Ein Kurztrip zu den Großen Fünf / Teil 2

Botswana Moreni Game Resort

Vom Hwange Nationalpark in Zimbabwe ging es mit. dem Flugzeug zurück an die Viktoria Wasserfälle und von dort aus nach Kasane in Botswana. Bevor wir nach Botswana flogen war der Pilot so freundlich eine Runde über der Viktoria Wasserfällen zu drehen. Ein sehr beeindruckender Anblick, auch wenn im November der Wasserstand nicht sehr hoch ist. Von Kasane sind wir in das Moreni Game Ressort geflogen. Dort hatte ich die Ehre im Camp Mombo von Wilderness Safaris übernachten zu dürfen. Hier wird man mit einem liebevollen Bild aus Kaffeebohnen auf der Bettdecke begrüßt. Da fühlt man sich gleich sehr willkommen.

Wie bereits in Zimbabwe haben wir aber nicht viel Zeit verbracht um unser Unterkunft kennenzulernen, sondern sind gleich auf einen Game Drive gefahren. Das Okavango Delta ist noch wesentlich beeindruckender als der Hwange Nationalpark in Zimbabwe. Nicht nur was die Tiervielfalt angeht sondern auch landschaftlich. Da wir zum Beginn der Regenzeit unterwegs waren, hatten wir Glück und sahen die ein oder andere beeindruckende Wolkenformation. Bei dem Bild unten hatten wir sogar die Hoffnung, dass sich ein Gewitter zusammenbraut und ich mit Live Composite einige Blitze aufnehmen kann. Diese Hoffnung erfüllte sich dann allerdings nicht.

Trotz der beeindruckenden Landschaft war unser gesamtes Augenmerk natürlich auf die Tiere gerichtet. Nach kurzer Zeit trafen wir auf eine Löwenfamilie die gerade ein Zebra erlegt hatten. Leider zu spät um die Jagd selbst zu beobachten, aber dennoch hoch spannend wie die Hierarchien in der Familie verteilt sind und wie sich die einzelnen Tiere verhielten.

Löwe beim Zebra Lunch

Die Familie hatte auch Nachwuchs der ziemlich unbeholfen am Zebra knabberte und versuchte sich ein Stück zu sichern. Hier haben wir beinahe eine Stunde verbracht und die Zeit verging wie im Fluge. Kann mir nichts Spannenders vorstellen, als die Natur zu beobachten. Einiger meiner Freunde fragten, ob ich mich nicht ekelte, aber wenn man sich in der Wildnis befindet und Tiere in ihrer natürlichen Umgebung beobachtet ist das mehr als normal. Im Gegenteil, es war spannend zu beobachten.

Nachdem wir uns satt gesehen hatte sind wir weiter auf Suchfahrt gegangen, um weitere Tiere zu finden. Wie gesagt, wir waren in Botswana Anfang der Regenzeit und deshalb war im Okavango Delta beinahe kein Wasser. Die wenigen Wasserreste waren sehr begehrt nicht nur bei den Wasserbewohnern, sondern natürlich auch bei deren Fressfeinden, den Eisvögel. Einer meiner Lieblingstieren in Afrika. Bisher kannte ich nur den blauen Eisvogel, der in Europa vorkommt. In Afrika habe ich aber die Eisvogelgattung als solches lieben gelernt und an den Stellen, an denen die Fische sozusagen in einer Pfütze gefangen sind, fand man diese Tiergattung natürlich sehr einfach und konnte ihr verhalten sehr gut beobachten.

Pied Kingfisher

Die Artenvielfalt der Vögel ist im Okavango Delta natürlich phänomenal und ein hervorragendes Gebiet um eine meiner Lieblingsfunktionen von Olympus OM-D Kameras zu verwenden. Pro Capture hilft natürlich enorm um genau den richtigen Moment beim Starten von Vögeln abzupassen. Einer der schönsten Vögelarten , neben den Eisvögeln, sind in meiner Augen die Bienenfresser.

Startender Bienenfresser

Bildnamen in der Kamera ändern

Nutzen der Funktion

Normalerweise wird der Name in eine Olympus Kamera automatisch vergeben und durchnummeriert. Wenn man viel fotografiert oder mehreren Kameras hantiert kann dass allerdings schnell unübersichtlich werden. Deshalb finde ich die Funktion die Bildnamen anpassen zu können sehr hilfreich. Leider kann man nicht den gesamten Namen ändern aber für mich reichen die ersten 4 (sRGB) bzw. 3 (Adobe RGB) Zeichen aus um ausreichend Unterschiede zu erreichen. Für mich ist es vor allem wichtig zu wissen, ob ich das Bild mit einer PEN oder OM-D gemacht habe, deshalb nutze ich die Möglichkeit den Bildnamen in der Kamera anzupassen um genau dies zu erreichen.

Wie kann ich den Bildnamen in der Kamera anpassen

1 Drücke die Menü Taste und gehe zum Menü „H1“. Wähle „Dateiname anpassen“ (Edit Filename)

2 Drücke die „OK“ Taste und wähle den von Dir bevorzugten Farbraum. Es stehen die Farbräume sRBG und Adobe RGB zur Verfügung.

3 Drücke auf der Tasten Wippe nach rechts und ändere die ersten 3 bzw. 4 Ziffern des Bildnamens nach Deinem Geschmack und drücke die „OK“ Taste ein weiteres Mal um den Namen zu bestätigen

Schmuckaufnahme in der Küche

Wenn man zu Hause bleiben muss und den ganzen Tag nicht aus der Wohnung gehen soll, muss man sich ein wenig beschäftigen. Wieso sich nicht einfach in der Wohnung nach Dingen umsehen die zum Fotografieren geeignet sind. Ein schöner polierter Stein, der normalerweise nur rumliegt und der Ehering sind perfekte Objekte eine schöne Schmuckaufnahme zu machen.

Normalerweise verwendet man eine Glasoberfläche um eine Reflexion zu erreichen, aber was soll man machen, wenn man eine solche nicht zur Hand hat und man sie auch auf die Schnelle nicht besorgen kann. Wieso nicht ein iPad oder normales Tablet nehmen. Ist es ausgeschaltet hat es denselben Effekt wie eine Glasoberfläche.

Schnell ist ein kleines Fotostudio in der Küche eingerichtet und losgelegt. Glücklicherweise hatte ich noch einen Profoto C1 Plus im Hause, den mir Profoto geliehen hat, mit dem man durch sein Dauerlicht eine schöne Beleuchtung zaubern konnte.

Für die Aufnahme selbst habe ich eine E-M1 Mark III mit dem M.Zuiko Digital ED 60mm F2.8 genommen und mit offener Blende fotografiert. Die geringe Schärfentiefe konnte ich durch das eingebaute Fokusbraketing ausgleichen. Nach einer Stunde Arbeit war ich mit dem Ergebnis ganz zufrieden.

Ein Kurztrip zu den Großen Fünf / Teil 1

Zimbabwe Hwange Nationalpark

Wenn man gerne fotografiert ist eine Safari in Afrika, auch wenn man normalerweise sich nicht auf Tierfotografie spezialisiert hat, immer eine interessante Herausforderung. Kommt dann noch dazu, dass man von Wilderness Safaris eingeladen wird, ist das eine Gelegenheit, die man schlecht verstreichen lassen kann. Also bin ich im Herbst 2017 für 4 Tage nach Afrika geflogen um 2 Tage in Zimbabwe und 2 Tage in Botswana zu verbringen. Die Reise ging von Hamburg über Frankfurt und Johannesburg zu den Viktoria Wasserfällen. Dort angekommen wurden wir von Wilderness Safaris herzlich in Empfang genommen.

Propellermaschine für 12 Passagiere

Von den Viktoria Wasserfällen geht es mit einer kleinen Propellermaschine Cessna C208 mit 12 Sitzplätzen von Wilderness Air in den Busch. Gegenüber einer großen Verkehrsmaschine hat man darin ein viel direkteres Flugerlebnis. Aber nicht nur das Flugerlebnis ist gegenüber großen Verkehrsmaschinen ein anderes, sondern auch das Platzangebot. Dies bedeutet auch, dass das Gesamtgewicht für das Gepäck 8kg beträgt. Wenn man eine gesamte Fotoausrüstung mit sich trägt ist das eine Herausforderung. Glücklicherweise sind die Micro Four Thirds Kameras von Olympus klein und leicht. Kaum gelandet geht es auch gleich auf einen sogenannten Game Drive, d.h. mit einem geländetauglichen Fahrzeug auf Fahrt um die Tiere und die Landschaft zu erkunden.

Sonnenuntergang in Afrika

Unser erstes Ziel war Linkwasha im Hwange Nationalpark in Zimbabwe. Der neben einer artenreichen Tierwelt auch atemberaubende Landschaften bietet. Nicht lange nach der Landung, wenn ich mich recht erinnere waren es nicht mehr als 10 Minuten sahen wir die ersten Elefanten und fuhren weiter an eine sogenannte Pan (so werden dort die Wasserstellen genannt, weil sie eine Pfanne ähnlich sind) um mehrere Elefantenherden beim Trinken zu beobachten. Ein unvergessliches Erlebnis, vor allem wegen des Lichtes das gegenüber unseren Sphären irgendwie anders ist.

Elefantenherde auf dem Weg zur Wasserstelle

Wenn man sich in einem Camp befindet, ist der Tagesablauf voll auf die Game Drives ausgerichtet. Da die Tiere in der Mittagssonne nicht aktiv sind steht man vor Sonnenaufgang auf, um in den kühlen Morgenstunden die Aktivitäten der Tiere zu beobachten. Macht über Mittag eine Siesta und geht ca. 2 Stunden vor Sonnenuntergang wieder auf Game Drive um die kühlen Abendstunden wieder zu nutzen um die Tiere zu beobachten. Neben den Game Drives habe ich am meisten genossen von der restlichen Welt abgeschnitten zu sein, weder telefonisch, noch über mail oder andere modernen Kommunikationsmittel ist man im Bush erreichbar.