Bilder einfach kabellos übertragen

Apple Computer haben viele Vorteile. Vor allem wenn man mit Bildern und Filmen arbeitet. Seit allerdings das SD Karten Fach weggefallen ist, braucht man sowohl ein SD Karten Lesegerät, als auch meistens noch einen USB-A auf USB-C Adapter um seine Bilder auf sein MacBook zu bekommen. Aber was wenn man unterwegs ist und eines der beiden Tools vergessen hat und dennoch Bilder auf seinen Rechner übertragen möchte. Wenn man Glück hat, dass ist ein Bekannter in der Nähe um damit auszuhelfen, wenn dass nicht der Fall ist gibt es dennoch eine Möglichkeit, selbst wenn man kein USB Kabel hat die E-M1 Mark III oder die E-M1X an den Rechner direkt anzuschließen und die Kamera selbst als Lesegerät zu verwenden.

Vorbereitungen

Wenn Du Olympus Workspace noch nicht auf Deinem Rechner installiert hast, lade die Software bei Olympus kostenlos herunter. Hierzu brauchst Du nur die Seriennummer Deiner Kamera. Auch wenn Du keiner Bilder kabellos übertragen willst macht es Sinn Olympus Workspace herunterzuladen, weil darüber auch die Firmware Updates deiner Kameras aktualisiert werden.


Hast Du die Software heruntergeladen starte sie und aktiviere bei deiner E-M1 Mark III oder E-M1X das WLAN. Sobald dieses gestartet ist zeig die Kamera einen QR code und die SSID inklusive Passwort an.

Verbinde Deinen Rechner mit der SSID deiner Kamera, dabei verwendest du das angezeigte Passwort. Sobald der Computer mit dem Kameranetzwerk verbunden ist, kannst du loslegen

Vorgehensweise

In Olympus Workspace kannst du oben rechts auf das Bilder importieren Icon und wähle “Über WiFi von der Kamera importieren” aus.

Es öffnet sich ein Fenster in dem du die Bilder die du importieren möchtest auswählen kannst.

Hier kannst den Ort wählen an den die Bilder übertragen werden sollen. Außerdem ist es möglich die Bilder umzubenennen und IPTC Informationen in die Bilder zu übertragen. Nach dem du die Bilder übertragen hast, kannst du entweder weiter in Olympus Workspace arbeiten oder dein bevorzugtes Bildbearbeitungsprogramm öffnen.

Zusammenfassung

Im Falle der Fälle, dass du unterwegs bist und kein Lesegerät oder Kabel zum Anschließen der Kamera zur Hand hast, ist die Möglichkeit Bilder über WLAN zu übertragen sehr hilfreich. Da ist es zu verschmerzen, dass die Verbindung manuell eingerichtet werden muss und dies nicht automatisch funktioniert. Praktisch ist es, dass man die Bilder direkt beim Übertragen auch umbenennen kann, das hilft dabei deine Dateien unter Kontrolle zu halten.

Tough TG-6 als GPS Tracker einsetzen

Es gibt nur wenige Systemkameras, wie zum Beispiel die Olympus E-M1X, die ein eingebautes GPS haben. Kameras mit eingebauten GPS können entweder den Aufnahmestandort direkt in den EXIF Daten speichern oder die Route auszeichnen. Hat man nun keine Systemkamera mit eingebauten GPS gibt es mehrere Möglichkeiten dennoch die Route aufzuzeichnen und in die EXIF Daten zu schrieben.
Die einfachste und am wenigsten aufwändige ist sicherlich das Smartphone zusammen mit einer entsprechenden App, wie OI.Track von Olympus. Dies hat allerdings den Nachteil, dass der Akku des Smartphones sehr beansprucht wird, und man ohne zusätzliches Laden nicht über den Tag kommt. Da ich eine TG-6 als Zweitkamera habe, welche ebenfalls über ein eingebautes GPS verfügt, bin ich dazu übergegangen sie als GPS Tracker zu verwenden.

Vorteile

Gegenüber der Variante mit dem Smartphone hat die TG-6 den Vorteil, dass, wenn sie ausschließlich als Tracker verwendet wird, mehrere Tage durchhält ohne nachgeladen werden zu müssen. Außerdem kannst du dir sicher sein, dass dein Handy in jedem Fall für andere Dinge den ganzen Tag gebraucht werden kann. Wie bei der Aufzeichnung mit dem Smartphone, kann man auch in Falle der TG-6 die GPS Daten auch an die Kamera schicken damit die EXIF Daten der Bilder entsprechend aktualisiert werden können.

Vorbereitungen

Zunächst einmal solltet Ihr die TG mit eurem Smartphone koppeln. Dadurch wird die Zeit in der TG mit der Zeit in Eurem Smartphone synchronisiert. Wenn Ihr das auch einmal mit der OM-D macht sind die Uhren von allen drei Geräten synchronisiert. Dies ist speziell dann wichtig, wenn ihr später die GPS Daten in die EXIF Daten der Bilder schreiben wollt. Basierend auf der Uhrzeit entscheidet die Kamera am Ende welches Bild mit welchen GPS Daten beschrieben werden.
Außerdem empfehle ich A-GPS Daten auf die TG-6 zu schreiben, dann ist sie wenn du sie anschaltest schneller in der Lage das GPS Signal zu erkennen. Wie das geht habe ich in meinem Artikel “GPS Signal Erkennung beschleunigen” beschrieben.

Anwendung

An der TG-6 (bei der TG Tracker im Übrigen auch) gibt es einen Schalter mit dem man das GPS dauerhaft auch bei ausgeschalteter Kamera einschalten kann. Solltest Du eine ältere TG haben kann das GPS dauerhaft im Menü eingestellt werden. Einmal gemacht musst Du die Kamera nur noch bei Deinen Aktivitäten mitführen.

Gewünschten Track auswählen und nach links wischen
Sonstiges auswählen
Mit Freigabe über Mail oder an den Rechner schicken

Sobald diese beendet ist, kannst Du mit Hilfe der OI.share app die GPS Daten auf dein Smartphone über WLAN herunterladen. OI.share kannst du im Apple App Store oder unter Google Play kostenlos herunterladen. Aus der App kannst du die Daten dann entweder per Mail an jemanden verschicken, auf einem Rechner speichern (bei Apple am besten über AirDrop) oder an eine OM-D Kamera, um die Positionsdaten der einzelnen Bildern in den Exif Daten zu speichern, übertragen.

GPS Daten weiterverarbeiten

GPS Daten können in vielen verschiedenen Formaten gespeichert. Die Daten der TG-6 sind es .log Dateien, die nicht von allen Programmen verarbeitet werden können. Deshalb müssen diese in bestimmten Fällen, zum Beispiel wenn man die Daten in einer eigenen Google Karte speichern möchte, konvertiert werden. Dazu kannst du das kostenloses Tool GPS Visualizer verwenden.

Hier “Convert to GPX” auswählen und die TG Datei hochladen und umwandeln. Solltest Du mehrere Dateien aufgezeichnet haben, gibt es hier auch die Möglichkeit mehrere Dateien auszuwählen und diese dann in eine GPX Datei umzuwandeln. Eine Beispiel Google Map findest Du hier.

Mit Google Earth kannst Du auch sehr anspruchsvolle Präsentationen erstellen, mit der ihr eure Route abfliegen könnte und zwischendurch Bilder zeigen.