen.

Themen Karten

Das Prinzip der Themen Karten ist simple. Auf der einen Seite findest Du Infornationen zum Thema selbst mit einer kurzen Beschreibung wie es umgesetzt werden kann und auf der anderen findest die Beispiele die dich inspirieren sollen. Nun hast du zwei Möglichkeiten wenn du zum Fotografieren los gehst. Entweder du gehst durch die Karten durch und entscheidest dich für das Thema, welches dich an diesem Tag am meisten interessiert, oder, nach meiner Meinung die spannendere, du ziehst einfach eine Karte und lässt dich auf das Thema ein. In beiden Fällen wirst du merken, dass es hilft. sich auf ein Thema zu fokussieren.

Sich mit einem Thema auseinandersetzen

Vor allem im letzten halben Jahr ist es mir besonders aufgefallen, dass sich meine Art zu sehen und zu fotografieren sehr verändert hat. Wegen der Pandemie habe ich viel von zu Hause aus gearbeitet und bin deshalb über die Mittagspause durch den Park gegangen und hatte immer eine Kamera mit langer Brennweite dabei. Ziel war es heimische Vögel zu fotografieren. In den ersten Tagen, habe ich die Vögel zwar gehört aber sehen konnte ich sie nicht. Je mehr ich mich damit beschäftigt habe, desto mehr habe ich Vögel gesehen und konnte sie auch in ihrer natürlichen Umgebung fotografieren ohne dies mit Futter anzulocken. Höhepunkt der Wahrnehmung was, als ich beim Joggen im Augenwinkel einen kleinen Vogel wahrgenommen habe der sich auf einen kleinen Ast gesetzt hatte. Neugierig habe ich angehalten und der Vogel stellte sich als Kleiber heraus, der zu seinem Nest geflogen ist.

5 Tipps die Lebensdauer deiner Batterie zu verlängern

Auch wenn die modernen spiegellosen Systeme inzwischen Batterielaufzeiten haben, die einen über den Tag bringen, kann es dein, dass du in Situationen kommst in denen du sparsam mit der restlichen Energie sein musst. Hierzu will ich dir einige Tipps zur Hand geben, die es die ermöglichen möglichst lange weiterzuarbeiten.

Tipp 1:
Verwende den Bildschirm und nicht den Sucher!

Auch wenn der Bildschirm auf der Rückseite deiner Kamera größer ist, als der Bildschirm den der elektronische Sucher verwendet, verbraucht diese wesentlich weniger Energie. Das hört sich zunächst ein wenig paradox an ist aber logisch nachvollziehbar. Der Sucher hat eine höhere Pixelanzahl als der Bildschirm und jeder einzelne Bildpunkt muss umgeschaltet werden was Strom verbraucht. Außerdem wird der Sucher in aller Regel mit einer wesentlich höheren Frequenz angesteuert als der Bildschirm. Wenn man Bildpunkte öfters aktualisiert ist wiederum mehr Strom von Nöten.
Beide Faktoren führen dazu, dass der Sucher gegenüber dem Bildschirm auf der Rückseite mehr Strom verbraucht. Verwendest du also statt des Suchers den Bildschirm auf der Rückseite kannst du das Maximum an Batteriealaufzeit herausholen.

Tipp 2
Reduziere die Bildschrimhelligkeit!

Natürlich kannst du auch noch die Einstellungen des Bildschirms optimieren. Wenn du nämlich die Helligkeit des Bildschirm reduzierst kannst du weiter Strom sparen und die Batterielaufzeit damit verlängern.

Tipp 3
Schalte die Bildstabilisierung aus!

So gut die Bildstabilisierung in Olympus OM-D Kameras arbeitet, verbraucht die Bildstabilisierung natürlich bei jeder Korrektur eine Verwackelung Strom. Ist deine Batterie also beinahe am Ende und du muss dich entscheiden ob du weiter arbeiten oder die Bildstabilisierung verwenden willst, verzichte lieber auf die Bildstabilisierung, als dass du keine Bilder mehr machen kannst.

Super Control Panel Einstellung Bildstabilisierung

Tipp 4
Schalte den Autofocus ab!

Zwar wird bei modernen Kameras der manuelle Fokus mit Hilfe der AF Motoren realisiert, du kannst dennoch Strom sparen, wenn du den Autofokus ausschaltest. Das ist vor allem dann der Fall, wenn du Objekte fotografierst die sich nicht bewegen. Dann musst du den Fokus nur einmal einstellen. Der Autofokus hingegen bewegt den Motor jedes Mal wenn du den Auslöser halb drückst. Alternativ kannst du auch die Autofokus vom Auslöseknopf entkoppeln und auf den AEL/AEF legen, dann wir der Fokus auch nur dann verstellt wenn du diesen aktiv drückst.

Super Control Panel Einstellungen Autofokus

Tipp 5
Halte deine Batterien warm

Die Kapazität von Batterien hängt stark von der Temperatur ab. Bist du in der Kälte unterwegs ist die Lebensdauer der Batterie deshalb wesentlich kürzer als sonst. Deshalb habe ich in diesem Fall immer eine Batterie nahe am Körper, meistens in der Hosentasche, um diese warm zu halten. Dies kann ich dann verwenden wenn die Kamera in der Kamera schlapp macht.

Uhr auf Somer / Winterzeit umstellen

Jedes Jahr im Frühling und Herbst wir die Zeit eine Stunde vor bzw. zurückgestellt. Ist deine Kamera wie die E-M1X mit einem GPS Empfänger ausgestattet und hast du eingestellt, dass die Uhrzeit automatisch umgestellt werden soll, bist du fein raus. Die Uhr wird automatisch auf die richtige Uhrzeit eingestellt. Alle anderen Fotografen müssen aktiv werden und die Uhr in der Kamera manuell umstellen. Ansonsten stimmt die Uhrzeit in den EXIF Daten nicht mit der Aufnahmezeit überein. Für den Fall, dass du dein Smartphone zum erstellen von GPS Daten verwendest, werden die Bilder mit dem falschen Standort markiert.

Uhrzeit mit Hilfe von OI.share einstellen

Wenn ihr eine OM-D besitzt, die man kabellos über WiFi mit einem Smartphone verbinden kann, dann empfehle ich Euch die Kamera einfach einmal mit Olympus OI.share zu verbinden. Habt Ihr in den Einstellungen definiert, dass die Zeit automatisch synchronisiert werden soll. dann habt ihr auch schon die Uhr mit dem Verbinden umgestellt. Wie das genau funktioniert zeigt das Video auf der linken Seite.

Uhrzeit manuell anpassen

Habt ihr keine Kamera die mit WiFi ausgerüstet ist, oder wollte ihr OI.share nicht verwenden, könnt ihr die Uhr natürlich auch manuell verstellen.

Hierzu geht ihr einfach nur in das Set-up Menü und verstellt die Zeit.

Beide Methoden benötigen nur wenig Zeit, garantieren aber, das die Aufnahmezeit in den EXIF Daten Deiner Bilder korrekt ist. Hilft am Ende nicht nur wenn du GPS Daten synchronisieren willst sondern auch beim Sortieren der Bilder in deiner Software. Es hilft dir als beim wiederfinden deiner Bilder.

Bilder einfach kabellos übertragen

Apple Computer haben viele Vorteile. Vor allem wenn man mit Bildern und Filmen arbeitet. Seit allerdings das SD Karten Fach weggefallen ist, braucht man sowohl ein SD Karten Lesegerät, als auch meistens noch einen USB-A auf USB-C Adapter um seine Bilder auf sein MacBook zu bekommen. Aber was wenn man unterwegs ist und eines der beiden Tools vergessen hat und dennoch Bilder auf seinen Rechner übertragen möchte. Wenn man Glück hat, dass ist ein Bekannter in der Nähe um damit auszuhelfen, wenn dass nicht der Fall ist gibt es dennoch eine Möglichkeit, selbst wenn man kein USB Kabel hat die E-M1 Mark III oder die E-M1X an den Rechner direkt anzuschließen und die Kamera selbst als Lesegerät zu verwenden.

Vorbereitungen

Wenn Du Olympus Workspace noch nicht auf Deinem Rechner installiert hast, lade die Software bei Olympus kostenlos herunter. Hierzu brauchst Du nur die Seriennummer Deiner Kamera. Auch wenn Du keiner Bilder kabellos übertragen willst macht es Sinn Olympus Workspace herunterzuladen, weil darüber auch die Firmware Updates deiner Kameras aktualisiert werden.


Hast Du die Software heruntergeladen starte sie und aktiviere bei deiner E-M1 Mark III oder E-M1X das WLAN. Sobald dieses gestartet ist zeig die Kamera einen QR code und die SSID inklusive Passwort an.

Verbinde Deinen Rechner mit der SSID deiner Kamera, dabei verwendest du das angezeigte Passwort. Sobald der Computer mit dem Kameranetzwerk verbunden ist, kannst du loslegen

Vorgehensweise

In Olympus Workspace kannst du oben rechts auf das Bilder importieren Icon und wähle “Über WiFi von der Kamera importieren” aus.

Es öffnet sich ein Fenster in dem du die Bilder die du importieren möchtest auswählen kannst.

Hier kannst den Ort wählen an den die Bilder übertragen werden sollen. Außerdem ist es möglich die Bilder umzubenennen und IPTC Informationen in die Bilder zu übertragen. Nach dem du die Bilder übertragen hast, kannst du entweder weiter in Olympus Workspace arbeiten oder dein bevorzugtes Bildbearbeitungsprogramm öffnen.

Zusammenfassung

Im Falle der Fälle, dass du unterwegs bist und kein Lesegerät oder Kabel zum Anschließen der Kamera zur Hand hast, ist die Möglichkeit Bilder über WLAN zu übertragen sehr hilfreich. Da ist es zu verschmerzen, dass die Verbindung manuell eingerichtet werden muss und dies nicht automatisch funktioniert. Praktisch ist es, dass man die Bilder direkt beim Übertragen auch umbenennen kann, das hilft dabei deine Dateien unter Kontrolle zu halten.

Tough TG-6 als GPS Tracker einsetzen

Es gibt nur wenige Systemkameras, wie zum Beispiel die Olympus E-M1X, die ein eingebautes GPS haben. Kameras mit eingebauten GPS können entweder den Aufnahmestandort direkt in den EXIF Daten speichern oder die Route auszeichnen. Hat man nun keine Systemkamera mit eingebauten GPS gibt es mehrere Möglichkeiten dennoch die Route aufzuzeichnen und in die EXIF Daten zu schrieben.
Die einfachste und am wenigsten aufwändige ist sicherlich das Smartphone zusammen mit einer entsprechenden App, wie OI.Track von Olympus. Dies hat allerdings den Nachteil, dass der Akku des Smartphones sehr beansprucht wird, und man ohne zusätzliches Laden nicht über den Tag kommt. Da ich eine TG-6 als Zweitkamera habe, welche ebenfalls über ein eingebautes GPS verfügt, bin ich dazu übergegangen sie als GPS Tracker zu verwenden.

Vorteile

Gegenüber der Variante mit dem Smartphone hat die TG-6 den Vorteil, dass, wenn sie ausschließlich als Tracker verwendet wird, mehrere Tage durchhält ohne nachgeladen werden zu müssen. Außerdem kannst du dir sicher sein, dass dein Handy in jedem Fall für andere Dinge den ganzen Tag gebraucht werden kann. Wie bei der Aufzeichnung mit dem Smartphone, kann man auch in Falle der TG-6 die GPS Daten auch an die Kamera schicken damit die EXIF Daten der Bilder entsprechend aktualisiert werden können.

Vorbereitungen

Zunächst einmal solltet Ihr die TG mit eurem Smartphone koppeln. Dadurch wird die Zeit in der TG mit der Zeit in Eurem Smartphone synchronisiert. Wenn Ihr das auch einmal mit der OM-D macht sind die Uhren von allen drei Geräten synchronisiert. Dies ist speziell dann wichtig, wenn ihr später die GPS Daten in die EXIF Daten der Bilder schreiben wollt. Basierend auf der Uhrzeit entscheidet die Kamera am Ende welches Bild mit welchen GPS Daten beschrieben werden.
Außerdem empfehle ich A-GPS Daten auf die TG-6 zu schreiben, dann ist sie wenn du sie anschaltest schneller in der Lage das GPS Signal zu erkennen. Wie das geht habe ich in meinem Artikel “GPS Signal Erkennung beschleunigen” beschrieben.

Anwendung

An der TG-6 (bei der TG Tracker im Übrigen auch) gibt es einen Schalter mit dem man das GPS dauerhaft auch bei ausgeschalteter Kamera einschalten kann. Solltest Du eine ältere TG haben kann das GPS dauerhaft im Menü eingestellt werden. Einmal gemacht musst Du die Kamera nur noch bei Deinen Aktivitäten mitführen.

Gewünschten Track auswählen und nach links wischen
Sonstiges auswählen
Mit Freigabe über Mail oder an den Rechner schicken

Sobald diese beendet ist, kannst Du mit Hilfe der OI.share app die GPS Daten auf dein Smartphone über WLAN herunterladen. OI.share kannst du im Apple App Store oder unter Google Play kostenlos herunterladen. Aus der App kannst du die Daten dann entweder per Mail an jemanden verschicken, auf einem Rechner speichern (bei Apple am besten über AirDrop) oder an eine OM-D Kamera, um die Positionsdaten der einzelnen Bildern in den Exif Daten zu speichern, übertragen.

GPS Daten weiterverarbeiten

GPS Daten können in vielen verschiedenen Formaten gespeichert. Die Daten der TG-6 sind es .log Dateien, die nicht von allen Programmen verarbeitet werden können. Deshalb müssen diese in bestimmten Fällen, zum Beispiel wenn man die Daten in einer eigenen Google Karte speichern möchte, konvertiert werden. Dazu kannst du das kostenloses Tool GPS Visualizer verwenden.

Hier “Convert to GPX” auswählen und die TG Datei hochladen und umwandeln. Solltest Du mehrere Dateien aufgezeichnet haben, gibt es hier auch die Möglichkeit mehrere Dateien auszuwählen und diese dann in eine GPX Datei umzuwandeln. Eine Beispiel Google Map findest Du hier.

Mit Google Earth kannst Du auch sehr anspruchsvolle Präsentationen erstellen, mit der ihr eure Route abfliegen könnte und zwischendurch Bilder zeigen.