In Kamera Fischaugen Korrektur

Fischaugen Objektiv sind sehr spezielle Objektive mit denen man zum Beispiel sehr einfach 360° Panoramen erstellen kann. Durch die starke Verzerrung die durch den großen Bildwinkel entsteht ist aber bei vielen Anwendungen störend. Mit Software kann diese Verzerrung korrigiert werden. Die E-M1 Serie kann diese Entzerrung bereits in der Kamera machen. Dies hat den Vorteil, dass man bereits bei der Aufnahme sieht wie sich die Entzerrung auswirkt und entsprechend das Bild gestalten. Mit dieser Technik bekommt man als Fotograf ein Ultraweitwinkel Objektiv mit einer Blende von 1.8, welches einzigartig auf dem Markt ist.

1 Drücke den „Menü“ Knopf und gehe in Menü J1.

2 Wähle „Fischaugen Korrekur“ und drück „OK“. Danach drücke den rechten Cursor.

3 Wähle „…“ und presse den Cursor noch einmal nach rechts.

4 Wähle Deine bevorzugten Bildwinkel und drücke 3x „OK“

1 = 5.5mm / 123° / 2=7 mm / 114° / 9 mm / 100°

5 Hast Du die Fischaugenkorrektur einschaltet zeigt die Kamera auf dem Bildschirm ein kleines Symbol an. Die Nummer neben dem Symbol zeigt Dir welcher Bildwinkel ausgewählt ist.

Achtung: Sobald die FIschaugenkorrektur eingeschaltet ist zeigt die Kamera ein korrigiertes Bild an. Wenn Du in RAW arbeitest wird das Bild selbst allerdings nicht korrigiert, das musst Du nachträglich in der Software anwenden. In Olympus Workspace erkennt die Software automatisch, dass Du die Fischaugenkorrektur verwendet hast und zeigt das Bild direkt korrigiert an.

6 Um die Fischaugenkorrektur ein- und auszuschalten ohne jedes mal in das Menü zu müssen kannst Du einen Fn Knopf programmieren. Dies kannst Du in Menü B vornehmen.

GPS Signal Erkennung beschleunigen

Im Gegensatz zu Handys müssen sich Kameras sich bei der Ortung alleine auf das GPS Signal verlassen. Die Verbindung zu den Satelliten kann aber länger dauern und deshalb besteht die Gefahr, das bei der Aufnahme die Informationen noch nicht zur Verfügung stehen. Deshalb unterstützt die E-M1X das sogenannte assisted GPS (A-GPS). Bei A-GPS werden die ungefähren Satellitenpositionen der Region in der man sich befindet in der Kamera hinterlegt. Dadurch ist die Kamera in der Lage Ihre Position schneller zu lokalisieren und diese in den Bildern zu hinterlegen.

A-GPS Daten herunterladen

Es gibt von Olympus zwar eine Software für den stationären PC / Mac, die sich „Olympus A-GPS Utility“ genannt wird, ich bevorzuge allerdings OI.track fürs Smartphone, da ich dann die Daten zu jeder Zeit herunterladen und auf der Kamera installieren kann. OI.track findet ihr in App oder Play Store je nach dem ihr ein Apple oder Android Smartphone verwendet. Um die A-GPS Daten auf eurer Kamera zu installieren geht ihr wie folgt vor.

1 Startet OI.track und öffnet die Einstellungen in dem ihr das Zahnrad an der oberen rechten Ecke drückt.

2 In den Einstellungen findet Ihr einen Schalter „GPS Assist Daten“ Aktualisieren.

3 Es öffnet sich ein Dialog, mit dem du den Download der Daten initiieren kannst, in dem du „Download“ drückst.

4 Sobald der Download beendet ist, starte an der Kamera die WiFi Verbindung. Sobald OI.track erkennt, dass eine Kamera über WiFi angeschlossen ist, fragt die Software ob Du die A-GPS Daten auf der Kamera aktualisieren möchtest oder nicht. Bestätige mit „Transfer“.

5 Ist die Aktualisierung der Daten auf der Kamera beendet, musst Du die Kamera einmal aus und wieder einschalten. Danach ist die Kamera bereit die Daten zu verwenden.

Selbstauslöser an seine Bedürfnisse anpassen

In OM-D Kameras gibt es voreingestellte Selbstauslöser von 2 oder 12 sek. Für die meisten Anwendungen ist das ausreichend, aber es gibt Situationen bei denen man nicht nur ein Bild machen möchte sondern man will individuell die Verzögerung bestimmen. Hierzu gibt es in OM-D Kameras die Möglichkeit das Verhalten des Selbstauslösers selbst zu definieren.

1 die „OK“ Taste drücken um in das Super Control Panel zu aktivieren. Wähle bei den Auslöseart den Selbstauslöser (Selbstauslösersymbold mit dem C für customise)

2 Noch einmal die „OK“ Taste drücken um den Selbstauslöser individualisieren zu können.

3 Um die Einstellungen ändern zu können die „Info“ Taste drücken.

4 Mit den links / rechts Cursor Tasten kannst Du die Parameter, die geändert werden sollen, auswählen. Mit den hoch / runter Tasten kannst Du die Parameter an deine Bedürfnisse anpassen.

Folgende Parameter können angepasst werden:
1. Verzögerung bis zum ersten Bild.
2. Anzahl der Bilder.
3. Verzögerung zwischen den einzelnen Bilder.
4. Ob die Kamera zwischen den Bildern fokussieren soll oder nicht.

M.Zuiko Digital ED 100-400mm F5-6.3 IS

Blaumeise beim starten

Diese Woche hat Olympus das M.Zuiko Digital ED 100-400mm F5-6.3 IS vorgestellt und ich hatte die Möglichkeit damit bereits zu fotografieren. Nachdem ich die ersten Bilder gemacht hatte, was ich persönlich sehr überrascht über die hervorragende Bildqualität. Es handelt sich schließlich um ein sogenanntes Standardobjektiv und nicht um ein Pro Objektiv. Dennoch ist an der Bildqualität nichts auszusetzen, Auch and der Geschwindigkeit und der Präzision des Autofokus ist nichts auszusetzen. Die technischen Daten sind ausführlich auf vielen Webseiten beschrieben worden, deshalb will ich auf diese hier überhaupt nicht eingehen. Meine Intention hier ist über die Erfahrungen, die ich mit dem Objektiv gemacht habe zu teilen und zu beschreiben.

Lichtstärke

Das Objektiv ist mit einem Blendenbereich von 5-6.3 nicht gerade Lichtstark, weshalb man als Fotograf bei schlechten Lichtbedingungen dazu gezwungen wird die Empfindlichkeit der Kamera zu erhöhen. Ich habe mit einer Olympus OM-D E-M1 Mark III fotografiert und dabei Empfindlichkeiten bis zu 6400 ISO verwenden und bin durchweg mit den Ergebnissen zufrieden. Muss man also nicht gerade schnell bewegte Objekte bei sehr schlechten Lichtverhältnissen fotografieren, ist das Objektiv sehr gut geeignet. An die Grenzen kommt es wenn die Lichtsituation nicht ideal ist.

Brennweitenbereich

Mit einem Brennweitenbereich von 100-400mm ist das Objektiv hervorragend für die Tierfotografie und im speziellen der Fotografie von Vögeln geeignet. Das Objektiv liefert einen Bildwinkel, der dem eines 200-800mm für das Kleinbildformat entspricht. Zusätzlich können die 1.4x und 2.0x Telekonverter von Olympus verwendet werden. Dadurch erreicht man einen Bildwinkel, dem Kleinbildformat entsprechend, von bis zu 1600mm. Dies hilft zusätzlich Bilder aus einer großen Entfernung aufzunehmen, was natürlich vor allem hilfreich bei Tieren, die scheu sind. Die Ergebnisse sind sowohl mit dem MC-14 als auch mit dem MC-20 sehr ansehnlich. Der Nachteil ist, dass man mit den Konvertern 1 bzw. 2 Blendenstufen an Lichtstärke verliert und so noch mehr Licht für die Aufnahme haben sollte, wenn man nicht zu sehr die Empfindlichkeit erhöhen will.

Makro Eigenschaften

Neben der herausragenden Teleobjektiveigenschaften hat das Objektiv auch noch einen sehr geringen Fokusierabstand. Dadurch kann das Objektiv auch hervorragend für Makrofotografie eingesetzt werden. Durch den geringen Aufnahmeabstand bekommt man eine sehr geringe Schärfentiefe, was zu einer sehr schönen Freistellung führt. Hier ein paar Bilder die mit geringem Aufnahmeabstand entstanden sind.

Bildstabilisierung

Das Objektiv verfügt zwar über eine Bildstabilisierung, aber im Gegensatz zu dem M.Zuiko Digital ED 300 F4 IS PRO, unterstützt es kein Sync IS, bei dem die Stabilisierung von Objektiv mit der der Kamera zusammenarbeitet. Die Bildstabilisierung ist also nicht ganz so effektiv. Wenn man Olympus Kameras mit dem Objektiv einsetzt gibt es dennoch eine Verbesserung der Bildqualität wenn sowohl die Bildstabilisierung an Objektiv und an Kamera eingeschaltet ist. Dann übernimmt das Objektiv die Verschwenkachsen und die Kamera korrigiert die Rotationsbewegung, die hauptsächlich durch das Drücken des Auslösers entsteht.

Fazit

Das Objektiv ist für alle die eine lange Brennweite zu einem fairen Preis suchen ist das M.Zuiko Digital ED 100-400mm F5-6.3 IS perfekt geeignet. Mit den zusätzlichen Makroeingenschaften bietet das Objektiv einen Mehrwert und macht das es universell einsetzbar und die perfekte Ergänzung für jeden Fotorucksack. Der einzige Wermutstropfen ist die Lichtstärke, welche das Einsatzgebiet des Objektives für schlechte Lichtverhältnisse einschränkt. Für ein lichtstärkeres Objektiv muss man aber wesentlich mehr Geld auf den Tisch legen.

Eine Reise durch das Baltikum

Dieser Sommer war ganz speziell, da durch das Coronavirus lange Zeit nicht klar war, ob Reisen überhaupt möglich sein wird. Deshalb hatten wir uns besonders gefreut, dass unsere lang geplante Reise ins Baltikum dann doch noch möglich war. Für eine Rundreise durch die drei Statten Litauen. Lettland und Estland hatten wir uns entschieden mit dem eigenen Auto zu fahren und haben deshalb eine Überfahrt mit der Fähre von Kiel nach Klaipeda gebucht. Obwohl die Fährüberfahrt ca. 20 Stunden dauert, ist das, gegenüber dar Option mit dem Auto durch Polen anzureisen, die wesentlich entspanntere Variante.

Kleipeda

Unsere erste Station war Kleipeda. Hier hatten wir eine Airbnb Unterkunft, die in der Nähe des Melnrange Strands gelegen war, gebucht. Ein wunderschöner Strand, den man von der Ferienwohnung in 5 Minuten zu Fuß erreichen konnte. Hier ein Bild vom Strand, welches ich während meines Aufenthaltes dort gemacht habe.

Melnrage beach, Kleipeda

Neben dem Strand direkt in Klaipeda, gibt es auch ein wunderschönen Strand auf der Kurischen Nehrung bei Smiltyne, den man mit einer Fußgängerfähre bequem von Klaipeda erreichen kann. Mit einem Fahrpreis von 1,50€ für Hin- und Rückfahrt ist diese auch sehr erschwinglich. Der Strand hat den Vorteil, dass er sehr flach ist und somit auch für Kleinkinder hervorragend geeignet ist.

Neben dem Strand in Smiltyne ist die Kurische Nehrung auch so eine Reise wert, weil wunderschön. Da wie das gesamte Balitkum erleben wollten, hatten wir leider nur einen Tag Zeit um uns die Nehrung anzuschauen. Aus diesem Grund konnten wir uns nur Nida, dem letzten Ort vor der Grenze zu Kalliningrad, anschauen. In Deutschland ist Nida vor allem durch Thomas Mann, der dort mehrere Sommer verbrachte, bekannt. Dort haben wir die Parnidis Düne bestiegen, von der man einen wunderbaren Blick auf die Nehrung hat.

Pernidis Düne. Blickrichtung Südosten

Auf der Düne selbst gibt es eine ausgeklügelte Sonnenuhr, die selbst die Unterschiede des Sonnenstandes je Monat berücksichtigt. Ehrlich gesagt hätte ich die Bezeichnungen vor Ort nicht entschlüsseln können, aber ein Einheimischer war so nett mir diese zu erklären.
Nida selbst ist ein sehr schöner Urlaubsort in dem man schön die Seele baumeln lassen kann. Auf der Ostseeseite der Kurischen Nehrung mit einem sehr schönen Strand, an dem wir den Tag mit einem Bad in der Ostsee ausklingen ließen.

Die Stadt Klaipeda selbst ist nicht besonders attraktiv. Zwar gibt es eine kleine Altstadt, die ist allerdings nicht besonders sehenswert und es gibt auch nicht viele Geschäfte die zum Bummeln einladen würden. Alleine die alte Markthalle ist einen Besuch wert, weil man dort noch ein wenig die Ursprünglichkeit Litauens erleben kann und bei älteren Menschen, die sich zu Ihrer vermutlich kleinen Rente etwas hinzuverdienen müssen Gemüse und Obst aus privatem Anbau kaufen kann. Ansonsten hat Klaipeda nicht viel zu bieten, deshalb waren wir glücklich, so schönes Wetter gehabt zu haben. Perfekt um die unbeschreiblich schönen Strände zu genießen, welche genügend Platz bieten um in Coronazeiten die Abstände einzuhalten.

Nachdem wir 6 Tage die Sonne genießen konnten, machten wir uns auf den Weg in Richtung Riga. Auf dem Weg dorthin machten wir einen kleinen Stop in Kuldiga. Kuldiga ist eine kleine Stadt, mit einer sehr schönen Altstadt und einem sehr breiten, wenn auch nicht besonders hohem, Wasserfall, den man per Fuß überqueren kann. Da wir an diesem Tag ungefähr 27°C in Schatten hatten, waren wir mehr als glücklich diese Gelegenheit war zu nehmen.

Kuldiga Wasserfall

Riga

Unsere zweite Station war Riga. Unsere Unterkunft war etwas außerhalb in Norden unweit von einem Strand in der Bucht von Riga. Direkt an einem Altarm der Daugava. Sehr schön und ruhig gelegen. In Riga hat uns vor allem das Jugendstil Viertel gefallen. Hier reiht sich ein schönes Haus and das andere. Leider sind viele der Häuser nicht zugänglich. Deshalb war es nicht möglich die wunderschönen Treppenhäuser zu besichtigen.

Neben der Innenstadt ist noch das Automuseum einen Besuch wert. Die Besonderheit hier ist, das viele der ausgestellten Autos noch verwendet werden. Die Autos also vom Besitzer quasi nur untergestellt sind und jederzeit für eine Ausfahrt abgeholt werden können. Besonders interessant für Kinder ist eine Abteilung in der man erleben kann wie ein Motor oder Getriebe funktioniert. Wir haben natürlich auch die Örtlichkeiten unserer Unterkunft genossen.
Da wir direkt am Altarm der Daugave wohnten und unsere Vermieter uns ein Ruderboot zur Verfügung gestellt hat, haben wie die „Wildness“ erkundet und konnten ein paar nette Bilder machen.

Tallinn

Unsere dritte Station war Tallinn die Hauptstadt in Estland. Hier war wir, ich und meine Frau, schon einmal vor 12 Jahren. Weil es uns dort damals so gut gefallen hat, hatten wir uns für diese Baltikumreise entschieden. Der Tourismus in den letzen Jahren hat allerdings die Stadt nicht gerade attraktiver gemacht. Wenn man über den Rathausplatz geht wird man von allen Seiten angesprochen ob man nicht Lust hat ins Restaurant zukommen. Mir persönlich war das zu viel. Dennoch ist die Stadt selbst wunderschön und hat einen mittelalterlichen Flair den man nirgendwo anders finden kann.

Ansicht der Altstadt Tallinns

Aber auch außerhalb der Stadt gibt es Attraktionen. Unsere Vermieterin, die sehr gut Deutsch gesprochen hat, hat uns einen Besuch des Kaila Wasserfalls empfohlen. Ein wunderschöner Fleckchen Erde, der auf jeden Fall einen Besuch wert ist. Gleich in der Nähe des Wasserfalls gibt es ein kleines wunderschönes Schloss, dass auch ein Restaurant beheimatet.

Wasserfall Keila
Schloss Keila

Ganz in der Nähe des Wasserfalls gibt es auch eine Steilküste und einen Strand an dem man beinahe alleine ist. Perfekt geeignet um die Seele baumeln zu lassen und zu entspannen.
3 Tage Tallinn waren genau richtig für uns, um die Erinnerungen die wir vor 12 Jahren in Tallinn gemacht haben wieder zum Leben zu erwecken. Nun ging es wieder in Richtung Süden. Zu unserer letzten Station Vilnius.

Vilnius

Bevor wir unsere Reise begonnen hatten, haben wir gelesen, dass die drei Hauptstädte im Baltikum nicht unterschiedlicher sein könnten und das stimmt. Riga wird hauptsächlich auch seine Jugendstilbauten geprägt, Tallinn hingegen ist UNESCO Weltkulturerbe wegen seinem perfekt erhaltenen mittelalterlichem Stadtkern und Vilnius erinnert mit seinen Kirchen und der Stadtstruktur sehr an Rom. Mir persönlich hat Vilnius am besten gefallen, weil es nicht so touristisch ist wie Tallinn und mehr Flair ausstrahlt als Riga.

In der Altstadt gibt es an jeder Ecke einen neuen Blick auf kleine Gässchen, Kirchen oder andere schöne historische Gebäude. Für Fotografen ein Paradis und ich hätte gut und gerne noch weiter 5 Tage dort verbringen können, um Bilder zu machen. Leide gab unser Urlaubszeitplan dies nicht her. So habe ich einen Grund wieder zu kommen und die Stadt in ein paar Jahren neu zu entdecken.

Nach beinahe 3 Wochen endete unsere Reise mit der Rückfahrt von Vilnius nach Kleipeda und von dort aus mit der Fähre zurück nach Kiel.