Copyright Einstellungen in EXIF Daten schreiben

Nutzen der Funktion

Bilder werden oft ohne Einwilligung des Fotografen eingesetzt. Mit Hilfe der Copyright Funktion ist es möglich den Namen bereits bei der Aufnahme in die EXIF Daten zu schreiben. Die stellt nicht zu 100% sicher, dass Deine Bilder nicht missbräuchlich verwendet wird, erhöht aber die Chance den Missbrauch zu belegen. Zumindest dann wenn die EXIF Daten nicht entfernt werden.

Wie kann ich die Copyright Einstellungen in der Kamera einstellen?

1Um ins Menü zu gelangen drücke „Menü“. Navigiere mit dem Cursor in das Menü H1 und wähle „Copyright Settings“ und drücke die „OK“ Taste

2Um den Fotografennamen einzustellen, wähle „Artist Name“ und öffne es mit der rechten Cursor Taste. Drücke die „OK“ Taste um Deinen Namen einzugeben.

3mit End beendest Du die Eingabe Deines Namens. Alternativ kannst Du mit der „Menü“ Taste die Eingabe auch abbrechen. Das gleiche kannst Du mit „Copyright Name“ wiederholen

Wie kann ich die Copyright Einstellungen aktivieren

1 Menü Taste drücken und zu Menü H1 navigieren und „OK“ Taste drücken

2 Wähle „Copyright Info“ und drücke die Cursortaste nach rechts.

3 Wähle „OK“ und drücke die „OK“ Taste. Dadurch werden die Copyright Informationen und der Artistname in die EXIF Daten geschrieben.

Eine Reise zu den Eisbären

Bevor ich zu meiner Reise nach Svalbard aufgebrochen bin, war der  nördlichste Punkt den, ich je besucht hatte, Island. Entsprechend aufgeregt war ich, bevor es losging: Hatte ich die richtige Kleidung für die Reise in die Kälte? Welches Kameraequipment sollte ich mitnehmen, um während der Reise gut Bilder machen zu können? Schließlich reist man nicht alle Tage an einen Ort an dem man von der Außenwelt abgeschnitten ist. Polarquest bietet Reisen, bei denen man die Arktis rund um Svalbard mit einem Schiff, in meinem Fall die Quest, erkundet. Ist man erst einmal unterwegs hat, man keine Möglichkeit mehr, sich Equipment oder Kleidung, die man vergessen hat, schnell im Laden um die Ecke zu besorgen. Ich entschloss mich, aufgrund ihrer Wetterbeständigkeit die E-M1X mitsamt der wichtigsten M.Zuiko Pro Objektive mitzunehmen. Ein M.Zuiko Digital ED 7-14mm F2.8 PRO für Landschaftsaufnahmen, das M.Zuiko Digital ED 12-100mm F4 Pro für Standard Bilder und die beiden langen Brennweiten M.Zuiko Digital ED 40-150mm F2.8 PRO und M.Zuiko Digital ED 300mm F4 IS PRO für Tieraufnahmen waren meine Wahl – und als Reserve für den Fall, dass die Tiere doch weiter entfernt sein sollten als erwartet die beiden Telekonverter MC-14 und MC-20. Damit war ich gut gerüstet, und da ich mit dem Equipment unter der Handgepäcksgewichtsgrenze von 8kg war, konnte ich sogar noch ein M.Zuiko Digtal ED 8mm F1.8 für Specialeffekte mitnehmen.

Walross auf einer einsamen Eisscholle
Einsames Walross

So gerüstet ging ich auf die Reise. Von Hamburg über Oslo nach Longyearbyen führte der Flug, und bevor wir „eingeschifft“ wurden, bekamen wir noch eine Sicherheitseinweisung von Adam, dem Expeditionsleiter. Beeindruckt von der professionellen Einweisung, freute ich mich schon auf die Quest zu gehen, aber weit gefehlt! Das Schiff lang nicht längsseits am Kay wie erwartet, sondern vor der Küste, und wir wurden mit Zodiaks hingebracht. Zodiaks sind kleine, stark motorisierte, Schlauchboote, die auch gerne wegen ihrer Wendigkeit und Stabilität vom Militär verwendet werden, um von großen Schiffen anzulanden. Kaum auf dem Schiff angekommen, durften wir gleich auch noch eine Schiffsevakuierungsübung absolvieren, um für den Notfall gerüstet zu sein. Dann ging es endlich los.

Zwei Möven

Allerdings nicht wie erwartet Richtung Norden, sondern des Windes wegen Richtung Süden. In der Arktis wird das Wetter nämlich weder nach Sonne, Regen oder Schnee noch nach Temperatur, sondern nach Windstärke beurteilt, da diese nicht nur die Rauigkeit der See, sondern auch die gefühlte Temperatur beeinflusst. Das bedeutet: Je weniger Wind desto besser. Dennoch waren viele der Teilnehmer zunächst einmal enttäuscht, weil die höchste Wahrscheinlichkeit, einen Eisbären zu Gesicht zu bekommen, im Norden ist – dort, wo das Packeis ist. Doch die Enttäuschung legte sich sehr rasch, als wir schon nach wenigen Stunden die Durchsage hörten, dass wir uns doch bitte für das erste „Outing“ bereitmachen sollten, weil ein Eisbär gesichtet wurde. Kaum waren wir in den Zodiaks, ging es auch schon Richtung Festland, um dem Eisbären näher zu kommen. Doch wo war der Eisbär? Die Guides (für 50 Passagiere waren 5 erfahrene Guides an Board) versuchten uns zu beschreiben wo wir schauen sollten, doch für einen Ungeübten ist es gar nicht so einfach ein, weißes Tier auf schneeweißem Untergrund zu erkennen. Doch schließlich waren wir erfolgreich, und es stellte sich heraus, dass meine Entscheidung die beiden Telekonverter MC-14 und MC-20 mitzunehmen, eine weise Entscheidung war, denn die geschätzte Entfernung zum Eisbären war ca. 1-2 km ohne eine Chance näher zu kommen. Mit dem 300mm F4 Pro Objektiv und dem MC-20 konnte man noch so eben den Eisbären auf den Bildern erkennen, dennoch war es extrem schwierig, scharfe Bilder aufzunehmen, schließlich befanden wir und auf einem kleinen Schlauchboot, das immer in Bewegung war, und die Kombination 300mm F4 mit MC-20 ergibt einen äquivalenten Bildwinkel zu einem Kleinbildobjektiv 1200mm, und jede Bewegung wurde entsprechend verstärkt. Glücklicherweise hat das 300mm F4 eine eingebaute Bildstabilisierung, die perfekt mit der eingebauten Bildstabilisierung der E-M1X im SyncIS mode zusammenarbeitet.  Nur deshalb konnte ich mit einer solch langen Brennweite überhaupt erst den Bildausschnitt wählen und scharfe Bilder machen. Dennoch gelangen mir an diesem Tag keine zufriedenstellenden Bilder, da der Eisbär einfach zu weit entfernt war. Trotz der Aufregung, einen Eisbären in seiner natürlichen Umgebung gesehen zu haben, war ich enttäuscht, kein Bild bekommen zu haben (oder: diese Begegnung nicht in einem Bild festgehalten zu haben). Doch wieder hielt die Enttäuschung nur kurze Zeit an, denn ein Guide meldete zwei Polarfüchse, und kurze Zeit später hatte ich die perfekte Aufnahme im Kasten. Wieder dank der Kombination aus 300mm F4 IS PRO Objektiv, Telekonverter und der perfekten Zusammenarbeit von Gehäuse und Objektive Bildstabilisierung. Ein Stativ in einem Zodiak zu verwenden? Unmöglich! Kein Platz und nutzlos, da sich das Boot sowieso ständig bewegt. (die letzten beiden Sätze würde ich je nachdem an wen Du Dich wendest vom Stil her etwas umformulieren; z.B.: Unter den gegebenen Bedingungen im  Zodiac hätte kein Stativ zum Einsatz kommen können).

Polarfüchse

Die Entscheidung, nach Süden zu fahren stellte sich um Nachhinein als wahrer Glücksfall heraus, denn das Wetter war herausragend – und dass nicht nur, weil wir beinahe keinen Wind hatten, sondern auch, weil wir den größten Teil unserer Reise Sonne genießen konnten, und die scheint so hoch im Norden im Mai bereits 24 Stunden. Was für ein Glück, denn am dritten Tag, wie hatten bereits unser morgendliches und nachmittägliches Outing hinter uns, kam um 22:30 Uhr eine Durchsage, wir mögen uns für ein weiteres Outing vorbereiten, da ein Eisbär nahe der Eiskante entdeckt wurde. An jedem anderen Ort der Erde wäre an Fotografieren nicht mehr zu denken gewesen aber hier im Norden im Mai war es noch taghell. Also zogen wir uns noch einmal warme Kleidung an und stiegen erneut in das Zodiac. Dieses Mal war es auch kein Problem, den Eisbären zu entdecken, denn erstens war er nur ca. 500m entfernt und zweitens hatten wir ja in den Tagen zuvor genug Zeit zum Üben. Als wir zwei Stunden später zurück an Bord der Quest waren, hatte ich auch mehr als zufriedenstellende Bilder eines Eisbären in seiner natürlichen Umgebung im Gepäck.

Polarbear in front of a Glacier
Polarbear

Ich will aber nicht den Eindruck vermitteln, dass Eisbären das einzige attraktive Fotoobjekt in der Arktis sind. Nein während meiner Reise lernte ich verstehen, wieso „Birders“ – also Vogelfotografen – Eiderenten so schön finden und verliebte mich in die Krabbentaucher. Aber auch Walrosse, Seehunde und vor allem die einzigartige Landschaft in der Kombination mit einem außergewöhnlichen Licht, dass man so bei uns in südlicheren Gefilden nicht kennt, ließen mein Fotografenherz höher schlagen. Ich war dann auch traurig als die Reise nach 8 Tagen in Longyearbyen endete. Im Nachhinein war meine Sorge um Kleidung und Equipment grundlos, weil alles was ich dabei hatte war genau richtig). Die langen Brennweiten in Kombination mit den Telekonvertern waren perfekt zum Fotografieren der Tierwelt die kürzeren Brennweiten kamen zum Einsatz, als es darum ging, die faszinierende Landschaft abzulichten.

Eiderente in der Mitternachtssonne
Eiderente in der Mitternachtssonne

Danke an Polarquest und Olympus für die Möglichkeit diese schöne Erfahrung zu machen.  Zum Abschluss noch ein Wort zu den Eisbären, die als Symbol für den Klimawandel stehen und deren Lebensraum stark gefährdet ist. Wir waren in der glücklichen Lage, Nikita Ovsyanikov als Guide an Board der Quest zu haben, und ich kam in den Genuss, mit ihm über die Zukunft der Eisbären zu diskutieren. Nikita ist guter Dinge, dass die Eisbären die Erderwärmung überstehen werden, denn das konnten sie in der Vergangenheit bereits 5 Mal bewerkstelligen. Allerdings waren sie in den vergangenen Wärmeperioden immer vom Menschen ungestört, und genau darin liegt das größte Problem, denn in vielen Ländern ist es immer noch erlaubt, Eisbären zu erschießen und das obwohl die Population inzwischen eine kritische Masse erreicht hat. Für alle die an der Thematik interessiert sind empfehle ich GLOBAL FRAUD AROUND POLAR BEARS.

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